Kosten für Draht um die Zähne (Retainer) bei ü. 18-jährigen

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Mellie
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Beitragvon Mellie » 21.01.2019, 15:19

Hallo,

jetzt wird der Retainer doch noch nicht entfernt. :x

Mein Sohn soll nächste Woche noch einmal in die Praxis kommen, damit sie wohl neue Abdrücke machen kann und dies auch bei der Krankenkasse einreichen kann. Geröntgt wurde ja schon. Es macht ja auch keinen Sinn einen Retainer zu erneuern, wenn zuvor noch kieferorthopädisch/oder chirurgisch etwas an den Zähnen unternommen werden muss. Vielleicht ist das Entfernen des Retainer dann im Preis mit inbegriffen. Jedenfalls will sie erst nach dem erneuten Begutachtungstermin den Behandlungsplan bei der Krankenkasse einreichen. :|

Den Kostenvoranschlag hat sie mir wohl nur gemacht, falls die Krankenkasse die erneute kieferortopädische Behandlung nicht genehmigt. :roll:
Viele Grüße,
Mellie

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Beitragvon Mellie » 28.01.2019, 09:54

Hallo,

heute morgen waren wir schon beim Kieferorthopäden. Es wurden noch einmal Röntgenbilder angefertigt, Abdrücke gemacht und das Gesicht fotografiert. Im Laufe der Woche geht der Behandlungsplan an die Krankenkasse.

Gibt es wegen der Bewilligung einer kieferorthopädischen Behandlung längere Fristen für die Bearbeitung? Ich bin davon ausgegangen, dass sich die Krankenkasse für die Bearbeitung des Antrages auch nur 3 Wochen Zeit lassen darf. In der Praxis wurde mir gesagt, dass es 4 - 6 Wochen dauern kann bis der Antrag bearbeitet wird.
Viele Grüße,

Mellie

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Beitragvon Regina Regenbogen » 28.01.2019, 11:11

Mellie hat geschrieben:In der Praxis wurde mir gesagt, dass es 4 - 6 Wochen dauern kann bis der Antrag bearbeitet wird.


Das ist ja wohl abhängig von deiner Krankenkasse, auch wenn die Damen dort ihre Erfahrungswerte haben mögen. Uns wurde damals auch so etwas in der Art in der Praxis gesagt (Dauer ca. 3 Wochen), die haben nicht schlecht gestaunt als die Bewilligung nach nur einer Woche schon vorlag.
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Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
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Beitragvon Mellie » 02.02.2019, 17:03

Hallo,

ich kann mich auch noch erinnern, dass es damals mit der Bewilligung schnell ging. Aber dieses Mal ist mein Sohn volljährig, da könnte es schon länger mit der Bearbeitung dauern. :think: Deswegen war es für mich interessant zu wissen, ob da auch diese 3 Wochen Regelung greift.
Viele Grüße,

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Beitragvon MamavonNoelia » 02.02.2019, 18:32

echt lebenslang? habe mal gehört bis zum 25. lebensjahr

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Beitragvon Mellie » 19.02.2019, 16:12

Hallo,

der Behandlungsplan ging erst am 7.2. an die KK. Also muss ich mindestens noch bis Anfang März abwarten bis ich tätig werden kann.  8)
Viele Grüße,

Mellie

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Beitragvon Mellie » 22.02.2019, 15:53

Hallo,

der Kostenvoranschlag für die kieferorthopädische Behandlung wurde abgelehnt.

Folgendes steht in dem Bescheid:
Sie möchten, dass wir die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung übernehmen.

Dieses ist jedoch nur unter den folgenden Voraussetzungen möglich. Es liegt eine Kiefer- oder Zahnfehlstellung vor, die das Kauen, Beißen oder Sprechen oder Atmen erheblich beeinträchtigt oder zu beeinträchtigen droht. Seit dem 1.1.2002 sind die Voraussetzungen unter den eine vertragszahnärztliche Behandlung zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung durchgeführt werden darf s e h r eng gefasst (kieferorthopädische Indikationsgruppe KIG)

Bei Patienten, die zu Beginn der Behandlung bereits das 18. Lebensjahr vollendet haben, ist die Kostenübernahme ausgeschlossen. Die Behandlung wird kombiniert kieferchirurgisch/kieferorthopädisch durchgeführt. Das bedeutet dass Fehlstellungen des Kiefers operativ beseitigt werden müssen.

Wir können die Kosten leider nicht übernehmen, da die vom Gesetzgeber geforderten Voraussetzungen nicht vorliegen.

Wir können jetzt in den Widerspruch gehen. Ich habe am Dienstag einen Termin bei einem Rechtsanwalt, den ich von unserer Rechtschutzversicherung genannt bekommen habe.

Hat jemand noch eine Idee, was man noch beachten muss? Mein Sohn hatte ja vor dem 18. Lebensjahr eine kieferorthopädische Behandlung.

Nachtrag:
Insgesamt soll es über 3000 Euro kosten, wenn wir es selbst zahlen würden.
Viele Grüße,

Mellie

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Beitragvon Regina Regenbogen » 22.02.2019, 16:40

Mellie hat geschrieben:Bei Patienten, die zu Beginn der Behandlung bereits das 18. Lebensjahr vollendet haben, ist die Kostenübernahme ausgeschlossen.


Auch bei behinderten Patienten über 18?

Hat eigentlich nie irgendjemand in den letzten 2-3 Jahren nach Abschluß der KFO-Behandlung gesehen, dass die Zähne immer noch nicht (oder schon wieder nicht mehr) in Ordnung sind? Da wäre er ja noch minderjährig gewesen.

Die Behandlung wird kombiniert kieferchirurgisch/kieferorthopädisch durchgeführt. Das bedeutet dass Fehlstellungen des Kiefers operativ beseitigt werden müssen.

:shock: Das bedeutet OP? Eine dermaßen starke Fehlstellung kann sich ja nicht mit dem 18. Geburtstag manifestiert haben, da ist doch ganz offensichtlich bei der ersten KFO-Behandlung was schief gelaufen. Kann man da nicht den vorherigen KFO in Regress nehmen?
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Beitragvon Mellie » 22.02.2019, 17:11

Hallo Regina,

OP bedeutet, dass ein Kieferchirurge eine Operation am Kiefer durchführen muss, damit die Behandlung befürwortet werden kann. Also es muss wohl die Notwendigkeit für eine kieferorthopädische und kieferchirurgische Behandlung vorliegen.

Wir gehen regelmäßig 2x im Jahr zum Zahnarzt. In November 2017 hatte sich schon einmal etwas vom Draht gelöst, welches die Zahnärztin wieder befestigte. Von einem Verschieben der Zähne wurde mir da nichts gesagt. Erst als ich Ende 2018 noch einmal wegen dem Lösen des Drahtes beim Zahnarzt war, meinte die Zahnärztin, dass sie den Draht nicht mehr befestigen kann, da er sich teilweise komplett gelöst hat. Und sie hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Zähne wieder verschoben haben. Deswegen sind wir dann zum Kieferorthopäden gegangen, wie ich hier im Thread ausführlich beschrieben habe.

Ich habe auch das Gefühl, dass da was schief gelaufen ist. Ob man die vorherige KFO in Regress nehmen kann, weiß ich nicht. Kann es ja mal beim Anwalt erfragen.
Viele Grüße,

Mellie

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Beitragvon Regina Regenbogen » 22.02.2019, 17:20

Habt ihr vielleicht mal eine Zahnzusatzversicherung für euren Sohn abgeschlossen, die auch kieferorthopädische Behandlungen abdeckt?
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