Rezepte für Medikamente auch nach 12. Geburtstag?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Andrea1
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Rezepte für Medikamente auch nach 12. Geburtstag?

Beitragvon Andrea1 » 01.02.2019, 11:56

Hallo,

mein Sohn ist nun zwölf Jahre alt. Wenn er gesund wäre müßte er nun apothekenpflichtige Medikamente (grünes Rezept) selber bezahlen. Da er entwicklungsverzögert ist (Pflegegrad 4) kann er davon befreit werden bis er 18 ist.

Unsere Arzthelferin sagt, dass sie ein Schreiben von der KK benötigt, damit sie weiterhin das rote Rezept ausstellen darf (und nicht regreßpflichtig) wird. Die KK sagt:Sowas haben wir noch nie ausgestellt.

Wie läuft das nun in der praxis ab? Mir graust es schon, dass ich nun bei allen Ärzten diese Diskussion haben werde.

Viele Grüße

Andrea
Julian geb. 18.01.07; 28/0 SSW 1090g. Ventrikelseptumdefekt, Atemnotsyndrom,Pneumothorax rechts, BPD,Lungenhypoplasie, Tracheostoma, derzeit CPAP beatmet, Krampfanfälle, Leistenbruch, Lungenbiopsie,Gedeistörung,deshalb PEG,Nov. 09 Reflux-op, seit April 09 ohne Beatmung mit Sauerstoff, Aug 10 Tracheostomaverschluß

heidipet
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Beitragvon heidipet » 01.02.2019, 12:23

Hallo Andrea,
ich habe unserem Arzt damals dieses Merkblatt gegeben,
AM-RL-III-Verordnungseinschraenkung_2015-09-02[1]
Danach nie wieder Diskussionen gehabt.

Ansonsten würde ich sagen, dann soll die Krankenkasse es eben zum erstan Mal machen! So wie die Verkäuferinnen "Dann müüüüüßte ich mal nachsehen...." Ja auf, das ist ihr Job.
(Natürlich sagt man das etwas höflicher :wink: )

Gruß
Heidi
Gruß
Heidi

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Beitragvon Andrea1 » 02.02.2019, 14:30

Hallo heidipet,

ich denke, wenn sie dass noch nie gemacht haben und wir sicherlich nicht die ersten sind, gibt es vielleicht tatsächlich einen anderen üblichn Weg.

Wenn nicht, werde ich sicherlich nochmal nachhaken :wink:
Viele Grüße

Andrea
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Andrea1
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Beitragvon Andrea1 » 02.02.2019, 14:32

Die Frage ist ja auch, wie ich die Entwicklungsverzögerung beweisen kann bzw. muss?

LG
Andrea
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Beitragvon heidipet » 02.02.2019, 18:13

hallo Andrea
PG4 sollte als Nachweis reichen.

Vielleicht gibt es noch einen anderen Weg, aber was spricht denn dagegen, dass ein KK-Mitarbeiter ein Schreiben für etwas ausstellt, das sowieso richtig ist? Vor allem, wenn Du Bedenken wegen mehrerer Ärzte hast. Fährst Du mit einer Kopie am einfachsten.

In einem anderen Fall hatten wir mal so was ähnliches. "Das Schreiben benötigen Sie eigentlich nicht, aber wenn es den Arzt beruhigt, machen wir das natürlich".


Gruß
Heidi
Gruß
Heidi

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Beitragvon Helena* » 03.02.2019, 19:38

Hallo Andrea,
bei Pflegegrad 4 gehe ich davon aus, dass dein Kind auch einen SBA besitzt.

Vorraussetzung für einen SBA ist, dass der gesundheitliche Zustand abweichend ist laut folgender Definition:
"Das Sozialgesetzbuch 9 (§ 2 SGB IX) definiert Behinderung so:
"Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn diese Beeinträchtigung zu erwarten ist."

Da mit der Abweichung nicht eine überdurchschnittlich gute Verfassung, sondern das Gegenteil gemeint ist, ist der Beweis einer Entwicklungsverzögerung damit doch automatisch erbracht.

LG, helena

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Beitragvon Andrea1 » 04.02.2019, 21:00

Vielen Dank für eure Antworten,

ich dachte es gibt was einheitliches. Etwas was jeder Arzt kennt bzw. Akzeptiert. Hat schon jemand Erfahrung, wie das in der Praxis läuft?
LG
Andrea
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Beitragvon Andrea1 » 06.02.2019, 20:38

Hatte noch niemand das Problem? :think:
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Beitragvon Ullaskids » 06.02.2019, 21:09

Hallo,
bei uns hat sich der Kinderarzt selber darum gekümmert. Wir waren daran nie beteiligt.
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (15): Gendefekt, Epilepsie, Skoliose etc.

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Beitragvon Andrea1 » 07.02.2019, 21:14

Hallo Ullaskids,
und bei den anderen Ärzten, Augen oder Ohrenarzt ua?
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