Mutter-Kind-Kur vorzeitig nach 2 Jahren

Hier könnt ihr über eure Aufenthalte in Kurhäusern berichten, Fragen bezüglich Kuren stellen und generell zum Thema Mutter-Kind-Kur schreiben.

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hegan
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Mutter-Kind-Kur vorzeitig nach 2 Jahren

Beitragvon hegan » 19.02.2019, 12:22

Hallo, ich brauche mal Eure Hilfe!
Ich befinde mich derzeit im Widerspruch für meine Mutter-Kind-Kur. Bisher (2010, 2013, 2015, 2017) gingen meine Anträge immer glatt durch und wurden nach 2-3 Wochen genehmigt. Zur Vorgeschichte: Tochter, jetzt 14 Jahre SBA 80%, Merkzeichen G, B und H und Pflegegrad 3. Sohn jetzt 10 Jahre, gesund aber von emotionaler Störung bedroht, weil er leider viel zu kurz kommt! Beide Kinder sind als Therapie-Kinder beantragt. Behinderung und Pflegegrad sind gleich, diesmal sind 2 Todesfälle in der Familie hinzugekommen. (Patenonkel der Kinder im Dezember 2018, Schwiegermutter und Oma der Kinder Januar 2019). Bei mir sind noch neue Diagnosen hinzugekommen und aktuell habe ich eine schmerhafte Gürtelrose auch durch Stress ausgelöst. Aber diesmal ist der Wurm drin. Obwohl meine derzeitige Situation schlimmer als in den anderen (Antrags)-Jahren ist, wurde meine Kur nach 3 Tagen abgelehnt! Vor 5 Wochen bin ich in den Widerspruch gegangen und vor 4,5 Wochen kam die Mitteilung Antrag ist zum MDK weitergeleitet worden. Heute rief die TK an und teilte mir mit, der MDK hat angefangen ein Gutachten zu erstellen wird aber Minimum noch 6 Wochen brauchen. Dauert das wirklich solange? Wie arbeitet der MDK, ich dachte immer die bearbeiten einen Antrag nach den anderen, aber so wie es aussieht, jeden Tag eine Seite des Kurantrages? Im Moment muss ich einfach mal alles rauslassen. Bin einfach nur traurig!

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oy1970
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Beitragvon oy1970 » 19.02.2019, 12:40

Hallo Hegan,

möchte dir etwas Mut und gute Gedanken da lassen.

Bei uns verlief es ähnlich. Bisher wurden alle Mu-Ki-Kuren durchgewunken. Diesmal mussten wir auch einen Widerspruch schreiben. Zog sich tatsächlich auch etwas hin. Wurde aber letztendlich genehmigt.

Ich drück euch die Daumen.

LG
Sohn ´05 Frühkindlicher Autist, ADHS
Tochter

Ninna
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Beitragvon Ninna » 20.02.2019, 11:26

Hallo,

beim mir ähnliche Situation... alle zwei Jahre war kein Problem, jetzt Ablehnung ohne MDK mit sinnlosen Textbausteinen. Bin auch TK.

Ich würde die Kasse bitten, dem MDK die Dringlichkeit mitzuteilen oder selber beim MDK anrufen und versuchen die Sache zu beschleunigen.

LG Ninna

hegan
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Beitragvon hegan » 20.02.2019, 16:58

Ich habe der TK Sachbearbeiterin am Telefon gesagt, das ich es nicht verstehe, das ich immer die Kur sofort genehmigt bekommen habe und ausgerechnet jetzt in den Widerspruch gehen und dann noch so lange warten muss. Den die Antragssituation jetzt, ist schlimmer als vor 2 Jahren:
- Schwerbehinderung der Tochter ist letztes Jahr von 70 auf 80% gestiegen, Pflegegrad 3 gleich
- Sohn von emotionaler Störung bedroht ( da ich nicht genug Zeit für ihn finde, das tut weh)
- bei mir ist zum ErschöpfungsSyndrom, Burnout, Übergewicht, Infektanfälligkeit noch ein schwerer Vitamin B-12 Mängel (Auslöser Stress) im letzten Jahr hinzugekommen. Seit diesem Jahr muss ich mir Vitamin B 12 selber spritzen. Außerdem hatte ich als Zufallsbefund Willebrand-Jürgens-Syndrom (Blutgerinnungsstörung).
- im Dezember 2018 ist der Patenonkel der Kinder gestorben
- im Januar 2019 starb meine Schwiegermutter und Oma der Kinder nachdem ich auch sie gepflegt habe und den Umzug ins Pflegeheim organisiert habe (Haushaltsauflösung etc.)
Ich kann gar nicht sagen, wie sehr uns das, den Boden unter den Füssen weggezogen hat. 2016 ist meine Mutter gestorben, ich hatte eigentlich alles gut verarbeitet, aber jetzt ist alles wieder hoch gekommen.
- mein Mann (und Vater der Kinder) arbeitet in Wechselschicht (3-Schicht) in der Behindertenhilfe ( und hat zusätzlich 2-3 Ferienfreizeiten für 3-5 Tage im Jahr), so bleibt das meiste an mir kleben
- Ich arbeite 20 Stunden die Woche, zusätzlich hat meine Tochter 3 Therapien (Logo-, Physio-, Ergotherapie) die Woche und beide Kinder sind im Schwimmverein. Arzttermine sind regelmässig, auserdem 2 stationäre Krankenhausaufenthalte der Tochter 2018, die ich begleitet habe.
- aktuell habe ich seit 4 Wochen eine schmerzende Gürtelrose und bin krankgeschrieben (laut Ärztin auch vom Stress).
Von all dem weiss der MDK und ich frag mich wirklich, warum dieser so lange brauch! Die Voraussetzungen für eine vorzeitige Kur sind mehrfach erfüllt.

