Vermietung der Oberwohnung an behinderten Sohn

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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konik
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Beitragvon konik » 19.08.2015, 08:36

Liebe Barbara,
:D
Ich freue mich sehr das es scheinbar läuft!
Ganz zaghaft sag ich mal:" hurraaaaaaa "
Ich finde du machst das Bombe!
Den Termin schaffst du doch auch noch. Nach all den Jahren HPG ec bist du doch geübt im Umgang mit Sacharbeitern!
Es läuft , das ist die Hauptsache .
Ich denk an euch am Montag und schick euch gute Energien.
Du machst das! :D

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anitaworks
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Beitragvon anitaworks » 20.08.2015, 12:05

Hallo Barbara,

Du bist so Tough und Couragiert!

Du schaffst Das! :D :D

Die Daumen sind gedrückt!

LG Anita
*1996 Sohn F84.5G (2010) HB
*1998 Tochter F84.5G (2013), Knick-Senk-Füße
*2002 Tochter F84.1G(2014), F90G (2011), HB, Hornhautverkrümmung
*2007 Sohn F84.5G, F90G, F83, HB (2012)
Hinzufallen ist keine Schande, liegen bleiben aber schon!!
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B.Elisabeth
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Beitragvon B.Elisabeth » 24.08.2015, 15:26

Hallo ihr Lieben,
heute fand das Hilfeplangespräch für unseren Sohn statt. Geschlagene 3 Stunden haben wir (insgesamt 10 Personen) die Ziele für Steffen erörtert und den Bedarf ermittelt. Damit ich auch weiterhin die Pflegeleistungen erhalte, möchte ich die Pflege weiterhin tätigen. Die Nachtstunden möchte ich ebenfalls übernehmen. Eine Nacht in der Woche wird diese allerdings eine Assistenz übernehmen.Wie wir im Endeffekt die Stunden vergeben wird durch mich organisiert werden( ich schreibe die Dienstpläne :wink: , also kann ich wie ich will :lol: ).
Ich habe eine Stundenzahl für ( erstmal) 56,4 angegeben .
Nun warten wir mal ab, aber ich bin guter Hoffnung, dass alles so genehmigt wird. Die Therapeutin der Autismusambulanz nahm mich nach dem Gespräch in den Arm und sagte nur, du warst so gut!!!!!!
Bei mir liefen schon im Treppenhaus die Tränen, weil die ganze Anspannung von mir abfiehl.
Ich habe die Nacht so gut wie gar nicht geschlafen, weil mir tausend Gedanken durch den Kopf gingen.
Mit dieser Regelung verliere ich nicht den Rentenanspruch der Pflegeversicherung und die Leistungen der Verhinderungspflege , Kurzzeitpflege und Betreuungsleistungen kommen als Entlastungszeiten zu den 56,4 Stunden ja auch noch dazu.
Jetzt heißt es abwarten auf den Bescheid, aber die Sachbearbeiterinnen stehen hinter mir und die etwas kritische und spröde Amtsärztin habe ich , so hoffe ich, ebenfalls überzeugen können.

Ich bin sehr gerade sehr erleichtert und glücklich und hoffe auf eine schnelle Entscheidung des Amtes.

LG von Barbara

Sinale
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Beitragvon Sinale » 24.08.2015, 16:21

Hallo Barbara,

meine Nervosität wäre auch sehr groß gewesen, wäre ich in deiner Situation gewesen.

So wie du dies beschreibst, konntest du deine Ziele im Gespräch gut darlegen und ich hoffe mit dir auf eine positive Entscheidung des Amtes!
Viele Grüße
Sinale

Diagnose: Tetraspastik
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anitaworks
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Beitragvon anitaworks » 11.09.2015, 10:23

Hallo Barbara,

ich drücke ganz feste die Daumen, dass ein positiver Bescheid folgt!

Dass Du auf all diese Anspannung der letzten Wochen mit Tränen reagiert hast, kann ich sehr gut nachvollziehen. Fühl Dich mal lieb gedrückt. :wink:

LG Anita
*1996 Sohn F84.5G (2010) HB
*1998 Tochter F84.5G (2013), Knick-Senk-Füße
*2002 Tochter F84.1G(2014), F90G (2011), HB, Hornhautverkrümmung
*2007 Sohn F84.5G, F90G, F83, HB (2012)
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B.Elisabeth
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Beitragvon B.Elisabeth » 22.09.2015, 19:24

Hallo, wir sind leider noch nicht weiter bzw. haben noch keine Entscheidung vom Landkreis erhalten. Steffen wohnt aber trotzdem schon oben und das entspannt das Zusammenleben schon sehr. Steffen liebt seine Wohnung, er hat sie wirklich für sich eingenommen.
Schaut mal hier, das hat mir meine Schwester geschickt und ist vielleicht auchfür einige von euch interessant:


27 Jahre alter Mann mit Duchenne-Muskeldystrophie muss nicht ins Heim.

Benötigt ein Schwerstbehinderter eine Dauerassistenz, um in der eigenen Wohnung zu leben, muss der Sozialhilfeträger dies bezahlen. Dies hat in einem Eilverfahren das Sächsische Landessozialgericht (Az.: L 8 SO 132/13 B ER) entschieden, wie die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt. Das Sozialrecht sehe den Vorrang ambulanter Leistungen vor stationären Leistungen im Heim vor.

