Geschirr schmeißen

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

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Ellen1970
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Beitragvon Ellen1970 » 07.05.2008, 16:47

@Isolde
Autisten haben Zwangshandlungen.
Bei Nina ist es das Geschirr schmeissen - bei uns ist es Strümpfe "rupfen" jeden Socken den Claus in die Hände bekommt - kann ich anschließend wegschmeissen. Verbote -Strafen - es interessiert Ihm nicht. Wir können von Glück sagen, das es bei uns nur Socken sind - andere zerrupfen Ihre Pullover.
Claus ist nicht GB -
Autisten "ticken" anders.
Es ist toll, wenn Dir und Jonathan die 11 Wochen SPZ geholfen haben.
Unsere Autismus-Therapie ist erstmal auf 4-5 Jahre ausgelegt - da siehst du schon mal den Untershied. Und da mit Anfang der Pupertät wohl wieder neue Probleme auftauchen werden, ist jetzt schon klar, das Claus wohl mit 14 oder 15 Jahren erneut zur Therapie muss .

Die Autismus-Therapie ist für Claus - er lernt, wie andere Menschen "ticken" , lernt den Umgang mit anderen Menschen und Ihre Gesichter "lesen" - und er wird hoffentlich lernen, viele seiner Ängste abzubauen.
Aber das geht nicht durch die viel geforderte Konsequenz - es braucht Zeit.

Ich brauche keinen Erziehungsratgeber - was wir Autisten-Eltern brauchen, sind "vernünftige" Therapien für unsere Kinder.
Jeder noch so gut gemeinte Versuch von nicht Autisten -Eltern uns Tipps zu geben - scheitert oft an dem Verstehen von Autismus.

Mir würde Nie einfallen, dir zu sagen, wie du mit Jonathans beissen z.B. umgehen sollst. Claus hat das einmal gemacht -ich hab zurück gebissen und gut war. Das würde dir bei Jonathan aber wohl nicht helfen.

Ich hoffe, du verstehst es nicht falsch was ich dir hier geschrieben habe. Das war kein Angriff, das war ein kleiner Versuch , dir unseren Autisten zu erklären. Und das es für Autisten nicht DEN Ratgeber geben kann.Und das wir Eltern uns oft genug anhören müssen, unsere Kinder sind nicht richtig Erzogen.


@Ivonne
Was machen die Gartenschuhe :wink:

lg

ellen

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Gisi
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Beitragvon Gisi » 07.05.2008, 16:57

@ sabine, fenja hat übrigens schon sehr früh danke und bitte gesagt, und das bitte
kam nicht erst ganz hinten an den satz ran, sondern in die mitte....das nur mal
nebenbei :D
vieles hat sich heute (so denke ich jedenfalls) geändert, weil sich die wertvor-
stellungen der eltern geändert haben. bei vielen war auch das geld knapper, ja
sicherlich ist es heute auch bei vielen knapp. aber ich glaube früher war es eher
standart.
alleine schon was der haushalt....mist komm nicht zum zuende tippen
Sabine mit Fenja 6/98
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eve´s mum
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Beitragvon eve´s mum » 07.05.2008, 17:09

Und an dieser Stelle möchte ich mich dann gerne mal Ellen anschließen und anmerken, daß das nicht nur für Autisten gilt....

Meine Tochter z.B. hat nur eine leichte GB, aber gepaart mit einer schweren Vehaltensauffälligkeit....Konsequenz ist da EIN Mittel der Wahl, da wo es angebracht ist und funktioniert....

In anderen Bereichen oder vielleicht auch nur an schlechten Tagen treibst Du Eve mit Konsequenz in eine ebenso konsequente Verweigerungshaltung...und glaub mir, das Kind hat den längeren Atem und manchmal geht es um Dinge die sein MÜSSEN, wie etwa das Trinken wegen ihrer Nierenschädigung....

Dann lasse ich Konsequenz Konsequnez sein und bediene mich anderer Mittel, um die notwendige Flüssigkeitsmenge in das Kind zu bekommen....sei es, daß ich mich zum Kasper mache und singe und albere, sei es, daß ich sie mit ihrem Getränk vor dem Fernseher parke....inkonsequent, ja, aber wenn sie nicht ausreichend trinkt, haben wir ein weitaus größeres Problem als das einer mißlungenen Erziehung....

Tja und diese Zwangshandlungen und Impulsdurchbrüche hat sie auch....man kann daran arbeiten, aber mitunter ist es für ein entspanntes Familienleben eben besser, nicht in diese Zwänge und Stereotypen permanent einzugreifen.....sondern Socken wegzuräumen, Geschirr hochzustellen, Taschen nach einem Besuch zu kontrollieren.....

