Steuererklärung: Pauschale für Reisebegleitung?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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DorisV
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Beitragvon DorisV » 24.03.2015, 22:56

Hallo Rita,

heißt das, ich könnte die gesamten Reisekosten, die ich für mich hatte, erst einmal einsetzen und dann sehen, was wir letzten Endes erstattet bekommen?

Viele Grüße
Doris
Doris (06/65) mit Carina (05/93) geistige Behinderung, Entwicklungsverzögerung, autistische Züge, Wahrnehmungsstörungen, Epilepsie

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Rita2
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Beitragvon Rita2 » 24.03.2015, 23:10

Hallo Doris,

klar, warum nicht. Du mußt doch dieses Urteil nicht kennen.
Du weißt einfach nur, daß die Kosten der Begleitperson absetzbar sind. Also gibt's du alle an. Wenn das Finanzamt dann kürzt, kannst du es nicht ändern.

Viel Erfolg
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

DorisV
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Beitragvon DorisV » 25.03.2015, 07:29

Hallo Rita!
Vielen Dank! Dann setze ich mal die Gesamtkosten ein, und dann schau ich mal, was das Finanzamt anerkannt hat.

Viele Grüße
Doris
Doris (06/65) mit Carina (05/93) geistige Behinderung, Entwicklungsverzögerung, autistische Züge, Wahrnehmungsstörungen, Epilepsie

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JosiMama
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Beitragvon JosiMama » 17.11.2016, 10:32

Hallo,
ich möchte das Thema nochmal hoch holen.
Uns wurde erstmalig die Pauschale für die Urlaubsbegleitung nicht anerkannt, da die Nachweise fehlen. Die Jahre davor war dies kein Problem.
Was wollen die jetzt eigentlich von mir? Ich kann nicht klar nachweisen, dass uns meine Eltern begleitet haben. Persönliche Fotos möchte nicht einreichen. Teilweise reisen diese auch später an und früher wieder ab - so wie es die Möglichkeiten hergeben. Ob es reicht lediglich die Rechnungen der Ferienwohnungen aus diesem Jahr einzureichen? Essen usw lässt sich ja schwer nachweisen.. Kann ich auch einfach ein Elternteil als Begleitperson angeben? Das würde vielleicht weitere Nachfragen ersparen.

LG Jessica
Jessica (10/1982) mit
Josephine *06.08.2003 - mit 2 Jahren 4 Grand-Mals
Joelina *28.02.2006 - mit 3 Jahren den ersten Grand Mal, Ideopathische generalisierte Epi, derzeit nicht klassifizierbar

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Beitragvon Rita2 » 17.11.2016, 11:16

Hallo,

du kannst auch einen Elternteil als Begleitperson angeben.
Ich reiche immer die Rechnungen der Ferienwohnung ein. Damit ist ein Großteil der Kosten mit Beleg nachgewiesen. Und vor allem ist es für das Finanzamt ersichtlich, daß man wirklich in Urlaub war.

Ich kann verstehen, daß das Finanzamt die Kosten ganz ohne Rechnungen nicht anerkennt.

LG
Rita
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Beitragvon Sigrid Zas » 17.11.2016, 11:36

Hi,

ich muss da mal nachfragen. Wenn ich ein Kind von 10 Jahr habe und mit dem in Urlaub fahre und es ein B im SBA hat, dann kann ich meine anteiligen Urlaubskosten als außergewöhnliche Belastung angeben?

Das wäre ja unglaublich.

vg Sigrid
Sigrid mit Tochter L *2005 geistig behindert, nach umfangreicher Diagnostik immer noch ohne Diagnose

TanjaJ1972
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Beitragvon TanjaJ1972 » 17.11.2016, 12:38

Hallo Sigrid,
ich kann das auch kaum glauben...
Klar, wenn ich eine andere Person nur als Begleitung für das behinderte Kind mitnehme, daß dann die Kosten absetzbar sind, ist ja völlig verständlich.
Aber wenn ich nun beispielsweise mit meinen beiden Kids einen Familienurlaub mach, kann ich doch nicht meine anteiligen Kosten geltend machen? Ich würde doch auch mit den beiden in den Urlaub fahren, wenn sie beide gesund wären...

