Einlagen-Frage zum Schuhkauf

Hier könnt ihr die Hilfsmittel eurer Kinder vorstellen, z. B. Reha-Buggy, Pflegebett, Stehtrainer, Therapieliege usw. - gerne auch mit Foto.
Ihr könnt hier übrigens auch Fragen bezüglich Technik und Anwendung verschiedener Hilfsmittel stellen.

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SandraA78
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Einlagen-Frage zum Schuhkauf

Beitragvon SandraA78 » 12.09.2019, 19:52

Hallo,
wir wollten morgen Schuhe für den Übergang kaufen. Nun habe ich eben vom Orthopäden unser erstes Rezept für

1 Paar Schaleneinlagen mit Sensomotorischen Elementen wg Sichel- und Knickfuß bds. bekommen

Beim Einkauf morgen achte ich auf herausnehmbare Sohlen, das ist klar. Aber braucht er wegen den Einlagen eine Größe größer, muss ein gewisser Spielraum am Rist sein, sollen die Schuhe etwas breiter sein? Oder kaufe ich einfach ein Paar Schuhe, die ihm jetzt perfekt passen?

Danke!!
viele liebe Grüße,

Sandra

Tochter (2003) ADHS, AVWS, V.a.Asperger, Hüftdysplasie (Zn intertr. Umstellungsosteotomie)
Sohn (2008) Hüftdysplasie, Makrocephalie, Sprachentwicklungs-Verzögerung

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Tanja2014
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Re: Einlagen-Frage zum Schuhkauf

Beitragvon Tanja2014 » 12.09.2019, 20:20

Hallo,
ich würde warten, bis die Einlagen da sind. Unsere sensomotorischen Einlagen sind relativ "hoch" (dick). Bei den allermeisten Schuhen ist der Einstieg zu eng. Die passen ihm alle ohne Einlagen super und wenn die Einlagen drin sind kommt er nicht mal in den Schuh. Ein weiteres Problem ist, dass viele Schuhe (insbesondere Sneaker) an der Ferse nicht hoch genug sind. Durch die Einlagen (die bei uns deutlich höher sind als jede Einlegesohle bzw. jedes Wechselfußbett) schlappt das Kind dann nach hinten aus dem Schuh raus. Grundsätzlich kann man bei uns sagen, dass Schuhe aus Textil in den meisten Fällen besser funktionieren als Lederschuhe, weil man Lederschuhe am Einstieg nicht so gut dehnen kann. Bei Halbschuhen hätten wir bisher nur ganz selten Glück, meistens weichen wir da auf knöchelhohe Schuhe aus. Anfangs war es wirklich schwierig, bis wir überhaupt mal Schuhe hatten, aber mit den Jahren wird es einfacher, weil man dann irgendwann seine zwei, drei Hersteller gefunden hat, die man durchprobiert und wo dann immer ein paar dabei ist...
Viele Grüße
Tanja
mit B. (*2012) - Extremfrühchen, spastische ICP beinbetont GMFCS Level 1
und Wirbelwind (*2013)

Ikki
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Re: Einlagen-Frage zum Schuhkauf

Beitragvon Ikki » 12.09.2019, 21:25

Hallo,
warte unbedingt auf die Einlagen. Die müssen nämlich genau in den Schuh passen, eine Nummer grösser kaufen funktioniert da nicht, weil die Einlagen ja sonst im Schuh herumrutschen. Gute Markenschuhe gibt es oft in unterschiedlichen Weiten. Wir haben gute Erfahrungen mit Elefanten gemacht. Die gibt's bei Deichmann. Superfit ist auch immer prima. Nimm zum Schuhe kaufen Einlagen und Kind mit.
LG
Christiane
mit T. * April 2013, Frühchen 28ssw, Hirnblutung Grad III, Hemiparese, Epilepsie seit 2018

Senem
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Re: Einlagen-Frage zum Schuhkauf

Beitragvon Senem » 12.09.2019, 21:45

Hallo Sandra,

ich weiß leider nicht die Marke dieser Schuhe. Aber ich hab mal welche gesehen, wo man an den Fersen an Rädchen drehen muss, damit man die Schuhe weit öffnen kann. Vielleicht wäre das möglich? Ansonsten bin ich auch der Meinung, warte erst bis du die Einlagen hast und such dir dann die Schuhe aus.

