Essen, Essen, Essen

Hier könnt ihr Fragen rund ums Thema Ernährung stellen. Usern, deren Kinder über eine Sonde ernährt werden, möchten wir hier ebenfalls eine kleine Austauschplattform bieten.

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Luuri
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Beitragvon Luuri » 21.08.2018, 20:17

Achso vielleicht sollte ich noch sagen, dass er auch schon relativ groß ist. Vor einer Woche war er so ca 80 cm, vielleicht sogar etwas größer.

Trotzdem ist er beim Essen einfach nicht zu stoppen...
F. 26.08.2017 IVH 2-3. Grades links im Mutterleib, Hydrocephalus, shuntversorgt, entwicklungsverzögert, fokale Epilepsie, V.a. Hemiparese rechts

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Luuri
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Beitragvon Luuri » 21.08.2018, 20:54

Hallo Jörg,

Ja das wird denke ich das beste sein! Meine Ärztin aus dem SPZ ist leider im Urlaub.
Ihm wurde bereits Blut abgenommen und er wurde getestet und dieses besagte Hormon ( ich weis es leider nicht) hat er. Da liegt also nicht die Ursache. Die Ärztin war damals selbst geschockt und hat eben daraufhin testen lassen.

Selbstverständlich bekommt er nicht bei jedem meckern kder jammern von mir essen. Ich denke ja auch an mich und meine Gesundheit!

Eine andere Überlegung war auch, dass vielleicht seine Medikamente ( Oxcarbazepin und Keppra) einen Teil dazu beitragen?!?
F. 26.08.2017 IVH 2-3. Grades links im Mutterleib, Hydrocephalus, shuntversorgt, entwicklungsverzögert, fokale Epilepsie, V.a. Hemiparese rechts

jonasb
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Beitragvon jonasb » 22.08.2018, 12:04

Hallo,
@Luuri 80 cm und 143 KG. Ja das ist ja aussagekräftiger als nur eine KG anzahl, aber wir sind ja keine Ärzte und jedes Kind ist anders.
Kann das ggf. auch ein Essen aus Langeweile sein? Er weiß nichts mit sich anzufangen? Wie ist denn sonnst der Alltag, aktivitäten, spielen, rausgehen,... ... ...
Hier ist das Syndrom, dass ich gestern meinte: https://www.prader-willi.de/alles-uber-pws/
Und ja: Medis können gewisse Nebenwirkungen haben, schau mal in die Beipackzettel der Medis.

@Jakob05 fresserei? Das ist ein Mensch, kein Tier.

@Jörg Ich meinte ja auch nicht _bedenkenlos_ nur mit dem Hintergrund: vielleicht reicht ihm das einfach nicht, er wird nicht Satt, ... ... ...
Abklären sollte man das,da bin ich der gleichen Meinung.
VG, Jonas mit Söhnchen:Periventr'ikuläre Leukomalazie, ICP, Z.n. West-Syndrom mit BNS, Button, Resektion links Parietal, Entwicklungsstörung, Epilepsie...
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MarinaH
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Beitragvon MarinaH » 22.08.2018, 12:16

Hallo!
Übermäßiges Essen kennen wir von entwicklungsverzögerten und geistig behinderten Kindern durchaus, manche scheinen kein Sättigungsgefühl zu haben (oder sie essen, weil es sich gut anfühlt und aus Langeweile). Manchmal liegt es auch an Medikamenten. Bei Antiepileptika weiß ich es nicht, aber Risperidon z.B. macht häufig eine Gewichtszunahme. Da hilft nur Nahrung begrenzen und auf Kalorien achten.
Generell habe ich den Eindruck, dass Kleinkinder eher zuviel angeboten bekommen. Ich erinnere mich noch, als meine so klein waren hatten andere Mütter überall Essen dabei- auf dem Spielplatz, im Gottesdienst... Manche Kinder lernen Hunger und Satt sein so gar nicht und essen schon aus lauter Gewohnheit pausenlos.

LG Marina
Kinderärztin im SPZ

Luuri
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Beitragvon Luuri » 22.08.2018, 15:03

Hallo,

Heute bei dir U Untersuchung war die KiÄ soweit zufrieden mit Fritz und seiner Entwicklung. Er ist 82 cm groß und wiegt 13.2 Kg. Bei der letzen U hatte er 12,6 Kg somit hat er insgesamt (gemäß der Gewichtskurve) zugenommen und nähert sich der Linie. Fehlt nicht mehr viel:)
Wir behalten das im Auge. Was auch sein kann, dass ihn das befriedigt, wenn er was im Mund hat, da er wirklich noch viel in den Mund nimmt.

