Beschäftigungsverbot wg. Schwangerschaft

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

Moderator: Moderatorengruppe

Püppimelli
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1161
Registriert: 17.08.2010, 19:20

Beitragvon Püppimelli » 20.12.2011, 20:38

Liebe Grüße

Melli

Werbung
 
DomeniksEltern
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 60
Registriert: 10.08.2011, 21:56
Wohnort: München

Beitragvon DomeniksEltern » 20.12.2011, 20:44

Püppimelli: Danke!

Werde mich morgen gleich erstmal um den Betriebsarzt kümmern.

Silvia75
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 41
Registriert: 06.06.2010, 22:01
Wohnort: Niedersachsen

Beitragvon Silvia75 » 21.12.2011, 08:17

Hallo!

Irgendwie verstehe ich das hier nicht so ganz. Ich habe während meiner beiden Schwangerschaften einfach weiter gearbeitet. Bin Krankenschwester und war damals auf einer ganz normalen Station beschäftigt. Natürlich durfte ich nach 20 Uhr nicht mehr arbeiten und habe keine schweren Patienten alleine gebettet auch Zytostase durfte ich nicht zubereiten, aber ich sah und sehe bis heute keinen Grund, warum man bei einer komplikationslosen Schwangerschaft nicht weiter arbeiten gehen solte?

LG Silvia
Silvia mit Maren,8 Jahre alt, Myelomeningocele, Sohn A. 13 Jahre und Tochter A. 12 Jahre

Stanze
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 385
Registriert: 29.09.2004, 09:15
Wohnort: Gengenbach

Beitragvon Stanze » 21.12.2011, 08:24

Hallo,
ich sehe das wie Silvia. Ich habe bei allen SS normal weiter gearbeitet. Stationär, wie auch ambulant.
Beim ersten Kind war ich Gemeindeschwester und bin bis zum Schluß auf dem Fahrrad gefahren.
Wenn es keine Komplikationen gibt, weiß ich nicht, warum man zu hause bleiben sollte.

LG Stanze
Constanze mit Anne, 1990, Sarkoidose mit Nierenbeteiligung, Niereninsuffizienz, Hydrozephalus,Kleinwuchs, seit 28.07.2010 Dialysepflichtig:(
seit August 2014 V.a.Schimkesyndrom
Epilepsie nicht einstellbar
Hypertonie schlecht einstellbar
Mai 2015 Hirnblutung rechts, Sauerstoffpflichtig

TanjaJ1972
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1221
Registriert: 09.07.2007, 21:02
Wohnort: NRW

Beitragvon TanjaJ1972 » 21.12.2011, 08:28

Hallo,

Danke Silvia! Genau das hab ich die ganze Zeit auch schon gedacht, habs mich aber nicht getraut zu schreiben, weil ich selbst nicht in der Pflege tätig bin, arbeite "nur" in der Verwaltung. Aber warum man direkt, quasi noch mit frischem Schwangerschaftstest in der Hand, (weil viel weiter ist man ja noch nicht in der 5. SSW), zum AG rennt und um ein BV kämpft, hab ich mich auch gefragt.
Klar, das man im Verlauf der SSW irgendwann nicht mehr heben sollte und Leute umbetten kann, aber das kann doch nicht schon ab der 5. SSW zu schwierig sein.
Die meisten wissen zu dem Zeitpunkt ja noch garnicht, daß sie schwanger sind.....
LG
Tanja
Tanja mit N1. (*2003, Kabuki-Syndrom) und N2. (*2006, gesund)

MarieWP
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 515
Registriert: 13.10.2011, 09:06
Wohnort: NRW

Re: Beschäftigungsverbot wg. Schwangerschaft

Beitragvon MarieWP » 21.12.2011, 08:39

Deswegen:

mein Arbeitgeber hat mir nach Bekanntgabe gesagt, dass ich mir überlegen soll wie es weiter geht! Ob krank schreiben, Versetzung ins Altenpflegeheim (arbeite zur zeit beim ambulanten Pflegedienst), weiter arbeiten unter leichteren Bedingungen, oder Beschäftigungsverbot!

