Vorteile PKV gegen GKV

Für beihilfeberechtigte privat krankenversicherte Beamte gelten besondere Regeln. Fragen rund um diese Themen können hier besprochen werden.

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Ana_
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Vorteile PKV gegen GKV

Beitrag von Ana_ »

Hallo zusammen,

ich habe mich versucht einzulesen, aber es ist echt viel. Vielleicht nochmal auf diesem Weg meine Frage.
Mein Mann wechselt in die PKV, bisher sind wir bei der Techniker und sehr zufrieden mit allem.
Nun wird das nicht mehr gehen. Ich habe aber schon mit mehreren Eltern gesprochen, dass die Privaten da öfters Probleme machen bei Rezepten/Rehaaufenthalten/Hilfsmitteln. Stimmt das? Wir haben für nächstes Jahr schon Auf die Beine sicher, das müsste die neue Versicherung auch übernehmen. Oder kommt es da auf die Beihilfe an?
Generell auch die Frage wie hoch der bürokratische Aufwand ist? Man ist mit einem kranken Kind doch öfters bei Ärzten etc.

Danke euch für die Antworten.
LG Ana

Susann1978
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Re: Vorteile PKV gegen GKV

Beitrag von Susann1978 »

Ich war privat versichert und bin nun gesetzlich versichert. Bei der privaten Versicherung wurde Logopädie zum Beispiel gar nicht übernommen. Das kommt aber sicher auf den Tarif an, den man hat. Jetzt bei der AOK wird fast alles problemlos genehmigt.

Anne_mit_2
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Re: Vorteile PKV gegen GKV

Beitrag von Anne_mit_2 »

Hallo Ana_,

ich bin freiwillig gesetzlich beim meiner alten gesetzlichen (seit ich verbeamtet bin), weil es mit den Risikoaufschlägen für die Große vom Beitrag her bzw. mit den Leistungsausschlüssen bei bezahlbarem Beitrag einfach nicht akzeptabel gewesen wäre.

Wenn man z.B. frisch verbeamtet wird, kann man übrigens einfach bleiben und in freiwillig gesetzlich überwechseln. Das ist ein Rechenexempel, bei dem man nicht nur die aktuelle Situation, sondern auch die Zukunft bedenken sollte und die Nerven, die es einen kosten könnte. Gerade als Frau mit besonderem Kind ist man gesetzlich oft viel besser dran, auch wenn es auf den ersten Blick teuerer ist. Wichtig sind die Ausschlussklauseln im Vertrag der PKV und nicht nur der Preis.

Viele Grüße,
Anne

Elisab
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Re: Vorteile PKV gegen GKV

Beitrag von Elisab »

Also wenn ihr es vermeiden könnt, dann bleibt gesetzlich versichert. Wir überlegen tatsächlich zu wechseln mit der Tochter. Aber das fühlt sich an wie aufgeben/verlieren. Es ist extrem aufwändig. Alles muss vorher beantragt werden, man braucht auch immer einen Kostenvoranschlag. Fast immer muss man einen Widerspruch schreiben. Auf das Pflegebett haben wir 8 Monate nach Verordnung gewartet, 7 Monate auf den Therapiestuhl (die Beihilfeverordnung in BW ist veraltet) und 5 Monate auf den Rehabuggy. Ich hab inzwischen dazugelernt und das Sanitätshaus gewechselt, weil die auch so verpeilt waren. Ich rufe wöchentlich überall an und Frage nach dem Stand.
Das Problem ist dass mein 2 Leistungsträger hat. Einer zickt immer rum. Die machen oft auch Fehler bei der Erstattung.
Wenn man nur das übliche hat, ist es weniger problematisch. Aber wenn man wirklich längerfristig krank ist, ist es furchtbar.
Bei kindern bringt die PKV allerdings nicht die Vorteile, so wie beim Erwachsenen.
Ich bezweifle, dass ihr ohne gesunheitsprüfung des Kranken Kindes bzw. Risikozuschlag genommen werdet.
Wir wollen auch zu auf je Beine nach Köln. Ich glaube dass das schwierig wird mit der PKV. Mit GKV gibt es glaub schon Verträge.
Viele Grüße
Elisabeth
Elisab+Pappa+
Kind (*2018) 34+5, fehlende Propriozeption d. seltenen Gendefekt, Pierre-Robin-Sequenz, Laryngomalazie, muskuläre Hypotonie, motorisch entwicklungsverzögert, Rolli, Heimmonitor (obstrukt. und zentr. Apnoen im Schlaf), Reflux, 10 Mon. nasale MS, Kuhmilchproteinunverträglichkeit, GdB100, H,B,aG

