Corona-Tagebuch: Sammlung - Kinder mit ASS/AD(H)S zuhause

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

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Sophie-11
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Re: Corona-Tagebuch: Sammlung - Kinder mit ASS/AD(H)S zuhause

Beitrag von Sophie-11 »

Hallo,

nachdem ich eine Weile nicht hier reingeschaut habe, möchte ich doch gerne auch unsere Erfahrungen beifügen, auch wenn sie etwas später kommen.

Auch ich hatte anfangs Sorge, ob es mit der Zeit hier zwischen unseren Dreien nicht eskalieren würde, wenn sie die ganze Zeit aufeinanderhocken und auch keine Ausflüge möglich sind. Zumal es schon vorher viele Spannungen zwischen den Geschwistern gab. Aber ich kann die meisten hier schon aufgeführten Beobachtungen nur bestätigen: auch bei uns lief/läuft es erstaunlich entspannt. Nachdem der Mittlere, der diagnostizierte Autist, jetzt zwei Tage wieder in der Schule war, merkt man erst recht den Unterschied; er ist wieder deutlich belasteter und es gibt wieder Eskalationen. Aber natürlich ist diese Situation - nach so langer Zeit wieder in die Schule, mit veränderter Gruppe und veränderten Regeln - auch eine ganz besondere Herausforderung. Allerdings wird er, wie ich gerade erfahren habe, nur noch fünfmal in die Schule gehen bis zu den Sommerferien, im Abstand von 1-2 Wochen.

Heimarbeit war kein großes Problem; da ich vorher schon immer mit ihm Hausaufgaben gemacht habe, war die Arbeitssituation im Grunde bekannt, halt nur etwas länger und ausführlicher. Ich habe von Anfang an einen festen Zeitplan angesagt - von 9-10:30 und nochmal von 11-12 -, aber was genau gearbeitet wird, nicht vorausgeplant. Das habe ich jeweils an seine aktuelle Konzentrationsfähigkeit und Stimmung angepasst. Vielleicht liegt es an dem vermutlich ebenfalls vorliegenden ADHS, aber er braucht da gar nicht so sehr fest vorgegebene Pläne, er lebt sowieso hauptsächlich im Moment und hätte es eh gleich wieder vergessen, wenn ich ihm einen Stundenplan gegeben hätte. Wie bei den Hausaufgaben braucht er aber auch bei diesen Arbeiten eine 1:1 - Betreuung; sobald ich ihm den Rücken kehre, lässt er den Stift fallen und macht etwas anderes. Aber wie gesagt - alles schon gut eingespielt, und so haben wir die Aufgaben nicht nur problemlos erledigen können, sondern ich habe dazu auch noch Zusatzaufgaben zusammengesucht, weil alles schneller als nötig erledigt war :D .

Das war aber vor allem auch deswegen alles so gut möglich, weil der Große kaum Betreuung für die Schulaufgaben braucht; ich musste nur gelegentlich das Radio konfiszieren :lol: und manchmal kurz ermuntern, aber ansonsten hat er alles zuverlässig selber erledigt. Stressig war nur seine Schule; in den ersten Wochen kamen die Aufgaben total chaotisch von jedem Lehrer einzeln, und teilweise halten sie eisern am Lehrplan fest, egal wie schwierig sich das für die Eltern gestaltet :roll: Aber das ist ein anderes Thema. Insgesamt hat mein Großer mich noch am Meisten verblüfft. Seine (vor)pubertären Allüren, die schlechte Laune, die Schlaffheit - weitgehend verschwunden. Er lacht wieder, ist fröhlich, viel ausgeglichener, hackt viel weniger auf seinen Geschwistern rum, spielt aber auch wieder viel kindlicher. Und dass, wo sich so langsam die ersten kleinen körperlichen Veränderungen erkennen lassen. Ich kann nur sagen, ihm haben die letzten Wochen einfach nur total gut getan. Auch wenn er selber gerne wieder in die Schule möchte.

Die Kleine ist so ein bisschen hinten runtergefallen, aber auch wenn sie sich immer mal wieder langweilt, ist sie insgesamt ebenfalls sehr zufrieden. Sie vermisst eigentlich nur neue Bilderbücher zum Anschauen - die Stadtbücherei ist leider immer noch zu, und elektronische Bilderbücher taugen einfach nichts. Den Kindergarten vermisst sie absolut gar nicht - im Gegenteil, sie hatte schon einen Albtraum, dass sie wieder hin müsse :? .

Alles Sonderlinge hier...

