Winter: Spiele für draußen bei eingeschränkter Mobilität

Ein besonderes Kind braucht auch besondere Anregungen - nicht zu viel und natürlich auch nicht zu wenig. Gute Spieltipps kann man immer gebrauchen!

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MamaMara2016
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Winter: Spiele für draußen bei eingeschränkter Mobilität

Beitragvon MamaMara2016 » 27.10.2018, 20:50

Hallo!
Die Krippe (1-3 jährige Kinder) meiner Tochter (2 Jahre alt) geht vormittags 30-40 Minuten raus. Es gibt keinen eigenen Spielplatz, aber eine größere Wiese vor der Tür.
Die gesunden Kinder toben und spielen dort oder sammeln Kastanien, Eicheln und Blätter.

M sitzt in der Zeit in ihrem Rehabuggy und ist in der Regel Zuschauer, bzw ihr werden die Fundstücke präsentiert (darf auch mal die Kastanie in die Hand nehmen) oder sie ist die Lok beim gemeinsamen "Tut, tut, tut die Eisenbahn".

Richtige Inklusion sieht natürlich anders aus.
Unsere neue I-Kraft hat jetzt angeregt sie hier mehr zu integrieren, was uns natürlich total freut.

Wir sind jetzt auf der Suche nach schönen Spielideen (vor allem für Herbst und Winter) für ein gemeinsames Spielen.

M kann sehr grobmotorisch greifen, aber sich aktiv nirgends selbständig hinbewegen.

Uns fällt jetzt ein:

- Rampe an Rehabuggy und Kastanien/Bälle runterrollen lassen u Blechdosen treffen
- Kreide
- Angelspiel
- verschiedene Eimer um Dinge einzufüllen und umzufüllen
- Staffellauf mit M als Zwischenstation (gibt Stock von Kind 1 zu 2)

Ich würde mich sehr freuen, wenn von euch noch ein paar tolle und möglichst einfache Ideen kämen.

Liebe Grüße

Judith
L (2015) gesund und munter

M (2016) Z.n. schwerer Asphyxie: Epilepsie, Zerebralparese und viele kleine Baustellen

O (2018) gesund und munter

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Anne-muc
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Beitragvon Anne-muc » 28.10.2018, 09:22

Hallo Judith,

ich freue mich, dass eure Begleitung nach Ideen sucht, das ist doch ein schöner Start.

Wir haben L. immer doppelt eingepackt und dann zunächst auf eine dicke gepolsterte Decke gelegt (später ist sie da natürlich nicht geblieben sondern überall rumgekrabbelt, macht sie immer noch so). Das geht eigentlich ganzjährig mit Wollunterwäsche, Fleeceanzug drüber und dann der dickste Schneeanzug den wir uns leisten können (am besten fand ich bisher Ebbe Kids) in ca. 2 Nummern größer.

Da wurde sie dann auch schonmal in eine Blätter- und Schneeballschlacht einbezogen, konnte im Sand graben/matschen (gezielt buddeln war auch lange schwierig). Ansonsten geht auf der dicken Decke dann alles, was man drin wegen zu großem Aufwand nicht so gern macht: Sand, Kastanien/Reis/Bohnen schütten/fühlen/alles ausleeren und wieder rein räumen- das war sowieso L.s Lieblingsspiel über Jahre... Die Decke war jedes Jahr natürlich hinüber, habe zuletzt so dicke Therapiematten besorgt, die isolieren noch besser von unten. Ab dem Wegbewegen würde ich die Zeit eben auf ne halbe Stunde begrenzen, weil die Krabbler ja doch mehr Bodenkontakt und damit Kälte haben. Boden dann eben ne halbe Stunde vorm Reingehen.

Es gibt so Dreiräder mit Sitzbank oder auch wie einem Lastenkorb hinten dran, im Kindergarten haben die Kids unsere L. damit schon rumgefahren (oder einen Bollerwagen).

Wie sieht es insgesamt bei Mara perspektivisch mit einem Rolli aus? Das kam für uns mit zwei wegen aufrecht Sitzen und Greifen noch nicht in Frage. Mit jetzt fünf ist es der Hit und ich hätte nicht gedacht, dass sie jemals so gut fährt wie bereits jetzt nach vier Monaten.

Liebe Grüße Anne
Anne mit Tochter (*09/2013, Vorzeitige Plazentalösung, dadurch Asphyxie, ICP, Epilepsie)

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Beitragvon MamaMara2016 » 28.10.2018, 11:58

Hallo Anne,

M liegt leider noch, kein krabbeln, Robben oder sitzen. Daher ist eine Decke auf dem Boden leider nix. An nem Rollstuhl sind wir dran, aber - wie immer - geht das nicht so schnell.

Judith
L (2015) gesund und munter



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SandraX
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Beitragvon SandraX » 28.10.2018, 13:09

Mir fiele noch sowas wie Fußball spielen im Upsee ein - zumindest für meine Maus eine Möglichkeit, obwohl sie selber auch nur liegt und rollt.
Kommt aber leider sehr aufs Kind an. Ansonsten lese ich auch gerne mit und bin gespannt auf neue Ideen einige tolle Angebote habt ihr ja bereits ersonnen.
Sandra mit Mann und zwei Kindern: Leo (3/11) und Lachkeks Tessa (9/16), peripartale Asphyxie, APGAR1/0/0, Epilepsie, Tetraspastik, Button, PG5, GDB 100, ganz viel Kämpfertrotz und Lebensmut

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Beitragvon Irmengardelisabeth » 28.10.2018, 14:17

Hallo,

Alternativ zum Reha Buggy hatten wir in der Regel/Spielgruppe, die unser Kleiner als Inklusionskind besuchte in der sehr kalten Zeit den Fahrradanhänger mit Doppelsitz dabei. Da durfte dann immer eines der anderen Kinder mit hineinsitzen und exklusiv die Zeit mit F. verbringen. Das war sehr begehrt.
Die eigentliche Nestschaukel ist ja im Winter auch zu kalt . Alternativ haben wir nun ein Hängesesselgestell, in welches wir kurz zuvor den Sitz / Hängematte hineinhängen mit Fell und Schlafsack usw. Da mögen natürlich auch immer andere Kinder mit hinein.
Liebe Grüße
Irmi


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