Schule in der Corona-Zeit

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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grace
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Re: Schule in der Corona-Zeit

Beitrag von grace »

Inzwischen weiß man auch in Italien mehr, und zwar deshalb weil es leider dringend erforderlich war!

Die Frau meines Kollegen wurde vor 10 Tagen nochmals positiv getestet und das in einem sehr angesehenen Labor was regelmäßig mit einer Bekannten Universitätsklinik zusammen arbeitet, die sind auf dem neuesten Stand der Dinge.

Es wurden eben keine Virusfragmente gefunden sondern der Test war ganz klar positiv!

Es gibt übrigens jede Menge ähnlicher Fälle wo Menschen über 60 Tage lang positiv waren bzw. sind, das wurde besonders bei einigen Krankenpflegern beobachtet (die wurden häufiger getestet weil sie ja dringend wieder auf der Arbeit gebraucht) und bei über 10000 Infizierte im Sanitätsdienst gab und gibt es da genügend Auswahl.

Ich weiß leider über diesen scheiss Virus mehr als ich je wissen wollte

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Engrid
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Beitrag von Engrid »

Hallo Grace,

so bringt das aber nichts. Ich verstehe, dass Du Frust abladen willst, aber Rundumschlag hilft leider auch nicht, und zb auf eine anekdotische Evidenz von der Frau des Kollegen eines Users würdest Du als kritischer Leser auch nicht bauen wollen. Mit einer nachlesbaren Quelle wäre das was anderes.

Es ist eine Zeit mit viel Frust und Sorgen für alle, in anderen Ländern noch viel mehr als bei uns - wir werden sie besser überstehen, wenn wir Contenance, kühlen Kopf und Empathie bewahren.

Ansonsten bin ich bei Rena. 👍

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

grace
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Re: Schule in der Corona-Zeit

Beitrag von grace »

Hallo Engrid,

Frustriert magst du sein, ich sicher nicht!

Und was soll das mit der Anspielung auf die „Anekdote“? Meinst du ich habe mir das erfunden?

Natürlich musst du mir nicht glauben, wir sind alle anonym hier und uns keine Rechenschaft schuldig.

LG

Grace

sandra8374
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Re: Schule in der Corona-Zeit

Beitrag von sandra8374 »

Soweit ich das verstanden habe, müsste bei längerer Zeit positiven Testergebnis gesehen werden, ob der Virus in dem Falle noch aktiv ist. Man kann wohl auch ein positives Testergebnis haben, ist aber nichtmetrischer ansteckend, weil der Virus an sich nicht mehr“lebt“.

Da war ein Fernsehbericht zu mit einer Studentin, die sich bei einer Veranstaltung angesteckt hatte. Ihre Eltern dann zu Hause auch und da wurde dann der xte Test nach mehreren Wochen weitergeleitet und getestet und der Test an sich war positiv auf das Virus, aber das Virus nicht mehr ansteckend.

Ich denke da muss noch viel geforscht werden.

In einer Schule soll nach einem Bericht jeder Schuler, der möchte, 2x wöchentlich getestet werden. Diese Tests zahlt ein Sponsor. Das wird auch neue Erkenntnisse geben.
LG Sandra

S+F mit PT(*00 FAS, Microdelitation 16p11.2, ADHS, GB, Z.n.Absencen?, Sehfehler, Lordierung LWS, Skoliose 17,8%, Beckenschiefstand, Hüftkontraktur, Korsettversorgung, mit SBA 90 HBG) u. PS (*01 ADS, GB, Sehfehler, Knick-Senk-Füße, Z.n.Epilepsie, mit SBA 60)

esram
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Re: Schule in der Corona-Zeit

Beitrag von esram »

Anna Pia hat geschrieben:
29.05.2020, 17:04
Hallo esram,

ich bin mir nicht ganz sicher, über wen du dich gerade so erregst? Es wurde sowohl hier als auch in der Süddeutschen wie auch in der Lokalpresse, die die Süddeutsche erwähnt, immer die echten Namen, die Behinderung, Wohnort und Alter des Kindes benannt. Ich habe das vor meinem Zitat überprüft. Es wirkte nicht so, als wolle man eine Identät geheim halten wollen.

Ich persönlich finde es sowas von toll, dass diese so unglaubliche Geschichte die öffentliche Aufmerksamkeit und auch Empörung erfährt, die sie verdient. Es ist äußerst bedauerlich, dass die vierte Gewalt in diesem Land offensichtlich notwendig ist, um deutlich zu machen, dass man Kinder nicht hinter Glasscheiben separieren kann, um ein Problem zu lösen. Also wenn DAS die pädagogische Antwort und Weisheit letzter Schluss ist, na, dann gute Nacht.

Dass der Junge auf der gleichen Seite abgebildet ist wie das Foto von Frankreichs Präsident Macron. Ganz wunderbar.