LG!
fünfköpfige, irgendwie ASS-nahe Familie mit dem Großen *12/2007, dem Mittleren *09/2010 mit Diagnose F84.5 und Vd auf ADHS, und der Kleinen *02/2014

karya
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Re: Corona-Tagebuch: Sammlung - Kinder mit ASS/AD(H)S zuhause

Beitrag von karya »

Hallo zusammen!

Das finde ich jetzt total spannend! Denn in vielen Beiträgen sehe ich uns wieder!

Wir hatten anfangs noch enorme Startschwierigkeiten („zu Hause ist für mich keine Schule.“), so dass ich bereits nach Tag drei dem Klassenlehrer eine lange SOS E-Mail geschrieben habe. Dieser hat sofort reagiert und unserem Sohn ein paar Vorschläge gemacht (die Arbeitszeit begrenzt und ihm den Druck genommen, alles fertig zu bekommen). Er bat uns auch, den Therapeuten von unserem Sohn mit ins Boot zu holen, was ich als ein sehr gutes Signal seitens der Schule sah bzw sehe. Ab da gab es einen Wendpunkt und rückblicken kann ich sagen, dass die Schulschließung das Beste war, was unserem Sohn passieren konnte.

Ich erspare hier eine Wiederholung, denn eigenlich wurde alles schon gesagt, bei denen es auch durch die Schulschließung deutlich entspannter läuft und die Kinder eine enorme Entwicklung durchmachen. Genauso ist es hier auch. Am Anfang fand ich diese Erkenntnis fast schon erschreckend. Denn es ist erneut der Beweise dafür, dass die Institution Schule (alles was so zu einem Schulalltag gehört) unsere Kinder enorm stresst und hemmt. Aber nun genieße ich einfach das Positive daran und hoffe einfach, dass die nun in stressfreien Zeiten erlernten Dinge mit in den irgendwann wiederkehrenden Regel-Schulalltag mit genommen werden.

Worüber ich mir tatsächlich Gedanken mache bzw. in der Schule und im ATZ ansprechen möchte ist, dass unser Sohn gefallen dran hat, die Aufgaben digital zu bearbeiten. Er hasst es, Dinge mit dem Stift auf Papier zu bringen. In der Schule ist er daher auch mündlich deutlich besser als schriftlich. Jetzt, wo er viele Aufgaben in Word und anderen Programmen bearbeitet, hat er viel mehr Spaß und achtet viel mehr auf Struktur auf dem Blatt.

Das homeschooling ruft.

Ich wünsche allen hier alles Gute!
karya
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C. (04/07) "Grenzgänger" von Geburt an, Frühchen 31. SSW, Asperger Autist
L. (04/09) Z.n. Schulterdystokie, mittlerweile ausgeheilte Plexusparese links und erfolgreich operierter Schiefhals (10/11) links
E. (02/15) Spätfrühchen, gesund und munter

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Engrid
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Beitrag von Engrid »

der kleine kurt hat geschrieben:
24.04.2020, 18:34
Zum ersten Mal sehe ich, dass mein Kind sich auf Dinge einlassen kann und sich auch gerne darauf einlässt, die im Normalbetrieb nicht funktionieren! ...

Ja sagen bei Aufforderungen - hat er selbst gemerkt, dass ihm das viel leichter fällt, und er nicht mehr das Gefühl hat, mit Nein alles von sich weghalten zu müssen ...
Wieviel innere und dadurch äußere Ressourcen der komplette Wegfall des Schulbesuchs freisetzt, verzückt und entsetzt mich gleichermaßen.

Leider bin ich noch unschlüssig, was ich mit diesen Erkenntnissen anfangen soll...
Ganz genau so geht es mir auch. Das sonst pauschale „Nein“ zu allem Angetragenen, die pauschale Abwehr alles Neuen kommt offenbar zum Großteil aus der Überlastung. Wir haben das völlig unterschätzt. :idea:

Junior macht jetzt an mehreren Vormittagen pro Woche Schule, über Video-Call mit seiner Schulbegleitung, und das macht ihm große Freude, und es geht echt gut. Und auch die Logo läuft auf die Art viel besser als in der Praxis.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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NorbertMN
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Re: Corona-Tagebuch: Sammlung - Kinder mit ASS/AD(H)S zuhause

Beitrag von NorbertMN »

Hallo,

wir haben unseren Lorenz seit fünf Wochen weder gesehen noch gesprochen. Als es losging mit dem Lockdown, war meine Frau gerade mit ihm in Deutschland, unsere Tochter besuchen, die dort lebt. Nach der Rückkehr mit dem Zug - die eigentlich nach der Verordnung gar nicht mehr möglich hätte sein sollen - war er noch drei Wochen bei uns, in "Quarantäne", ohne Tagesstätte, ohne das wöchentliche Reiten, ohne Therapie, ohne Feldenkrais, ohne alle die von ihm so geschätzten wöchentlichen Gewohnheiten. Er war aber so entspannt wie seit Jahren nicht mehr. Danach haben wir ihn wieder in sein Wohnheim gebracht, durften ihn aber nicht besuchen oder abholen. Telefonieren lehnt er ab, sowieso immer schon. Die Betreuerinnen sagen, er sei ganz ruhig. Das wird so sein. Aber wie es ihm geht? Keine Ahnung. Wahrscheinlich liegt er den ganzen Tag im Bett.

