Autismus Diagnose und Eingliederungshilfe

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Curly82
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Autismus Diagnose und Eingliederungshilfe

Beitrag von Curly82 »

Hallo ihr Lieben,

wir haben nun "endlich" die Autismus Diagnose.

Arzt schwankte zwischen Hochfunktionalem Autismus und atypischem Autismus, aufgrund der Sprache ist er dann als atypischer Autismus mit zusätzl. Verdacht auf ADHS diagnostiziert worden. Nachteile in der Förderung ergeben sich dadurch nicht, hieß es.

Warum der Doc das ADHS nicht als Diagnose benannt hat, erschließt sich mir zwar nicht. War er doch diesbezüglich ziemlich sicher.

Nun haben wir die Autismustherapie beantragt und waren gestern beim psychologischen Dienst des Jugendamtes.

Ein sehr netter Herr. Er will auch das HP-Reiten empfehlen/ aufschreiben.

Nun ist eine Autismustherapie beantragt
HP Reiten wird angestrebt
Integrationskraft für Schule ist auch beantragt.

Die Frage ist jetzt ob das alles über die Eingliederungshilfe läuft?
Ich habe Probleme damit, das alles auseinander zu klamüsern. Jeder sagt zwar was zu tun ist, aber niemand erklärt wirklich über welche Gesetzeslage und Kostenträger dieses läuft und welche Möglichkeiten man hat.

Zusätzlich wurde nun bei mir eine Pso Arthritis Diagnostiziert und im Moment stoße ich mit den täglichen Ausflügen für mein Sohn, schmerztechnisch an meine Grenzen. Eine Mutter hatte mir hier mal erzählt, dass ihr autistisches Kind über die Eingliederungshilfe Betreuung für ihr Kind bekommen hat, in Form von einer Betreuerin, die ihn abgeholt hat und mit ihm bewegungstechnisch viel unternommen hat.
Und darauf ist mein Sohn auch angewiesen. Wir gehen täglich etwa 2 Stunden raus mit ihm aufgrund seines Bewegungsdranges. Über die Vhp und EntlastungLeistung kann ich ein Teil auffangen, aber in dem Umfang würde es auf Dauer ein teurer Spaß werden. Wegen Covid -19 findet im Kiga auch nur eine Betreuung von 10 bis 15 Stunden wöchentlich statt und dementsprechend ist Sohn auch unausgelastet.

Läuft diese Form der Betreuung auch über die Eingliederungshilfe, wie schimpft sich das und geht das überhaupt mit den oben genannten Anträgen überhaupt?

Liebe Grüße

Curly
Curly mit Sonnenschein, 6 Jahre. F83, SON-R IQ 73, F93.9, F98.8, F.80.1, F80.28, F88
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Regina Regenbogen
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Re: Autismus Diagnose und Eingliederungshilfe

Beitrag von Regina Regenbogen »

Curly82 hat geschrieben:
01.07.2020, 13:48
Nun ist eine Autismustherapie beantragt
HP Reiten wird angestrebt
Integrationskraft für Schule ist auch beantragt.

Die Frage ist jetzt ob das alles über die Eingliederungshilfe läuft?

Autismustherapie und Schulbegleiter sind Eingliederungshilfen, HP-Reiten weiß ich nicht, hatten wir nicht.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

Sophie-11
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Re: Autismus Diagnose und Eingliederungshilfe

Beitrag von Sophie-11 »

Hallo,

alles, was über die Eingliederungshilfe nach §35a SGB VIII bezahlt wird, muss mit der sozialen Teilhabe Deines Kind begründet werden können. Es soll die Beeinträchtigungen in genau diesem Bereich auffangen können. Insofern können allerlei Maßnahmen darunter fallen; Autismustherapie und Schulbegleitung sind nur die Gängigsten - insofern ist es zwar ungewöhnlich und bei den meisten JÄ vermutlich kaum durchsetzbar, auch HP Reiten darüber laufen zu lassen, aber wenn Euer JA das unterstützt - warum nicht?

