MDK fordert Zwangseinweisung vom Sohn - wie dagegen wehren

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Jörg75
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Re: MDK fordert Zwangseinweisung vom Sohn - wie dagegen wehren

Beitragvon Jörg75 » 14.04.2019, 16:59

Moin,
Beate139 hat geschrieben:Die MDK Dame ist lediglich eine Pflegekraft gewesen. Zumindestens stand das auf dem Schreiben der Terminvergabe

dann hat sie keine irgendwie geartete Qualifikation, um die Frage einer zwangsweisen Unterbringung nach § 1631b BGB beurteilen zu können. Jede schriftliche Sstellungnahme dazu wäre in etwa so qualifiziert, wie wenn ich etwas zur Atomphysik sagen wollen würde.

Gruß
Jörg
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Dine07
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Re: MDK fordert Zwangseinweisung vom Sohn - wie dagegen wehren

Beitragvon Dine07 » 15.04.2019, 11:06

Ich finde es wichtig, dass du dagegen vorgehst. Am Besten mit Fachleuten auf deiner Seite. Denn als erstes sollte geprüft werden, ob die Person, solch eine "Empfehlung" überhaupt machen darf. Falls nicht, gehört diese Person ganz gewaltig in ihre Schranken verwiesen. Falls die Person fachlich tatsächlich solche Aussagen treffen kann und darf, dann kann auf das Inhaltliche eingegangen bzw. dagegen angegangen werden. Aber ich glaube es scheitert schon an der Qualifikation der Person.

Bitte gehe dagegen an, denn wer weiß, was die Person bei Anderen schon für Schaden angerichtet hat, oder anrichten wird.
Liebe Grüße, Dine

grace
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Re: MDK fordert Zwangseinweisung vom Sohn - wie dagegen wehren

Beitragvon grace » 15.04.2019, 13:50

Hallo Beate,

Ich kann mich Dine nur anschließen, es muss unbedingt geklärt werden was diese Dame überhaupt entscheiden darf und ich hoffe du bekommst sobald wie möglich eine Antwort.

LG

Grace

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Re: MDK fordert Zwangseinweisung vom Sohn - wie dagegen wehren

Beitragvon Beate139 » 15.04.2019, 17:52

Hallo,

ja, ich habe heute ein Schreiben fertig gemacht. Vorher habe ich mich beim Anwalt ein paar Tips geholt.

Und beim Beschwerdebrief schreiben fiel mir dann noch auf, das sie einige Texte aus von mir vorgelegten Gutachten einfach kopiert hat. Also habe ich auch gleich auf den Datenschutz, der Schweigepflicht und dem Urheberrecht aufmerksam gemacht und eine Frist gesetzt, bis wohin das Gutachten zu bereinigen ist.

Ich hätte es lieber gehabt, das gesamte Gutachten für nichtig zu erklären und um eine neue Begutachtung zu bitten. Aber mein Anwalt sagte mir, das ich das über den Widerspruch machen soll.

Und ich sollte in jedem Fall den Satz : Ich behalte mir vor, weitere rechtliche Schritte einzuleiten..... nur für den Fall, das ich Anzeige gegen die Dame erstatten möchte im nachhinein

Gruß
Beate

Jörg75
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Re: MDK fordert Zwangseinweisung vom Sohn - wie dagegen wehren

Beitragvon Jörg75 » 15.04.2019, 20:41

Hallo Beate,

der letzte Satz ist mit dem Vorbehalten weiterer Schritte ist gandenloser Unfug - ob Du denn schreibst oder nicht, es kann dich sooderso keiner daran hindern, weitere Schritte zu ergreifen wie zB Anzeihge zu erstatten. Der Satz schadet aber sicher auch nicht.