Der Fall: Der 27 Jahre alte Mann lebt seit seiner Geburt mit einer Duchenne-Muskeldystrophie, einer schweren Muskelschwunderkrankung. Diese geht in der Regel mit einer Lebenserwartung von unter 30 Jahren einher. Körperbewegungen sind dem Mann mittlerweile nur noch mit dem Kopf und durch leichtes Anheben des gestreckten Fingers möglich.

Es gilt die Menschenwürde
Er arbeitet als Bürokaufmann in einer Werkstatt für behinderte Menschen und wohnte bisher in einem Pflegeheim. Da er in einer eigenen Wohnung leben wollte, verlangte er von dem zuständigen Sozialhilfeträger Unterstützung. Als er ein Jahr später noch keine Zusage hatte, beantragte er den Erlass einer einstweiligen Anordnung.

Das Urteil: Der Sozialhilfeträger müsse dem Mann vorläufig eine Dauerassistenz zahlen, befanden die Richter. Ein Kostenvergleich mit der – hier deutlich preisgünstigeren – Unterbringung im Heim sei nach dem Gesetz nur zulässig, wenn eine Unterbringung dort auch unter Berücksichtigung persönlicher oder familiärer Gründe zumutbar sei.

Hier gäben persönliche Gründe den Ausschlag, da dem Betroffenen eine eigenständige Lebensführung ohne den geordneten Tagesablauf einer stationären Einrichtung ermöglicht werden müsse. Die Menschenwürde sei ausschlaggebend – auch bei beachtlichen Mehrkosten.

konik
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Beitragvon konik » 23.09.2015, 20:18

Hallo Barbara,

Wie toll , das er die Wohnung so in Beschlag genommen hat!
Das du noch keinen Bescheid hast wundert uns ja nicht , wenn gleich ich so sehr für dich hoffe das er schnell kommt.
Euer HPG war ja gut und letztlich waren ja Alle auf einer Wellenlänge.
Ich muss mal auf eure Seite hüpfen ob es schon ei Bild gibt von Steffens Reich!

Es ist einfach ein tolles Gefühl zu höre das es klappt.
Dir wünsche ich das du die Zeit alleine genießen kannst.
Ich hoffe ihr habt bald alles in trockenen Tüchern!

Liebe Grüsse
Koni

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Beitragvon B.Elisabeth » 11.11.2015, 13:05

Hallo zusammen,
stolz und glücklich darf ich euch verkünden, dass die Wohnassistenz für meinen Sohn nun mit 160 Stunden im Monat genehmigt wurde. :wink: :!:
Die Pflege bleibt offiziell in meiner Hand, somit behalte ich den Rentenanspruch, das Pflegegeld und die damit verbundenen Leistungen wie Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege und Betreuungsleistungen ( welches im Durchschnitt nochmal 25 Stunden im Monat zusätzlich bedeuten). :D
Den Mietvertrag kann ich nun unterschreiben lassen und dann zum Amt gehen zur Kostenübernahme der Miete. :D
Leute, es hat sich jetzt doch ziemlich lange hingezogen, weil ständig irgendwer der Entscheidungsträger im Urlaub war. :evil:
Heute Morgen war ich nochmal beim Amt , es ist nun endlich entschieden.
Gleich den Termin bei der HPH, die ich als Institution ins Boot geholt habe, weil ich nicht als Arbeitgeber auftreten möchte um die Umsetzung durchzusprechen.
Somit habe ich nichts mit dem Bürokram zu tun, Steffens Betreuer wird über HpH eingestellt und somit sind alle zufrieden. :lol:
Ich bin einfach nur glücklich, dass ich den Mut zwischenzeitlich nicht verloren habe. :wink:
In den nun doch schon fast 4 Monaten habe ich unendliche Zeit in Recherche investiert, zig Telefonate geführt und Anträge gestellt, :shock: aber ihr seht, es hat sich gelohnt. :D
Auf in einen neuen Lebensabschnitt. :lol:
Seid lieb gegrüßt von Barbara

Sinale
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Beitragvon Sinale » 11.11.2015, 13:08

Hallo Barbara,

ich freue mich sehr mit Euch! :D
Viele Grüße
Sinale

Diagnose: Tetraspastik
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ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 11.11.2015, 13:36

Hallo Barbara!

ich habe die ganze Zeit diesen thread hier verfolgt:

:icon_sunny: :icon_flower: :icon_bounce: :icon_cheers: :icon_thumright: :icon_compress: :icon_thumleft: :icon_bounce: :icon_cheers: :icon_flower: :icon_sunny:

Meine herzlichen Glückwünsche
- das freut mich sehr für euch, dass dies jetzt alles klappt!!!

Genau das gleiche haben wir mit unserem Sohn inder Einliegerwohnung vor.
Wir haben noch ein wenig Zeit, weil er ja erst 14 ist - aber im Moment bauen wir schon mal das Badezimmer ein!

Also in ca 5 Jahren , hole ich den thread wieder hervor - und wenn ich fragen habe, darf ich mich dann bei dir melden? :wink:

Ernsthaft: genießt den Erfolg und alles Gute für Euch!


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