Waren eure Geburten problemlos?

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

Moderator: Moderatorengruppe

Daniplus
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Beitrag von Daniplus »

Hallo zusammen,
bei uns genau umgekehrt:
eine dramatische Geburt der großen Schwester als absoluter Notfall. Ein völlig normales Pubertier heutzutage.
Eine wunderbare Schwangerschaft und unkomplizierte Geburt bis auf: Kristeller und Saugglocke zum Schluß. Das hab ich jetzt schon mehrfach gelesen und gegrübelt.
Ich weiß, dass es so viel einfacher wäre, wenn ein Auslöser benannt werden könnte. Ein Grund, warum unsere Lieben so anders sind, wie sie sind. Vielleicht wird es das einmal geben. Bis dahin können wir nur tapfer sie weiter begleiten und helfen, den Weg zu ebnen.
Liebe Grüße und gute Gedanken
Daniplus
Daniplus (ohne Kalorien) mit Tochter Ly (in vieler Hinsicht ein besonderes Menschenkind), Jahrgang 2004

karya
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Beitrag von karya »

Hallo!

Mein autistisches Kind (Kind 1) bringt viele Risikofaktoren mit sich. Neben familiärer Belastung (bis zur Diagnose unseres Kindes waren mir die Belastungen gar nicht so bewusst) war da noch die problematische Schwangerschaft und traumatische Frühgeburt.

Ich lag ab der 24. SSW bis zur Geburt mit Betteruhe in der Klinik. In der 31. SSW bekam ich einen vorzeitigen Blasensprung und die Geburt wurde eingeleitet. Es kam zum Wehensturm, eine sehr schnelle Öffnung des MM und einem pathologischem CTG. Sohnemann wurde mit der Zange entbunden und hatte eine Verletzung am Hinterkopf und ein blaues Auge. Das Auge war richtig blau und es hat Wochen gedauert, bis der Bluterguss verschwunden ist.

Bei Kind zwei war die Geburt allerdings auch traumatisch (noch mehr als bei Kind 1) und ist kein Autist.

Ich bin auf die weiteren Antworten gespannt.

LG
karya mit
C. (04/07) "Grenzgänger" von Geburt an, Frühchen 31. SSW, Asperger Autist
L. (04/09) Z.n. Schulterdystokie, mittlerweile ausgeheilte Plexusparese links und erfolgreich operierter Schiefhals (10/11) links
E. (02/15) Spätfrühchen, gesund und munter

svennie
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Beitrag von svennie »

Hallo zusammen,
die Geburt hat sich bei uns sehr lange hingezogen mit vorzeitigem Blasensprung. Ich habe damals auch viel Blut verloren. Es gab aber keinen Notkaiserschnitt o.ä. Im Gegensatz zu meinen beiden Großen hat mein Jüngster Sohn aber kaum geschrien, er war das ruhigste Baby auf der ganzen Station.
Die Schwangerschaft war aber insgesamt sehr belastend und es gab oft irgendwelche Auffälligkeiten.
LG
Svenja
Sohn 10/2011: Asperger, hyperkinetische Störung, umschriebene Entwicklungsstörung der motorischen Funktionen, PG 2

JasperJaspie
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Beitrag von JasperJaspie »

Ich hatte Blasensprung direkt am Stichtag.
Nach ein paar Stunden im KH setzten die Wehen ein.
Irgendwann wurde es hektisch, schlechter werdende Herztöne und nichts ging vorwärts.
Es wurde dann auch der "Kristeller Griff" angewendet.
Als mein Sohn rauskam, hatte er die Nabelschnur um den Hals und es war wohl höchste Zeit.
Er schrie auch nicht.
Die APGAR-Werte waren gut, ich glaube sogar 10/10/10...

VG
Ann *1969 mit Tochterkind *1991* sowie mit Sohn Jasper *2001* Asperger-Syndrom (Diagnose Februar 2014)

JasperJaspie
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Beitrag von JasperJaspie »

P.S. Mein Sohn kam auch als sog. "Sternengucker" zur Welt = Hintere Hinterhauptslage.

