Behindertenpass in Österreich, wer kennt sich aus?

Zum Teil unterscheiden sich die rechtlichen und organisatorischen Strukturen zwischen Deutschland und den verschiedenen Nachbarländern erheblich. Hier in dieser Rubrik sammeln wir alle landesspezifischen Infos.

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Leena
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Behindertenpass in Österreich, wer kennt sich aus?

Beitragvon Leena » 24.01.2007, 22:37

Hallo

Ich habe vor nächstes Jahr nach Österreich zu gehen. Weiss jemand was für Vergünstigungen und Richtlinien es dort gibt.

WO muss ein SBA dort beantragt werden. Was gibt es zu beachten was steht einem dort zu und und und :-)


Wäre super wenn sich jemand melden würde!

LG

Leena
R. 11/2004 v.A. Asperger-Autimus Störung der Graphomotorik, Feinmotorik, Störung der allg. Motorischen Entwicklung

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Beitragvon Annette Schmidt » 24.01.2007, 23:41

Hallo Leena!

In Österreich gibt es das Bundesbehindertengesetz und der Schwerbehindertenausweis heißt Behindertenpass.
http://209.85.129.104/search?q=cache:am ... =clnk&cd=3
oder www.basb.bmsg.gv.at/cms/basb/attachment ... bg2006.doc
Dort Abschnitt VI.

http://www.google.de/search?hl=de&as_qd ... uche&meta=

Such Dir was davon aus! ;-)


Vielleicht kannst Du hiermit http://www.bmsg.gv.at/cms/site/attachme ... ericht.pdf auch noch was anfangen.

In welche Gegend von Östereich wollt Ihr?
Wir wären beinahe mal nach Seeboden an den Millstätter See gezogen, mein Mann hatte ein Stellenangebot in Spittal/Drau bei Tochterfirma seines damaligen Arbeitgebers in Holzminden nach dessen Konkurs. Er hat zu Beginn seiner Tätigkeit nach dem Studium auch 2 Monate dort gearbeitet), hat sich dann aber für die Stelle in Hannnover entschieden.

Aber im Urlaub fahren wir immer wieder gerne hin! http://www.fotocommunity.de/pc/pc/pcat/144385

Liebe Grüße

Annette
Annette *16.08.67, u.a. chronische Neuroborreliose, Polyneuropathie, CFS, Insulinresistenz, EM-Rentnerin mit Ulrich, *27.07.92, Asperger-Syndrom

Bitte keine PN-Anfragen, danke.

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Beitragvon anamor78 » 27.01.2007, 20:31

hallo Leena!

es gibt die verschiedensten Dinge, Ausweise, Beihilfen, ....

die seite www.help.gv.at ist ziemlich ausführlich und seit neuestem auch ganz übersichtlich und immer wieder in sich verlinkt - dort ist eigentlich alles mögliche zu finden - wenn man weiß wo ...

hier mal, das was mir so auf die schnelle einfällt:

Den BH-Parkausweis nach§ 29b: http://www.help.gv.at/Content.Node/126/Seite.1260200.html
Wir haben mit dem 29b das Auto auf Isabella angemeldet, und mit dem BehindertenPass kriegen wir jährlich für "sein" Auto die Autobahnvignette zugesandt.

den Behindertenpass:
http://www.help.gv.at/Content.Node/114/ ... 40000.html

Gegen Vorlage des Behindertenpasses oder einer Kopie davon kannst du im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung ein Freibetrag ("Außergewöhnliche Belastungen bei Behinderungen") in Anspruch nehmen!!!! dH du bzw. dein Mann bekommst beim Lohnsteuerausgleich wesentlich mehr Geld zurück!!!
außerdem bekommst du div. andere vergünstigungen, da bekommst eh ein merkblatt dazu!


Befreiung von der motorbezogenen VersicherungsSteuer:
http://www.help.gv.at/Content.Node/126/ ... rsicherung


erhöhte Familienbeihilfe:
http://www.help.gv.at/Content.Node/122/ ... 0.html#fam

Pflegegeld:
http://www.help.gv.at/Content.Node/36/Seite.360510.html


wo nach österreich möchtest du denn hingehen?
wir wohnen in OÖ und hierzu kannst du am besten hier nachschauen:

http://www.land-oberoesterreich.gv.at/c ... U_HTML.htm

aber so eine site gibts wohl von jedem Bundesland ...

wenn du noch was wissen möchtest, frag ruhig - auch gerne per pn oder mail!!!

glg
Romana

****vieles von dem wissen, mit dem ich hier auftrikse, hab ich von Heidi gelernt, die in diesem Forum leider nicht mehr aktiv ist ... ******
Romana mit Rett-Mädchen Isabella (*2003)
besuch doch Isabellas blog: www.isabella-online.blogspot.com
inzwischen Beraterin für UK-Hilfsmittel

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Beitragvon michie » 12.04.2018, 09:30

Hi ihr Lieben!

Ich krame mal diesen Thread hervor, weil der Titel am besten zu meinem Anliegen passt.

Nach laaaaangem Zögern habe ich mich nun dazu durchgerungen für den kleinen Prinzen einen Behindertenpass zu beantragen. Er ist jetzt 5,5 Jahre. Der Zusatz "Unzumutbarkeit der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel" wurde nicht anerkannt, wie mir nun vorab schriftlich mitgeteilt wurde. Laut telefonischer Auskunft bedeutet das nur, dass wir keinen Anspruch auf die Benützung von Behindertenparkplätzen haben, bzw. dieses blaue Schild halt nicht bekommen.

