Eure Erfahrungen mit Barmer/IKK/HKK...

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Bianca87
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Eure Erfahrungen mit Barmer/IKK/HKK...

Beitragvon Bianca87 » 15.08.2019, 22:34

Hallo zusammen!

Im Großen und Ganzen bin ich eigentlich mit unserer KK zufrieden (Bergische Krankenkasse)
Verhinderungspflege wird schnell überwiesen, Rehabuggy und Pflegebett wurden damals direkt genehmigt.
Der Autositz wurde trotz Widerspruch abgelehnt (er kommt aus normalen Sitzen raus, bei 5 Punkt mit den Armen, also nur noch an Hüfte gesichert)
Kur nach zwei Jahren wurde auch abgelehnt, obwohl das Kurhaus im Bericht schrieb, dass sie es empfehlen würden.
Reisepflegebett wurde natürlich auch abgelehnt.
Flexibonus ist nur für sehr wenig Sachen nutzbar und Gesundheitskurse gibt es auch keine passenden in direkter Nähe.
Es sind also ein paar Dinge die mich mittlerweile stören.

Ist nur die Frage; Sind wir noch gut dran mit unserer KK oder geht das besser?
Laut eine FB Gruppe sind einige mit der Barmer sehr zufrieden. Aber wenn man Bewertungsforen liest, sind die Katastrophe. Aber das ist ja relativ, da oft negative Bewertungen im Netz landen statt positiver. Oder?

Vor allem bezüglich der Hilfsmittel und Abrechnungen der Pflege möcht ich mich natürlich nicht verschlechtern.

Wie sind denn eure Erfahrungen mit den KK?

Liebe Grüße
Bianca
Zoey, *09.02.11
John, * 25.12.13 Frühkindlicher Autist

LenaMaxi
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Re: Eure Erfahrungen mit Barmer/IKK/HKK...

Beitragvon LenaMaxi » 15.08.2019, 23:04

Bei uns war die Barmer (Kassel) eine Katastrophe. Es wurde nichts genehmigt und alle Briefe erst nach Wochen oder sogar Monaten beantwortet. Dann meist unvollständig oder total am Thema vorbei, teils falsche rechtliche Aussagen. Einmal hat es sogar 6 Monate gedauert. Auch (Kinder)Krankengeld wurde bis zu 3 Monate später ausgezahlt.
Der Gipfel war dann, dass wir aufgrund einer Trinkschwäche und Gewichtsabnahme (bei eh sehr zierlichem Kind) den Zwerg vor und nach jedem Stillen wiegen sollten, alternative wäre wieder Krankenhaus gewesen. Dafür haben wir eine Babywaage aus der Apotheke benötigt. Die Barmer hat die Kostenübernahme abgelehnt (ca 1 Euro pro Tag über max. 3 Monate, also quasi nix). Am Telefon sagte man mir dann, jeder Haushalt hätte eine Personenwaage und wenn die zu ungenau wäre, dann müsste ich das Kind eben in einer Schüssel auf der Küchenwaage wiegen. Da ging am gleichen Tag noch die Beschwerde raus und als ich darauf auch keinerlei Reaktion bekommen habe, haben wir gewechselt.
Die Probleme hatte ich ohne behindertes Kind übrigens nicht.

Jetzt bei der IKK Südwest läuft es gut. Allerdings haben wir seitdem nur 2 Hilfsmittel benötigt (sofort genehmigt). Physio außerhalb des Regelfalls und parallel Ergo läuft alles ohne Probleme. Auch genetische Untersuchungen haben wir ohne Probleme gemacht.

Lg Lena
Lena *1989 Tagträumerin
Maxi *08/2015 pränatater Schlaganfall (ICP), Krampfanfälle kurz nach der Geburt; dezente Hemi links, armbetont - ein kleiner Clown, der ohne Pause quasselt und alle verzaubert *sooo stolz*

Unsere Vorstellung:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic120949.html

kati543
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Re: Eure Erfahrungen mit Barmer/IKK/HKK...

