Unglücklich im BBW....Alternativen?

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Iris15
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Unglücklich im BBW....Alternativen?

Beitrag von Iris15 »

Hallo,

was für Alternativen könnte es zu einer bereits begonnenen Ausbildung in einem Berufsbildungswerk geben? Ich will noch einmal neu überlegen. Unser Sohn macht seit September dort eine Ausbildung theoriereduziert im Metallbereich. Zuvor war er 4 Wochen dort, zur Berufsfindung. Er wohnt also nun seit über 4 Monaten dort, hat sich zurechtgefunden und ein, zwei Leute, mit denen er sich versteht. Aber er ist allgemein unglücklich darüber, dass er dort wohnen muss. Sein Freundeskreis zuhause bricht ihm langsam weg, weil er nur am WE zuhause ist. Unter der Woche ist er meist in seinem Haus, in seinem Zimmer. Er unternimmt nur wenig, die angebotenen Freizeitgruppen oder deren Teilnehmer sagen ihm nicht zu, mit den befreundeten Kumpels sitzt man eher rum. Den Beruf an sich und die Arbeit findet er gut, er versteht sich auch gut mit dem Meister. Die berufliche Seite ist also wirklich ok (und ja, ich hab ihm auch öfter gesagt, wer weiß, wie es woanders wäre), doch über die Wohnsituation ist er wirklich unglücklich. Bei der Testung im August wurde gesagt, man teste auch, ob eine überörtliche Ausbildung (unterstützte Ausbildung) in Frage käme. Davon war in der Auswertung keine Rede mehr. Man sah Potential und Erfolgsaussicht für ihn in einer Ausbildung dort im BBW und mit internatsunterbringung. Wir dachten am Anfang auch noch, dass das Wohnen dort totalen Sinn macht, weil die Rede davon war, dass auch Alltagsdinge dort "gelehrt" werden und dass es Schulsstoffübungsstunden einmal die Woche abends gibt. Das mit den Alltagsdingen war bisher noch nicht, und die Übungsstunde ist eine Silenzium-Stunde, in der alle für sich ruhig arbeiten könnten in ihren Zimmern, angeleitet, begleitet oder sonstwie dazu angehalten wird nicht . Wir holen ihn jedes WE nach Hause. Ich habe vor August mehrfach den Rehaberater gefragt, ob es Alternativen gibt. Aber die sah er nicht. Andere geeignete BBW's, die diesen oder einen ähnlichen Beruf anbieten, sind noch weiter von zu Hause weg. Mein Stand vom Sommer ist also: nur das hier geht, nur das hier ist die Chance für ihn auf eine Ausbildung. Aber ich möchte noch mal draufschauen und da ich langsam betriebsblind werde: Welche Möglichkeiten kennt ihr noch? Gibt es Alternativen? Er besucht während der Ausbildung ein Berufskolleg für LB. Das besuchen z. B. auch Auszubildende, die in einer Firma eine unterstützte Ausbildung machen. Aber solche Firmen sind ja auch rar. Es war schon schwer, einen Praktikumsplatz zu finden.... und das hier kein Mißverständnis entsteht: ich denke nicht darüber nach, "plötzlich und nach Laune" etwas abzubrechen. Wir haben zig Gespräche geführt und ja, auch andere "gesunde" Auszubildende haben Päckchen zu tragen (z. B. mega Fahrtweg) usw. das alles ist tausendmal gesagt. Sicher muss er auch mal "durch was durch" und zum Ende bringen, aber wie gesagt, ich möchte für mich die Sache noch mal durchdenken. Habt ihr was für mich?

Viele Grüße
I.
Sohn mit ideophat. generalisierter GM-Epi

kati543
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Re: Unglücklich im BBW....Alternativen?

Beitrag von kati543 »

Hallo,
also dass der Freundeskreis sich alle paar Jahre neu bildet, eben immer nach großen Lebenseinschnitten, ist normal. Damit müssen aber auch gesunde Kinder fertig werden. Ich glaube jetzt nicht, dass es wirklich das ist, was dein Kind so extrem stört. Damit musste er doch auch früher schon klar kommen. Gab es diese Wechsel nie?
Bitte mach ihm klar, dass sein „alter Freundeskreis“ nun sein eigenes Leben hat - dieses unterscheidet sich von seinem Leben. Er kann und darf dem nicht hinterherweinen, er muss im neuen Leben ankommen.
Wichtig wäre es meiner Meinung nach herauszufinden, warum er keinen Anschluß findet. Was müsste gegeben sein, damit er Freunde finden kann. Vielleicht kann man dazu etwas beim Amt beantragen.
Wenn ihr unzufrieden seid mit der Ausbildung im BBW und vertraglich versprochene Leistungen nicht eingehalten werden, dann beschwert euch unbedingt zeitnah offiziell. Dein Sohn bekommt nicht mehrere solcher Chancen.
Meinst du mit „Alltagsdingen“ Alltagspraktische Fähigkeiten? Die lernt man eigentlich „nebenbei“. Das ist keine spezielle „Unterrichtsstunde“. Das ist quasi überall ein Teil davon.
Hattet ihr wirklich keine Möglichkeit eine richtige Ausbildung zu bekommen in eurer Umgebung? Was lernt dein Sohn denn? Metallbauer? Bei uns suchen diese Unternehmen ständig händeringend Lehrlinge.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

