Vorbereitung auf den MDK

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Julia-82
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Vorbereitung auf den MDK

Beitragvon Julia-82 » 18.02.2019, 20:05

Ich habe für meinen 9 jährigen Sohn (Asperger Autist) heute den Antrag auf einen Pflegegrad gestellt und möchte mich gut darauf vorbereiten.
Ich kenne den Ablauf ja schon von meinem 4 jährigen sohn,aber da ist der pflegerische Aufwand eben sehr viel offensichtlicher.

Es ist so,das mein Sohn sehr viel Anleitung braucht.Ich muss ihm alles vorgeben,wann er was zu tun hat.Die Sachen morgens raus legen (gerade auch weil er das wetter nicht im Blick hätte) und ihm eigentlich fast komplett zur Seite stehen,damit er pünktlich zur schule kommt.Das geht dann mittags so weiter mit den HA und abends mit dem duschen,zähne putzen usw.Man ist nur hinterher.
Zähne putzen zB muss ich nachhelfen,weil er das nicht gründlich macht.Er geht abends ins Bett mit Ängsten,die er natürlich auch am Tage hat.Aber abends kommen sie vermehrt zur Sprache.Zur Ergo geht er zwei mal die Woche und er soll jetzt noch eine Lerntherapie machen,da er auch LRS hat.
Die Hausaufgaben nehmen auch viel Zeit ein,obwohl er schon zur HA Betreuung geht.
Das sind mal einige Beispiele...
Was genau ist jetzt wichtig,damit ich den Termin gut vorbereitet angehen kann? Oder was kann/soll ich noch benennen,was mir vielleicht jetzt gar nicht so auffällt,aber wichtig sein könnte?
Den Bericht vom spz werde ich natürlich vorlegen.

Ich habe lange überlegt,ob ich den Antrag überhaupt stellen soll,weil ja gar nicht direkt das pflegerische überwiegt,sondern mehr die Anleitung und eben die Zeit,die für Förderung drauf geht,aber soweit ich jetzt darüber gelesen habe,haben wir ja doch gute Chancen.

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Julia-82
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Beitragvon Julia-82 » 18.02.2019, 20:20

Da habe ich mich wohl in der spalte vertan,ich wollte den Beitrag in rechtliches usw. posten.Kann man ihn notfalls verschieben?
Sohn 11/09 Asperger Autist+LRS
Sohn 07/14 in Testung
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monika61
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Beitragvon monika61 » 19.02.2019, 08:01

Julia-82 hat geschrieben:Da habe ich mich wohl in der spalte vertan,ich wollte den Beitrag in rechtliches usw. posten.Kann man ihn notfalls verschieben?


Hallo Julia,

um das Verschieben könntest Du einen Moderator bitten/anschreiben. :wink:

Hast Du schon ein Pflegetagebuch für Kinder:
http://forum-munterbunt.de/forum/index. ... #post12653


LG
Monika

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Beitragvon IlonaN » 19.02.2019, 08:12

Hallo Julia-82,
bei mir kommt auch am 27. der MDK und ich bin mir auch sehr unsicher wie es ausgeht. meine Maus ist 6,5 Jahre und mal schauen wie es ausgeht.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

Julia-82
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Beitragvon Julia-82 » 19.02.2019, 09:08

Das pflegetagebuch habe ich bei dem jüngeren gar nicht gebraucht.
Daher die Frage,ob ein aufschreiben des Alltages evtl auch ausreichend ist.Man weiß ja nicht,wie der nächste Gutachter es haben möchte.

Ilona,viel Erfolg!

Ronja-und-Mini
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Beitragvon Ronja-und-Mini » 19.02.2019, 10:13

Genau deswegen. Jeder Gutachter ist anders. Habe mittlerweile einige mitbekommen, bei uns in der Familie und im nahen Umfeld. Der eine lässt sich was vorzeigen, der andere nicht. Der eine wollte alle Berichte mitnehmen und zuhause das Gutachten anfertigen, der andere hat vor Ort über die Berichte drüber geguckt und alles sofort in den Laptop eingegeben. Die Berichte wollte die Damen dann gar nicht mehr haben. Die einen gehen nach persönlicher Erfahrung, die anderen strikt nach der Punkteliste, die sie abhaken können.

