SBA Einkommenssteuer

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

Moderator: Moderatorengruppe

KathtinK
Neumitglied
Neumitglied
Beiträge: 5
Registriert: 24.07.2018, 04:20
Wohnort: Herford

SBA Einkommenssteuer

Beitragvon KathtinK » 16.01.2019, 16:58

Hallo ihr Lieben  8)

Ich habe mich schon durch die Suchfunktion und die damit verbundenen Posts durchgelesen und ich wollte da nochmal, wenn möglich, etwas konkretere Antworten :roll:

Wir haben seit 1 Woche einen SBA mit 70 % mit G,B,H zurückdatiert um 4 Jahre.
Nun möchte ich nachberechnen lassen vom Finanzamt. Ich habe in den letzten 4 Jahren insgesamt roundabout 10.000 € Steuern gezahlt. Anhand dieser Fakten, was denkt ihr könnte man konkret erwarten an Rückzahlung. Ich lese überall immer nur, KANN ordentlich was bei rumkommen. Muss es aber nicht. Was bedeutet das Freunde...
Habt ihr mal Erfahrungswerte was bei euch so rumkam?
Kann ich jetzt ca. mit 5, 6 oder 7 Tausend rechnen oder ist das utopisch? :?:
Hilfe bitte :P
Mein Sohn hat nämlich einen riiiiiiieeeeesen Wunsch. Ob ich ihn dem erfüllen kann würde davon abhängen. Danke euch schonmal im voraus

Werbung
 
Markus_1974
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 57
Registriert: 17.05.2018, 11:14
Wohnort: Beuren

Beitragvon Markus_1974 » 16.01.2019, 18:15

Hallo KathtinK,

mit dem "H" kannst du dein zu Versteuerndes Einkommen um 3700€ drücken.
Außerdem kannst du Fahrtkosten bis 15000 km geltend machen also nochmal 4500€.
Da du dein Kind geplfegt hast, geht noch der Pflegepauschbetrag von 924€.

Du hast in 4 Jahren ca. 10000€ Lohnsteuern bezahlt, also 2500€ / Jahr.
Bei Lohnsteuerklasse 3 hättest du also ca. 38000€ zu versteuerndes Einkommen gehabt.
Durch die Behinderungsbedingten Steuervergünstigungen sinkt das Einkommen auf ca. 30000.
Daraus ergibt sich ein Steuersatz von noch 1000€/Jahr.
Ergo würdest du ca. 6000€ zurückbekommen.

Ist natürlich nur eine Näherungsrechnung, aber so in etwa wird es wohl hinkommen.

Viele Grüße
Markus

JennyK
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 233
Registriert: 10.05.2018, 15:23
Wohnort: NRW

Beitragvon JennyK » 16.01.2019, 20:41

Darf ich mich mal da dranhängen?
Wird neben der Pauschale aufgrund des Merkzeichen H automatisch auch der Pflegepauschbetrag rückwirkend berücksichtigt? Muss Mann dann in den zurückliegenden Jahren auch schon einen Pflegegrad gehabt haben? Und wie werden die Fahrtkosten nachgewiesen?
Sohn 1 (06), ADS und Asperger Autismus; PG 3; SBA 50 mit B, G, H
Sohn 2 (13), Asperger Autismus, leicht ausgeprägt

Benutzeravatar
Regina Regenbogen
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 6927
Registriert: 12.07.2008, 18:37
Wohnort: Ostfriesland

Beitragvon Regina Regenbogen » 17.01.2019, 07:16

JennyK hat geschrieben:Wird neben der Pauschale aufgrund des Merkzeichen H automatisch auch der Pflegepauschbetrag rückwirkend berücksichtigt?


Nein, ohne Pflegestufe bzw. Pflegegrad nicht.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

Markus_1974
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 57
Registriert: 17.05.2018, 11:14
Wohnort: Beuren

Beitragvon Markus_1974 » 17.01.2019, 07:41

JennyK hat geschrieben: Und wie werden die Fahrtkosten nachgewiesen?


Gar nicht. Bis 15000 gilt die Verwaltungsordnung dass dies als Pauschale anerkannt wird.
Ansonsten gilt bei "H": jeder Meter -aus egal welchem anlass- der für oder mit dem Behinderten Menschen zurückgelegt wird, zählt zu den 15000km.
Allerdings ein mehr an km wird meines Wissens nicht anerkannt.

Wenn man überlegt wieviel Fahrten zu Ärzten, Kuren, Physio, Ergo, Logo, usw. im Jahr stattfinden, wird wohl kaum jemand mit "H" unter die 15000 kommen.