Übrigens habe ich eine Freundin, die einen gleichaltrigen Aspie hat, wir haben komischerweise
ganz viele Gemeinsamkeiten und ihr Sohn war auch ein Sternengucker.
Ich habe schon mal gesagt, eigentlich müssten wir uns beide der Forschung zur Verfügung stellen, es ist doch komisch, so viele Gemeinsamkeiten zu haben (es sind wirklich auffällig viele) und dass wir
beide dann innerhalb von 3 Monaten einen Aspie bekamen...
Ann *1969 mit Tochterkind *1991* sowie mit Sohn Jasper *2001* Asperger-Syndrom (Diagnose Februar 2014)

AnnalenaO
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Beitrag von AnnalenaO »

@Engrid: er war blau bzw vielleicht bläulich und "piepste" einmal und begann direkt zu stmen. Er schrie aber halt nicht ausser diesem einen ersten Atemzug.
Mir wurde erklärt blau/ bläulich= 1 Punkt Abzug, kein schreien= 1 Punkt abzug.
Daher erster Wert 8. der Ph Wert vom Nabelschnurblun wurde auch bestimmt. War 7.1. , nach 5 Minutendann 7,21. so wurde mir das alles erköärt. Genauer dahintergeklemmt hab ich mich nie. Denn was würde das ändern? So meine Geeanken darum mache ich mir manchmal, aber ich verbiete sie mir auch. Ich bin auf meinen Sohn einfach nur stolz wie toll er das alles machg. Trotz seiner offensichtlich (auch für ihn ) vorhandenen Defizite. Er geht soooo vernünftig damit um, das macht mich einfach nur stolz. Er ist echt in jeder Hinsicht besonders.
Was die Ursache ist macht mir daher nicht soooo viel zu schaffen. Nur manchmal gibt es einen Stich. Aber erträglich.
Sohn 5/2009 Asperger Syndrom
Tochter 10/2012 Topfit

Tina4K
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Beitrag von Tina4K »

Ich glaube dass mein Sohn so eine vermurkste Geburt hatte weil er anders reagierte als normale Babys unter der Geburt.

Nicht die Umstände im Kreissall waren bei uns Schuld. Den das war eigentlich ganz entspannt und eine ruhige Atmosphäre mit einer relativ coolen entspannten Hebamme, die mich mein Ding machen lies.

Er hatte fiese Anpassungsstörungen und könnte einfach nicht gut ankommen.

Chaosmarie
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Beitrag von Chaosmarie »

Alle Kinder kamen in kurzen, unkomplizierten Geburten nach anstrengenden Schwangerschaften.

lg

Marie
"Scheffin" *2006 gesund und topfit, hochbegabt, Asperger
"Prinzesschen" *2007 fröhliche und charmante Kannerautistin, normal intelligent.
"kleiner Bruder" *2011 gesund, quietschfidel, hochbegabt, mit hoher Wahrscheinlichkeit Asperger.

Was glaubt Ihr, was hier los wäre, wenn noch mehr Leute wüssten, was hier los ist!

Sharima003
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Beitrag von Sharima003 »

Ich hatte eine relativ normale Geburt. Ein Tag vor Termin bekam ich den Blasensprung (praktischerweise auf der Toilette :D ) und dann kamen leicht die wehen. mein Problem war, dass sich der Muttermund nicht geöffnet hat. Die haben erst abgewartet und es dann mit leichten Wehenfördernden Mitteln probiert. Hat alles nichts gebracht. Nach einem Besuch in der Badewanne waren die Wehen ganz weg. Abends bekam ich dann auf eigenen Wunsch eine PDA und dann gab es die volle Dosis Wehenförderer. innerhalb 2 Stunden war meine Tochter dann da. 18 Stunden nach dem Blasensprung. Sie hat sich die ersten zwei Jahre auch normal entwickelt. Nur die Sprache war auffällig schlecht. Mit 6 Jahren bekamen wir die Diagnose Asberger

Sophie*
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Beitrag von Sophie* »

Wir haben noch keine Diagnose, nur einen Verdacht auf ASS, ich hoffe es ist okay, dass ich hier mitschreibe.

Unser Kind machte damals keine Anstalten, von selbst zu kommen, er kam dann bei 42+0 nach tagelangen Einleitungsversuchen. Die Geburt selbst war eher kurz und heftig, die Ausreibungsphase war in Relation zum Rest lang, ich habe viel Blut verloren und Mini war gestresst. Er hatte die Nabelschnur mehrfach um den Hals, Apgar war aber 9/10/10. PH 7,14 ... ich habe erst jetzt herausgefunden, dass das nicht viel ist. Damals wurde das nicht erwähnt und auch nicht ein zweites Mal geprüft.

(Schwangerschaft war ganz okay, hatte nur wenig Übelkeit und etwas Rückenschmerzen. Das Baby lag immer an einer Stelle, strampelte aber viel, hatte "seine Zeiten" und reagierte sehr sensibel auf Umgebungsreize.)
Sophie mit Mini *2015: Muskelhypotonie, globale Entwicklungsstörung, v. a. kognitiv und statomotorisch, Knick-Senkfüße, Makrozephalus, Epilepsie u. a. mit Myoklonien und Absencen, GdB 70 BGH. Bald Teilzeitrollstuhlfahrer. Liebt Tiere, Bahnen und Bücher. :D

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