Familie mit Sohn (12 Jahre, ohne klare Diagnose)

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

Moderator: Moderatorengruppe

Michaela44
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 852
Registriert: 15.06.2016, 12:49

Beitragvon Michaela44 » 25.01.2019, 08:59

Die Uniklinik in Köln hat eine gute Autismusambulanz. Vielleicht können die helfen.

Auf der Seite www.autismus.de kannst du dir euren Landesverband heraussuchen. Die Geschäftsstellen haben auch Adressen von Diagnostikern oder arbeiten sogar mit Ihnen zusammen.
Asperger Autistin
mit neurodiverser Familie

Werbung 1
 
Familiekühl
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 16
Registriert: 20.01.2019, 13:22

Beitragvon Familiekühl » 31.01.2019, 06:58

Gute Morgen

Danke für die Adressen.

Ansonsten herrscht bei uns das chaos. Kurzfristig hat die Schule Kurzstunden für einen Tag verhängt, wegen eine Konferenz. Mehr Informationen haben wir nicht. Dazu kam dann auch nicht mit viel Vorlauf ein Studientag. Das bereitet meinem bub doch arge Schwierigkeiten. Ende vom Lied eine Freistellung von Unterricht für einen Tag. Wenn am Montag noch Schnee liegt müssen wir halt mal weiter sehen ob B. zur Schule kommen darf. So der Direktor. Wollen wir mal hoffen dass kein Schnee mehr fällt.

B. hat trotz offiziellem verbot und erneute Erinnerung nach einem Schneeball Wurf erneut einen geworfen. Er har zwar niemanden getroffen, aber so gehts nicht.

Ich versteht mein Kind nicht. Er sagt dafür bekam er zwei Kaugummis von einem Mitschüler. Dabei hat er selber Kaugummi dabei und darf sogar im Unterricht drauf kauen. Und wenn es nein heißt, ist es eigentlich klar.

Ich muss jetzt den Tag so planen, dass es möglichst keine Überraschungen gibt und b. auch noch Lust dazu hat.

Ratlose Grüße

Barbara

Anne_mit_2
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 243
Registriert: 31.01.2016, 11:18

Beitragvon Anne_mit_2 » 31.01.2019, 10:19

Hallo Barbara,

ich fühle mit Dir und schicke Dir ein dickes Kraftpaket.

Die Gedanken von Kindern sind unergründlich:
Bei meiner Tochter (inzwischen längst erwachsen) hat es damals die komplette erste Klasse geschafft (ohne jede Gefährung von Personen) bis zum Ende des Schnees vom Unterricht als untragbar freigestellt zu werden (damals Rheinebene -- nennenswerter Schnee alle 5-7 Jahre). Der Direktor hatte in allen Klassen und ohne Begründung persönlich verkündet, dass er jeden vom Unterricht ausschliessen wird, der einen Schneeball wirft. Die Kinder haben sich in der nächsten Pause nebeneinander an der Turnhallenwand aufgestellt und Schneebälle dagegen geworfen, bis sie sicher aufgeschrieben waren.
Das schlimme dabei: An der Idee war bestimmt meine leicht anarchistisch veranlagte, sehr spritzfindige, aber normalerweise völlig unauffällige Tochter beteiligt, weil die anderen dazu nicht schlau genug sind.

Wir haben es meiner Tochter dann mit einem *Sachgrund* klargemacht: Schneebälle können Menschen und Tiere schwer verletzen. Selbst wenn sie weiss, dass sie nie auf eine Person werfen würde, könnte eine zufällig in dern Wurf treten. Ausserdem könnten andere es ihr nachmachen und dabei die Randbedingung 'nicht auf Menschen und Tiere' nicht kennen. Also war hier die Leitlinie: "kein schlechtes Vorbild geben". Damit konnte sie sich abfinden.

Viele Grüße,
Anne

Anjali
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2410
Registriert: 15.02.2008, 11:15

Beitragvon Anjali » 21.02.2019, 09:20

Hallo Barbara,
eine Freistellung eures Kindes vom Schulbesuch ist ja eine Konsequenz, die nicht nur euren Sohn, sondern auch euch Eltern trifft.

Ich kenne die Vorgeschichte und euer Verhältnis zu den Schulverantwortlichen nicht, aber könnte es vielleicht sein, dass die Freisstellung eures Sohnes auch eine Aufforderung an euch Eltern ist, mehr oder andere Lösungsansätze zu finden?

Ich beziehe mich dabei auch auf deine älteren Threads.
In einem ging es z.B. darum, dass ein Fachlehrer der Meinung war, dein Kind müsste (eigentlich) medikametiert werden.
In deinem Vorstellungsthread schriebst du von einer möglichen schulischen Überforderung deines Sohnes und dass die Schule womöglich nicht die richtige für ihn sei. Die Lehrer wären allerdings anderer Meinung, ihr müsstet nur „einen gemeinsamen Weg finden“.

Zur Entscheidungsfindung würde ich vielleicht eine Hospitation durch einen Therapeuten oder eine andere Fachkraft eures Vertrauens in Erwägung ziehen. So könntet ihr euch ggf. ein besseres Bild der schulischen Situation und potentiellen Überforderungsquellen machen und vielleicht auch Lösungsansätze finden.
Viele Grüße
Anja


Mutter mit Sohn (17 Jahre / Asperger-Autist)

Anjali
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2410
Registriert: 15.02.2008, 11:15

Beitragvon Anjali » 21.02.2019, 09:59

Oh, sorry,

habe im falschen Thread gepostet.
Eigentlich wollte ich hier
https://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic134171.html
antworten
Viele Grüße

Anja





Mutter mit Sohn (17 Jahre / Asperger-Autist)


Zurück zu „Vorstellungsrunde“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste