Jugendamt will mein Kind in HPT - ich nicht!

Hier könnt ihr euch über ADS und ADHS austauschen.

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Felicitas74
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Beitrag von Felicitas74 »

PS: eine zuweisung für eine HPT,ist so gesagt, eher ein positiver 6er im lotto das dem Jugendamt verdammt viel kostet(am Tag 72€).Ein gutachter entscheidet darüber,und er muß das Kind noch nicht mal persönlich sehen,es reicht voll kommen aus wen irgendjemand der das kind vorher Therapiert hat diese empfohlen hat.man kann dagegen angehen. Oder eine Chance geben.
Aber wie gesagt, es war richtig töffte da!Die Kinder lernen da mehr strukturiert sein(weil alles ja nach regel und Punkte Belohnungssystem geht),konzegrenter als Mutti es sein kann(weil wie keine muttigefühle dabei sind).Ist streng im Anhören, aber ist echt gut!Man bietet den Kinder sehr viel(weil sie Ausflüge machen,Themenwochen, Kochen,basteln)bei uns fuhren sie sogar 1 mal im jahr in den Urlaub(bezahlt vom jugendamt) die gruppen sind klein,max 20 kinder .ferienbetreuung und Programm.Und die Kinder ändern sich da wirklich zum positiven.Wobei es am anfang schwer sein wird, weil alles strenger und strukturierter zugeht.
Hier im Umkreis gibt es 4 stück, die nach Alter gehen.es gibt sogar eine für Große Kinder bis zum erwachsenem Alter.
Und die Gruppen waren zwar mit vielen Jungs aber auch Mädels.Es gab ein abhol und bring dienst(und wen garnix geht, zhalt das jugendamt auch ein taxiservice)
Ich denke, in so eine Gruppe bekommt man mehr föderung als manches hobby oder reitunterricht1

Denise B
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Beitrag von Denise B »

Jessica79 hat geschrieben:Hallo Sabine

Mein Sohn besucht auch eine Tagesgruppe und als er noch therapie hatte oder Freizeit stand etwas an, so konnte er eben an diesem Tag nicht die Tagesgruppe besuchen. Mein Sohn ging viele Monate 3 Tage die Woche. Denke dies könnte man bei Dir auch so einrichten, das Deine Tochter das wenn sie zum Sport geht, frei bekommt.

Lg Jessica
Hallo,

kann es sein, dass hier mal wieder das Bundesland einen entscheidenden Unterschied macht?

In Bayern wurde uns vor einigen Jahren gesagt "Aufnahme in die HPT bedeutet Pflichanwesenheit, auch während der Schulferien. Es gibt auf Antrag drei Wochen Familienferien für das Kind und sonstige (nicht krankheitsbedingte) Abwesenheiten müssen vorab beantragt und genehmigt werden". Spontane Schwimmbadbesuche mit dem Rest der Familie, weil heute das Wetter schön ist, wären z.B. nicht möglich gewesen. Besuch auf einem Kindergeburtstag nur nach Antrag und wenn es genehmigt wird. Regelmäßige Hobbys während der regulären HTP-Zeiten nur in Ausnahmefällen und mit spezieller Genehmigung usw.

Außerdem hat uns der Leiter der HPT nachdem er unseren Sohn kennen gelernt hat (der Rektor der Schule hatte die Idee, dass unser Sohn in die HTP solle und als brave Mutter habe ich dann selbstverständlich einen Termin zum Kennenlernen dort ausgemacht) dringend davon abgeraten unseren Sohn in diese Einrichtung zu schicken "Ihr Sohn wird hier sicher einiges lernen, aber nicht das, was für ihn wünschenswert ist, denn hier herrschen raue Sitten. Ich rate dringend davon ab, ein Kind aus einem intakten familiären und sozialen Umfeld herauszureißen und in unsere Einrichtung zu geben. Für Ihren Sohn wäre zudem der soziale Stress, dem er hier ausgesetzt wäre kontraproduktiv".

