Vimpat

Hier geht es um Epilepsie und die Behandlung verschiedener Epilepsie-Formen mit Medikamenten.

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Alexandra2014
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Re: Vimpat

Beitragvon Alexandra2014 » 16.11.2019, 10:44

Hallo!

Vimpat hat bei uns eine deutliche Verbesserung der Anfallsfrequenz gebracht.

Der Versuch, auf 2x 150mg (bei 44 kg) zu erhöhen ist allerdings gescheitert. 100-0-150 klappten noch sehr gut. Ab dem ersten Morgen mit 150 mg ging dann gar nichts mehr. Extremer Schwindel und Erbrechen, über fast zwei Stunden ganze 10 Mal, danach war sie völlig fertig und schlief erstmal.

Der Neuropäd und wir waren uns einig, dass wir das nicht noch einmal probieren. Wir bleiben jetzt erstmal bei 100-0-150 mg und schauen, wie es weiter geht. Eigentlich sollen die Gaben morgens und abends bei Vimpat ja gleich groß sein.
Solange es funktioniert, egal...

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

lisa08
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Re: Vimpat

Beitragvon lisa08 » 18.11.2019, 17:05

Eigentlich sollen die Gaben morgens und abends bei Vimpat ja gleich groß sein.
Hallo Alex,

woher hast du das? Ich habe jahrelang unterschiedliche Dosierungen gehabt in wechselnden Stärken und nie Probleme gehabt. Die Information bzgl. gleicher Dosierung kenne ich so nicht. 150-0-150 ging bei mir (50 kg) übrigens auch gar nicht mehr von den NW, da war Schluss.

LG,
Lisa

PS: Ich werde das Vimpat übrigens nicht absetzen, bin aktuell bei 50-0-50 und werde es erstmal so weiterbehalten. Werde dafür, wenn mein Neuro aus dem Urlaub wieder da ist, besprechen, on ich das Topamax steigern kann ...
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Re: Vimpat

Beitragvon Alexandra2014 » 18.11.2019, 18:48

Hallo Lisa,

so steht es in den Eindosierungsplänen. Man soll eigentlich sogar mit der gleichen Menge morgens und abends starten und dann langsam steigern, immer zusammen morgens und abends.
Da die Tabletten für Kinder zu hoch dosiert sind, macht man es eigentlich mit dem Saft.

Das haben wir aber auch nicht. Wir haben mit 50 mg abends angefangen, nach 14 Tagen 50 mg morgens dazu, nach weiteren 14 Tagen abends auf 100 mg usw.
Unter 2x 100 hatten wir noch zwei Anfälle (allerdings unter großer Aufregung). Zieldosis war dann 2x 150 mg.
Komischerweise merken wir von der 150 mg Gabe abends überhaupt nichts. Kind geht es damit super.
Ich hätte nicht damit gerechnet, dass die 150 mg morgens so dermaßen in die Hose gehen könnten.
Aber Kind hat so geschwankt, dass sie jeden Türrahmen mitgenommen hat und das Erbrechen war wirklich extrem.

Nach Telefonat mit dem Neuropäd empfahl dieser, es nochmal zu probieren und die 50 mg zusätzlich morgens erst 1 Stunden nach den anderen Tabletten zu geben.
Aber ich habe irgendwie kein gutes Gefühl dabei. Wäre ihr nur übel gewesen oder hätte sie sich nur einmal übergeben. Aber drei Stunden anhaltendes Erbrechen ist ja schon eine eindeutige Abwehrreaktion bei Überdosierung... Zumal sich derzeit auch keine Anfälle blicken lassen.

Gruß
Alex
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lisa08
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Re: Vimpat

Beitragvon lisa08 » 18.11.2019, 20:26

Hallo Alex,

nein, also bei mir wurde das Vimpat definitiv nicht mit gleicher Dosis eindosiert und auch nicht gesteigert. Kann aber auch daran liegen, dass ich kein Kind mehr bin.

LG,
Lisa
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Re: Vimpat

Beitragvon Alexandra2014 » 18.11.2019, 20:35

Hi,

die Empfehlung gilt allgemein, nicht nur für Kinder.

Aber man sieht ja, dass es auch anders funktioniert. ;-)

Gruß
Alex
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Re: Vimpat

Beitragvon lisa08 » 19.11.2019, 18:02

Hi Alex,

mich wunder das aber wirklich, dass ich diese Info, die ja anscheinend allgemein gültig ist und quasi zum Medikament dazu gehört, nicht bekommen habe. Mir wurde das nicht gesagt, obwohl mein Neurologe OA eines Epilepsiezentrums ist, sich also schon auskennt. Kannst du mir vielleicht eine Quelle verlinken, die ich meinem Neuro zeigen könnte? Du bist doch so fit im Quellen Suchen. :)

LG,
Lisa
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Re: Vimpat

Beitragvon Alexandra2014 » 19.11.2019, 18:55

Hallo Lisa,

im Grunde steht es im Beipackzettel von Vimpat.

Als Erwachsener startet man ja eigentlich mit 2x50 mg. Nach einer Woche (oder auch länger) soll man auf 2x100 mg steigern, dann auf 2x150 mg usw. Das lässt ja nicht wirklich unterschiedliche Dosen morgens ggü. abends zu. Irgendwer wird sich ja etwas dabei gedacht haben. Man liest jedenfalls nie von unterschiedlichen Dosen. Aber das muss ja abschließend nichts heißen. Ich würde den OA einfach ganz offen fragen. Er wird ja Erfahrungswerte haben.

https://ec.europa.eu/health/documents/c ... 887_de.pdf

Gruß
Alex
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Re: Vimpat

Beitragvon lisa08 » 19.11.2019, 18:59

Hallo,

2x50 als Einstiegsdosis? :shock: ich bin mit 0-0-25 eingestiegen und hatte da schon NW. Da wird mein Arzt es schon richtig gemacht haben, ich hätte nicht wissen wollen, wie es mir mit 2x50 gegangen wäre.

LG,
Lisa
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Re: Vimpat

Beitragvon Alexandra2014 » 19.11.2019, 20:27

Huhu!

Ja, so steht‘s geschrieben... für Erwachsene. Gewichtstechnisch bist du ja allerdings ziemlich unten angesiedelt. :wink:

Wie hast du denn die 25 mg dosiert? Hast du den Saft genommen (die Tabletten gibt es ja erst ab 50 mg)?

Mein Kind ist abends mit 50 mg gestartet, was problemlos klappte.

Gruß
Alex
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Re: Vimpat

Beitragvon lisa08 » 19.11.2019, 22:33

Hi Alex,

ja das stimmt. ;) Nein, ich habe die Tabletten genommen! Bzw. kann ich mich nicht an einen Saft erinnern :?:

LG,

Lisa
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