Ich träume jede Nacht von ihm. Morgen dürfen wir ihn zum ersten Mal für eine kleine Fahrradtour holen. Wie das wohl wird, ohne Körperkontakt?

Gruß,
Norbert
Vater von Lorenz, Jg. 1994, frühkindlicher Autismus mit schwerer bis schwerster geistiger Behinderung. Tochter Jg. 88, berufstätig und außer Haus

Sophie-11
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Re: Corona-Tagebuch: Sammlung - Kinder mit ASS/AD(H)S zuhause

Beitrag von Sophie-11 »

der kleine kurt hat geschrieben:
24.04.2020, 18:34
Wieviel innere und dadurch äußere Ressourcen der komplette Wegfall des Schulbesuchs freisetzt, verzückt und entsetzt mich gleichermaßen.
Hallo,

auch ich möchte diesen Satz nochmal hervorheben, weil er so gut zusammenfasst, was für mich der Tenor hier zu sein scheint. Irgendwie müsste hier weiter angesetzt werden, nur wie? Damit meine ich jetzt noch mehr, was von außen passieren müsste, weniger was wir selber damit anfangen können, denn da sehe ich nurbegrenzt Handlungsspielraum.

Persönlich bedeutet es für mich, dass ich vor allem beim Großen weiterverfolgen muss, was getan werden muss - sicherlich zunächst eine Diagnostik - und wie man ihm vielleicht das Leben erleichtern könnte. Bei ihm war für mich die Veränderung in den letzten Wochen die größte (und erchreckendste) Überraschung. Darüber hinaus wünsche ich mir ganz dringend, dass die hier genannten Erfahrungen irgendwie im irgendwann wieder kommenden Schulalltag berücksichtigt werden könnten. Danke nochmal an Engrid für die Erstellung des Threads :icon_thumleft: . Weitere Rückmeldungen wären ganz toll!

LG!

P.S. Eben erst gesehen - Norbert, das klingt sehr traurig :( . Ich wünsche Euch ein postives Erlebnis! :icon_sunny:
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Cari_mit_A
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Re: Corona-Tagebuch: Sammlung - Kinder mit ASS/AD(H)S zuhause

Beitrag von Cari_mit_A »

Phase 1:

Uns hat der Wegfall der Schule zunächst ganz gutgetan, A., der die Wochen vorher öfters immer wieder eine Textstelle aus dem Buch "Momo" zitiert hat, die sich wie eine Beschreibung von Depression liest, meinte in der ersten Corona-Ferien-Woche, dass er sich nicht mehr "grau" fühle, und da war ich sehr erleichtert. Wir hatten dann zunächst keine konkreten Aufgaben, nur den Hinweis, zu wiederholen, und eine Empfehlung für die Anton-App, und da haben wir unseren Alltag komplett entschleunigt.

Phase 2: Nach den Osterferien gab es dann hier Mappen mit Aufgaben, nicht zu knapp. Die Umstellung auf Arbeitsmodus war hier schwer und hat zu ziemlich viel Stress geführt. Mir ist jetzt erstmals eine enorme motorische Unruhe aufgefallen, von der ich nicht weiß, ob sie schon immer da war, und ich habs übersehen, oder ob das über das Gefühl des Eingesperrt-Seins oder etwas Ähnliches kommt. Mittlerweile würde ich die (Zusatz?-)Diagnose AdHS auch nicht mehr ausschließen. Mit der Lehrerin habe ich zum Glück eine Reduzierung der Aufgaben ausmachen können. Und ich glaube, so langsam finden wir einen Rhythmus.

Phase 3 hat noch nicht angefangen, wirft aber schon Schatten voraus. Bei uns sollen die Erstklässler ab dem 15.6. wieder zurück in die Schule, für voraussichtlich zwei Tage die Woche. A.s Lehrerin wird aus gesundheitlichen Gründen so bald nicht an die Schule zurückkehren können. Wir haben mit ihr telefoniert, und sie hat durchblicken lassen, dass sie uns rät, dass A. möglichst noch bis zu den Sommerferien zuhause bleibt - einerseits, weil er (aufgrund seiner Distanzlosigkeit) vermutlich die Hygieneregeln nicht einhalten könnte, andererseits, weil ihn vermutlich die doppelt ungewohnte Situation mit den Corona-Anpassungen und der neuen Lehrerin überfordern würde. Er könnte dann genauso wie wie Kinder aus Risikogruppen Aufgaben für zuhause und regelmäßige Telefongespräche bekommen.

Wie es danach weitergehen wird? Ich weiß es nicht. Es wurmt mich, dass mein wundervoller kluger großer Junge nicht schulfähig sein soll. :cry: Aber ich sehe ja auch die Schwierigkeiten. Nun hoffe ich, dass zumindest die Diagnostik bald weitergeht, dann haben wir hoffentlich auch irgendwann Ressourcen, die uns helfen weiterzukommen.
Cari mit A. (* 2013, HB, Verdacht auf ASS)

Sophie-11
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Re: Corona-Tagebuch: Sammlung - Kinder mit ASS/AD(H)S zuhause

Beitrag von Sophie-11 »

Hallo,

unter https://specialneedscovid.org/ gibt es eine Umfrage zur Untersuchung der Erfahrungen von Eltern von Kindern mit besonderen Bedürfnissen. Es wäre sicher sehr wertvoll, wenn viele mit ihren hier mit ihren Beobachtungen dort teilnehmen könnten! :icon_thumleft:
Neben den Fragen mit Bewertungsskala kann man auch Texte und Erklärungen dazu schreiben. Außerdem ist man eingeladen zu Folgeumfragen.

LG!
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Regina Regenbogen
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Re: Corona-Tagebuch: Sammlung - Kinder mit ASS/AD(H)S zuhause

Beitrag von Regina Regenbogen »

Cari_mit_A hat geschrieben:
16.05.2020, 19:17
Es wurmt mich, dass mein wundervoller kluger großer Junge nicht schulfähig sein soll.
Du kannst davon ausgehen, dass er sehr wohl schulfähig ist, nur die derzeitigen Umstände gestatten nichtr, dass es ihm im Präsenzunterrricht gut geht. ;-)

Mein Jüngster genießt diese letzten Wochen seiner Realschulzeit ungemein - alles ist endlich mal so herrlich autismusgerecht (Einschränkung der sozialen Kontakte, Abstandsgebot, Onlinelernen....). Es geht ihm dabei so gut, dass er sogar mit sämtlichen Planänderungen (Ausfall der Abschlussfahrt, keine Entlass- und Abschlussfeier, darauf hatte er sich sehr gefreut) im reinen ist. Er nimmt sehr aktiv am Familienleben teil, hilft im Haus und im Garten ohne besondere Aufforderungen, fährt mit dem Fahhrad für mich einkaufen, hält den Kontakt zu Großeltern und Geschwister per Whatapp - vor Corona hat er sich eigentlich immer nur zurückgezogen, weil ihn der NT-Alltag doch viel Kraft gekostet hat.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

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NorbertMN
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Re: Corona-Tagebuch: Sammlung - Kinder mit ASS/AD(H)S zuhause

Beitrag von NorbertMN »

Hallo,

nachdem ich hier am Samstag meine Befürchtungen gepostet habe, hier die Entwarnung: Wir haben Lorenz am letzten Sonntag zum ersten Mal nach fünf Wochen wieder gesehen und haben eine Fahrradtour mit ihm unternommen. Er wirkte entspannt, ist so fleißig geradelt wie noch nie und am Ende anstandslos zurück in sein Wohnhaus gegangen. Nur dass es keinen Körperkontakt gab, hat ihn sichtlich irritiert. Das ist tatsächlich schwierig, auch für uns. Aber wir hoffen, dass es auch damit bald vorbei ist.

Gruß,
Norbert
Vater von Lorenz, Jg. 1994, frühkindlicher Autismus mit schwerer bis schwerster geistiger Behinderung. Tochter Jg. 88, berufstätig und außer Haus

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Re: Corona-Tagebuch: Sammlung - Kinder mit ASS/AD(H)S zuhause

Beitrag von Sandra9902 »

Lieber Norbert,

ich freue mich wirklich so sehr für euch. Ich kann das gut nachempfinden. Ich habe Gänsehaut beim Lesen
Sandra mit PS, geb 1999, frühkindlicher Autist,gb, ADHS, Epilepsie, anfallsfrei
PT, geb 2002, PTBS

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