Wenn Kind nicht zur Schule darf?!

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

Moderator: Moderatorengruppe

Miriel
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 127
Registriert: 23.09.2016, 10:53

Beitrag von Miriel »

Ah, und weil hier immer wieder können und wollen durcheinander kommt:
Ich würde da deutlich unterscheiden zwischen "können" im Sinne von Buchstaben kennen, Mathe verstehen, Aufgaben begreifen (das kann meiner alles sehr gut), und
"können" im Sinne von "die Aufgabe nach Vorgabe aufs Papier bringen", vielleicht noch in vorgegebener Zeit oder unter Beobachtung/Druck. Ich gehe davon aus, dass meiner das erste kann und mit dem zweiten Schwierigkeiten hat.

Ich kann übrigens nach erster Definition auch sehr sehr viel, im Job und zuhause. "Hochqualifiziert". Und trotzdem habe ich Tage, an denen ich in der Arbeit keine drei Wörter in 8 Stunden geschrieben habe, ich nenne es "Blockade". Manche Prüfungen habe ich auf diese Weise versemmelt, obwohl ich alles "konnte". Und ich habe auch Tage, an denen ich schon Nudeln kochen irrsinnig anstrengend finde und mich dabei verzettele. Beim Aufräumen sitze ich manchmal wie ein scheues Tier im Scheinwerferlicht und rühre exakt gar nichts an, weil es nicht geht. Und auch bei mir macht Druck das ganze um ein vielfaches schlimmer, Druck von außen, aber - vor allem - auch Druck von mir selbst. Je mehr ich denke "aber ich müsste doch!", desto weniger geht. Damit kämpfe ich manchmal immer noch, selbst nach vier Jahrzehnten "Übung". Ich kenne mich schon immer so, habe aber (bisher) keine Erklärung dafür.

Vielleicht fällt es mir deshalb viel leichter, Verständnis für mein Kind und sein nicht-können zu haben.
(und die momentan wieder aufkommende Frage, woher das bei mir kommt und wie ähnlich ich ihm letztendlich bin, die verschiebe ich auf die Zeit nach seiner Diagnostik....)

Grüße,

Miriel


Kind (09), ADS, V.a. ASS, oder irgendwas ganz anderes..
Kind (11), wild und munter

Benutzeravatar
T.Sophie
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1676
Registriert: 08.09.2013, 11:38

Beitrag von T.Sophie »

Hallo!

Miriel hat dazu ja schon echt gute Sachen geschrieben. Ich mag hier aber auch nochmal was dazu los werden...

Ich habe das Gefühl das du grundsätzlich deinen Sohn gegenüber negativ eingestellt bist. Und mir scheint es auch so, als wäre dir nicht klar was dein Sohn eigentlich alles leistet.

Ich kann z.B. aufräumen. Ich hab viel darüber gelernt wie man sinnvoll aufräumt und was es da eben so alles zu wissen gibt. ABER ich kann es eben doch nicht. Ich bin permanent blockiert, weil alles zu 100% perfekt sein muss. Eine grobe Ordnung kann ich nicht herstellen. Wenn aufräumen, dann eben zu 100% perfekt und wenn das nicht geht, dann räum ich lieber erst gar nicht auf.
Abgesehen davon, das ich sehr, sehr viel Zeit zum Aufräumen brauche. Stunden, Tage... Und das Chaos wird erstmal größer, wenn ich versuche meine perfekte Ordnung zu schaffen. Ein Erfolgserlebnis habe ich so nie. Und wenn erstmal aufgeräumt ist, dauert es keine Stunde, bis das 1. Chaos wieder da ist.

Genauso geht es mir bei sehr vielen anderen Dingen. Ich kann sehr vieles. Bin aber ständig blockiert, mache mir sehr viel Druck. Von außen kommt dann auch nochmal Druck... Nur, durch den Druck von außen wird der Druck den ich mir selber mache noch viel schlimmer.
Und von außen sieht niemand, wie viel Kraft und Energie mich das alles kostet. Würde man mal anfangen die Anstrengungen zu bewerten die ich brauche um Dinge zu machen, dann würde ich viel besser da stehen. Es wird aber leider immer nur auf das Ergebnis geschaut und das ist immer verdammt ernüchternd.
Ich würde jetzt mal vermuten, dass es deinem Sohn ähnlich geht.

Wenn dein Sohn zusätzlich Probleme mit den Buchstaben hat, könntest du im übrigen auch erstmal so Schreibübungen nutzen, damit ihm gewisse Dinge leichter fallen. Das hatte ich damals wegen Feinmotorikproblemen in der Ergotherapie. Es sind keine Buchstaben an sich, die geschrieben werden, sondern z.B. ZickZack - Linien, irgendwelche Bögen etc.


LG T.Sophie
Baujahr 1988 / diverese Traumafolgestörungen / Tinitus, Dysplasie im Knie / chronische Magen-Darm-Probleme (subtotale Dickdarmentfernung + Entfernung der Galle)
SBA mit 60GdB ohne Merkzeichen

ein.ZIG.Artig

SimoneD.
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 846
Registriert: 01.02.2016, 17:55

Beitrag von SimoneD. »

Ich fühle mich gerade wie eine richtig schlechte Mutter :(
Ihr habt mir keine Vorwürfe gemacht, aber mir Dinge aufgezeigt die ich so gar nicht gesehen habe. Wenn man erstmal in so einer verunsicherungsspirale drin ist, verliert man schon mal den Blick nach rechts und links. Wenn dann auch noch Außenstehende das Kind kritisch betrachten (Absichtliches Verhalten, verhaltensgestört, nicht erzogen etc..) tut das sein übriges.

Das Experiment welches Miriel vorgeschlagen hat werde ich machen und versuchen zu verstehen, das er wohl wirklich nicht kann...auch wenn es in manchen Situationen schwierig ist. Vorallem wenn er dabei grinst und es tatsächlich nach absichtlicher Verweigerung aussieht...
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (10 Jahre) Asperger Autist

RikeK.
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 498
Registriert: 21.06.2015, 13:49
Wohnort: Bremer Umland

Beitrag von RikeK. »

Mit hatte das ATZ letztens eine wunderbare Hausaufgabe für T und mich mitgegeben:

Machen Sie ein paar Tage (in Ihrer gemeinsamen Zeit) nur das, was Ihnen beiden gut tut.

Kann ich sehr empfehlen.

LG, Rike
Viele Grüße, Rike

Bücherwurm Jg 71
Sohn M. Jg 2000
Sohn T. Jg 2006, Asperger Autismus, ADHS (GdB 80 H, B - PS 1)
Hund, Jg 2015, Assistenzhund in Ausbildung

ZBirgit
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 99
Registriert: 07.07.2016, 18:42
Wohnort: Oberbayern

Beitrag von ZBirgit »

Hallo Simone,

auch ich erkenne meinen Sohn in Deinen Beschreibungen wieder.
Auch er konnte teilweise bei den Hausaufgaben nicht mal mehr 3+4 rechnen, wenn die Blockade gekommen ist. Vom Kopf her hätte er auch alles locker aus dem Ärmel schütteln können, aber er brachte es nicht aufs Papier.

Ich konnte das auch nie begreifen. Er sagt mir das Ergebnis einer Aufgabe und dann braucht er 20 Minuten und viele Ermahnungen, bis er die 2 Zahlen endlich aufs Blatt geschrieben hat. Da sind wirklich irgendwann die Nerven am Ende.
Er sagte dann immer: Ich weiß doch nicht wie.

In den Asperger Büchern wird das aber auch beschreiben, dass dies ein bekanntes Problem unserer Kinder ist. Sie sind nicht schlecht erzogen und sie machen das nicht mit Absicht, sie können wirklich nicht.
Hier im Forum bin ich dann mal auf den Begriff "Dyspraxi" gestoßen.
Da wurde mir erst mal bewusst, was es für unsere Kinder heißt, einfach nur 2 Zahlen zu schreiben. So einfach ist es für sie gar nicht.
Im Internet heißt es:

Zitat:
"Die Kinder sind sehr kreativ, wenn es um Ausreden geht, die ihre Unfähigkeit kaschieren sollen. Ein „ich will nicht“ bzw. „ich wollte nicht“ heißt i.d.R. „ich kann nicht“ bzw. „es ist mir nicht gelungen“.

"Aber auch das Schreiben als Vorgang an sich ist schon eine Herausforderung: Das Kind muss sich darauf konzentrieren, nicht nur den Stift zu halten, sondern ihn auch noch so zu halten, dass es damit Buchstaben, die es abgespeichert haben muss, in richtiger Dosierung des Drucks auf Papier bringt."

Vielleicht kannst Du danach im Internet oder hier im Forum stöbern. Da habe ich auch schon Tipps gefunden, wie damit umzugehen ist.

@Miriel: Ich schließe mich dem vorher an. Du hast echt gute Sachen geschrieben. Da habe ich mir wieder viele Dinge bewusst gemacht.

Viele Grüße
Birgit

Benutzeravatar
Regina Regenbogen
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 7848
Registriert: 12.07.2008, 18:37
Wohnort: Ostfriesland

Beitrag von Regina Regenbogen »

SimoneD. hat geschrieben:Ich fühle mich gerade wie eine richtig schlechte Mutter :(
Dann kannst du dir vielleicht auch vorstellen, dass sich dein Kind wie ein richtig schlechtes (= mangelhaftes) Kind fühlt.

