Freizeitparks in Belgien weisen Down-Syndrom-Kinder ab

Mit einem besonderen Kind in den Urlaub zu fahren ist gar nicht so einfach - schließlich müssen tausend Dinge berücksichtigt werden. Welcher Urlaubsort ist besonders behindertenfreundlich?

Wo habt ihr gute Erfahrungen gemacht?

Eure Infos sind für so manche Familie mit einem besonderen Kind sicherlich Gold wert!

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TimsMama2009
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Beitragvon TimsMama2009 » 08.06.2012, 21:07

Hallo Evi,
die Frage ist, ob die Lehrer bei Vorabanmeldung auch wirklich auf die Besonderheit der Klasse hingewiesen hat!? Das wissen wir nicht sicher...

Natürlich ist das für uns betroffene Eltern mehr als blöd, aber ich bleibe dabei, dass ich mich als Veranstalter auch absichern würde.

Im Prinzip sind die doch eh immer mit einem Bein im Knast...

LG
Nicole
Grüße von Nicole (*72) und Tim (*09), Lissenzephalie, Balkenagenesie, Erweiterung der Seitenventrikel, seit Febr. 2010 West-Syndrom (nicht anfallsfrei mit auffälligem EEG) und seit Nov. 2013 PEG - kann nicht sprechen, nicht laufen, nicht sitzen, nicht krabbeln - ABER unser Li-La-Launebär
unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... 66#1229866
- Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiss wie Wolken schmecken -

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Lumoressie
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Beitragvon Lumoressie » 08.06.2012, 21:20

Also, in Baden-Württemberg gibt es den Schwabenpark. Da steht an einigen Fahrgeschäften auch groß dran: Nicht für Menschen mit geistiger Einschränkung!

Außerdem kommt man da als Behinderter umsonst rein, wenn man
1. blind ist
oder
2. im Rollstuhl sitzt

Ein Kind im Reha-Buggy mit Sauerstoff und PEG und Behindertenausweis mit Gb und H und allem möglichen und 100% muss aber bezahlen, weil es nicht in einem Rollstuhl sitzt...

nataschawolle
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Beitragvon nataschawolle » 08.06.2012, 21:24

hi

wir gehn oft in freizeitparks
und ich denke dann auchmal wie es ist, wenn ein kind weniger körperspannung aufbringenkann oder ein mensch seine beine nicht so unter kontrolle hat
ein mensch geistig weniger in der lage ist, diese unnatürliche eindrücke, die man oft bei der fahrt hat, zu verarbeiten, wenn ich sehe wie ich als aus den fahrgeschäften komme, dass ich mal wo anstoße oder auch sich alles dreht
und meine kids oft auch total verwirrt sind, wie kommen menschen zu recht,die das weniger gut verstehn, die weniger halt haben
die sicherheitserprobungen werden ja nur für gesunde menschen gemacht,

ich finde shcon, dass der betreiber da sich absichert ist ja sein gutes recht und auch in seinem sinne
wo soll er denn die grenze ziehn?
sich immer die einverständnisserklärung holen und dann pasiert was, dann sagen die eltern doch noch was und und und

ich verstehe das auch mal von einem anderen blickwinkel


lg natascha
natascha mit julia 93, gina 97 mageneingangfehlbildung mit reflux (hiatushernie) morotrische defizite, maria und anna 02, zehenfehlstellung, empfindliche lungen, maria extrem mit narbenbildung nach lungenentzündung, die 4 sind das wundervollste chaos dieser welt

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hallo

Beitragvon Julia25 » 08.06.2012, 21:34

Hallo Ihr lieben,
Auch wir haben einen plopsapark in der Nähe und wir haben ihn getestet.
Ich muss vorab sagen das der Park unter einem anderen Besitzer schon früher gab. Und dort war es super. Siie haben auch immer sich bemüht. Ich würde nicht mehr hingehen da sie dort absolut unfreundlich gegenüber Menschen mit Beeintächtigungen sind dases bei unsganz große Artikel in den Zeitungen war. Ich kann darüber Geschichten erzählen die wir erlebt haben da könnte man lachen wenn es nicht so ernst wäre. Da wir schon einige Parks besucht habenwar das der schlechteste.
Julia
Julia 6/80 und Steve 12/03 Frühchen 28SSW ver.Baustellen,Essgestört,,Ausdauer,Verd.ADHS,Kleinwuchs Verd.auf autismus, Button Fruktoseintaleranz, Ben 01/10 Frühchen 27+3, BPD Wassereinlagerungen, Retinopathie Stad.2
V.a. VSD,Ablagerungen auf der Niere,Hörtest auffällig

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Beitragvon Lumoressie » 08.06.2012, 21:55

Ich finde nicht, dass der Betreiber eines Freizeitparks darüber zu entscheiden hat, wer schlau genug für seine Fahrgeschäfte ist und wer nicht.
Das müssen schon Eltern oder Betreuer entscheiden.
Größen- oder Altersbeschränkung ist was anderes.
Ich würde meinen Sohn nicht in ein Kettenkarussel setzen-weil er nicht sicher sitzen bleiben würde. Das Kind mit Trisomie 21 meiner Freundin würde aber sitzen bleiben. Geistig behindert sind beide.