Roy1969
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1187
Registriert: 18.02.2010, 13:39
Wohnort: Bayern

Beitragvon Roy1969 » 17.01.2019, 11:20

Hallo Markus,

es gilt die Verwaltungsordnung die 15.000 km als Pauschale anzuerkennen? Das ist mir neu. Hast du einen Link zu dieser Verwaltungsanordnung?
Ich kenne es so das bei den 3.000 km für Merkzeichen G die Pauschale ohne Nachweis anerkannt wird.
15.000 km müssen nachgewiesen werden. Siehe auch das Steuermerkblatt des BVKM https://bvkm.de/wp-content/uploads/Steu ... 017-18.pdf Seite 4.

Bei uns reichte dem Finanzamt der Nachweis der gefahrenen km anhand der Tüv-Bescheinigungen bzw. anhand des Wartungsheftes. Finde ich auch in Ordnung, da könnte ja sonst jeder behaupten er wäre soviel mit dem Kind gefahren (wir fahren übrigens weit weniger da alles ziemlich nah).

Hier im Forum gibt es einige Familien deren Finanzamt eine genaue Aufstellung der Fahrten gefordert hat oder sogar ein Fahrtenbuch.

Viele Grüße
Roy 69, GöGa 74, D. 98, A. 05
D. HB mit ADS (ADS seit Februar 11 lt SPZ nicht mehr), A. seit 12/2010 Diagnose frühkindlicher Autismus
Alle mit Talent zum Glücklichsein :-)

IlonaN
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2376
Registriert: 07.01.2015, 10:52
Wohnort: Land Brandenburg

Beitragvon IlonaN » 17.01.2019, 11:41

Hallo,
Bei uns reichte dem Finanzamt der Nachweis der gefahrenen km anhand der Tüv-Bescheinigungen bzw. anhand des Wartungsheftes. Finde ich auch in Ordnung, da könnte ja sonst jeder behaupten er wäre soviel mit dem Kind gefahren (wir fahren übrigens weit weniger da alles ziemlich nah).

Das funktioniert aber nur bei einem behindertem Kind. Ich muß jedes Jahr genau angeben wann ich aus welchen Grund wie weit gefahren bin und wer von den Kindern dabei war. So das jeder abgesetzte Kilometer dem entsprechenden Schwerbehinderten zugeordnet werden kann.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

Benutzeravatar
Regina Regenbogen
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 6927
Registriert: 12.07.2008, 18:37
Wohnort: Ostfriesland

Beitragvon Regina Regenbogen » 17.01.2019, 11:42

Roy1969 hat geschrieben:Ich kenne es so das bei den 3.000 km für Merkzeichen G die Pauschale ohne Nachweis anerkannt wird.
15.000 km müssen nachgewiesen werden. Siehe auch das Steuermerkblatt des BVKM https://bvkm.de/wp-content/uploads/Steu ... 017-18.pdf Seite 4.


Kenne ich auch so. Bis 3000 KM Pauschale, bis 15.000 KM Belege. Unser Finanzamt fordert dazu genaue Aufstellungen der Fahrten sowie Nachweise zum Beispiel der Werkstatt, dass die angegebenen Kilometer auch gefahren wurden.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)



Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS

Sohn * 09/2001 - ADS

Tochter * 04/1998 - nix

Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

Markus_1974
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 57
Registriert: 17.05.2018, 11:14
Wohnort: Beuren

Beitragvon Markus_1974 » 17.01.2019, 12:42

Stimmt bei "G" gelten 3000km bis 15000 Belege.

Bei "H" gelten als "angemessen" die 15000km.

Nachzulesen unter:
https://www.vlh.de/krankheit-vorsorge/b ... en-ab.html
bzw:
https://www.lohnsteuer-kompakt.de/fag/2 ... n_absetzen

Ich denke der Nachweis dreht sich eher um Fahrten die über die 15000 hinausgehen.

Ein Nachfragen seitens des Finanzamt hat bei uns jedenfalls noch nicht stattgefunden.
Da wir aber auch einiges an Strecke zurückzulegen haben, könnte ich dann eine Rechnung aufstellen welche die 15000 bestimmt verdoppelt.....

Vermutlich könnte wirklich jeder mit "H" die 15000 ansetzen, ist ein Frage der Ehrlichkeit.
Andererseits würde ich ein Vermögen bezahlen wenn dadurch ein Spontanheilung eintritt und das "H" unnötig wird.

beste Grüße
Markus

Werbung
 
IlonaN
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2376
Registriert: 07.01.2015, 10:52
Wohnort: Land Brandenburg

Beitragvon IlonaN » 17.01.2019, 12:49

Also meine haben unteranderem alle 3 das H und trotzdem muß ich das einzeln nachweisen, denn Privatfahrten wo alle drann teilnehmen werden immer nur bei einem Berücksichtigt. Und ich liege pro Kind immer im Schnitt zwischen 8000 und 12000 km.
die haben das sogar mal exat rausgerechnet bei einer Urlaubsfahrt.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.


Zurück zu „Krankheitsbilder - Autismus“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast