Rollstuhl für Läuferkind (10) - welches Modell?

Hier könnt ihr die Hilfsmittel eurer Kinder vorstellen, z. B. Reha-Buggy, Pflegebett, Stehtrainer, Therapieliege usw. - gerne auch mit Foto.
Ihr könnt hier übrigens auch Fragen bezüglich Technik und Anwendung verschiedener Hilfsmittel stellen.

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heidipet
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Re: Rollstuhl für Läuferkind (10) - welches Modell?

Beitragvon heidipet » 05.09.2019, 09:35

Hallo,
"Welches Modell" ist die falsche Frage. Ein Rollstuhl ist wie ein Schuh. Wenn er nicht sitzt, ist es ganz egal, welche Firma: Er hindert, statt zu helfen.

- Oberstes Gebot: Ausprobieren, und zwar das Kind probieren lassen.
- Ehe es hier zum 77. Mal steht: Im Forum gibt es viele Tipps und Einträge zu dem Thema.

Gruß
Heidi
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Gesa
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Re: Rollstuhl für Läuferkind (10) - welches Modell?

Beitragvon Gesa » 05.09.2019, 16:24

Moin,

auf jeden Fall steht und fällt vieles mit einem guten Sanitätshaus.

So wie Du Deinen Sohn beschreibst, sollte es auf jeden Fall ein Rolli sein, der auch einiges mitmacht an Aktion, und zudem gut anpassbar ist, und von Anfang an gut ausgemessen.

Was noch wichtig ist, dass die Vorderräder recht weit vorne stehen, das minimiert das Risiko, unfreiwillig nach vorn auszusteigen. Nach hinten rüber ist bei einigermaßen fitten Kind mit entsprechendem Training meist eher weniger das Problem, zudem würde ich die Räder schräg anbringen hinten, da er noch etwas laufen kann, ist das kein Problem, wenn mal was zu schmal ist. Der Rolli ist dann wendiger und kippt langsamer nach hinten, weil er durch die schrägen Räder etwas ausgebremst wird.

ProActiv Buddy ist auf jeden Fall eine gute Wahl, nicht der leichteste Stuhl, aber sicher ein guter. Wenn der Sohn wenig Kraft hat, würde ich auf jeden Fall auch 4ma3ma oder molab in die engere Auswahl nehmen, die Stühle sind noch leichter, und auch sehr stabil.

Es ist schön, wenn er mit dem Rolli flitzen kann, und auch ich würde nicht allzuviel an "Sicherheit" anbauen, denn das nimmt immer Bewegungsfreiheit!

Liebe Grüße

Gesa
Rollstuhlfahrerin mit unklarer Diagnose, vor vielen Jahren Unfall mit Kopf- und Beinverletzungen, über die Jahre Verschlechterung, seit mittlerweile 15 Jahren Rollifahrerin; Erfahrungen in Rollisport, Rollstuhlversorgung sowie behindertengerechtem Autoumbau

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Jakob05
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Re: Rollstuhl für Läuferkind (10) - welches Modell?

Beitragvon Jakob05 » 06.09.2019, 18:20

Fahrt mal zu 4ma3ma, dort bekommt ihr super Erprobung und Beratung,danach wisst ihr wenigstens, was für Euch wichtig ist und könnt dän gezielter suchen. Oder direkt auf die Rehacare, mehr Auswahl hat kein Sanitätshaus.
Cordula (65) mit I. (86), M. (88 mehrfachbehindert, HF-Autist), J. (†28.07.05,*02.08.05,37.SSW) + K. 10/07 (GS, HD, Rachenfehlbildung,Tracheostoma)

MichiF
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Re: Rollstuhl für Läuferkind (10) - welches Modell?

Beitragvon MichiF » 06.09.2019, 23:45

Hallo Elke,
ich empfehle auch 4ma3ma. Wir nehmen die Fahrt nach Köln gerne in Kauf denn 4ma3ma macht einen super Job!
Meine Maus hat einen super Stuhl bekommen. Jetzt weiß ich was 2 oder 3kg weniger am Rolli ausmachen können.

Schönen Gruß
Michi

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Re: Rollstuhl für Läuferkind (10) - welches Modell?

Beitragvon elke.theaterfisch » 13.09.2019, 09:00

Hallo ihr Lieben,
das sind super Tipps, Dankeschön! Heute sind wir beim Sanitätshaus Rehability, und ich nehme die guten Hinweise mit. Gold wert sind mir insbesondere die Tipps der Selbstfahrer hier, Lisa Maier, Line86 und Gesa. Ich werd drauf achten, möglichst wenig Sicherheit dran zu bauen, denn unser Kind ist tatsächlich fit genug dafür. 4ma3ma klingt wirklich interessant, Jakob05. Ob ich mir die Zeit nehme, da hinzufahren? Ich ruf da mal an und vereinbare etwas für die Herbstferien. Es sind ja immerhin 3 Stunden hin, 3 zurück. Mal sehen, was Rehability mir raten kann.
Auf den RolliKidsActionDay werden wir gehen, vielen Dank für den Hinweis Rita, sonst hätte ich das nicht gewusst.
Wie wichtig ist denn, dass der Rollstuhl klappbar ist? Sonst kriege ich ihn wahrscheinlich nicht in unser Auto. Aber nicht klappbar fährt sich sicher viel besser?
Und wie kann unser Kind lernen, auf den Hinterrädern zu fahren? Einfach ausprobieren? Macht das nichts, wenn er erstmal ein paar Mal nach hinten fällt? Oder wie habt ihr bzw eure Kinder das gelernt?
Herzliche Grüße an alle, Elke
Elke + Mann mit Sohn früh geboren im Mai 2009, 29. Woche, 1200 g. Motorisch entwicklungsverzögert. Muskulär hypoton, schwache Bänder, Knick-Senk-Füße. Erste Schritte mit dreieinhalb Jahren. Trug jahrelang Unterschenkel-Orthesen und Ringorthesen. Seit zwei Jahren ohne Orthesen.

