Fliegen mit Epilepsie

Hier geht es um Epilepsie und die Behandlung verschiedener Epilepsie-Formen mit Medikamenten.

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Anna-Nina
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Fliegen mit Epilepsie

Beitragvon Anna-Nina » 14.03.2019, 10:46

Hallo zusammen,

wir sind kürzlich mit unserer Tochter geflogen. Sie hat eine fokale Epilepsie im Frontallappen und ist inzwischen ziemlich gut eigestellt.

Der Flug war auch kein Problem. Außer die Landungen - bei jeder Landung kam es mir so vor, als ob sie wo möglich einen Anfall hat. Da ihre Anfälle nicht so offensichtilich sind- kann ich es nicht zu 100% sagen. Aber es traten schon die typischen Symptome auf.

Kann es sein, dass der Luftdruck oder die Aufregung dort eine Rolle gespielt hat. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Natürlich könnte es auch sein, dass sie einfach so nur unruhig/motzig/nölig wurde, weil der Flug rum war und sie es nicht erwarten konnte das wir endlich aussteigen. Im Prinzip war es auch nicht so dramatisch - ich fand es nur komisch, das genau das selbe Phänomen beim Hinflug auftrat wie beim Rückflug und immer als das Flugzeug gelandet ist.

Was habt ihr für Erfahrungen?

Liebe Grüße
Anna

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Jennifer
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Beitragvon Jennifer » 14.03.2019, 20:20

Hallo,

ja das kann schon sein, weil beim Sinkflug je nachdem wie er vollzogen wird der Druck sich kurzzeitig ändert.
Wir beobachten es das im Sinkflug Alina bisschen blass wird, aber zu anfällen kam es bisher nie.

LG Jenny
Alina Janine 10.01.01 FG 24SSW, 390g, Cerebralparese, Hirnblutungen, Balkenhypoplasie, Blind, Epilepsie, ASD2, Tetraparese, Mikrozephalus, Bronchopulmonale Dysplasie II, Hüftdysplasie, war Langzeitbeatmet, PEG Sonde,
Manuel Mika geb.gest.8.3.07 (Alinas Cousin)
Manuel Mika´s Bruder Lino-Patrice geb. 7.10.08 29.SSW gesund

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 14.03.2019, 21:23

Hallo!

Viele Kinder haben Probleme mit der Landung. Druck auf den Ohren, das Kurven fliegen, Übelkeit usw.
Ich mag Landungen auch nicht, mir wird dann schnell übel.

Ich glaube, da ist Motzen, Nölen und Unruhe ganz normal als Kind. :wink:

Gruß
Alex
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Yael
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Beitragvon Yael » 15.03.2019, 01:11

Die Anfallsquote liegt angeblich beim Fliegen nicht höher, allerdings habe ich bei mir auch beobachtet, dass ich häufig *nach* dem Fliegen Anfälle habe. Also wohlgemerkt nicht mehr im Flugzeug, sondern im Zug/Bus nach Hause etc. Das scheint wohl häufiger vorzukommen (https://www.seizure-journal.com/article/S1059-1311(06)00061-6/fulltext) und wird auf Schlafmangel etc. geschoben, aber da es auch bei sehr kurzen Strecken auftritt, fragte ich mich auch schon, ob der Luftdruck einen Unterschied macht.
Ursprünglich für meine ratsuchenden Eltern angemeldet - nun im "Alleingang". ;)
Autismus, formal multifokale Epilepsie, 12 Monate MAD-Erfahrung

Karin2308
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Beitragvon Karin2308 » 15.03.2019, 08:58

Hallo,
mein Kind reagiert leider in den Bergen, oberhalb von ca. 1500 m ü. NN auf die Luftdruckveränderung mit vermehrten Anfällen. Wir haben es zwei mal ausprobiert und dann unser Reiseverhalten umgestellt.
Der Neurologe sagte dazu, dass es wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist, aber ihm immer wieder Eltern von Schwierigkeiten beim Fliegen oder in den Bergen berichten.
Flliegen haben wir uns dann nicht mehr getraut, würden es aber gerne ausprobieren.
Schöne Grüße

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 15.03.2019, 10:26

Hi nochmal,

wir waren letztes Jahr mit Kind auf dem Valluga, also auf knapp 3000 m ü. NN, und waren eine ganze Woche dort im Gebiet (St. Anton) zum Skifahren. Mit Seilbahn rauf, auf Skiern runter... :lol: Wir hatten keinen einzigen Anfall. Geflogen sind wir vier Mal, ohne anfallstechnische Auffälligkeiten.
Es hängt also vielleicht auch von der Empfindlichkeit des Einzelnen und vielleicht auch von der Anfallsart ab. So, wie ja auch nicht jeder Epileptiker photosensibel ist.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Beitragvon Anna-Nina » 15.03.2019, 13:34

Hallo zusammen,
wenn ich das so lese, scheint es doch einen Zusammenhang zwischen Luftdruck und dem Körper zu geben.
Unsere Tochter ist auch extrem wetterfühlig. (Wenn es das gibt) Ich beobachte dieses Phänomen bei mir auch. Wenn im Sommer das Wetter umschlägt, bin ich teilweise so gerädert - das ist bei mir echt extrem. An solchen Tagen ist meine Tochter dann auch sehr schlecht beieinander.
Heute habe ich erfahren wir beide haben auch einen selben Gendefekt (was genau weiß ich noch nicht - hat aber womöglich nix mit der Epi zu tun - aber wir scheinen uns genetisch ähnlich zu sein zumindest was Defekte angeht. Es wird jetzt noch whole exome sequencing gemacht).
In den Bergen hat unsere Tochter auch bisschen Probleme gehabt - wobei letztes mal alles OK war. (Davor war sie medikamentös nicht gut eingestellt). Wir sind auch immer auf 2800 m Skifahren (Hoch und am Stück runter) Das war letztens kein Problem - geht aber auch nicht so rasch runter wie mit dem Flugzeug.

Wie ist es bei euch mit dem Wetterumschwüngen?

Danke für eure Antworten.
LG
Anna

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 15.03.2019, 14:07

Wetterumschwünge merke ich beim Kind gar nicht - bei mir schon.
Sie schläft aber z.B. bei Vollmond sehr schlecht und unruhig. Wir sagen schon jedes Mal „na ist wieder Vollmond“...

Gruß
Alex
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