Elisab
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Re: Vorteile PKV gegen GKV

Beitrag von Elisab »

Wenn ihr doch wechselt schaut euch genau an was im Vertrag drinn ist. Z.b. Familienpflege, wenn der Haushaltsführende Teil krank ist.
Elisab+Pappa+
Kind (*2018) 34+5, fehlende Propriozeption d. seltenen Gendefekt, Pierre-Robin-Sequenz, Laryngomalazie, muskuläre Hypotonie, motorisch entwicklungsverzögert, Rolli, Heimmonitor (obstrukt. und zentr. Apnoen im Schlaf), Reflux, 10 Mon. nasale MS, Kuhmilchproteinunverträglichkeit, GdB100, H,B,aG

Britta70
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Re: Vorteile PKV gegen GKV

Beitrag von Britta70 »

Hallo,
es ist extrem viel Papierkram. Trotzdem sehe ich auch die Vorteile: Man kann bei den Ärzten, zu denen man möchte, problemlos einen Termin ausmachen. Man bekommt bei manchen schneller Termine und das in der Privatsprechstunde. Fürs neue Pflegebett haben wir übrigens 2,5 Jahre gekämpft...
LG Britta
Amelie (*05), hypoxischer Hirnschaden durch near-missed SIDS, Z. n. BNS-Epilepsie, Button, Tetraspastik, Tetraparese, cerebral blind, Baclofenpumpe (seit 2013), Hüftluxation links (operiert 2014), starke Skoliose (operiert 2016)

Markus_1974
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Re: Vorteile PKV gegen GKV

Beitrag von Markus_1974 »

Hallo Ana,

ich hätte die Möglichkeit gehabt in die PKV zu wechseln, habe es aber bleiben lassen und mich freiwillig Pflichtversichert.
Rückblickend war das die richtige Entscheidung.
-Keine Probleme einen Kostenersatz für eine Haushaltshilfe zu bekommen wenn ein Elternteil erkrankt und sich nicht um die Kinder kümmern kann.
-Keine Probleme bei Kostenübernahmen für unser "besonderes" Kind
-Die Möglichkeit der kostenfreien Familienversicherung für Frau und Kinder
-Kein Risiko für gigantische Beiträge im Alter

-Natürlich ist es etwas problematischer sofort einen Arzttermin zu bekommen und man bekommt auch keine Garantierte Chefarztbehandlung.
Aber damit ich bisher sehr gut leben.

viele Grüße
Markus

Naniol
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Re: Vorteile PKV gegen GKV

Beitrag von Naniol »

Hallo Ana,
Ich kann euch nur den Tipp geben nicht zu wechseln.
Wenn wir die Chance hätten würden wir sofort in die GKV zurück gehen.
Mit einem gehandicapten Kind ist es ein Kampf.
Gruß Nicole
Nadja 07/2000 kerngesund phil 04/2011 ARHGEF9 Syndrom fokale
Epilepsie, nonverbal , Entwicklungsretadierung , geistige Behinderung Kleinwuchs..... ) GDB 100% aG B H Pflegegrad 5 ein lachender Sonnenschein

EmanuelsMama
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Re: Vorteile PKV gegen GKV

Beitrag von EmanuelsMama »

Hallo,

wir sind auch PKV versichert und Beihilfe berechtigt. Ein ständiger Kampf. Selbst bei Selbstverständlichkeiten wie Pflegebett und Rollstuhl. Ganz verweigert oder mit enormer Zuzahlung.
Da Argument immer : ist nicht in Ihrem Tarif enthalten.

Aber die ganzen Eventualitäten, die das Leben so bereit hält KANN man nicht vorhersehen und der Leistungskatalog der PKV ist sehr begrenzt, besonders bei Hilfsmitteln.

Und natürlich die ganze Abrechnerei. Besonders schön bei Rezepten, die dann als nicht erstattungfähig zurück kommen, für die man ja aber schon in Vorkasse gegangen ist.

Abgesehen davon, kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Mensch mit Behinderung einfach so mit aufnegenommen wird. Vermutlich werden viele, die Behinderung betreffenden Dinge schon im Vorhein ausgeschlossen bzw. der Tarif ist exorbitant hoch.

ICh würde, wenn ich könnte, wieder zurück zu TK.

Gruß

Ingrid

Astrid_mit_Fabi
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Re: Vorteile PKV gegen GKV

Beitrag von Astrid_mit_Fabi »

Ich glaube pauschal kann man das nicht sagen
Wir haben bislang immer alles gezahlt bekommen Logopädie mit Castillo Morales war kein Problem
Rumzicken tun sie allerdings wegen dem Gentest - den haben wir privat gezahlt

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