Andrea.Re
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Beitragvon Andrea.Re » 03.07.2012, 07:58

Hallo zusammen, wie ich weiß machen fast alle Freizeitsparks Einschränkungen , wer welche Fahrgeschäfte nutzen darf.. fast überall ist die Vorraussetzung, das man allein ohne Hilfe wieder aussteigen kann. Was in Notsituationen bestimmt sehr wichtig ist.
Allerdings finde ich es bei vielen Fahrgschäften, gerade solche für Kleinkinder unlogisch, das "normale Kinder fahren dürfen und ein eingeschränktes Kind nicht..den auch hier muss den normalen Kindern meist geholfen werden beim Aus- und Einstieg.
Wir waren z.b. im Movie Park , und muss sagen es war echt für die Katz :( .
DA fahren wir lieber öfters nach IRRLAND ( http://www.irrland.de/ ) , einem kleineren Freizeitpark, der viel mehr auch für besondere Kinder bietet...zudem auch wesentlich günstiger :wink:
Dort gibt es zwar keine riesigen Achterbahnen oder Megashows, aber wer braucht das schon, wenn man sich anders besser vergnügen kann.

LG Andrea

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Beitragvon Reginas Family » 03.07.2012, 09:52

Hallochen,

mein Sohn ist wesentlich sportlicher als viele "gesunde" Menschen. Man sieht seine geistige Behinderung nicht an. Wenn ich mir aber überlege, dass z. B. Menschen, die alkoholkrank sind, dann doch wieder daran teilnehmen dürfen, dann lache ich darüber. Wer will mir denn sagen, wer geistig gesund und wer geistig krank ist?

Viele Grüße

Regina
Tochter 1995, Sohn 1998 Asperger, Sohn 2001 frühkindlicher Autist

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Beitragvon AnjaH » 03.07.2012, 10:56

Hallo

Es geht in den meisten Fällen nicht draum ob die Leute selbst aus und einsteigen können und/oder körperlich fit sind .

Es geht darum das sie in einer Notsituation absolut den Anweisungen des Personals Folge leisten können müssen und das auch umsetzen müssen ohne wenn und aber.

Bei einem Kinderfahrgeschäft sehe ich auch nicht wieso man da dann unterschiede macht die können sich in der Tat selbst im Notfall alle nicht selbst helfen.

Aber bei großen Achterbahnen ect muß man eben auch in der Lage sein von der Feuerwehr aus brenzliger Situation abgeseilt zu werden, schmale dunkle Notausgänge allein zu meistern ect.

Und genau darum geht es ...

Wir hatten bisher noch nirgens Probleme ..im Europapark durfte Felix uneingeschränkt alles fahren..in Trips drill..und im Legoland hat er sogar einen Pass bekommen das er als Autist nirgens warten mußte... :wink:
LG
Anja+ Felix
24.3.04 frühkindlicher Autismus mit v.a Intelligenzminderung ,bronchial Astma, Infekt Krämpfe,hypoton aber ein Sonnenschein
und Julia 30.7.09 hypoton, Lernschwäche ( IQ 89),v.a ADHS u. Dykalkulie
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Beitragvon AnnaG » 03.07.2012, 11:13

Mir fällt da ein das mein Mann als er den letzten Ausflug seiner Gruppe (WfbM) planen wollte am Telefon von einer Freizeiteinrichtung ausgelacht worden ist und gesagt bekommen hat das man mit solchen Menschen dort nichts anfangen kann...

...daraufhin hat er ein Foto von seiner Gruppe mit Unterschriften (auch der Betreuer etc) dort hin geschickt, dabei die Rechnung von einem freundlicheren und sozialer eingestelltem Park in Kopie beigelegt und ein paar Zeilen in dem Sinne: Schade das sie auf soviel Geld freiwillig verzichtet haben, aber wir hatten unseren Spaß und werden ihn weiterhin haben, weil wir uns von Menschen wie ihnen nicht abstempeln lassen werden!
Liebe Grüße von Rina - Nachtwache im Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung

Mama von der wundervollen Anna (ehemaliges Sprachheilschulkind aufgrund einer AVWS) und dem kecken Mika :-D

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Mama Ursula
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Beitragvon Mama Ursula » 03.07.2012, 11:29

Hey!

Dieses "Sicherheitsdenken" der Parks geht in der Tat zum Teil zu weit!
Wir waren zu letzt im "Holiday Park" - jenem Park in der Pfalz, der nun auch Plopsa ist.
Jessy durfte zwar mit Bootle fahren, aber nicht mit mir auf den Flipp, was für sie optimal gewesen wäre und sie absolut geliebt hätte.
Da gab es keine "logische" Begründung, sondern nur eine "Vorschrift" :roll:
Mich hat es echt gewurmt, weil Jessy bei Langeweile, und die kommt auf, wenn man einen ganzen Tag im Rehawagen liegen "muss", auch den anderen die Laune vermiest und so die ganze Familie "behindert" wird :evil:

Auch ich bin der Meinung, dass Betreuer und Eltern mehr "Verantwortung" übertragen bekommen sollten!
Allerdings ging uns das dort auch mit unseren gesunden Kids so - so durfte Tim, da er 2cm zu groß war, nicht mit in die "Fahrschule", obwohl NIX los war - auch einfach weil die Vorschrift so war :evil:

Ganz anders ist dies im Ravensburger Spieleland :wink: :icon_thumleft:

Grüßle
Ursula
Kinderkrankenschwester mit Fachweiterbildung Palliativ Care und Außerklinische Beatmung.
Pflegemutter von Jessy (16 J., schwerster Hirnschädigung wegen Sauerstoffmangel), kl.Bub (1 Jahr mit schwerster Hirnschädigung, Reflux, Spastisch-steife Knie), 2 gr. Jungs - ausgezogen.


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