Auch eine Freizeitassistenz kann darunter fallen, denn Unternehmungen in der Freizeit dienen ja auch der sozialen Teilhabe. Allerdings weiß ich nicht, ob Du das mit Deinen Einschränkungen begründen kannst, denn Eingliederungshilfe wird ja von den Einschränkungen des Kindes her gedacht. Da solltest Du Dich mal erkundigen.

Ab 2022 wird es nur noch Autismus-Spektrum-Störung heißen, insofern ist die Einteilung ob atypisch oder HFA unwichtig.

LG!

P.S. Ihr habt ja eine Menge Diagnosen, es ist aber das JA zuständig?
fünfköpfige, irgendwie ASS-nahe Familie mit dem Großen *12/2007, dem Mittleren *09/2010 mit Diagnose F84.5 und Vd auf ADHS, und der Kleinen *02/2014

Curly82
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Re: Autismus Diagnose und Eingliederungshilfe

Beitrag von Curly82 »

Sophie-11 hat geschrieben:
01.07.2020, 14:50
Hallo,

alles, was über die Eingliederungshilfe nach §35a SGB VIII bezahlt wird, muss mit der sozialen Teilhabe Deines Kind begründet werden können. Es soll die Beeinträchtigungen in genau diesem Bereich auffangen können. Insofern können allerlei Maßnahmen darunter fallen; Autismustherapie und Schulbegleitung sind nur die Gängigsten - insofern ist es zwar ungewöhnlich und bei den meisten JÄ vermutlich kaum durchsetzbar, auch HP Reiten darüber laufen zu lassen, aber wenn Euer JA das unterstützt - warum nicht?

Auch eine Freizeitassistenz kann darunter fallen, denn Unternehmungen in der Freizeit dienen ja auch der sozialen Teilhabe. Allerdings weiß ich nicht, ob Du das mit Deinen Einschränkungen begründen kannst, denn Eingliederungshilfe wird ja von den Einschränkungen des Kindes her gedacht. Da solltest Du Dich mal erkundigen.

Ab 2022 wird es nur noch Autismus-Spektrum-Störung heißen, insofern ist die Einteilung ob atypisch oder HFA unwichtig.

LG!

P.S. Ihr habt ja eine Menge Diagnosen, es ist aber das JA zuständig?

Hallo Sophie,

vielen Dank für die aufschlussreichen Info's.

Eine Freizeitassistenz kam ehrlich gesagt nur in Überlegung da es für mich zuvor selbstverständlich war, dass ich das auffange. Ich bin eigentlich auch ziemlich fit gewesen und nun leider nicht mehr. :(
Ich würde das eher mit Sohns Hyperkinese, ergo ADHS versuchen zu begründen. Oder braucht es da mehr Begründung?!

Die Diagnosen hier, stammen vom SPZ. Die Autismus Diagnose wurde an anderer Stelle diagnostiziert und dort wurde er nur auf ADHS, Autismus und IQ getestet. (Ist noch ganz frisch.)
Expizit die Wahrnehmung und Sprache zb. nicht.

Da es um die Autismustherapie ging, habe ich auch nur diesen Bericht mit der Diagnose vorgelegt, und nicht die ältere vom SPZ.
Ich habe das so verstanden, dass für die Schulkinder das Jugendamt zuständig ist?!

Da ich das hier bei uns in der Stadt schon kenne, dass die Behörden selbst nicht immer genau wissen wer zuständig ist, bin ich jetzt leicht verunsichert. :mrgreen:

Liebe Grüße

Curly
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Sophie-11
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Re: Autismus Diagnose und Eingliederungshilfe

Beitrag von Sophie-11 »

Curly82 hat geschrieben:
01.07.2020, 15:43
Da ich das hier bei uns in der Stadt schon kenne, dass die Behörden selbst nicht immer genau wissen wer zuständig ist, bin ich jetzt leicht verunsichert. :mrgreen:
Sorry, ich wollte Dich nicht bangemachen :wink: ! Letztlich müssen die Behörden selbst ausklamüsern, wer zuständig ist, das ist nicht Deine Aufgabe!

Grundsätzlich ist das JA für Schulkinder zuständig, bei denen "nur" eine sogenannte "seelische Behinderung" vorliegt, darunter fallen Autismus und ADHS. Bei einer gleichzeitig vorliegenden geistigen und/oder körperlichen Beeinträchtigung ist dagegen das Sozialamt zuständig. Aber, wie gesagt, das zu entscheiden, ist Aufgabe der Behörden. Lass' Dich da bloß auf keine Hin- und Herschiebereien ein, es gibt (aus gutem Grund :roll: ) ganz klare Fristen, zu finden in §14 SGB IX: Die erstangegangene Behörde hat 2 Wochen Zeit, zu entscheiden ob sie zuständig ist und ggf. weiterzuleiten, ansonsten muss innerhalb von 3 Wochen über den Antrag entschieden werden. Bei weitergeleiteten Anträgen beginnt zunächst wieder eine Frist von 2 Wochen nach dem Eingang des Antrags, aber nun muss innerhalb dieser 2 Wochen plus der 3 Wochen Entscheidungsfrist entschieden werden, egal von wem! Theoretisch sollte also spätestens nach 2+2+3=7 Wochen die Entscheidung da sein. Es hilft, das zu wissen und die Behörde, bei der der Antrag liegt, ggf. daran zu erinnern :wink: .

Bei der Weiterleitung eines Antrages muss der Antragsteller unterrichtet werden, so dass Du immer wissen solltest, wo er gerade liegt.

Was die ADHS_Diagnose angeht, unser SPZ hat ganz ähnlich gehandelt; sie haben erstmal nur den Autismus diagnostiziert und ADHS nur als Verdacht belassen, obwohl sie sich da auch ziemlich sicher waren. Ihre Argumentation war, dass zunächst der Autismus im Vordergrund steht und da dringenderer Handlungsbedarf besteht. Nachdem die Hilfen angelaufen sind und vor dem Wechsel an die weiterführende Schule sollte jetzt eigentlich noch die ADHS-Diagnostik beendet werden; das hat sich durch Corona jetzt etwas verschoben und wird nun etwas über's Knie gebrochen :? - aber besser, wir bekommen die Diagnose jetzt noch, denn die Grundschullehrer kennen ihn viel besser als seine neuen Lehrer es vermutlich je tun werden.

In zweierlei Hinsicht kann ich in der Vorgehensweise sogar Sinn erkennen: So eine Diagnostik ist ganz schön belastend, weil der Fokus so sehr auf den Problemen und Schwächen des Kindes liegt. Es tut gut, zwischendurch auch mal eine Pause zu haben und das Positive in den Vordergrund zu stellen. Und bei Euch könnte ich mir auch vorstellen, dass erst mal geschaut werden soll, wie es in der Schule anläuft; Verhalten und Zurechtkommen in der Schule ist bei ADHS IMHO der Knackpunkt. Nach meinem Gefühl wiegt die Autismus-Diagnose bei Behörden auch schwerer als "nur" ADHS.

LG!
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Michaela44
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Re: Autismus Diagnose und Eingliederungshilfe

Beitrag von Michaela44 »

Ein Tipp zur Freizeitbegleitung: du könntest für deinen Sohn einen Pflegegrad beantragen. Von dem Pflegegeld, dem Geld für zusätzliche Betreuungsleistungen und / oder der Verhinderungspflege könntest du dann eine Freizeitbegleitung bezahlen. Das hat dann auch den Vorteil, dass du die Inhalte dieser Freizeitaktivitäten vor niemanden begründen und darlegen müsstest. Ein bisschen mehr Privatsphäre...
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Curly82
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Re: Autismus Diagnose und Eingliederungshilfe

Beitrag von Curly82 »

Sophie-11 hat geschrieben:
01.07.2020, 17:58
Curly82 hat geschrieben:
01.07.2020, 15:43
Da ich das hier bei uns in der Stadt schon kenne, dass die Behörden selbst nicht immer genau wissen wer zuständig ist, bin ich jetzt leicht verunsichert. :mrgreen:
Sorry, ich wollte Dich nicht bangemachen :wink: ! Letztlich müssen die Behörden selbst ausklamüsern, wer zuständig ist, das ist nicht Deine Aufgabe!