Find ich moralisch - ehrlich gesagt - nicht ok, wenn das tatsächlich so sein sollte... Bei nem Erwachsenen der mit Elternteil in den Urlaub fährt, ist es noch was anderes, aber bei nem behinderten Kind, welches noch in einem Alter ist, wo sowieso die Eltern, auch wenns gesund wäre, noch mitfahren würden, find ichs unglaublich, daß sowas steuerlich möglich ist....

VG
Tanja
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EvaHH
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Beitragvon EvaHH » 17.11.2016, 15:07

Hallo,

Moralisch hin oder her. Muss jeder selber wissen. Ich kann aus Erfahrung sprechen, dass wir jetzt ganz anders reisen müssen! Und wieso sollte ich dies nicht absetzen können. Die Reisen sind jetzt durch die Ansprpche des Kindes nun mal viel höher. Würde ich ein gesundes Kind haben, würde ich bestimmt anders reisen.
Mein Kind hat leider noch kein B. Widerspruch läuft.
LG
Eva
Eva mit Sohn 2012 (MRD7 bei Mutation im DYRK1A-Gen, ASD II, Veränderung der weißen Substanz mit Hypomyelinisierung, ASS, expressive Sprachstörung, Krampfanfälle...)

kati543
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Beitragvon kati543 » 17.11.2016, 17:50

Hallo,
klar würde ich ohne die Jungs nie wegfahren, nur ist das wirklich ein Erholungsurlaub für mich? Aber das ist keineswegs entspannend, das ist keineswegs Urlaub, schon mal gar keine Erholung...das ist nur der Alltag an einem anderen Ort. Vielleicht muss man nicht selbst kochen und das Bett nicht selbst machen, aber das war es dann schon.
Das Kind hat das B doch nicht grundlos bekommen. Gerade das B wird so "geizig" vergeben.
Jedesmal, wenn das Kind irgendwie betreut oder gepflegt werden muss, rückt die eigene Erholung in den Hintergrund und verschwindet.
Ein gesundes 9-jähriges Kind ist in sehr, sehr vielen Bereichen völlig selbstständig. Meinen Jüngsten muss ich permanent hinterherrennen, weil er sich ständig in Gefahr bringt. Im letzten Urlaub war ich nicht schnell genug - da ist er 1m vor mir schwer gestürzt und hatte einen Schädelbasisbruch. Gott war ich froh, dass er das überhaupt überlebt hat. Also... ich sehe solche Urlaube keinesfalls als erholend für mich an. Ich finde es auch nicht erholend, dass ich einen 9-jährigen mehrfach am Tag wickeln, unter massivster Abwehrhaltung füttern und duschen/baden muss. Ich habe während eines Urlaubs genauso sicherzustellen, dass die Umwelt perfekt "funktioniert" für meinen kleinen Autisten, wie ich das auch im Alltag tue. Das ist gerade in der neuen Umgebung nicht leicht. Ich habe also gar kein Problem damit, meine Flugkosten für einen Familienbesuch meiner Kinder bei ihren Großeltern (väterlicherseits) über das B abzusetzen. Es wurde auch immer anerkannt.
Ein wirklicher Erholungsurlaub ist es für mich, wenn ich zu meinen Eltern fahre. Meine Mutter nimmt mir zumindest auch mal die Jungs für ein paar Stunden ab. Da kann ich wirklich mal abschalten und mich ausruhen. Das habe ich aber auch noch nie abgesetzt...auch nicht in den Jahren, wo ich keine anderen Kosten für das B hatte.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

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marion mo
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Beitragvon marion mo » 17.11.2016, 22:42

Hallo zusammen!
Ich finde ,Katrin hat recht... der Urlaub wird doch meist aufs Kind abgestimmt...
Kann mir jemand sagen ,wo das in der Steuererklärung eingetragen werden muss???
Dann würde ich das mit dem Mietvertrag vom Ferienhaus auch versuchen.
LG Marion
Wenn ihr mich sucht,sucht mich in euren Herzen.Habe ich dort eine Bleibe gefunden,werde ich immer bei euch sein.
(Rainer Maria Rilke)


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