Vielleicht ist die Situation bei Sabine ja ähnlich - und dann kann ich ihre Bedenken nur zu gut verstehen.

lg
Denise

Felicitas74
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Beitrag von Felicitas74 »

bestimmt gibt es unterschiede.....nur es gibt auch unterschiedliche Sätze wie oft Kind in der Woche da hin geht, manche nur 2/5 der andere 3/5 mein Sohn ging 5/5 die Woche hin. und es wird nix mit Zwang, und diese Argumentation von wegen kontraproduktives verhalten usw. kenne ich so nicht,und Rauhe sitten sowieso nicht..bei uns geht es sehr liebevoll und strukturiert zu.
ich denke, das liegt aber auch am Alter der Kinder selbst,und in welche Altersgruppe sie sollen. denke,bei den ganz großen Kinder ab 13 bis 18 jahre geht es rauher zu.schon alleine wegen der Pupertät ist es schwieriger.
Aber bis 13, kann ich nur sagen. Es gibt große Erfolge,für Kinder die es schaffen,in der Gruppe meines kurzen, gab es auch kinder die vorher auf der hauptschule sahsen weil sie so waren, und am Ende sie es schaffen auf der realschule.
Ich denke,es hat auchwas bestimmt mit dem Bundesland und der Kommune an sich zu tun,welches Klima diese Gruppen haben.Aber trotzdem, würde ich mir das anschauen oder auf Probe machen.Ist auch möglich!

Denise B
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Beitrag von Denise B »

Hallo Felicitas,

wir bekamen damals gesagt, es ginge nur ganz oder garnicht und "ganz" bedeutet eben das, was ich beschrieben habe und so habe ich es auch von Eltern, deren Kinder die Einrichtung besucht haben, gehört. Im Klartext hätte so es ausgesehen, dass unser Sohn bis auf drei Wochen pro Jahr nur am Abend ab 18.00 Uhr und am Wochenende an unserem Familien- und "Dorfleben" hätte teilhaben können. Integration oder gar Inklusion sieht anders aus! "Auf Probe" oder "schnuppern" wurde ebenfalls nicht als Option genannt. Altersgruppe wäre 6 - 17 gewesen und unser Sohn war damals 11.

Ich war übrigens sehr angetan von dem Leiter, der mir sagte, dass sie zurzeit zwar zwei freie Plätze hätten und freie Plätze schließlich ungut für die Finanzierung der Einrichtung sind, aber er trotzdem kein Kind aufnehmen möchte, nur damit die Plätze voll sind. Außerdem hat er mir auch ganz unverblümt gesagt, dass der Schulleiter, der für unseren Sohn eine Aufnahme in die HTP vorgeschlagen habe, immer wieder Kinder schickt, für die diese Einrichtung nicht geeignet sei "der hat einfach keine Ahnung, mit welchen Kindern und Familien wir hier arbeiten". Insgesamt hatte ich nicht oft ein so angenehmes, kontruktives Gespräch mit einem Experten im Zusammenhang mit unserem Sohn geführt, wie mit diesem Mann. Wenn die Zusammensetzung der Gruppe und die Zielsetzung, die diese Einrichtung hatte, für unser Kind gepasst hätte, hätte ich mich möglicherweise sogar dafür entscheiden können, trotz der extremen Einschränkungen für unser gemeinsames Familienleben.

Es gibt sicher auch ganz andere Gruppen und mit Sicherheit gibt es Kinder, die von einem Besuch der HTP profitieren, doch auch dann bleibt es dabei, dass eine "normale" Teilhabe am Familienleben und dem sozialen Leben außerhalb der HTP nur mehr sehr eingeschränkt möglich ist. Ich kann die Skepsis und die Bedenken von Sabine gut verstehen.

lg
Denise

Anja -Falla
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Beitrag von Anja -Falla »

Dann schlage ich vor, dass Sabine sich mal erkundigt, wie dort die Gruppen zusammengestellt sind (6 bis 17 Jahre halte ich persönlich für eine recht unglückliche zusammenstellung, alleine vom Alter her!)