Ich würde überhaupt nichts groß vorbereiten, außer

a.) gewisse Zeiten und Fahrtwege aufschreiben (Schule, Therapien, regelmäßige Arztbesuche etc. - weil das hat man aus dem Stehgreif selten im Kopf)

und

b.) stichwortartig eine Liste mit Dingen, die dein Kind nicht kann bzw. wo es Unterstützung braucht

Die meisten Gutachter begrüßen es, wenn sie keinen seitenlangen Fließtext lesen müssen (Aussage von einer) sondern das Wichtigste kurz zusammengefasst ist. Pflegetagebuch wollte bei uns zuhause noch kein Gutachter haben, weder bei Sohn noch bei mir (habe ja auch einen Pflegegrad).

Was sie wissen wollen, werden sie schon fragen bzw. das Kind ansprechen und sich zeigen lassen. Ich persönlich würde auch mein Kind nicht groß vorbereiten (muss jeder selbst wissen). Vielleicht noch kurz erwähnen, dass wir Besuch bekommen, aber grundsätzlich darf der Gutachter auch gerne sehen, was passiert, wenn bei uns fremde Leute zu Besuch kommen.

p.s. wie du schon richtig erkannt hat, geht es beim Pflegegrad nur um den pflegerischen Aufwand. Das Anlernen zählt aber dazu. Du kannst ja mal im Internet nach den Punkten googlen, die dazu gehören, und dir den Pflegegrad mal ausrechnen lassen, der euch theoretisch zusteht, wenn der Gutachter alle Punkte genauso sieht wie du. Da sieht man auch schon, was dazu gehört.

Und was hat man zu verlieren, außer dass er abgelehnt wird? Sogar von Pflegegrad 1, wo man keine Geld- oder Sachleistungen bekommt, profitiert man von den zusätzlichen Betreuungsleistungen. Ich würde es auf jeden Fall machen!
Mama (39) mit Mini-Asperger (6, Vorschulkind)

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Beitragvon Vicki » 19.02.2019, 12:15

Hallo,
hier zwei Links, die mir mal die Pflegeberatung zukommen lassen hat, vielleicht hilft es ja. Es ist immer auch ein bisschen Glücksache wer da kommt, ich habe mal eine Höherstufung beantrag, wir haben noch Bestandsschutz, deshalb hab ich es versucht.

Da sind wir sogar runtergestuft worden, für mich echt ein Rätsel.
Zum Prüfen kam eine ganz junge Frau, Anfang 20 vielleicht.
Die fragen manchmal echt ein bisschen link, da muss man aufpassen!

Die Pflegeberatung hat mir gesagt, ich sollte beim nächsten Mal darauf bestehen, einen Prüfer zu bekommen, der sich mit Autismus auskennt.

Gruss Vicki


https://www.mds-ev.de/richtlinien-publi ... ueren.html



https://www.mds-ev.de/richtlinien-publi ... gkeit.html

Julia-82
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Beitragvon Julia-82 » 19.02.2019, 13:26

Weiß jemand,wie das mit den Ängsten gemeint ist?
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Beitragvon IlonaN » 19.02.2019, 13:27

Ich habe diesmal hier ein Mäuschen das neben anderen Baustellen auch Asthma bronchiale und Neurodermitis hat. Zählt das auch beim MDK
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

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Ronja-und-Mini
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Beitragvon Ronja-und-Mini » 20.02.2019, 10:51

Julia-82 hat geschrieben:Weiß jemand,wie das mit den Ängsten gemeint ist?


Bei Ängsten geht es darum, ob dein Kind Angstattacken hat, Panik bekommt. Autisten bekommen oft Panik durch Reizüberflutung oder wachen nachts mit Angstattacken auf etc. Öfter als normal entwickelte Kinder, also musst du auch öfter auf dein Kind aufpassen bzw. unter Aufwand das Kind aus seiner Angstumgebung rausholen. Das ist dann vermehrter Pflegeaufwand. Die fragen dann danach, wie oft das mit den Panikattacken vorkommt.
Mama (39) mit Mini-Asperger (6, Vorschulkind)


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