Ich finde es schade, das die Schuhe im allgemeinen immer zu eng sind und nicht für jeden Fuß geeignet sind.
Gruß

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Re: Einlagen-Frage zum Schuhkauf

Beitragvon kati543 » 13.09.2019, 11:26

Hallo,
wir kaufen Schuhe prinzipiell nur, wenn man im Laden auch mal die Schuhe mit Einlagen probieren darf. „Auf Verdacht“ geht gar nicht. Lass dein Kind in seinen normalen Schuhen dorthin gehen und danach kauft eben neue Schuhe, falls nötig - aber nicht vorher.
Mein Ältester hat eher Probleme mit der Schuhbreite als der Höhe des Schuhs. Eine Nummer größer geht nicht - sein Fuß ist deswegen noch lange nicht „länger“.
Bei meinem Jüngsten ist der Schuhkauf wieder vollkommen unproblematisch, obwohl die Fehlstellung deutlich komplexer ist.
LG
Katrin
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D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

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Re: Einlagen-Frage zum Schuhkauf

Beitragvon toto35 » 13.09.2019, 16:01

Hallo,
mein Sohn hat sensomotorische Einlagen. Du musst die Einlagen beim Schuhkauf mitnehmen. Ausserdem reicht es oft nicht einfach die Sohlen rauszunehmen.
Auch kann mein Sohn mit seinen Einlagen nicht alle Schuhe tragen.
LG

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Re: Einlagen-Frage zum Schuhkauf

Beitragvon EvaJune » 14.09.2019, 18:19

Hallo,
Noch eine Stimme für Schuhkauf nur mit Kind und Einlagen. Das lässt sich echt nicht vorhersagen. Wir hatten hier auch schon den Fall, dass die Einlagen prinzipiell in den Schuh passten, das Kind dann aber so wacklig drin hing, dass es nicht machbar war.
Unser Orthopädietechniker bietet auch an, dass man mit verschiedenen Schuhen zu ihm kommt (die man noch zurückgeben kann) und er zusammen schaut, wo es am besten passt.

Lg
Eva
Eva mit
S. (*04): juvenile idiopathische Arthritis (besonders betroffen Kiefer und Handgelenke), schwerhörig, chron. Sinusitis, chron. Urtikaria,chron. Schmerzen, neurolog. Störungen nach ZNS-Infektion, v.A. CAPS, PG4
E. (*05): Asthma, sonst gesund und happy :)

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Lisaneu
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Re: Einlagen-Frage zum Schuhkauf

Beitragvon Lisaneu » 15.09.2019, 09:48

Schließe mich an. Wir nehmen beim Schuhkauf die sensomotorische Einlagen immer mit. Auch, wenn man die dünnen Original-Einlagen aus Schuhen herausnimmt kann sein, dass die Schuhe mit den orthopädischen Einlagen nicht mehr passen. Bei meinem Sohn ist das bei machen Sportschuhen mit Klettverschlüssen der Fall. Ein hoher Rist und zusätzlich noch die Einlagen bewirken, dass der Klettverschluss sich nicht mehr gut schließen lässt, weil die Lasche zu kurz ist. Bei Winterschuhen kann das hineinschlüpfen schwer sein, wenn innen durch die Einlagen zu wenig Platz ist. Und bei Sandalen müssen die Einlagen fix von Orthopäden eingebaut werden, auch da sollten die Laschen der Klettverschlüsse oder die Riemen ausreichend lang sein.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)


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