Dass es für die einzelnen Eltern, die ein Menschenrecht für ihre Kinder durchsetzen möchten, echt auch schwierig werden kann mir dieser Öffentlichkeit (man würde ja lieber anderes tun), versteht sich von selbst. Aber offensichtlich geht es hier nicht anders. Aber irgendwann, so die Hoffnung, braucht‘s das nicht mehr.

Und klar: Sollte die Mutter den Link gelöscht haben wollen, wäre ich die letzte, die dagegen ist. Ich will niemanden irgendwie enttarnen. Mir ging‘s um was ganz anderes.
Guten Morgen Anna Pia
nein, ich rege mich nicht über dich auf.

Man hätte nicht den vollen Namen schreiben müssen. Den Nachnamen mit nem Punkt abkürzen oder andere Namen zum Schutz des Kindes verwenden können. Und vor allem nicht ein original Foto veröffentlichen.

Nur, weil das Kind Downsyndrom hat, muss man ihm nicht alle Rechte absprechen. Das Kind wurde nicht gefragt, ob es in der Öffentlichkeit SO gezeigt werden möchte.

Ich bin auch dagegen, Fotos auf Insta, Facebook usw. zu posten. Das ist ein privater Bereich, den es so lange zu schützen gilt, bis es das Kind selber zu entscheiden hat.

Liebe Grüße esram
esram mit Sohn Sommer2013 (chronische Verstopfung ohne Diagnose, Verdacht auf Morbus Hirschsprung, Verdacht Tumor FNH Leber) und Sohn Winter2015 (nix)

esram
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Re: Schule in der Corona-Zeit

Beitrag von esram »

Elena2012 hat geschrieben:
29.05.2020, 18:09
Hallo Esram,

ich bin die Mama von Frederick. Was sind denn die sensiblen Daten von Frederick? Sein Name oder die Namen seiner Eltern? Oder dass er das Down-Syndrom hat? Das wird sich nicht herauswachsen, auch in zwanzig Jahren hat er das Down-Syndrom. Und das kein Grund, weswegen er sich später schämen muss.
Hallo Elena.

Du hast mich missverstanden. Es geht hier drum, dass du Namen und Fotos von deinem Kind veröffentlichst, ohne ihm die Möglichkeit gegeben zu haben, zuzustimmen oder zu widersprechen.

Und Kinderfotos/Infos haben im Netz nichts zu suchen. Man läuft Gefahr, dass damit Schindluder getrieben wird.

Dass du an die Presse gegangen bist, um dein Ziel zu erreichen, kann man machen. Aber ohne die Daten vom Kind zu nennen. Das hätte es nicht gebraucht.

Ich wünsche euch trotzdem alles Gute, dass ihr die richtige Schule für euren Sohn findet!

Liebe Grüße esram
esram mit Sohn Sommer2013 (chronische Verstopfung ohne Diagnose, Verdacht auf Morbus Hirschsprung, Verdacht Tumor FNH Leber) und Sohn Winter2015 (nix)

rena99
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Re: Schule in der Corona-Zeit

Beitrag von rena99 »

grace hat geschrieben:
29.05.2020, 19:46
Hallo Rena,

Aber was ist wenn die infizierte/n Person/en eben gar keine Symptome haben und die Sache erst dann rauskommt wenn sich Risiko Patienten anstecken? Das war und ist ja das große Problem, besonders am Anfang des Ausbruchs in Italien, so war z.B. die ganze Familie des Patienten 1 schon infiziert und die Frau meines Kollegen war 60 (!) Tage positiv ohne irgendwelche Symptome zu haben ihre Kollegin genau so. Es handelt sich um zwei Frauen in meinem Alter (also um die 50) und die beiden haben es nur durch Zufall durch vorsorgliche Tests erfahren da sie in einem Altersheim arbeiten. Das ist Mitte März passiert, kurz vor dem lockdown.

Die Antwort ist also TTT (testen, testen, testen), in Schulen, Kitas, überall dort wo Sicherheitsabstände und Masken nicht möglich sind.

LG
Hallo Grace,

da möchte ich noch darauf antworten.

Die Idee ist die, dass, wenn man wie jetzt insgesamt nur wenig Fälle hat, mand es hinbekommen muss, neue Clusterausbrüche (also so etwas wie diese Kirchengemeinden) schnell in den Griff zu bekommen, bevor von da aus eine neue exponentiell wachsende Infektionskette startet. Das kann man so machen, dass man, wenn irgendwo ein positiver Fall ist, man diese Person befragt, wo sie die letzten drei Tage for den ersten Symptomen (und natürlich auch mit den ersten Symptomen) war. Wenn sie da in einer Umgebung war, wo man mit einem Super-Spreading-Event rechnen muss (Innenraum, intensive Gespräche dort, Atmen, also Familie, Schule, Sport, Musik etc.), dann müssen die entsprechenden Menschen, die in den Tagen in dieser Umgebung waren, sofort in Quanrantäne, ohne Test. Denn wenn man da wartet, bis die getestet sind, dann ist es schicht zu spät. Wenn die dann in Quarantäne sind, dann kann man da anfangen zu testen. Und wenn da nach einer Woche nichts ist, dann ist auch gut, denn mittlerweile weiß man, dass die Inkubationszeit doch kürzer ist, als anfangs gedacht.