Sabine*T
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Re: Unglücklich im BBW....Alternativen?

Beitrag von Sabine*T »

Hallo Iris,

ich kann mich da nur Katrin anschließen. Zumindest wenn ihr ein gutes BBW ausgewählt habt, ist das eine tolle Chance.
Mein Sohn ist z.Zt. auch in einem BBW zur Ausbildung und es hat ihn sehr weiter gebracht.
Auch das Internatleben ist für ihn hilfreich. Und das bei einem Autisten, der zu Hause keine Kontakte nach außen hatte.
Du merkst erst nach einiger Zeit, dass er plötzlich im alltag Sachen kann, die du ihm nicht beigebracht hast.

Nehmt doch mal Kontakt zu dem Casemanager/in im BBW auf, oder zu dem Betreuer/in in der Wohngruppe.
Manchmal hilft auch ein Wechsel der Wohngruppe. So war das bei uns. Nach 1 Woche hat die Betreuerin
gemerkt, dass er in die erste Wohngruppe nicht passt, die waren viel zu wild für ihn.
Man hat ihn dann in eine andere, ruhigere Gruppe eingeteilt, in die er besser passte

Ich fand es zwar nicht gut, dass ich als Mutter dies erst im nachhinein erfahren habe (mein Sohn sagte mir nur, er hätte jetzt ein anderes Zimmer), aber das Ergebniss stimmte.
In der neuen Gruppe hat er im Rahmen seiner Möglichkeiten gut Anschluss gefunden.

LG Sabine
Sabine mit Kevin *1994 Down Syndrom und Daniel, *1992 abgeklungene Depression, nichtorganische Harninkontinenz, seit 2015 ASS Diagnose (Asperger) .
seit 07/05 alleinerziehende Mutter.
:? alter Forumsname: Sabine_T :lol:

Iris15
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Re: Unglücklich im BBW....Alternativen?

Beitrag von Iris15 »

Hallo, ich sage erstmal danke für Eure Antworten.

@kati543:
Ich sehe es nicht so, als dass er sich damit "abfinden" sollte, dass er seinen Freundeskreis nach und nach verliert. Das ist eine Jungsgruppe, die seit vielen vielen Jahren besteht, viele Höhen und Tiefen miteinander durchgemacht hat. Ist doch völlig normal, dass er da den Anschluss nicht verlieren möchte. Die Jungs kommen je nach Mobilität auch desöfteren mal bei ihm vorbei, aber natürlich ist er von den Aktivitäten am Abend in unserem Wohnort ausgeschlossen - weil er nicht da ist.

@kati und sabine: Das ist eine gute Idee, dass ich mit dem BBW Kontakt aufnehme und einfach mal "höre". Daran hatte ich auch schon gedacht, allerdings bin ich etwas entmutigt, weil mit mir gefühlt keiner mehr spricht, seit dem er volljährig ist.

Es ist nicht so, dass er da keinen Anschluss gefunden hat. Er versteht sich mit den meisten Auszubildenden in der Werkstatt gut, auch zu seiner Wohngruppe hat er einen kumpeligen Kontakt, aber das sind keine FREUNDE. Es gibt oder vielmehr gab 2 Jungs, mit denen er auf einer Welle ist, mit denen er was unternimmt oder einfach im Wohnzimmer chillt und vertrauter ist. Der eine Junge ist allerdings jetzt gegangen. Ich glaube, dass jetzt Heimweh eine große Rolle spielt und auch die Tatsache, dass er da die Woche über nur "rumsitzt" nach Feierabend und auf das Wochenende wartet, während wir zuhause unser Leben leben, tut mir im Herzen weh.

Leider gab es keine Möglichkeit zu einer Ausbildung. Wir standen in regem Kontakt mit dem Rehaberater und haben immer wieder gefragt, ob es eine andere Möglichkeit gibt, aber anscheinend nein. Es ist hier sehr schwierig, Firmen zu finden, die sich z. B. mit einer unterstützten Ausbildung anfreunden können oder wollen.....