Jedenfalls war ich heute morgen nach der Physio mit bei bekannten zum Frühstück und das hat erstaunlicher Weise richtig gut geklappt. Er saß zwar nicht direkt mit am Tisch, sondern eher aufm Boden, da er nur in diesem “Campingstuhl” sitzen konnte. Hatte ihm neben der Stulle noch ein halbes Filinchen und Gurke gegeben. Er wollte dann von alleine raus aus dem Stuhl.

Ja er kann sich auch alleine beschäftigen, wenn ich ihn aufm Boden lege. Spielt dann also. Und wir machen eigentlich relativ viel. Bekommen auch viel Besuch oder fahren irgendwo hin. Momentan ist es so, dass er im Kinderwagen viel Theater macht, wieso weiß ich nicht. Er möchte dann immer getragen werden. Schnalle mir ihn dann aufm Rucken.

Er bekommt von mir nichts zwischendurch. Andere Mamis sagen schon, dass er eigentlich relativ wenig bekommt und die Abstände zu groß sind und er vielleicht dadurch beim essen so vernarrrt ist, weil ich ihn so hinhalte.

Jedenfalls heute Nacht hat er von 22 Uhr bis 00.15 Uhr gebrüllt! Er hatte anscheinenden um 22.15 dann schon wieder etwas Hunger keine Ahnung. Er ist dann glaube um 23.55-00.05 Uhr eingeschlafen und ist dann weinend wieder wach geworden. Also schreiend!!! Das ist schon echt heftig. Natürlich habe ich Ihn dann die verdünnte Milch um halb eins gegeben. Denn er konnte ja nicht mal schlafen. Und noch weitere 2 h wollte ich ihn nicht antun. Danach hat er bis 7 Uhr geschlafen.

Jedenfalls freue ich mich, dass wir uns der Perzentile nähern! Hihi

Und geistige Behinderung... mmmmh daran möchte ich momentan noch nicht denken:)

Viele Grüße
F. 26.08.2017 IVH 2-3. Grades links im Mutterleib, Hydrocephalus, shuntversorgt, entwicklungsverzögert, fokale Epilepsie, V.a. Hemiparese rechts

Sia
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Beitragvon Sia » 22.08.2018, 19:58

Also mein Sohn wog fast 14 Kilo, als er ein Jahr alt war. Er war aber auch gross! Er hatte immer Appetit … war ständig hungrig!

Er war in Gewicht und Grösse immer mindestens 2 Jahre voraus! Hat sich erst jetzt in der Pubertät geändert. Jetzt ist Grösse/Gewicht altersmässig und er wiegt eher zu wenig!

Es kann ganz schön anstrengend sein, ein hungriges Kind zu haben. Es lässt sich einfach sagen … auf die Ernährung achten, weniger essen geben etc. Wenn mein Sohn ESSEN wollte, dann musste möglichst schnell das Essen da sein. Wenn nicht, wurde geschrien und nicht mehr aufgehört. Selbst dann, wenn man dann das Essen bereit hatte, hörte er nicht mehr auf. Einmal angefangen aus Hunger zu schreien war das Kind bis zu 6 Stunden nicht mehr zu beruhigen! Man muss sich das vorstellen. Man hat ein Kind, welches 6 h am Stück brüllt! Und das ist nicht übertrieben. Danach hat er irgendwann aus Erschöpfung aufgehört zu schreien und ist dann - natürlich erst nachdem er gegessen hatte - eingeschlafen!
Man überlegt sich dann gut, gebe ich dem Kind nun noch etwas zu essen, wenn es danach verlangt und eigentlich schon zu viel hatte, oder höre ich mir ein 6-stündiges Geschrei an!

Als wir dann mit 4.5 Jahren die Diagnose bekamen, wussten wir wieso mein Sohn immer hungrig war. Er hatte krankheitsbedingt kein Sättigungsgefühl und Wahrnehmungsstörungen.

Soll jetzt nicht heissen, dass dein Kind krank ist, Luuri - ich will damit nur sagen, dass es Kinder gibt, die schnell an Gewicht und Grösse zulegen und deshalb auch viel mehr essen brauchen! Solange Gewicht und Grösse im Verhältnis stimmen, ist doch alles gut! Und das wird ja bestimmt kontrolliert!
Eine schöne Zeit wünscht
Sia

Sohn 2004 (MPS IIIa) / Sohn 2005 (Asperger) / Tochter 2010 (ADHS)
Papa 1966 und Mama 1973 (ADHS Diagnose mit 45)

Stell' dich täglich dem Wind, dann trotzt du dem Sturm. Geh' lachend durch den Regen, und du überwindest die Flut.


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