Austausch: Persönliches Budget für Intensivpflege

So manches Kind muss aufgrund seiner Behinderung besonders intensiv betreut werden - z. B. mit Hilfe eines Pflegedienstes. Viele Kinder werden von einer Krankenschwester in Kindergarten oder Schule begleitet, um optimal versorgt werden zu können. Das gilt beispielsweise für viele tracheotomierte Kinder. In dieser Rubrik können sich Eltern von so genannten Intensivkindern über die besonderen Bedürfnisse ihrer Kinder austauschen.

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Nadja_B
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Beitragvon Nadja_B » 06.08.2018, 11:52

Achso. Bei uns ist der Herr K davon ausgegangen, dass es hier in der Nähe genug Möglichkeiten der Fortbildung gibt ... Aber wenn doch einer was weiter weg wollte, würde ich ihn nochmal anhauen.

Urlaub stell ich mir organisatorisch schwierig vor, wenns weiter weg ist. Aber da ich eh kein Geld habe, brauch ich mir darüber schon mal nicht den Kopf zerbrechen.

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Inga
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Beitragvon Inga » 06.08.2018, 12:28

Hallo Nadja!

Wir machen immer Campingurlaub, der ist nicht so teuer.

Wir fahren schon recht regelmäßig in Urlaub, Kur und zur NPK, da war es uns schon wichtig, dass das finanzeill geklärt ist wie es mit den Pflegekräften läuft.

Gruß, Inga
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Mandy B.
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Beitragvon Mandy B. » 07.08.2018, 10:11

Hallo Inga,

die Fahrkosten und die Unterkunft (angemessen "preiswert") zu einer weiter entfernten Fortbildung wurden ohne Schwierigkeiten übernommen.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich das hier schon geschrieben habe oder an anderer Stelle privat :wink: : mir sind gute Fortbildungen sehr wichtig. Sowohl für die Versorgung unseres Sohnes (d.h. es muss schon Bezug zu ihm haben) als auch für die Weiterentwicklung des Pflegepersonals, die vielleicht nicht immer bei uns arbeiten werden. Durch die 1:1 Pflege können sie bestimmte Erfahrungen nicht machen, die sie in der Klinik wohl hätten. Ich bin daher großzügig im Rahmen des Budgets und verteile die Gelder so, wie ich sie habe. Das heißt, Person 1 hat im letzten Jahr eine teure Fortbildung gemacht und steckt in diesem Jahr etwas zurück, dafür darf Person 2 eine umfangreichere Fortbildung machen. Das klappt wunderbar. Wir haben allerdings auch ein langjähriges stabiles Team und ich muss mir keine Sorgen machen, dass sie nach der Fobi plötzlich kündigen. Im letzten Jahr gab es z.B. die "Pain Nurse" Fortbildung für eine Mitarbeiterin.
Ich denke, das stärkt auch die Zufriedenheit hier zu arbeiten und das wünsche ich mir.

Liebe Grüße
Mandy
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Beitragvon Inga » 07.08.2018, 10:20

Hallo Mandy!

Ja, mir und unseren Mitarbeitern sind gute Fortbildungen auch sehr wichtig, wir haben aber das Problem, dass wir kaum was Sinnvolles finden und erst recht nicht in "erreichbarer" Nähe (also +/- 3h), obwohl wir relativ zentral wohnen. Also Mainz, Wiesbaden, Koblenz, Essen, Köln, Heidelberg,... alles gut zu erreichen.
Irgendwie fehlen uns da noch die "Zauberwörter" damit Tante Goggle die richtigen FoBi´s für uns ausspuckt. :?

Gruß, Inga
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Beitragvon Detlef Wahsner » 10.08.2018, 21:33

Aaaaa......! An Alle...: Einen Tag vor dem 1. Jahrestag der Antragstellung hat die AOK das persönliche Budget genehmigt und uns die Zielvereinbarungen unterschrieben zu gesendet. Ich war schon verzweifelt und ich hätte das bereits arbeitende Personal diesen Monat entlassen müssen.

Die Pflege der Kinder ist gesichert!

Freundschaftlichen Gruss
Detlef

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Nellie
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Beitragvon Nellie » 25.08.2018, 18:17

Hallo Inga,

Zauberwörter kenne ich auch nicht. Vielleicht Außerklinische Intensivpflege, Aromatherapie, Kinästhetic, Lagerung in Neutralnullstellung (LiN)?

Ich hoffe so sehr, dass alles lange so bleibt wie jetzt. Gerade wenn ich hier im Forum von den Ausfällen lese und von den anderen höre, die im PD geblieben sind, kann ich immer nur denken "was ein Glück haben wir uns getraut, diesen Weg zu gehen".

Es ist soooo viel besser. Sicher habe ich keine 100%-Abdeckung, aber ich bin nahe dran und dadurch, dass ich es selbst plane, kann ich eben auch eigene Sachen schieben. Wenn ich dem PD angegeben habe, dass ich dieses Wochenende jemanden haben möchte (um mal was ohne Linn mit A. zu unternehmen) und es ging nicht, dann war da eben keiner, aber eben auch nicht an einem anderen Wochenende, das ich nicht angegeben habe. Jetzt kann ich bei unverplanten Wochenenden einfach schauen, ob ich jemanden planen kann oder nicht. Dann wird es halt nicht dieses sondern nächstes.
Und wenn es doch unbedingt das eine sein muss, findet sich auch irgendwie eine Lösung.

LG
Nellie
Linn *2004, schwerste Mehrfachbehinderung durch pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet
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Beitragvon Inga » 25.08.2018, 18:43

Hallo Nellie!

Danke, werde wegen den FoBi´s noch mal schauen.

Ja, PB ist auch bei uns sooo viel besser als PD!
Doch, wir haben 100 %-Abdeckung. Wir haben 13,5 h pro Tag, also 10 h / Nacht und 3,5 h variabel nach Bedarf. Im Sommer waren wir im Urlaub, vorher und nachher haben wir kaum Tagstunden genutzt, so hatten wir für den Urlaub schön viele Stunden und konnten so Joleen immer auch mal einen ganzen Tag bei der Krankenschwester lassen wenn wir was vor hatten.

Bei uns besonders genial, wir haben 3 Kräfte (Vollzeit, Teilzeit & Minijob) die nur Nachtdienst machen und eine Kraft die Beides macht. Wenn wir am Tag dringend Bedarf haben, diese Krankenschwester aber nicht kann, dann darf unsere Erzieherin die wir Vollzeit für die anderen Kinder angestellt haben stundenweise einspringen. Sie kennt Joleen seitdem sie bei uns ist und ist von der Krankenschwester die Tagsüber kommt gut angelernt worden.
So sind wir echt flexibel!

Gestern kam Post von der KK, sie fordern die Einreichung der Unterlagen des ersten halben Jahres. Witzig, das halbe Jahr war im Februar rum, und sie wollen auch nur die Unterlagen bis dahin. Warum prüfen sie jetzt nicht direkt das komplette Jahr, das ist ja am 31.8. rum.

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Beitragvon Inga » 02.09.2018, 18:22


Die Lohnrechnung hat sich auch deutlich gebessert. Da haben wir selbst verbessert, Gespräch geführt und nun ein gutes Vorgehen entwickelt, sodass jetzt eigentlich nur noch ich Fehler machen kann.

Wir machen unsere Dienstplanung und Stunden-/Zuschlagsrechnung nun mit Shiftjuggler. Total klasse und vereinfacht vieles!

LG
Nellie
Hallo Nellie, rechnest du Shiftjuggler vom Budget ab? Zusätzlich zum Steuerbüro, oder habt ihr keins? Ach, glaube, das macht eure Assistenzdienst, oder? Zahlst du für ein Jahr oder monatlich?

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Beitragvon Nellie » 02.09.2018, 19:48

Hallo Inga,

ich hätte Shiftjuggler abgerechnet, wenn wir es nicht geschenkt bekämen :)

Ja, der Assistenzdienst macht die Lohnabrechnung, aber die machen es auf der Grundlage meiner Stundenzahlen, also ich melde Stunden + Nacht + Sonn- + Feiertag und sie erstellen die Lohnabrechnung. Sie haben also nichts mit der Errechnung der Stunden zu tun.
Wir zahlen monatlich, wobei das erste Jahr teurer ist, weil die Verhandlungen am Anfang drin sind.

LG
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Beitragvon Inga » 02.09.2018, 20:50

Huch, seltsamme Geschenke bekommt ihr! :wink:
Mit der Abrechnung hab ich mich blöd ausgedrückt, meinte nicht den Assistentzdienst sondern Shiftjuggler. Das ist ja monatlich 5 € teurer als jährlich. Hab aber Angst, dass wir Ärger bekommen, wenn wir es für ein Jahr abrechnen, aber Joleen nach 2 Monaten verstirbt.

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