SIE kann sich das ja mal dort anschaun.

Und evt ist IHR persönliches Umfeld nicht GANZ so optimal, wie das Eure, kann ja sein, ich kenne sie nicht.

Ich denke halt nur, dass es zutrifft, was "Felicitas" schreibt: Es wird nicht für jedes Kind bezahlt und die Kassen sind leer.
UND es gibt sicherlich die unterschiedlichsten Einrchtungen dieser Art.

"Nur" wegen möglicher nicht mehr auszuführender Freizeitaktivitäten würde ich das Ganze noch lange nicht in Frage stellen , sondern mich erst einmal erkundigen, ob das HTP dann wirklich täglich besucht werden müsse.

Du schreibst ja selbst, dass man Ausnahmen beantragen könne. Dann sind das eben die Ausnahmen, die man von vorneherein festzulegen versucht.

LG Falla

Denise B
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Beitrag von Denise B »

Anja -Falla hat geschrieben:Dann schlage ich vor, dass Sabine sich mal erkundigt, wie dort die Gruppen zusammengestellt sind (6 bis 17 Jahre halte ich persönlich für eine recht unglückliche zusammenstellung, alleine vom Alter her!)

Hallo Falla,

es gibt hier nur diese eine (eingruppige) HTP und damit auch eben keine Differenzierung nach Altersgruppen. In einer größeren Stadt sieht das vermutlich anders aus. Allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass es für unseren Sohn sehr positiv ist, mit einem drei Jahre jüngeren und einem drei Jahre älteren Bruder zusammen aufzuwachsen. Erst heute wieder hatten wir da ein sehr schönes Erlebnis, wie wohltuend das Vorbild eines Bruders sein kann. Eine große Alterspanne in einer Gruppe kann durchaus auch Vorteile bringen.

Ich kenne Sabine und ihre Familie auch nicht, aber ich kenne die Verhältnisse in Bayern und weiß, wie extrem schwierig es ist, hier auch nur kleine Ausnahmegenehmigungen zu bekommen - und wie schwierig es für engagierte Eltern sein kann, wenn sie die Idee haben, dass ihre behinderten Kinder soviel Integration und "Normalität" erleben sollen, wie irgend möglich oder überhaupt von dem Weg "des hamma immer scho so gmacht" abweichen wollen. Und vor diesem Hintergrund kann ich sie eben verstehen.

Dass sich Sabine sicher erst mal erkundigt hat, wie es in der Einrichtung laufen soll, setze ich außerdem voraus.

lg
Denise

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majonie
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Beitrag von majonie »

In Bayern wurde uns vor einigen Jahren gesagt "Aufnahme in die HPT bedeutet Pflichanwesenheit, auch während der Schulferien. Es gibt auf Antrag drei Wochen Familienferien für das Kind und sonstige (nicht krankheitsbedingte) Abwesenheiten müssen vorab beantragt und genehmigt werden". Spontane Schwimmbadbesuche mit dem Rest der Familie, weil heute das Wetter schön ist, wären z.B. nicht möglich gewesen. Besuch auf einem Kindergeburtstag nur nach Antrag und wenn es genehmigt wird. Regelmäßige Hobbys während der regulären HTP-Zeiten nur in Ausnahmefällen und mit spezieller Genehmigung usw.