Ich weiss gar nicht was ich machen soll wenn der Widerspruch auch abgelehnt wird. Noch hoffe ich, das bewilligt wird (Aufgrund der Bearbeitungsdauer), denn ablehnen können Sie ja schneller.
Oder was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Ward ihr schon mal 10-12Wochen (solange soll es ja insgesamt dauern) im Widerspruch und es wurde trotzdem abgelehnt? Ich bin für alle Antworten dankbar!
Andrea(1972) mit Leah (2004, allgemeine Entwicklungsstoerung in allen Bereichen, Epilepsie z.Zt. anfallsfrei mit Medis, Intelligenzminderung, Blutgerinnungsstörung Willebrand-Jürgens-Syndrom, Nierenfehlbildung rechts mit Reflux Grad 4 am Harnleiter rechts und Paul (2008)

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Beitragvon Ninna » 22.02.2019, 10:56

Habt ihr in der nächsten Zeit den Termin wegen der Sicherstellung der Pflege durch einen Pflegedienst? Vielleicht könnte ein Hinweis auf dem Formular zur Kurbedürftigkeit der Pflegeperson helfen?

LG Ninna

hegan
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Beitragvon hegan » 22.02.2019, 15:59

Ich wollte den Termin für Mai machen. Da hat meine Tochter Brückentage in der Schule und der Pflegedienst kann kommen. Meinst du das könnte helfen? Mein Antrag war sehr umfangreich. Vorzeitige Kur nach 2 Jahren im Entlassungsbericht der letzten Kur wurde empfohlen. Hausärztin hat meiner Meinung nach gut begründet warum vorzeitig sein muss. Kinderarzt auch und der Selbstauskunftsbogen war auch aussagekräftig. Es muss halt gelesen werden. Was gibt es noch für Möglichkeiten wenn der Widerspruch auch abgelehnt wird?
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Beitragvon hegan » 22.02.2019, 16:03

Ich wollte den Termin für Mai machen. Da hat meine Tochter Brückentage in der Schule und der Pflegedienst kann kommen. Meinst du das könnte helfen? Mein Antrag war sehr umfangreich. Vorzeitige Kur nach 2 Jahren im Entlassungsbericht der letzten Kur wurde empfohlen. Hausärztin hat meiner Meinung nach gut begründet warum vorzeitig sein muss. Kinderarzt auch und der Selbstauskunftsbogen war auch aussagekräftig. Es muss halt gelesen werden. Was gibt es noch für Möglichkeiten wenn der Widerspruch auch abgelehnt wird?
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Beitragvon monerl » 23.02.2019, 08:45

Hallo,

wende dich doch mal an das Müttergenesungswerk.....sie helfen weiter bei Ablehnung.

Monika


Müttergenesungswerk - Kuren für Mütter
https://www.muettergenesungswerk.de/mutterkuren.html
Beratung Nehmen Sie Kontakt zu einer Beratungsstelle im Verbund des Müttergenesungswerks auf. Die Beratung ist individuell und kostenlos. Eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe finden Sie über unsere Beratungsstellensuche.Evangelischer Verein für Müttergenesung e.V.
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Beitragvon Sanne in München » 23.02.2019, 17:47

Kann es sein, dass Euer "Bedarf" für eine klassische Mutter-Kind-Kur vielleicht zu hoch ist ? Eventuell soll geprüft werden, ob nicht andere Maßnahmen besser geeignet sind. Bitte nicht falsch verstehen, aber allein die Tatsache, dass bei Dir noch weitere Diagnosen dazugekommen sind, spricht dafür, dass es mit ein bisschen Entspannung, und Sport und Gesprächen (mehr wird ja üblicherweise in den Mu-Ki-Kurkliniken kaum angeboten) nicht wirksam besser wird.

Davon abgesehen, gibt es doch aber im Pflegestärkungsgesetz einen Rechtsanspruch auf Reha für alle Pflegenden, ggf. müsste man darüber gehen.....
Viele Grüsse

Sanne

mit
Groß-Sohn (2003) Asperger, ADS und Epilepsie (Absencen und GM)
und Klein-Sohn (2005) GM-Epilepsie - nicht mehr ketogen

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hegan
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Beitragvon hegan » 23.02.2019, 21:54

Hallo Sanne,
Ich bin der Meinung, das eine Mukikur ausreichend ist. Der Vitamin B 12 Mängel ist durch Stress ausgelöst worden. Die Blutgerinnungsstörung hab ich seit Geburt ist aber erst letztes Jahr festgestellt worden. Es geht ja jetzt auch um Trauerbewältigung (2 Todesfälle). In die Kurklinik, wo ich 4x war ist eine super Psychologin. In meiner letzten Kur (ist gerade meine Mutter gestorben) hat die mir super geholfen. Ich hab soviel mit nach Hause genommen und war voller Kraft und Mut. Zu hause habe ich mich einer Trauergruppe angeschlossen und habe den Tod meiner Mutter gut verarbeitet. Klar es gibt gute und auch schlechte Tage...jetzt durch den Tod des Patenonkels und der Schwiegermutter ist alles wieder aufgebrauchen, aber ich bin zuversichtlich das es wieder wird . Ein Ortswechsel waere für den Anfang gut geeignet, ich muss dann nur weiter an mir arbeiten. In diese Klinik würden wir gerne nochmal hin. Der Vorteil waere, das wir dort bekannt sind und alle kennen!
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