Sie WEIß ja, daß sie nicht soll, sie weiß, warum sie es nicht soll, sie weiß, daß es vermutlich Ärger gibt, ABER: sie kann nicht anders......

So wie Du einen Rollifahrer mit aller Konsequenz nicht zum Laufen zwingen kannst, ist es eben mitunter nicht möglich, verhaltensauffällige Kinder dazu zu bewegen, ihre Zwänge aufzugeben....nur wird das bei letzteren irgendwie immer schlechter akzeptiert....so als könnten sie sehr wohl, wenn sie nur wollten oder lange genug übten...klappt auch in vielen Bereichen, aber leider nicht in allen....

Mit Manchem muß man leider, leider leben lernen.....

Und manchmal hilft uns Kreativität auch einfach deutlich weiter als Konsequenz - ich liiiiiiebe Gisis Ersatzhandlungen.....bei unserer hat das Lesenlernen auch erst geklappt als wir vom Buch auf den Computer (selber Text) umgestiegen sind....Konsequenz war ihr wurscht...und wir waren sowas von konsequent, Eltern wie Lehrer....aber erst der Medienwechsel brachte die Lösung...jetzt WILL sie arbeiten....

Ich denke, was ganz viele versuchen hier zu sagen, ist, daß es eben nicht den allein selig machenden Weg gibt....sondern wir Tag für Tag immer neue Lösungsansätze probieren müssen....

Ganz lieber Gruß
Karin
"Nicht die Vollkommenen, sondern die Unvollkommenen brauchen unsere Liebe." (Oscar Wilde)

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claudia64
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Beitragvon claudia64 » 07.05.2008, 17:33

Hallo ihr Lieben,


nun schalte ich mich auch mal ein.

Und zwar geht es mir um diesen Dr. Winterhoff und seine Thesen.

Mag ja sein, dass sich das in der Theorie alles ganz prächtig liest ( ich muß zugeben, ich kann da wirklich vieles nachvollziehen), aber in der Praxis sieht es anders aus!

Wie manche von euch vielleicht wissen, geht meine Tochter seit Ende Februar in Bonn auf die Hebo-Schule, und besagter Dr Winterhoff ist "Hofarzt" der evangelischen Jugendeinrichtung, in der meine Tochter dort wohnt.

Ihre Bezugsbetreuerin ging also , bewaffnet mit diversen Gutachten, Arztbriefen, Entlassungs- und Therapieberichten mit ihr dorthin, um sie vorzustellen, und in einem Fall der Fälle schnellere Hilfe zu bekommen.

Dr. Winterhoff brauchte die Unterlagen nicht, er hat sich in 3 Minuten Gespräch selber ein Bild meiner Tochter gemacht, stellte sowohl mangelnden Blickkontakt als auch Gesprächsbereitschaft sowie Konzentrationsschwierigkeiten fest.

Das, sowie die Tatsache, dass meine Tochter in einer Jugendhilfeeinrichtung lebt, muß ihn wohl zu der Überzeugung geführt haben, hier ein weiteres der von ihren Eltern sich selbst überlassenen und deshalb "ungezogenen" Kindern vor sich zu haben.

Er hat sich SCHLANKWEG!!! geweigert, meiner Tochter Concerta aufzuschreiben, und hat die beiden mit den Worten weggeschickt, das sei so die Art anderer Ärzte heute, er würde das nicht verschreiben! Und irgendetwas in der Art von: er würde die Diagnose anzweifeln, da wollte die begleitende Erzieherin mir gegenüber nicht recht mit der Sprache heraus...

Und diese ganze Sache ist jetzt etwa 3 Wochen her... :twisted: :twisted:

Und an der Stelle kommt mir das Grausen...

Wenn dieser Mann so verbohrt ist, dass er ein durch mehrfache Einschränkungen wirklich insgesamt deutlich beeinträchtigtes Kind, (das auch schon 3 Wochen stationäre KiJupsychiatrie hinter sich hat, die die MPH-Gabe ebenfalls befürworten), mit un-gezogenen und un-erzogenen Kindern in einen Topf wirft,--- also, mir fehlen da echt die Worte!

Also, bleibt mir weg mit Dr. Winterhoff! Für ihn scheinen "besondere" Kinder eine Erfindung anderer Ärzte zu sein!