Grundsätzlich ist das JA für Schulkinder zuständig, bei denen "nur" eine sogenannte "seelische Behinderung" vorliegt, darunter fallen Autismus und ADHS. Bei einer gleichzeitig vorliegenden geistigen und/oder körperlichen Beeinträchtigung ist dagegen das Sozialamt zuständig. Aber, wie gesagt, das zu entscheiden, ist Aufgabe der Behörden. Lass' Dich da bloß auf keine Hin- und Herschiebereien ein, es gibt (aus gutem Grund :roll: ) ganz klare Fristen, zu finden in §14 SGB IX: Die erstangegangene Behörde hat 2 Wochen Zeit, zu entscheiden ob sie zuständig ist und ggf. weiterzuleiten, ansonsten muss innerhalb von 3 Wochen über den Antrag entschieden werden. Bei weitergeleiteten Anträgen beginnt zunächst wieder eine Frist von 2 Wochen nach dem Eingang des Antrags, aber nun muss innerhalb dieser 2 Wochen plus der 3 Wochen Entscheidungsfrist entschieden werden, egal von wem! Theoretisch sollte also spätestens nach 2+2+3=7 Wochen die Entscheidung da sein. Es hilft, das zu wissen und die Behörde, bei der der Antrag liegt, ggf. daran zu erinnern :wink: .

Bei der Weiterleitung eines Antrages muss der Antragsteller unterrichtet werden, so dass Du immer wissen solltest, wo er gerade liegt.

Was die ADHS_Diagnose angeht, unser SPZ hat ganz ähnlich gehandelt; sie haben erstmal nur den Autismus diagnostiziert und ADHS nur als Verdacht belassen, obwohl sie sich da auch ziemlich sicher waren. Ihre Argumentation war, dass zunächst der Autismus im Vordergrund steht und da dringenderer Handlungsbedarf besteht. Nachdem die Hilfen angelaufen sind und vor dem Wechsel an die weiterführende Schule sollte jetzt eigentlich noch die ADHS-Diagnostik beendet werden; das hat sich durch Corona jetzt etwas verschoben und wird nun etwas über's Knie gebrochen :? - aber besser, wir bekommen die Diagnose jetzt noch, denn die Grundschullehrer kennen ihn viel besser als seine neuen Lehrer es vermutlich je tun werden.

In zweierlei Hinsicht kann ich in der Vorgehensweise sogar Sinn erkennen: So eine Diagnostik ist ganz schön belastend, weil der Fokus so sehr auf den Problemen und Schwächen des Kindes liegt. Es tut gut, zwischendurch auch mal eine Pause zu haben und das Positive in den Vordergrund zu stellen. Und bei Euch könnte ich mir auch vorstellen, dass erst mal geschaut werden soll, wie es in der Schule anläuft; Verhalten und Zurechtkommen in der Schule ist bei ADHS IMHO der Knackpunkt. Nach meinem Gefühl wiegt die Autismus-Diagnose bei Behörden auch schwerer als "nur" ADHS.

LG!




Alles gut, die Vordiagnosen im Spz besagen eigtl. "nur" dass Sohn Lernbehindert ist (wenn man nach dem IQ geht), Sprachstörungen WahrnehmungStörungen, Hyperaktivität und Sozial Emotionale Störungen vorliegen. Also eher auseinanderklamüserte Dinge, die bei Autisten und Adhs zu finden sind. Zudem hat der psychologische Dienst auch die Werte des neuen IQ Testes bekommen. Wie du sagt, müssen die dann auch die richtige Stelle wissen.