Viele Grüße
I.
Sohn mit ideophat. generalisierter GM-Epi

deborah
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Re: Unglücklich im BBW....Alternativen?

Beitrag von deborah »

Hallo,

Man kann sich auch eine Ausbildungsstelle über das Persönliche Budget suchen.
Ich kann dich und deinen Sohn verstehen.

Hier eine Adresse wo auch in andere Richtung beraten wird.
Michaela Nürnberger
Einrichtungsleitung NeuEinstellung
Bildung+Lernen gGmbH
Unnaer Str. 29a
59174 Kamen
Tel.: 02307 91221 240
Internet: www.bildungundlernen.de
D. *70
M. *69
R. *05/01 Kiss
T. *01/03 kognitiv, sprachlich und motorisch entwicklungsverzögert, auditive Wahrnehmungsstörung, GU-Schüler einer Sekundarschule

Eine gute Ausbildung ist fast so wichtig wie eine fordernde Mutter.
Charles M. Schulz

r.bircher
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Re: Unglücklich im BBW....Alternativen?

Beitrag von r.bircher »

Hallo zusammen

Ich sehe hier viele Parallelen zu mir. Dein Sohn ist vielleicht einfach nicht für eine Behinderteninstitution gemacht! Gerade für Leute die vorher Inklusiv gelebt haben, und da auch echten Anschluss gefunden haben, ist eine Behinderteninstitution oft einfach nur der nackte Horror. Das Freunde ihn nach Möglichkeit besuchen kommen, zeigt wie stark er dazu gehört. Als Jugendlicher kam ich mir beim schmuppern in Behinderteninstitutionen auch jedes mal als Fremdkörper vor. Für mich stimmte das Umfeld einfach nicht.

Dein Sohn gehört wohl einfach in die Inklusion, und dafür mus ER (und nicht Mama) kämpfen. Wer als Behinderter nicht klipp und klare Vorstellungen hat, was man tun will, mit dem machen andere was sie für einen für richtig halten. Und vergiss Rehaberatung, Sucht ausserhalb diesen in Eigenregie. Das ist aufwändig, mühsam, und es werden einem vermutlich auch noch Steine in den Weg gelegt, aber wenn er hinterher den Platz findet wo er hingehört, gewinnen alle. Ja, ALLE nicht nur dein Sohn. Dein Sohn hat es offenbar schon mal geschafft, da ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross, dass er auch im Berufsleben irgendwann ein Mitarbeiter wird, den man behalten möchte.

Ich wünsche Euch allen Mut der Welt, und ein Umfeld dass sich in diesem wichtigen Augenblick hinter Euch stellt.

Gruss Raphael
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deborah
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Re: Unglücklich im BBW....Alternativen?

Beitrag von deborah »

An Raphael

Sehr schön geschrieben. So möchten mein Sohn und wir es später auch.
👍

Gruß Deborah
D. *70
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R. *05/01 Kiss
T. *01/03 kognitiv, sprachlich und motorisch entwicklungsverzögert, auditive Wahrnehmungsstörung, GU-Schüler einer Sekundarschule

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Sabine*T
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Re: Unglücklich im BBW....Alternativen?

Beitrag von Sabine*T »

Hallo,

@Iris, Entschuldigung, ich sehe das immer aus unserer ASS Situation. 4 Monate sind da keine Zeit. Es hat fast ein Jahr gedauert bis Daniel sich da richtig wohl gefühlt hat.
Mit der Schweigepflicht, das Thema wurde bei uns im Aufnahmegespräch direkt angesprochen und obwohl Daniel mit seinen Daten immer sehr vorsichtig ist, vertraut er mir da.
Das würde ich mit deinem Sohn mal besprechen. Ohne sein OK geht da, zumindest offiziell, nichts.

@Raphael, hab mal kurz deine Vorstellung gelesen... :-)
Ich weiß nicht, wie das bei euch in der Schweiz ist, im BBW von Daniel habe ich eigentlich nicht so sehr den Eindruck einer typischen Behinderteneinrichtung.
Natürlich gibt es viele Rollifahrer, aber auch viele menschen, den man absolut nichts anmerkt. Ich kenne das nur aus der Werkstatt, da finde ich es wesentlich schlechter.
Ich bin da öfter mal in der Wohngruppe zu Besuch, und ich finde es wirklich toll. Einige Rehabilitanten machen auf mich einen absolut fitten Eindruck,
ich frage dann meinen Sohn schon mal, was die für ein Problem haben. Ich finde halt den Zusammenhalt in der Gruppe toll, das eben idealerweise jeder so akzeptiert wird, wie er ist.
Natürlich gibt es auch ein paar Rehabilitanten, die das nicht so leben, aber die Überzahl macht das.