Zu den anderen Sachen, die Du aufführst ...
- Du bist nicht dafür zuständig, die Urheberrechte anderer Gutachter wahrzunehmen, wenn die MDK-Dame aus anderen Gutachten etwas abschreibt. Das müssen die Ersteller der Gutachten schon selber machen.
- Ob Du dich wirklich auf Schweigepflicht bzw einen Verstoß gegen die Schweigepflicht berufen kannst, wenn Du selber die Gutachten herausgegeben hast, wage ich mal zu bezweifeln. Ich meine, zu welchem Zweck hast Du die Gutachten denn der Dame gegeben? Doch dafür, dass sie die Angaben aus den Gutachten in ihrer Stellungnahme benutzt und dir möglichst einen hohen Pflegegrad gibt. Ich würde das als widersprüchliches Verhalten deuten. Abgesehen davon - welche Schweigepflicht soll die Gutachterin gegenüber der Krankenkasse, die sie bauftragt hat, denn haben? Wenn Du da eine Schweigepflicht konstruieren willst, dann musst du selber deine Mitarbeit verweigern - dann gibt es aber auch keinen Pflegegrad.
- Für den Datenschutz gilt da ähnliches ... ich meine, wie sollen denn ohne die entsprechenden Daten die Anträge auf Pflegegrad o.a. bearbeitet werden?

Nach meiner Ansicht hat sich die MDK-Dame vergriffen und Dinge in das Gutachten geschrieben, die da erstens nicht reingehören und die ihr zweitens nicht zustehen - ja. Darauf hinzuweisen und da Korrektur zu fordern ist richtig ... bei dem Rest glaube ich nicht, dass das Sinn macht und zielführend ist.

Gruß
Jörg
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Re: MDK fordert Zwangseinweisung vom Sohn - wie dagegen wehren

Beitragvon Beate139 » 16.04.2019, 05:57

Hallo Jörg,

absolut nichts wird zielführend sein, wenn sich der MDK in den Kopf gesetzt hat, den Pflegegrad nicht zu erhöhen. Da könnte mein Sohn auch komatös im Bett liegen und palliativ behandelt werden und sie würde selbst dann schreiben, sie hätte gesehen, das sich der kleine Finger bewegt hat und daraus macht sie dann ein selbständig in allen Modulen.
Man ist nunmal einfach diesen Personen, die es cool finden, "Herr über ein menschliches Schicksal" zu sein, ausgesetzt. Sie hat ein paar Punkte vergeben, aber die waren alle nicht gewichtigt genug. Mein Sohn kann z.B. die Treppen nicht mehr richtig rauf und runtergehen. Das hat sie auch gesehen und einen Punkt vergeben. Nur war er ihr nicht gewichtigt genug, um mitgezählt zu werden. Und so gab es noch mehr Punkte in anderen Modulen, die ihr aber alle nicht gewichtigt genug waren.

Klar werde ich nichts weiter erreichen können, als das sie das Gutachten in die Hand nimmt und diesen einen Satz streicht. Wenn sie ihn streicht.... Aber wenn man sich nicht ein Stück weit gegen eine solche Willkür wehrt, was bleibt dann noch....

Daten verwerten ist schon klar, man gibt die Gutachten, damit sich die Dame ein Bild von den Diagnosen machen kann. Aber auch da gibt es Grenzen. Und die ist erreicht, wenn sie Sätze kopiert, weitere hinzufügt und der kopierte Satz plötzlich eine ganz andere, meinem Sohn schadende Bedeutung bekommt. Auch eine MDK Dame hat sich an Vorgaben zu halten. Und wenn sie sich über irgendwas vorher geärgert hat, darf sie sich nicht in einem Gutachten im Ton vergreifen. Und genau da greift dann der Datenschutz. Wenn Daten verwertet werden in einer Form, um dem anderen gezielt Schaden zuzufügen...

Ich hatte gestern das Gutachten dem Bundesministerium für Gesundheit zugeschickt und auf diese MDK-Willkür hingewiesen. Die haben mir gestern noch zurückgeschrieben, sie waren entsetzt und haben zurückgeschrieben, das ich damit an die dem MDK übergeordnete Stelle gehen soll, da sie leider nichts machen können. Die übergeordnete Stelle haben sie mir genannt und darum gebeten, das ich mich wieder melden möge, wenn sich etwas getan hat.
Ich werde jetzt erst einmal abwarten, ob sich überhaupt etwas tut. Und wenn nicht, was ich denke, werde ich dann eben zur nächsthöheren Stelle gehen.

Mir geht es gerade auch nicht mehr um irgendeine Höherstufung, ich habe auch ohne derartige finanzielle Zuwendungen meinen Sohn bis ins 17. Lebensjahr gebracht, ich werde ihn auch noch weiter bringen, mir geht es gerade darum, das man einer solchen Willkür hilflos ausgeliefert ist. Und das regt mich auf.

Lg Beate


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