Wie kommen wir weiter in der Schule?

Hier könnt ihr euch über ADS und ADHS austauschen.

Moderator: Moderatorengruppe

anja1606
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 18
Registriert: 04.02.2007, 12:56
Wohnort: Wolfen

Wie kommen wir weiter in der Schule?

Beitrag von anja1606 »

Hallo, mein ältester Sohn Tom leitete an einer starken Störung des Sozialverhaltens und ADHS.
Er ist jetzt seid Sept. vergangen Jahres in der 1. Klasse in der er Förderunterricht bekommt.
Die Klasse besteht aus 10 Kindern.
Seid Weihnachten haben wir immer mehr Probleme. Er kann schlecht den Unterricht folgen, Schmeißt mit Bücher um sich oder baut seinen Füller bis zu 5 mal in einer Stunde auseinander.
Er ist durch diesen verhalten so weit gekommen das er die 1. Klasse noch mal machen soll, obwohl der das wissen hat versetzt zu werden.
In den Hort zu gehen schaft er auch nicht immer, er lauft dann weg und geht nach Hause. ( auch wenn er weiß das ich arbeiten muss ).
Zu Hause geht es dann weiter mit den Hausaufgaben machen das dauert dann auch bis zu 2 Stunden. Wobei er den Größten teil mit Wutausbrüchen zu tun hat.
So langsam bin ich überfordert und weiß nicht mehr weiter.
Welche Schul form ist für Ihn am besten geeignet?
Und wie bekommt man ihn dazu sein verhalten zu ändern?

Bitte helft mir weiter.

Benutzeravatar
katrinchen
Professional
Professional
Beiträge: 2201
Registriert: 22.02.2006, 19:39
Wohnort: Bremen

Beitrag von katrinchen »

Hallo Anja,
wie sieht es denn mit den kognitiven Leistungen von Tom aus? Kann er dem Unterricht folgen? Tut er es manchmal? Vielleicht ist er überfordert und er reagiert deswegen so? Würde ja dafür sprechen, dass es mit der Zeit schlimmer wurde. Dann könnte es ja tatsächlich helfen ihn die erste Klasse noch mal machen zu lassen.
Wenn er aber so eigentlich gut mitkommen müsste, solltet ihr überlegen, ob es für ihn nicht sinnvoll wäre einen Einzefallhelfer zu haben. Dieser würde sich dann nur um ihn kümmern und ihn auch unterstützen, sodass er dem Unterricht besser folgen kann. Der könnte auch dafür sorgen, dass er in den Hort geht. Falls das was für euch wäre, dann müsst ihr den beim Sozialamt beantragen, das läuft über die Eingliederungshilfe. Ihr solltet vorher mit der Lehrerin/ dem Lehrer sprechen, wie sich das Begründen ließe (gerne geben die Sozialämter dieses Geld natürlich nicht aus)
Kann er die Hausaufgaben nicht im Hort machen? Vielleicht ist es dann auch einfach schon zu spät, wenn er die erst zu Hause macht?
Außerhalb der Schule gäbe es natürlich noch eine Vielzahl an Maßnahmen: Medikamente, Verhaltenstherapie, "Elterntherapie", zB. Triple P, Ergotherapie...
Vielleicht konnte ich dir ein bisschen helfen?
Liebe Grüße
Katrin
Katrin (*83), Förderschullehrerin an einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

anja1606
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 18
Registriert: 04.02.2007, 12:56
Wohnort: Wolfen

Beitrag von anja1606 »

Er hat das wissen und kann es auch umsetzen.
Er hat nur sehr oft mehr mit den folgen der Wutausbrüchen zu kämpfen.
Er muss nach so ein Anfall, der meist ausgelöst wird wen mal eine Aufgabe nicht richtig erfüllt wird, seine ganzen SchuleSachen aufsammeln die er zuvor um den Tisch geworfen hat.
Die habe ja auch noch eine SozialPan. im Unterricht aber so richtig will das nicht gehen.
Der Hort hat es schon aufgegeben mit Tom die Hausaufgaben zu erledigen, es sei den er macht sie von alleine.
Ergo haben wir schon versucht, aber er wurde dann zum Schluss an den Computer gesetzt um die Konzentration zu verbessern und um ihn zu belohnen.
Das ist zwar OK aber er ist zur Zeit auch zu Hause so darauf fixiert wenn er was gut gemacht das Computerspielen zu verlangen. Und wenn ich nein sage versucht er es mit Erpressungen.
Wir fahren am 11.04. nach Bad Salzungen zur Reha weil er und sein Bruder auch noch mit den Bronchien zu tun haben. Ich hoffe das die mal Tom sein verhalten durchleuchten.
Wenn da nichts erreicht wird werden wir wohl nach Merseburg gehen. da war er schon und die wollten wenn es schlimmer wird noch mal Tom untersuchen.