Beitragvon kati543 » 16.08.2019, 10:30

Hallo,
ich bin auch bei der Barmer (Wiesbaden).
Mit den Abteil Krankenkasse bin ich sehr zufrieden. Sehr entgegenkommend, superschnelle Bearbeitung bei dringenden Fällen mit Beratung per Telefon und dem (Vorab-)Bescheid dann per Mail. Kuren wurden auch ohne vorherige Ablehnung genehmigt, Therapien, Hilfsmittel, teure Einlagen, ... waren nie ein Problem. Fiese Spielchen kenne ich von der Krankenkasse gar nicht. Das Bonusprogramm passt bei uns sehr gut. Die Kinder besuchen AGs in der Schule, bei denen sich so die Barmer beteiligt.
Mit der Pflegekasse ist das leider anders...und dummerweise brauchen wir für unsere Kinder ja immer Beides. Hier decken sich meine Erfahrungen mit denen meiner Vorschreiberin. Bescheide kommen gar nicht, oder erst nach mehrmaligem Auffordern. Dann gibt es irgendeinen „Wisch“, den sich jemand ausgedacht haben muss, der aber keineswegs ein Bescheid darstellt. Interpretationen von Gesetzestexten sind derart grausam, dass man gar nicht mehr weiß, was man darauf noch sagen soll.
Die Pflegekasse besteht auf 1,5-jähren Abstand bei Wiederholungsbegutachtungen bei uns. Meine Kinder wurden übergeleitet in PG2 bzw. PG4. Zumindest bei dem Kleinen sollte man also keine Wunderheilung erwarten. Beide haben die Pflegestufe/ Pflegegrad seit nunmehr 9 Jahren.
Ok, die Verhinderungspflege wird schnell gezahlt, wenn sie denn anerkannt wird. Verwandte in der Verhinderungspflege mögen sie absolut nicht. Das gibt bei mir nur Ärger. Und ich muss ständig die überwiesenen Beträge kontrollieren (Abrechnungen gibt es ja dafür auch nicht). Das sind manchmal ganz wilde Beträge, die ewig nicht stimmen. Derzeit will die Barmer von mir einen Antrag auf Verhinderungspflege im Vorjahr oder eben vor der ersten Auszahlung (da werden sie aber pampig). Dann kommt das Formular für die Verhinderungspflege, die die Person geleistet hat und wo die Person eben auch unterschreiben und die Stunden und das erhaltene Geld bestätigen muss und seit neuestem will die Kasse nun zusätzlich einen Kontoauszug oder eine Quittung.
Ergo: Die Krankenkasse ist gut, die Pflegekasse ist nervig. Da ich mit der Pflegekasse aber bis auf das minimale (Pflegegeld (kommt immer pünktlich und in voller Höhe), Begutachtungen und Verhinderungspflege) keinen Kontakt habe, werde ich nicht wechseln. Jede Kasse hat so ihre Macken.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

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Re: Eure Erfahrungen mit Barmer/IKK/HKK...

Beitragvon melanie simone » 16.08.2019, 12:28

Hallo

wir sind bei der IKK classic und sehr zufrieden.
Bisher ging alles unkompliziert durch :
Rehabuggy, M-K-Kur, Orthesen, top Autositz, dazu noch Gurtsystem für Schultransport,
später Rolli, nun sogar Zweitrolli für Schule, Therapiefahrrad, Pflegekasse auch gut und schnell.
Meinen Daumen hoch für die IKK.

LG MELANIE
Mama(74), Bub(06), unbalancierte Translokation ( 1 & 18 ), Balkenmangel, Fieberkrämpfe, Epilepsie seit 12/12 , Entwicklungsstand +/- 15 Monate, PG 5, begeisterter Rollatorpilot, chronisch gute Laune

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, daß etwas gut ausgeht,
sondern die Gewißheit, daß etwas Sinn hat,
egal, wie es ausgeht. Vaclav Havel

JennyK
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Re: Eure Erfahrungen mit Barmer/IKK/HKK...

Beitragvon JennyK » 31.08.2019, 10:42

Wir sind bei der Barmer und ich bin bisher total zufrieden. Sämtliche Therapien, Kur, Hilfsmittel (einmalige Sache, wo der Arzt schon sagte, das könne schwierig werden) wurden problemlos bewilligt. Verhinderungspflege, Entlastungsbeitrag etc. läuft auch problemlos. Einmal wurde die Verhinderungspflege nicht gezahlt, da hatte ich aber nicht auf dem Schirm, dass ich sie für das neue Kalenderjahr neu anmelden muss. Ich bekam einen Brief, habe die Anmeldung nachgereicht und gut war. Ein oder zweimal habe ich bei der Pflegekasse telefonisch was nachgefragt und wurde sehr freundlich und kompetent beraten. Toll finde ich auch den Teledoktor, da kann man jederzeit mit einem Kinderarzt sprechen, wenn man unsicher ist in medizinischen Fragen.

Verhinderungspflege durch Verwandte ersten Grades wird mit Tagespauschalen abgerechnet. Damit kann ich leben, kommt eh höchst selten vor... ab 2. Grad problemlos normal abrechenbar (z.B. meine Nichte)
Sohn 1 (06), ADS und Asperger Autismus; PG 3; SBA 50 mit B, G, H
Sohn 2 (13), Asperger Autismus, leicht ausgeprägt


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