LG!
Claudia

PS::
Das MPH muß jetzt weiter unser KiJupsychiater hier zu Hause aufschreiben. Der sagt zwar von sich selbst, nicht viel Ahnung von Autismus zu haben, ist aber wenigstens nicht so arrogant, das Urteil von Spezialisten vom Tisch zu putzen...
C., Hashimoto, Morbus Dercum,
mit R., ♀, * '96, ASS, HB, ADHS, Asthma, Gelenkschmerzen
und M., ♀, * '00, Asthma, seit 05/16 Sensibilitätsstörungen d. li. Körperhälfte ohne erkennbare Ursache

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AnjaH
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Beitragvon AnjaH » 07.05.2008, 19:40

Ui da wart ihr ja Fleißig:

@ Isolde: Ich verwahre mich gegen den Begriff Hardliner. Und ich habe auch nicht gesagt das eine Mama mit Rückenleiden ihr Baby ständig tragen muß. Aber sie kann sehr wohl im gleichen Raum sein und wenn das Kind schreit ihre Aufmerksamkeit dem Kind geben..und zwar immer.
Heißt Haushalt kann liegen bleiben und die ersten Monate wirklich auf ein Minimum runter gefahren werden.
Sah bei uns so aus.

Hat Felix geschlafen habe ich Wäsche angestellt und mir was zu essen gemacht. Ansonsten wirklich nur das nötigste wie kochen und putzen aus hygienischen Gründen..aber ich habe sicher in den ersten Monaten keine Fenster geputzt. Bügeln war nicht nötig und wenn dann hat es mein Mann gemacht.

Und ich habe immer gesagt das wenn ein Kind beweglich wird und anfängt der Mutter zu folgen..man auch mal den Raum verlassen kann in dem das Kind ist.

Und es gibt Momente da muß ein Kind schreien weil es sich was von der Seele schreien muß..also verarbeiten..das kann auch zum einschlafen sein..wichtig ist dann aber das das Kind dabei nicht alleine ist...und darum geht es hier.


Ich bin auch der Meinung man muß sich wieder viel mehr auf sein Bauchgefühl verlassen..dann stimmt es schon.

Das viele Kinder heute nicht mehr erzogen sind fällt mir auch auf..hat aber nix mit tragen und Bedürfnisse erfüllen im ersten Lebensjahr zu tun.

@ Sabine: Tschuldigung ich habe mein Laufalter nicht im Laufstall verbracht obwohl meine Mutter einen hatte..auch meine Schwester ist 12 Jahre später nicht mehr groß drinnen gewesen ( da wurde eher das Spielzeug gelagert. :D ) und für Felix habe ich ihn nicht gebraucht...jetzt bräuchte ich ab und zu einen aber das nennt sich jetzt Türgitter. :lol:

Ansonsten finde ich es jetzt nicht schlimm ganz wichtige Dinge hochzuräumen..aber auch hier steht die Stereoanlage in erreichbarer Höhe und am Christbaum baumeln trotz Felix und Katze Glaskugeln.

Was mir aber auch aufällt das auch die Lehrer und Erzieherinnen immer weniger erziehen...den Eltern wird nur vorgeworfen was sie alles versäumt haben aber in den Schulen wird selbst auch kein Wert mehr auf Umgangsformen gelegt.

Wir hätten es uns z:B nicht erlauben dürfen unseren Lehrer nicht zu grüßen oder ihm die Türe aufzuhalten. Wir wurden angehalten Hochdeutsch zu sprechen..und morgens ist man noch aufgestanden wenn der Lehrer reinkam...Dsa war gar nicht schlecht..damit war die Aufmerksamkeit beim Lehrer. Auch haben wir schon im KIGA unsere Erzieherin mit Sie und Nachnahmen angesprochen...

Aber wo sollen es die Kinder lernen wenn es die Erwachsenen nicht mehr können. Welcher Mann weiß schon noch das er eine Frau zuerst zu grüßen hat. Wer hält einem noch die Türe auf ect...


Was unsere Autisten angeht da sind wir wirklich immer kreativ gefordert. Mir hat heute die Erzieherin von Felix erzählt das sie am Montag von 8-10:30 nur damit beschäftigt war ihm Grenzen zu setzen und er ausgetestet hat...mit rummotzen schreien ect.

Danach war ruhe und er hat ausgeglichen gespielt. Heute hat er nochmal kurz angetestet ob die Regeln noch gelten..aber dann war gut... :D

Morgen sind sie nun beim Reiten mit dem KIGA..bin ja gespannt ob sie ihn am PLatz in der Reithalle halten können.


lg

Anja die jetzt ihren Felix davon abhalten wird das Bad unter Wasser zu setzen
LG
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und Julia 30.7.09 hypoton, Lernschwäche ( IQ 89),v.a ADHS u. Dykalkulie
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Beitragvon Sabine » 07.05.2008, 21:46

AnjaH hat geschrieben:Was mir aber auch aufällt das auch die Lehrer und Erzieherinnen immer weniger erziehen...den Eltern wird nur vorgeworfen was sie alles versäumt haben aber in den Schulen wird selbst auch kein Wert mehr auf Umgangsformen gelegt.

Wir hätten es uns z:B nicht erlauben dürfen unseren Lehrer nicht zu grüßen oder ihm die Türe aufzuhalten. Wir wurden angehalten Hochdeutsch zu sprechen..und morgens ist man noch aufgestanden wenn der Lehrer reinkam...Dsa war gar nicht schlecht..damit war die Aufmerksamkeit beim Lehrer. Auch haben wir schon im KIGA unsere Erzieherin mit Sie und Nachnahmen angesprochen...

Aber wo sollen es die Kinder lernen wenn es die Erwachsenen nicht mehr können. Welcher Mann weiß schon noch das er eine Frau zuerst zu grüßen hat. Wer hält einem noch die Türe auf ect...



Hallo Anja,

das sehe ich ähnlich - auf der anderen Seite beschweren sich die Lehrer über das Sozialverhalten ihrer Schüler und delegieren zurück an die Eltern...

LG
Sabine
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Beitragvon Gisi » 07.05.2008, 21:52

@ sabine, aber wieviel eltern beschweren sich bei den lehrern weil ihr kind dort
gemaßregelt wurde. sowas dürfen lehrer doch gar nicht mehr. mit maßregeln,
meine ich jezt mal "in die ecke gestellt werden", oder das kind kommt heulen nach
hause weil es mecker bekommen hat.......sowas ist für viele eltern undenkbar.
ich weiß von meiner ehemaligen klassenlehrerin das denen teilweise so die hände
gebunden sind. da werden konferenzen gehalten für die einzelnen schüler, und
z.b. auferlegt als strafarbeit den schulhof zu fegen....die eltern erlauben das nicht.
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Beitragvon Isolde » 07.05.2008, 21:59

Gisi hat geschrieben:@ sabine, aber wieviel eltern beschweren sich bei den lehrern weil ihr kind dort
gemaßregelt wurde. sowas dürfen lehrer doch gar nicht mehr. mit maßregeln,
meine ich jezt mal "in die ecke gestellt werden", oder das kind kommt heulen nach
hause weil es mecker bekommen hat.......sowas ist für viele eltern undenkbar.
ich weiß von meiner ehemaligen klassenlehrerin das denen teilweise so die hände
gebunden sind. da werden konferenzen gehalten für die einzelnen schüler, und
z.b. auferlegt als strafarbeit den schulhof zu fegen....die eltern erlauben das nicht.



Also doch - diese Eltern packen die Kinder mit Samthandschuhen an?
Die Eltern leben doch den Kindern dann vor, dass man ihnen kein Haar krümmen darf, dass sie keine Regeln zu beachten brauchen,
wie sieht es denn da im Elternhaus aus?
Ich denke, da dürfen die Kinder machen was sie wollen - oder warum sollten sie daheim Grenzen gesetzt bekommen,
und in der Schule darf der Lehrer das nicht mehr?

Seltsam finde ich das.

Lieben Gruß - Isolde
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Beitragvon Gisi » 07.05.2008, 22:06

@ isolde, sicherlich sind nicht alle eltern so. um gottes willen. aber es reicht doch
ein so ein querschläger kind/elternteil aus. es gibt eltern die ihr kind nur durch die
rosarote brille sehen, allerdings gabs die zu meiner schulzeit auch schon, aber
nicht in dem maße. wie willst du z.b. der gesamten klasse eine strafarbeit zu-
kommen lassen, wenn nur ein so ein elternteil dabei ist????? da bekommt der
lehrer doch gleich den anwalt auf den hals gehetzt.
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Beitragvon Isolde » 07.05.2008, 22:10

Ich verstehe an dem nicht,
liebe Gisi,

dass die Eltern (nicht auf alle gemünzt) auf der einen Seite sich aus der Erziehungsverantwortung herausziehen wollen, das Kind früh schon in Kindergrippe, KiGa etc. geben, es zum großen Teil da erziehen lassen,
die Lehrer in der Schule sollen ihr übriges noch dazu tun,
und dann gehen genau die Eltern hin und beschweren sich über die Lehrer, die dann bei den Kindern eben Erziehung anwenden.

Widerspricht sich doch irgendwie.

Wenn jemand etwas angestellt hat, dann soll er dafür auch bestraft werden - und das müssen dann auch jene Eltern begreifen.
Ich weiß, dass es anderes ist - Lehrer haben heutzutage Angst - und das ist das Dilemma.
Und die Kinder nutzen dieses auch aus.

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