Yvonne31
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 34
Registriert: 08.03.2007, 20:42
Wohnort: Saarlouis

Schule

Beitrag von Yvonne31 »

Hallo Anja,
meine Tochter hat Adhs und Asperger Syndrom auch sie hatte in letzter Zeit immer wieder mit Wutausbrüchen zu kämpfen bei haben wir jetzt von Concerta und Ritalin auf Risperdal umgestellt und ich muß sagen sie ist ein ganz anderes Kind, ohne auch nur im Ansatz ruhig gestellt oder willenlos zu wirken.
Vielleicht kannst Du ja mal Deinen Arzt darauf ansprechen.?

Liebe Grüße
Yvonne

Benutzeravatar
katrinchen
Professional
Professional
Beiträge: 2201
Registriert: 22.02.2006, 19:39
Wohnort: Bremen

Beitrag von katrinchen »

Hmh,
das hört sich für mich echt komisch an. Warum wird er denn immer so wütend? Weil er etwas nicht kann? Aber du sagst ja, dass er mitkommt... Aber vielleicht haben die in der Reha wirklich nen guten Tipp für euch! Wünsche dir viel Erfolg!
Liebe Grüße
Katrin
Katrin (*83), Förderschullehrerin an einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

anja1606
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 18
Registriert: 04.02.2007, 12:56
Wohnort: Wolfen

Beitrag von anja1606 »

Na ja er hat schon seid seine 2 Lebensjahr Wutausbrüche...
Das hängt mit den Umständen zusammen was er mit seinen Vater erlebt hat..
Er hat ihn so nach und nach fallen gelassen vor allen seid unser kleiner da war...
Tom war schon immer sehr lebhaft und konnte seine Gefühle schlecht kontrollieren..
Das hat dem Kindesvater nicht so recht gefallen..
Als dann Tim geboren wurde hat er sich immer mehr zurück gezogen und Tom wurde von Ihm hinten dran gestellt..
Ich habe ja immer versucht einen ausgleich für ihn zu sein aber er wollte nur seinen Vater denn ich ja nicht ersetzen konnte..
Mittlerweile sind wir geschieden und es ging zwischenzeitlich aber seid dem die Jung, nunmehr seid 3 Monaten, nicht mehr geholt werden von Ihn wird Tom immer schlechter in seinen Verhalten...

Aber in dieser Woche hatten wir nur ein Eintrag, ich hoffe es wird wieder besser

anja

Benutzeravatar
katrinchen
Professional
Professional
Beiträge: 2201
Registriert: 22.02.2006, 19:39
Wohnort: Bremen

Beitrag von katrinchen »

Hallo Anja,
dann solltet ihr vielleicht überlegen, ob ne Psychotherapie nicht was für ihn sein könnte. Es gibt da ja ganz verschiedene Vefahren für Kinder, mit denen ihm vielleicht geholfen werden könnte. Ist ja auch kein Wunder, dass er deswegen wütend ist. Es ist nur wichtig für ihn, den Schmerz irgendwie zu verarbeiten und in andere Bahnen zu lenken!
Liebe Grüße
Katrin
Katrin (*83), Förderschullehrerin an einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

svent

Beitrag von svent »

Hallo Anja,
ich habe mir hier alles durchgelesen und bin eigentlich auch der Meinung von Katrin.
Dein Sohn hat eine sehr negative Erfahrung mit seinem Vater gemacht, denke, das ist ein Knackpunkt bei ihm.
Er kann mit negativen Gefühlen nicht umgehen, was ja auch in seinem Alter nicht einfach ist.
Eine Psychologin kann ihn da gut helfen, haben da sehr positive Erfahrungen gemacht. Er muß lernen damit umzugehen, denn er wird sein ganzes Leben damit konfrontiert.

Liebe Grüße Siggi

anja1606
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 18
Registriert: 04.02.2007, 12:56
Wohnort: Wolfen

Beitrag von anja1606 »

Danke für die Tips wir fahre ja am 11.04. zur Reha da lass ich ihn mal bei einen
Psychologen vorstellen und ich suche noch einen hier bei uns zu Hause...
Diese Sache hatte ich bis jetzt noch nicht in betracht gezogen..
Er war ja schon mal in Merseburg aber die kamen da nicht so an ihn ran...

Liebe grüße Anja

anja1606
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 18
Registriert: 04.02.2007, 12:56
Wohnort: Wolfen

zurück

Beitrag von anja1606 »

So wir sind zurück von der Reha...

Tom soll in Zukunft Medikamente bekommen da mit er sich besser Konzentrieren kann...

Wir hatten auch Hilfe bei der Bewältigung der vergangenen Jahre bekommen und her raus gefunden das Tom nun starke Probleme bei der Gefühlskontrolle hat.
Dies kommt daher ,wie die meisten schon erwähnt hatten, das Tom schlecht mit dem verhalten seines Papa´s leben kann...
Wir haben ein paar Tips bekommen und werden dran arbeiten..

liebe grüße Anja

Antworten

Zurück zu „Krankheitsbilder - ADS/ADHS“