Alle anderen Kontakte muss man natürlich auch anschauen, da ist die Gefahr der schnellen weiteren Verbreitung auf zig Personen aber nicht so groß.

Was den positiven Nachweis vom Virus im PCR-Test angeht, ja, der ist teilweise noch bis zu 3 Wochen und länger positiv. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Infektiösität einer Person aber im Wesentlichen 3 Tage vor und dann in den ersten Tage der Symptome gegeben. Nachweis von Viren-RNA ist das eine, ob das zu einer Infektion führt, ist das andere. Da kommen tatsächlich noch täglich neue Erkenntnisse hinzu. Es scheint sich aber herauszustellen, dass es der frühe Beginn und die 3 Tage vor den Symptomen ist, um die man sich kümmern muss.

Testen, testen, testen ist auf jeden Fall richtig, allerdings darf man dabei (s.o.) nicht zu spät kommen. Also Quarantäne sofort bei Auftreten eines Falles von allen, die mit dem in einem Super-Spreading-Event waren. Von daher ist die Rückverfolgung der Anwesenden so wichtig. Da eine datenschutzkonforme Lösung zu finden, ist natürlich eine Herausforderung. NRW setzt da auf Papier, das man anch 4 Wochen dann wegschmeißt. Schauen wir mal.

Ach ja: Maske, Maske, Maske, wenn wir uns daran einfach gewöhnen könnten, wäre auch schon viel gewonnen. In Asien gehrört das zum Straßenbild, hier müssen wir noch üben.

LG
Rena
Rena mit (mittlerweile erwachsener) Tochter (V.a. Autismusspektrumsstörung, Zwangsstörung)

grace
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Re: Schule in der Corona-Zeit

Beitrag von grace »

rena99 hat geschrieben:
30.05.2020, 15:02
Was den positiven Nachweis vom Virus im PCR-Test angeht, ja, der ist teilweise noch bis zu 3 Wochen und länger positiv. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Infektiösität einer Person aber im Wesentlichen 3 Tage vor und dann in den ersten Tage der Symptome gegeben. Nachweis von Viren-RNA ist das eine, ob das zu einer Infektion führt, ist das andere. Da kommen tatsächlich noch täglich neue Erkenntnisse hinzu. Es scheint sich aber herauszustellen, dass es der frühe Beginn und die 3 Tage vor den Symptomen ist, um die man sich kümmern muss.
Danke für den Hinweis, ich konnte bis jetzt eben keine Info dazu finden ob die Infektiösität genau so lange dauert solange man den Virus im Abstrich nachweisen kann, oder eben nicht, hättest du dazu eventuell einen link?

LG

Grace

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Alexandra2014
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Re: Schule in der Corona-Zeit

Beitrag von Alexandra2014 »

Hier ein Link zur Infektiosität (ja, tatsächlich mit o, auch wenn es „infektiös“ heißt 😋):

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/N ... 2bodyText8

Punkt 8

und hier:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... infektioes

und noch ein Artikel:

https://www.merkur.de/welt/coronavirus- ... 76514.html

Zitat daraus:

Coronavirus: Wie lange ist eine mit dem Virus infizierte Person ansteckend?

Forscher aus Singapur glauben nun nämlich herausgefunden zu haben, dass ein positiver Test nicht gleich bedeutet, dass die jeweilige infizierte Person auch ansteckend für weitere Personen sein muss. Bislang mussten sich Personen, die nachweislich mit dem Coronavirus infiziert waren, für mindestens 14 Tage in häusliche Isolation begeben. Erst ein negativer Test bescheinigte dann, dass die Person keine Gefahr für andere mehr darstelle.

Wie Focus Online nun unter Berufung auf das Nationale Zentrum für Infektionskrankheiten und der Akademie für Medizin in Singapur berichtet, sollen infizierte Personen ab einem gewissen Zeitpunkt trotz des positiven Testergebnisses nicht mehr ansteckend sein. Die Forscher begründen ihre These unter Berufung auf eigene Forschungen und Vergleiche mit Studien aus anderen Ländern.
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Sophie-11
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Re: Schule in der Corona-Zeit

Beitrag von Sophie-11 »

rena99 hat geschrieben:
30.05.2020, 15:02
Und wenn da nach einer Woche nichts ist, dann ist auch gut, denn mittlerweile weiß man, dass die Inkubationszeit doch kürzer ist, als anfangs gedacht.
Hallo,

woher hast Du die Information? Ich kann beim RKI immer noch nur die Angaben finden, wie sie auch im März waren - durchschnittlich 5-6 Tage, Spannbreite 1-14 Tage.

Danke und LG!
der Große *12/2007 (eher Spektrumsnah)
der Mittlere *09/2010 (Asperger und Vd auf ADHS)
die Kleine *02/2014 (Asperger)

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