Pflegehilfsmittel abgelehnt

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Pflegehilfsmittel abgelehnt

Beitragvon anner » 30.10.2008, 17:17

Hallo,

habe gerade voll den Hals :twisted:

Bis vor einigen Wochen habe ich die Feuchttücher (günstig) selbst gekauft, Quittung eingereicht und das Geld problemlos von der KK bekommen.
Auf einmal wurde das Geld nicht überwiesen, ich also telefonisch bei KK nachgefragt, ja das ginge so nicht mehr, ich müßte diese Sachen nun in Apotheke kaufen.
Gesagt, getan, zumal ich innerhalb von 2 Tagen diesen Berechtigungsausweis von der KK bekam.
Nun habe ich 2 Monate die Tücher (sehr, sehr teuer) in der Apotheke gekauft.
Nun bekomme ich einen Anruf von der Apotheke, daß die KK abgelehnt hat mit Hinweis auf SGB bla, bla,

Habe natürlich sofort bei KK angerufen, mich beschwert.
Wenn ich bis Montag keinen (positiven) Bescheid habe, schreibe ich einen Brief :twisted:

Ich fühl mich echt verar....!

So, geht das, seit umstrukturiert wurde....
Die Quittung von der Verhinderungspfelgeperson reicht nicht...
Anträge dauern ewig lang

Das nennt man Optimierung :evil:

Anne
Benedict 06/99, Osteopathia striata, Z. n. Analatresie,neurogene Blasenentleerungsstörung, tracheotomiert, re. blind., Syndakt. beider Hände, Fibulaapplasie beidseits, Makrocephalie, Gaumenspalt, Skoliose, Kleinwuchs, Epilepsie u. e. mehr
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Beitragvon Sinale » 30.10.2008, 18:39

Hallo Anne,

in folgendem Link sind die Möglichkeiten aufgeführt, aufgrund derer die Auszahlung des Betrages für Pflegehilfsmittel seit 01.07.2008 gesetzlich geregelt ist:

http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... 804#741804

Wie § 40, Abs 2, SGB XI regelt, sind die Ausgaben für Pflegehilfsmittel bis zu 31,-- Euro monatlich, auch im Rahmen der Kostenerstattung zu bekommen.

http://bundesrecht.juris.de/sgb_11/__40.html

Gruß
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Viele Grüße
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Beitragvon anner » 31.10.2008, 09:52

Hallo, Sinale,

mir sind die Richtliniern schon bekannt.
Mich ärgert aber die Vorgehensweise der KK (einmal hü, einmal hott), außerdem kann man diese Gesetze ziehen wie Kaugummi und auslegen, wie wam will.

Anne
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Beitragvon Sinale » 31.10.2008, 15:00

Hallo Anne,

natürlich ist es sehr ärgerlich, daß sich manche Leistungsträger so verhalten.

Persönlich empfinde ich die Rechtslage im Bezug auf die Kostenerstattung für Pflegehilfsmittel als sehr eindeutig.

Gruß
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Beitragvon Jakob » 31.10.2008, 15:37

Hallo Anne,
das klingt so vertraut-Ihr seid nicht zufällig auch bei der DAK :D
:?:

Ich schreibe nur noch Widersprüche seit der Umstrukturierung. Bei uns wurden sogar Handschuhe und Mundschutz als Pflegehilfsmittel abgelehnt....
LG Daniela

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Beitragvon anner » 31.10.2008, 17:06

Daniela,

Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen :?

Dann schreib ich übers Wochenende auch mal einen Brief...

Anne
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Beitragvon anner » 24.11.2008, 14:14

Tja, bleibt abgelehnt. :evil:

Anne
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Beitragvon herbert » 24.11.2008, 14:33

Also unbedingt Brief schreiben. Wenn man so etwas gesetzwidriges akzeptieren würde, hätte die Kasse genau das erreicht was sie beabsichtigt hatte. :!:

Herbert

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Beitragvon anner » 24.11.2008, 19:11

Hallo, Herbert

(schon wieder ich :oops: )

die Sachbearbeiterin sagte mir am Telefon heute, daß es einen Produktkatalog gibt, und sie leider keine Möglichkeit sieht, die Feuchttücher weiter zu erstatten, da die KK diese die ganze Zeit sozusagen aus Kulanz gezahlt hätte.

Im SGB sind ja keine genauen Hilfsmitteln genannt, sondern nur Pflegerleichterung bla, bla....und das kann man auslegen wie man will.
Was soll ich Deiner Meinung nach schreiben ?

Bin Dir dankbar für jeden Tipp
Anne
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Beitragvon herbert » 25.11.2008, 11:02

Hallo,

natürlich sind im Hilfsmittelverzeichnis ( http://www.rehadat.de/gkv2/Gkv.KHS?Usage=GKV&State=-1 ) in den Produktgruppen 50-54 viele Pflegehilfsmittel exakt aufgeführt. Aber das ist nicht erschöpfend, sondern nach mehreren Urteilen des BSG nur eine Arbeitshilfe. Was da drin steht, muss die Kasse bei entsprechender Indikation übernehmen. Für andere Produkte bedarf es der Einzelfallbegründung (zuletzt BSG-Urteil B 3 P 9/06 R zu Einmal-Schutzservietten bei übermässigem Speichelfluss).

Für Euch heisst das, dass die KK falsch informiert (ist), wenn sie behauptet, dass sie die Kosten nicht übernehmen darf - im Gegenteil, wenn sie bisher der Auffassung war, dass der Bedarf berechtigt ist, bedarf es auch keiner neuen Begründung.

(Ausdrucken und der Kasse zukommen lassen)

Herbert :)


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