Da meine erste Schwangerschaft sowieso eine Risikoschwangerschaft wegen meinem Bluthochdruck war und Domenik um die 26.SSW eine leichte Hirnblutung hatte. Dazu kommt noch, dass bei mir der Faktor Willebrand Typ I festgestellt wurde.
Marie (77), Sozial- und Sonderpädagogin
mit 3 Kindern (01, 06, 08), gesund und ohne Behinderung besonders:)

Assunta
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 574
Registriert: 08.11.2007, 12:15
Wohnort: Bayern :-)

Beitragvon Assunta » 21.12.2011, 08:44

Hallo!

Es stimmt schon,das wenn die Schwangerschaft komplikationslos läuft man weiterarbeiten kann.Bei manchen geht das sogar, wenn sie in der Pflege arbeiten.

ABER,jetzt kommt nämlich das große ABER, es kommt immer darauf an welche Kollegen und Chefs man hat.
In dem ersten Altenheim in dem ich gearbeitet habe,hat es absolut nicht funktioniert,das eine Schwangere weitergearbeitet hat.
Eine Schwangere wollte unbedingt weiterarbeitet.Hätte gerne den ganzen Schreibkram usw erledigt.Und denn gibts ja in der Pflege zur genüge.Nein das wollte der Chef nicht.
Beim Heben,Umsetzen usw. halfen nur die wenigsten Kollegen.Mit der Begründung sie selber müssen auch alleine arbeiten.
Das Ende vom Lied war das die Schwangere auch ins BV ging.

Ich selber wollte damals auch gerne weiterarbeiten.Es gibt gerade in einem Altenheim mehr als genug zu tun.Die auch eine Schwangere machen kann,wo sie nicht schwer heben muss usw.Wie Essen eingeben,Beschäftigung der Bewohner,Anleitung usw.
ABER leider hat auch da mein Arbeitgeber nicht zugestimmt.

Gerade wenn man schon eine komplikationsreiche Schwangerschaft hinter sich hat,ist man wohl etwas vorsichtig.
In meiner 1.Schwangerschaft habe ich bis zum Mutterschutz gearbeitet.Zwar nicht in der Pflege sondern als Dorfhelferin/Familienpflegerin und das mit teilweise Einsätzen in der Landwirtschaft.

LG
Ich möchte lieber ein einziges Leben mit dir verbringen, als alle Zeitalter der Welt alleine zu durchleben!(aus Herr der Ringe)

Benutzeravatar
AnjaH
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 11760
Registriert: 19.01.2005, 21:10
Wohnort: BW

Beitragvon AnjaH » 21.12.2011, 09:44

hallo

Schließe mich Sylvia an. Wenn die Bedingungen den Arbeistschutzbestimmungen entsprechen sehe ich auch nicht ein warum du nicht arbeiten sollst.

Heißt du mußt im Moment wenn du z.B BZ messen mußt ect immer mindestens einen Lehrling im 2. Lehrjahr dabei haben der schon B Z Messen kann. Auch zum heben ect muß einfach jemand mitfahren..nach 20 Uhr ist auch klar..also keine Abentour mehr.

Wenn dein Arbeitgeber da keine Möglichkeit hat muß er dich frei stellen ..die Beträge bekommt er von der Berufsgenossenschaft wieder..
LG
Anja+ Felix
24.3.04 frühkindlicher Autismus mit v.a Intelligenzminderung ,bronchial Astma, Infekt Krämpfe,hypoton aber ein Sonnenschein
und Julia 30.7.09 hypoton, Lernschwäche ( IQ 89),v.a ADHS u. Dykalkulie
unser persönliches Album: meine Galerie

Werbung
 
Püppimelli
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1161
Registriert: 17.08.2010, 19:20

Beitragvon Püppimelli » 21.12.2011, 18:00

Sicher kann sie arbeiten, wenn die Arbeitsschutzbedinungen eingehalten werden. Aber vielleicht geht das bei ihr nicht. Nur weil sie nicht möchte, würde sie es eh nicht bekommen.
Liebe Grüße



Melli


Zurück zu „Rechtliches (Krankenvers., Pflegegeld etc.)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Sascha11 und 2 Gäste