Ich drücke Iris und ihrem Sohn die daumen, dass er sich noch eingewöhnt.

Liebe Grüße
Sabine
Sabine mit Kevin *1994 Down Syndrom und Daniel, *1992 abgeklungene Depression, nichtorganische Harninkontinenz, seit 2015 ASS Diagnose (Asperger) .
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r.bircher
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Re: Unglücklich im BBW....Alternativen?

Beitrag von r.bircher »

Hallo Sabine

In den Institutionen hat sich viel getan in den letzten Jahren. Dennoch wird es Leute geben, die darin nie glücklich werden. Genauso wie es Leute gibt, die in der Inklusion nie glücklich werden. Es geht nicht darum, wie fit die Leute sind... das ist nicht das Kriterium. Es geht eher darum, dass die Behinderung in solchen Institutionen einen sehr grossen Platz einnimmt. In der Inklusion ist es genau umgekehrt. Im Idealfall nehmen da die Leute die Behinderung überhaupt nicht mehr wahr. Manche Behinderte mögen das eine, manche das andere.

Dein Sohn früher keine Freunde... da ist die Institution vermutlich ein Segen. Bei Iris Sohn ist es genau umgekehrt. Er hat ein wirklich gutes Umfeld und wird da gegen seinen Willen rausgerissen. Seine ehemaligen Freunde können sich nach wie vor am Abend treffen, er nicht. Und das Wochenende reicht eben nicht aus... denn er verpasst zu viel unter der Woche.

Das Problem ist bei einer Behinderteninstitution auch, dass man dann wie zwei Wohnorte hat. Bei Kindern ist das nicht so problematisch. Die haben unter der Woche die Schulfreunde, und am Wochenende die Familie. Mit zunehmendem Alter verliert aber die Familie an Wichtigkeit. Kein Gesunder 18 Jähriger würde sich am Wochenende nur zu Hause mit Mama und Papa sein. Da unternimmt man was mit Freunden.

Ich kann es sehr gut nachvollziehen, wenn sich Behinderte in einer Institution nicht wohl fühlen. Ich ging sechs Jahre in einer Institution zu Schule. Ich habe mich in der ganzen Zeit nie mit der Institution identifizieren können. Ich hatte das Glück dort nicht ins Internat zu müssen. Auch wenn ich viele über Jahre kannte... Zu meinem Freundeskreis hätte ich sie nicht gezählt. Mein Freundeskreis war der Unihockeyclub.

Als bei mir eine Lehre in einer Institution zur Diskussion stand, überlegte ich schon, wie ich das sportlich lösen werde. Ich hätte die zwei mal Ausgang für Trainings genutzt. Am Freitag Abend und am Wochenende wäre ich wohl bei meinem Stammverein gewesen. Ich wäre dann also überall und doch nirgens gewesen. Sportlich hätte ich zwar auch Einbussen gehabt, da ich nur noch 3mal die Woche statt 5mal die Woche hätte trainieren können. Aber die Sozialen Einbussen wären weit höher gewesen. Heute bin ich froh, mich damals von dem gerettet zu haben.

Es ist übrigens auch heute noch so, dass ich mich in den meisten Behinderten Gruppen unwohl fühle. Wenn ich Bekanntschaften mit anderen Behinderten Pflege, dann meist mit Leuten die auch komplett in der Inklusion leben.

Gruss Raphael
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Re: Unglücklich im BBW....Alternativen?

Beitrag von Sabine_T »

Hallo Raphael,

Thomas vom Forum hat mir geholfen, meinen alten Namen wieder freizuschalten, deshalb heiße ich jetzt wieder so wie früher :-)

Ganz lieben Dank, du hast es sehr gurt erklärt, ich verstehe jetzt was du meinst. Es ist natürlich toll, dass du deinen Sport hast.
Es ist wie immer im Leben, die Menschen sind verschieden.

@Iris, du kennst natürlich deinen Sohn am besten. Wenn er wie Raphael empfindet, ist es vielleicht wirklich schwierig.
Wir vereinbaren in solchen Fällen immer einen Zeitraum zum probieren, damit Daniel nicht zu schnell aufgibt.

Vielleicht wäre das, zusätzlich zu den Gesprächen mit dem BBW etwas, was deinem Sohn hilft.
Man könnte ja sagen, wenn es bis zum Ende des 1. Ausbildungsjahres nicht geht, dann suchen wir etwas anderes.
Ich würde aber auch den Rehaberater der Arbeitsagentur mit einbinden.

LG Sabine
Sabine mit Kevin *1994 Down Syndrom und Daniel, *1992 abgeklungene Depression, nichtorganische Harninkontinenz, seit 2015 ASS Diagnose (Asperger) .
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