Stimmt das? Hat das keinerlei andere Auswirkungen? Ist das normal, dass man das mit 5,5 noch nicht bekommt? Ich meine, andere Kinder in diesem Alter können sehrwohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln mitfahren, mein Sohn benötigt für sowas fix eine 1:1 Begleitung.

Danke für eure Einschätzung!

LG
michie
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Beitragvon Bastelia » 12.04.2018, 13:22

Hallo Michie,

Habt ihr den Pass schon bekommen? Wie viel Grad der Behinderung habt ihr denn?
Mit welcher Begründung ist denn die Unzumutbarkeit nicht anerkannt worden? Als mit 5,5 kann prinzipiell niemand alleine mit einem Verkehrsmittel fahren (außer das Kind wird frühzeitig eingeschult und als schulreif erklärt)! Kann es sein, dass diese Grenze mit 6 Jahren (schulreif/selbstständig bzw. Übergang von Kleinkind zu Kind) eine Rolle spielt?
Was habt ihr denn sonst für Zusatzeintragungen? Die Begleitperson ist natürlich wichtig für die Fahrpreisermäßigungen!
Den blauen Parkausweis bekommt man ohne die Unzumutbarkeit wirklich nicht, aber habt ihr ein Mobilitätsproblem sprich hättet ihr diesen überhaupt beantragt?

Wir haben ihn ja auch erst kürzlich - bei uns ging alles ruckzuck (quasi ein Nachschleudern bei uns :oops: ), was aber sicherlich wohl an den vielen unterschiedlichen Befunden bzw. Diagnosen lag! Epilepsie und Mobilitätseinschränkungen auf Grund der Knochenerkrankung - dadurch begründet sich wohl bei uns dieser Zusatzeintrag!

Allerdings fällt mir gerade ein, dass du dann (ohne dieser Zusatzeintragung) das Auto nicht auf das Kind anmelden kannst bzw. es dann keinen Sinn macht, weil ihr dann nicht von der motorbezogenen Versicherungssteuer befreit seid!
Das wär dann schon ein großer Nachteil - wir haben den Behindertenpass eigentlich nur deswegen angefordert!! (und bin seit dieser Woche offiziell kein Autoeigentümer mehr.... :-))
Da würd ich definitiv nochmal nachfragen, warum das abgelehnt worden ist bzw. was eigentlich die genauen Kriterien für diese Zusatzeintragung sind!!!

Liebe Grüße
Bastelia mit Sohn (geb. Mai 2011) , kombinierte Entwicklungsstörung, myoklonische Epilepsie (erkannt Jänner 2015) und seit 2017: Störung des Knochenstoffwechsels - idiopathische Osteoporose
Tochter (geb. August 2015)

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Beitragvon sophied » 12.04.2018, 15:47

Hallo!

Geht es dir bei dem Behindertenpass allgemein um die Vorteile und alles oder geht es dir nur um die eine Zusatzeintragung?

Welchen GdB hat er denn? Welche anderen Merkzeichen?

Eines stimmt. Das Merkzeichen Unzumutbarkeit der öffentlichen Verkehrsmittel ist eines der wichtigsten für so ziemlich alles weiteren. (KFZ-Steuer, Parkausweis, Eurokey, Vignette,...)

Habt ihr denn rein Theoretisch einen Anspruch auf das Merkzeichen? Wenn ja dann unbedingt Wiederspruch einlegen! Denn das Merkzeichen ist eben extrem wichtig!

Liebe Grüße Sophie
Still Syndrom mit neurologischen Komplikationen:
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Beitragvon michie » 12.04.2018, 22:43

Hallo,

mir geht es allgemein um die Vorteile. Ich habe lange damit gehadert, aber die Therapien sprengen unser Budget und vor allem zeitlich schaffe ich es kaum noch was dazuzuverdienen. Daher möchte ich schauen, und finanziell ranzuschaffen, was eben geht.

Beim GdB hat er damals 90 bekommen, weil laut Angaben unseres Kinderarztes, der zufällig auch der Amtsarzt ist, bei Autismus nur noch 100 oder 90 vergeben werden und er ihn an der unteren Grenze sieht, weil er ja sprechen kann.

Ich weiß nicht, wie man einen Anspruch auf die Unzumutbarkeit ... belegt, aber natürlich war die KFZ-Steuer und Vignette der Hauptgrund, warum ich den Pass nun überhaupt beantragt hatte. Womit kann ich das denn begründen, dass er doch den Anspruch auf die Unzumutbarkeit der öffentlichen Verkehrsmittel hat? Oder wäre es klüger gewesen, bis zum 6. Lebensjahr zu warten?
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Beitragvon michie » 12.04.2018, 23:16

Nachtrag: ich hab es gerade gefunden:
BGBl. II - Ausgegeben am 21. September 2016 - Nr. 263
Kindern ab dem vollendeten 6. Lebensjahr und Jugendlichen mit deutlicher Entwic
klungsverzögerung und/oder ausgeprägten Verhaltensveränderungen

Da hätte ich wohl noch ein halbes Jahr warten müssen ...

Kann man das dann problemlos nachtragen lassen, oder gibt das dann ein Dilemma? Weiß das wer?

LG
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Beitragvon sophied » 13.04.2018, 07:18

Einfach in 6 Monaten Antrag auf Verschlechterung stellen! Eventuell aktueller Arttörbrief Dates, dertig
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