Schulwechsel gescheitert!

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

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JasperJaspie
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Beitrag von JasperJaspie »

Hallo,
In der TK sagte mir am Freitag, dass sie wenn Kinder ausrasten und sich oder andere gefährden, sich auf die Kinder drauf gelegt wird. Eine Matte würde darunter liegen.
Auch das sie evt zu zweit eingreifen, wenn der Ausraster ganz heftig ist.
Dann wird das Kind in einen separaten Raum gebracht, wo es wüten kann unter Aufsicht eines Erwachsenen....
Also diese Methode könnte ich nicht tolerieren.
Jedenfalls nicht von fremden Menschen.
Wenngleich ich das gewissermaßen verstehen kann wegen der Fremdgefährdung.
Aber ansonsten finde ich das für einen Autisten kontraproduktiv.
Und es ist auch etwas anderes, wenn solch schwere Decke o.ä. auf ein Kind gelegt wird als ein Erwachsener, der sich auf das Kind legt in einer ohnehin üblen Situation für das Kind.
Ann *1969 mit Tochterkind *1991* sowie mit Sohn Jasper *2001* Asperger-Syndrom (Diagnose Februar 2014)

JasperJaspie
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Beitrag von JasperJaspie »

Also wenn ich mir im Netz die Beschreibungen zur Hypersensibilität durchlese, gibt es ja schon einige Unterschiede zu Asperger.
Mein Sohn hat eindeutig mehr von Hypersensibilität.
Das ist bei meinem Sohn genauso.
Ich denke aber, die Grenzen sind da auch fließend.
Ann *1969 mit Tochterkind *1991* sowie mit Sohn Jasper *2001* Asperger-Syndrom (Diagnose Februar 2014)

SimoneD.
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Beitrag von SimoneD. »

Bis jetzt alles prima.
N. ist lieb, hält sich an die Regeln dort, Schule klappt dort auch mit 4-6 Kindern - allerdings darf er sich wohl momentan noch die Aufgaben aussuchen. Keine Ausraster bisher - nix. Total angepasst.....

Bin gespannt. Nächste Woche werden wohl die Anforderungen etwas angehoben...
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (10 Jahre) Asperger Autist

HeikeLeo
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Beitrag von HeikeLeo »

Liebe Simone,

freut mich zu hören. Die Wachsamkeit wird erst langsam nachlassen, nach den Gruselerfahrungen, die er und Ihr in den Schulen machen musstet. Aber wenn es bis jetzt gut gelaufen ist, werden sie Ausbrüche vielleicht besser abfedern können, als die bisherigen Läden.

Und dass es bisher gut gelaufen ist, spricht eindeutig für die TK. Hätte ich nicht gedacht. Aber sie haben weich angefangen, was auch schon sehr gut war und was sich im Ergebnis zeigt. In der Montessori-Schule hattet Ihr die erste Explosion ja schon früher.

Liebe Grüße
Heike

IlonaN
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Beitrag von IlonaN »

Hallo SimoneD.,
das freut mich auch sehr, insbesondere das es doch noch kompetente TK zu geben scheint.
Auch kannst du nach den positiven Erfahrungen der ersten Tage sicher auch besser damit umgehen wenn es Rückschläge gibt.
Ich wünsch dem kleinen viel Kraft und Erfolg.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

SimoneD.
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Beitrag von SimoneD. »

In der Montessori war der 1. Knall ja bereits am 2. Tag.......

Das es bisher so gut läuft ist schon fast unheimlich :lol:
So als hätte ich denen ein komplett anderes Kind beschrieben. Das Auraster vom feinsten mit Fremdgefährdung hat, kann man so gar nicht glauben, so lieb und umgänglich wie er in der TK ist.

Ich entspanne mich langsam auch und das Trauma, wenn ich ihn abgegebe und die Angst wann wieder ein Anruf kommt verfliegt langsam. Ich gebe mein Kind mit einem guten Gefühl dort ab, weil er sich anscheinend wohl fühlt und somit geht es mir auch gut damit.

Fakt ist, wir wissen schon mal das es eine Schule mit kleinen Klassen sein muss! Somit macht es die Auswahl ziemlich klein, aber auch schwierig....
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (10 Jahre) Asperger Autist

HeikeLeo
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Beitrag von HeikeLeo »

Liebe Simone,

vielleicht liegt es nicht an den kleinen Klassen, sondern an der inneren Struktur und der Zugewandtheit der Mitarbeitenden.

Und wer weiß ... -
Auraster vom feinsten mit Fremdgefährdung
Du warst nicht dabei. Die Beschreibung stammt von Leuten, denen nicht zu trauen ist.

Auf alle Fälle drücke ich die Daumen, dass es so gut weiter geht.

Liebe Grüße
Heike

SimoneD.
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Beitrag von SimoneD. »

HeikeLeo,
stimmt. Ich war nicht dabei, aber die Schulbegleiterin. Es muss schlimm gewesen sein, aber wohl nicht ganz so krass wie die Schule es immer dargestellt hat...
Auch Ns. alter I-helfer von der vorherigen Schule hat jetzt im Nachhinein eingeräumt, dass er von den Bestrafungsmethoden der alten Schule nichts hielt und wusste, dass es so nicht funktioniert. Konnte sich aber gegen die Lehrerin nicht durchsetzen.

Ich habe übrigens immer noch keine schriftliche Ordnungsmaßnahme erhalten von dem Vorfall in Sport....
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (10 Jahre) Asperger Autist

SimoneD.
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Beitrag von SimoneD. »

Ist schon irgendwie komisch. Da gibt man sein Kind in die Tagesklinik, weiö er die Schulen mit Fremdgefährdung auseinander nimmt.....und davon ist in der TK bisher nichts zu sehen. Völlig anderes Kind....angepasst...entspannt.....er strickt dort sogar :-)
Ich freue mich darüber...aber merkwürdig ist es schon. Kann man gar nicht glauben, wenn man ihn dort so erlebt, das er so ausrasten kann
..
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (10 Jahre) Asperger Autist

SandyErgo
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Beitrag von SandyErgo »

Ich habe zwar keine Erfahrung mit einer Tagesklinik, kenne es aber,dass das Kind plötzlich wie verwandelt ist.

Mein Kind war in der L-FS der Störenfried Nummer 1 - provozierte in den Stunden, war laut, ärgerte andere Kinder, hat fast jeden Tag in der Schule was vergessen > bekam öfters mal "Strafen" uund ich bekam mehrmals in der Woche Beschwerden aus der Schule.
Dann bekam er Ritalin verordnet - da es aber mit dem Wechsel an die FS Sozio-Emotional zusammenfiel > können wir nicht genau sagen, ob die Veränderungen durch das Medikament, durch den Schulwechsel oder die Kombination von beidem gekommen sind: es gab in dem einen Jahr keine einzige Beschwerde aus der Schule - ärgert keine Kinder mehr, ist ruhig, stört nicht, vergißt auch kaum noch was.

Was mir aber aufgefallen ist: es hängt stark von der Lehrkraft ab - an der FS Lernen wurden trotz der bitte unserer Psychologin vom SPZ einige Dinge nicht umgesetzt >> was ich an einer Förderschule (im Gegensatz zur Regelschule) eigentlich schon erwartet hätte.
Mama 12/77
mit Tochter 11/06 FG 30+6 (nach HELLP-Syndrom) Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung mit noch leichter Sprachentwicklungsstörung, Hämochromatose (homozygot C282T im HFE-Gen)
und Sohn 08/09 FG 34+1 ADHS und kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung mit starker Betonung der aktiven Sprache

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