:shock: :shock: :shock:

ich lebe in bayern. ich hatte nun drei kids in einer sve/hpt.verteilt über 10 jahre. luisa besucht sie zur einschulung in die regelgrundchule im september. max geht seit zwei jahren ins körperbehindertenzentrum in die hpt.

in keiner der beiden einrichtungen gibts solche regelungen!!!

natürlich ist es wünschenswert das man bescheid gibt. aber auch ein anruf: ich komme luisa holen, wir wollen gern ins bad ist absolut in ordnung und ausreichend!
ich habe schon mehr theater im normalen kiga erlebt :roll:

vor 10 jahren gabs wirklich wenig mädchen in den einrichtungen. mittlerweile gehen in jede gruppe 2-3 mädels.

ich kann nur sagen: meine kinder haben unwahrscheinlich profitiert! luisa ist ja auf unseren wunsch hin noch ein jahr bis zur einschulung hingegangen. damals mit kopfschütteln seitens des dorfkigas. heute bestätigt auch der nach einigen ferienbesuchen dort wie wahnsinnig gut ihr dieses jahr getan hat.

so schlecht wie leider die örtliche förderschule ist, so gut ist dafür unsere sve  8)
Liebe Grüße, Michaela

"Ja, ich lebe in meiner eigenen Welt. Das ist okay, da bin ich wer!"

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saskia und a.
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Beitrag von saskia und a. »

Hallo, also wir sind ja auch aus Bayern und die HPT war angegliedert in die KB schule und eigentlich der Hauptgrund für die KB schule, aber es war ein Kampf ohne Ende dass wir da einen Platz bekamen,
weil eben der Tagessatz für Sohnis Gruppe 125 E war und es hieß geht doch nicht kommt vom Gym und dann sowas
ABER
es hat sich absolut gelohnt in dieser HPT Zeit hat mein Sohn sozial eine Menge gelernt und in den Ferien war eh zu eben weil an die Schule angegliedert
Mein Sohn gab auch Tennis und Tekwando und Chinesischkurs auf aber man muß eben Prioritäten setzen.

Ich denke ohne diese Zeit in der HPT würde er jetzt das Internat nicht bewältigen. Sei doch froh wenn du so ein angebot bekommst
LG saskia
saskia mit A.( 5/91 )Asperger Syndrom
unsere Vorstellung:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic.php?t=37939

Denise B
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Beitrag von Denise B »

Hallo Michaela,

SVE war bei uns auch sehr relaxed und unbürokratisch, aber wie erwähnt, in der HTP sah und sieht es noch immer anders aus (ich kenne eine der aktuellen Mitarbeiterinnen privat) und die Regelungen sind sehr strikt und unflexibel.

Möglichweise gibt es ja auch Unterschiede von Regierungsbezirk zu Regierungsbezirk, oder vielleicht auch von Jugendamt zu Jugendamt, was die Bedingungen und Regeln betrifft. Oder - was ich jetzt allerdings nicht wirklich beurteilen mag, es liegt daran, welche Kinder dort üblicherweise aufgenommen werden. Mir wurde damals auch kommuniziert, dass die Unterbringung in dieser HTP vielfach der letzte Versuch vor dem Entzug des Sorgerechts sei.

Wie dem auch sei, ich hoffe, Sabine findet den für sie und ihr Kind richtigen Weg.

lg
Denise

Sabine_2Kids
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Beitrag von Sabine_2Kids »

Hallo

Anschauen geht leider erst wenn ich den Antrag unterschrieben habe im Jugendamt.Hab mir mehrer Angeschaut und mit mehren Leuten gepsrochen.

Hattte mir der Ergotherapeutin gesprochen und die geht auch in die HPT zu den Kinder und meinte dass sie dort untergeht und dass es für sie ein großer Rückschritt sein wird.
Man müsse bei ihr viel über Pos. Erlebnisse machen und wenn man jetzt die HObbys nimmt kann es nach hinten losgehen.

Regel ist sie mus 4 x die woche hin sonst übernimmt das JA nicht die KOsten.

lg
Sohn 05: Autismus,ADHS,LRS,sensomotorische Wahrnehmungsstörung, Feinmotorikstörung, etc. Ps 0 SBA 80% G,B,H
Tochter 02: JIA Rheuma, Autismus,ADHS,Legasthenie,Asthma,versch. Allergien, versch. Störungen PS 0, SBA 50 %

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