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Re: Rollstuhl für Läuferkind (10) - welches Modell?

Beitragvon Silvia & Iris » 13.09.2019, 10:02

Hallo Elke,

das mit dem faltbar oder nicht, ist sicher auch eine Sache der Diagnose... - falls sich der Zustand verschlechtern wird, ist der stabile Starrahmen sicher die bessere Wahl... - falls aber nicht von einer Verschlechterung ausgegangen wird, dann ist der faltbare, der ein aktives Sitzen erfordert (was derzeit ja kein Problem darstellt), die günstigere Wahl... -
Wie meinst du das mit den auf den Hinterrädern fahren?? - - das Schwung holen mit den Schwungrädern, oder tatsächlich mit den vorderen Rädern in der Luft - wie Wheely?
Selbst fahren haben die Kids schnell raus, enge Wendungen und mehr... Viel Erfolg!
... gibt es Vorgaben von der KK? - Ihr habt ja sicherlich eine Verordnung, oder? Und die KK zahlt ja nur einen Teil, oder?
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

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Re: Rollstuhl für Läuferkind (10) - welches Modell?

Beitragvon elke.theaterfisch » 13.09.2019, 10:15

Hallo Silivia,
hilfreiche Infos und Fragen, danke! Wir hoffen, dass eher nicht von einer Verschlechterung auszugehen ist. Also starker Oberkörper ohne Skoliose und Gehfähigkeit. Also besser faltbar. Was ist daran günstiger? Meinst Du den Preis oder die Tatsache, dass er ins Auto passt?
Ja auf den Hinterrädern fahren, das habe ich blöd ausgedrückt. Ich meinte, sich auf die Hinterräder nach hinten kippen lassen ohne Kippschutz und ohne zu stürzen. Haben die Kids das auch schnell raus und ist das nicht schlimm, wenn sie beim Probieren erstmal nach hinten stürzen?
Wir haben noch keine Verordnung. Ich möchte mir erst einen Versorgungsvorschlag machen lassen vom Sanihaus, nachdem wir zusammen geschaut haben, was wir brauchen und möchten. Und dann mit dem Vorschlag zum Arzt/SPZ. Da haben wir nächste Woche einen Termin.
Liebe Grüße Elke
Elke + Mann mit Sohn früh geboren im Mai 2009, 29. Woche, 1200 g. Motorisch entwicklungsverzögert. Muskulär hypoton, schwache Bänder, Knick-Senk-Füße. Erste Schritte mit dreieinhalb Jahren. Trug jahrelang Unterschenkel-Orthesen und Ringorthesen. Seit zwei Jahren ohne Orthesen.

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Re: Rollstuhl für Läuferkind (10) - welches Modell?

Beitragvon Silvia & Iris » 13.09.2019, 11:19

Hallo Elke,
der Faltrolli ist auch kostengünstiger... Wahrscheinlich werdet ihr auch nicht mehr erhalten, und es wird gar nicht mehr gebraucht... - was ja auch gut ist!

Viel Erfolg, dass ihr auch eine Verordnung erhalten werdet!
Liebe Grüße

Silvia

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Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

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Re: Rollstuhl für Läuferkind (10) - welches Modell?

Beitragvon heidipet » 13.09.2019, 11:57

Hallo Elke,
bei den alten Tipps im Forum steht u.a. auch:
- Gewicht ist ganz entscheidend. Falter sind schwerer,
- Frag nach, wieviel weniger Platz er überhaupt braucht. Bei Kinderstühlen oft fast nix.
- Zum Fahren lernen: es gibt über DRS immer wieder 1-wöchige Rolli-Fahrlernkurse. Je nach KK werden die Gebühren übernommen. Ganz dringende Empfehlung!!
http://www.rollikids.de/index.php?id=24

Gruß
Heidi
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Heidi

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elke.theaterfisch
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Re: Rollstuhl für Läuferkind (10) - welches Modell?

Beitragvon elke.theaterfisch » 13.09.2019, 16:51

Hallo zusammen,
hier nun für alle, die es interessiert, das Ergebnis der Beratung im Sanitätshaus heute. Genau, Faltrollstühle sind schwerer. Dass sie auch günstiger sind, interessant, das wusste ich nicht, danke Heidi. Gewicht ist ganz entscheidend, das war auch das Ergebnis der Beratung heute. Der ProActive Buddy würde gut passen und ist robust, aber schwer. Leicht ist der Simba von Sopur (mittlerweile gehören sie zu Sunrise und heißen Zippy). Der passt wohl am besten für uns. Er ist nicht ganz so robust, wenn man das in Kauf nehmen kann, aber leicht und wendig.
Heidi, danke für die Infos und den Tipp für die Trainings.
Viele Grüße Elke
Elke + Mann mit Sohn früh geboren im Mai 2009, 29. Woche, 1200 g. Motorisch entwicklungsverzögert. Muskulär hypoton, schwache Bänder, Knick-Senk-Füße. Erste Schritte mit dreieinhalb Jahren. Trug jahrelang Unterschenkel-Orthesen und Ringorthesen. Seit zwei Jahren ohne Orthesen.


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