Unter geistiger Beeinträchtigung verstehe ich "Geistige Behinderung"?! Das ist Sohn nicht (mehr).
Hatten wir aich schon dir Diagnose... :roll:

Vielen vielen Dank für die Infos. Das war nun endlich mal aufschlussreich geschildert. Hab schon an mir selbst gezweifelt, ob ich da einfach nicht durchblicke :mrgreen: . Und die Fristen kannte ich auch nicht.
Ja die Autismus Diagnose wiegt schwerer, das sagte auch der Arzt. Er nannte es auch garantierte Eintrittskarte für eine Schulbegleitung und überhaupt anfallende Förderung.

Ehrlich gesagt hatte ich auch das Gefühl, dass der Arzt sich was dabei gedacht haben muss als er es beim Verdacht beließ, denn vor der ADOS Testung wollte er eigentlich die Diagnose ADHS vergeben.

Liebe Grüße

Curly
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Curly82
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Re: Autismus Diagnose und Eingliederungshilfe

Beitrag von Curly82 »

Michaela44 hat geschrieben:
01.07.2020, 18:27
Ein Tipp zur Freizeitbegleitung: du könntest für deinen Sohn einen Pflegegrad beantragen. Von dem Pflegegeld, dem Geld für zusätzliche Betreuungsleistungen und / oder der Verhinderungspflege könntest du dann eine Freizeitbegleitung bezahlen. Das hat dann auch den Vorteil, dass du die Inhalte dieser Freizeitaktivitäten vor niemanden begründen und darlegen müsstest. Ein bisschen mehr Privatsphäre...


Hallo Michaela,

wir haben schon einen Pflegegrad und die Entlastungsl. und VHP nutze ich bereits schon, da Sohn höchstens 15 Stunden die Woche in den Kiga darf. Auch beim Lock down mussten wir schon viel davon nutzen. Ich habe im Moment einen heftigen Schub und u.a. sind da meine Knie betroffen. Selbst Treppen steigen geht nur mit Schmerzen.
Sohn ist täglich darauf angewiesen sich draußen auspowern zu dürfen und das wird langsam wirklich teuer.

LG Curly
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Re: Autismus Diagnose und Eingliederungshilfe

Beitrag von Michaela44 »

Auch kranken / behinderten Eltern steht Hilfe bei der Erziehung der Kinder zu. Das wäre dann Eingliedrungshilfe für die Eltern, läuft über das Sozialamt und man wird gemäß dem Einkommen / Ersparnissen an den Kosten beteiligt.

Ansonsten könntest du es noch über Erziehungshilfe versuchen. Bedeutet aber noch mehr Einmischung und auch Macht für das JA.
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Re: Autismus Diagnose und Eingliederungshilfe

Beitrag von Curly82 »

Michaela44 hat geschrieben:
01.07.2020, 21:13
Auch kranken / behinderten Eltern steht Hilfe bei der Erziehung der Kinder zu. Das wäre dann Eingliedrungshilfe für die Eltern, läuft über das Sozialamt und man wird gemäß dem Einkommen / Ersparnissen an den Kosten beteiligt.

Ansonsten könntest du es noch über Erziehungshilfe versuchen. Bedeutet aber noch mehr Einmischung und auch Macht für das JA.


Hallo Michaela, ich stehe noch ganz am Anfang meiner Diagnose und aktuell weigere ich mich Biologika einzunehmen. Ich denke das die Eingliederungshilfe für mich eine sehr langwierige Sache werden könnte, wenn die Voraussetzungen überhaupt gegeben sind.
Ich behalte es aber im Hinterkopf. Lieben Dank.

Ja die Erziehungshilfe kommt genau deswegen für uns nicht in Frage. :mrgreen:

Ich werde es denke ich erstmal über die Eingliederungshilfe für Sohn versuchen. Mehr als abschmettern können die es ja nicht.

LG Curly
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