Das mit deiner leicht zu verursachenden Unsicherheit solltest du endlich mal in den Griff bekommen, dir wird schon seit Monaten von diversen Usern geschrieben, dass sich diese Unsicherheit direkt auf dein Kind überträgt. Darüberhinaus scheinst du einen Hang zu Perfektionismus zu haben, damit übst du zusätzlich noch Druck auf ihn aus.

Ich befürchte, ihr habt mittlerweile den Status von Gegnern, nicht mehr von Vertrauten. Es kann gut sein, dass er dich teilweise provoziert, klappt ja auch immer hervorraggend, dass du wie ein HB-Männchen unter die Decke gehst und ihm für alles die Schuld gibst.

Du als Erwachsene musst diese Negativspirale unterbrechen, wenn du dafür mal genug Geduld aufbringst, wird dein Kind -sobald es dir wieder vertrauen kann- mitziehen.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

JasperJaspie
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 445
Registriert: 09.11.2013, 01:12
Wohnort: Norddeutschland

Beitrag von JasperJaspie »

Hallo Simone,

ich würde das Wort "Verweigerung" einfach durch "Blockade" ersetzen...
Verweigerung hat so etwas "Aktives/Gewolltes"....
Dann sieht vielleicht deine Sichtweise auch etwas anders aus.

Ann
Ann *1969 mit Tochterkind *1991* sowie mit Sohn Jasper *2001* Asperger-Syndrom (Diagnose Februar 2014)

MonikaSi
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 62
Registriert: 27.08.2014, 18:57
Wohnort: Bayern

Beitrag von MonikaSi »

SimoneD. hat geschrieben:Ich fühle mich gerade wie eine richtig schlechte Mutter :(
Ihr habt mir keine Vorwürfe gemacht, aber mir Dinge aufgezeigt die ich so gar nicht gesehen habe. Wenn man erstmal in so einer verunsicherungsspirale drin ist, verliert man schon mal den Blick nach rechts und links. Wenn dann auch noch Außenstehende das Kind kritisch betrachten (Absichtliches Verhalten, verhaltensgestört, nicht erzogen etc..) tut das sein übriges.

Das Experiment welches Miriel vorgeschlagen hat werde ich machen und versuchen zu verstehen, das er wohl wirklich nicht kann...auch wenn es in manchen Situationen schwierig ist. Vorallem wenn er dabei grinst und es tatsächlich nach absichtlicher Verweigerung aussieht...

Hallo Simone,

ich habe noch einen kleinen Tipp, wie Du wieder positive Energie tanken und auch Deinem Sohn geben kannst.

Meine Kinder lieben es, wenn ich erzähle, wie sie als Baby waren (natürlich nur die schönen Dinge). Oder was sie als Kleinkinder so angestellt haben. Wichtig ist da immer ein Portion Humor. Die beiden könnten sich kringeln, wenn ich erzähle, dass zuerst mein großer Sohn monatelang den Inhalt der Altpapierkiste zerschnipselt hat, dann war einige Monate Ruhe, dann fing meine Tochter an.

Bei allem Stress, es gab immer schöne Erlebnisse und diese hüten wir wie einen Schatz. Wir holen sie immer wieder raus, betrachten sie und packen sie wieder weg. Und es kommen neue Erlebnisse hinzu. Manchmal hilft ein Perspektivwechsel, um in banalen Dingen Schönes zu entdecken.

Mach Dir die positiven Seiten Deines Kindes klar, ganz bewußt.

LG
Kind 1: ASS, ADHS, Migräne, Neurodermitis
Kind 2: ASS, ADHS, Sprachstörung
Kind 3: ASS, Sprachstörung, Motorische Probleme

lilli227
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 373
Registriert: 02.02.2015, 09:02
Wohnort: Nürnberg

Beitrag von lilli227 »

Hallo,

ja was hier geschrieben wird kann ich auch nur nochmal bestätigen.

Zu Anfang ging es mir wirklich wie Simone und es hat mich oft runter gezogen. Den Gedanken, dass ich eine schlechte Mutter bin hatte ich oft und das auch ohne hier im Forum zu schreiben. Wir waren hier alle nicht entspannt und hatten viel zu kämpfen. Mit Abstand betrachtet würde ich aber auch sagen, dass mein Sohn derjenige war, der am meisten gelitten hat. Damals war er für mich jedoch eher Stressursache. Schwer zu beschreiben, ich war ja nicht richtig böse mit ihm oder hab ihm das gesagt, trotzdem war es eine absolute Negativspirale.
Mittlerweile ist unser gesamter Umgang besser geworden. Wir suchen uns viele positive gemeinsame Beschäftigungen. Schule ist nicht das wichtigste im Leben und wird hier mit dem nötigen Aufwand betrieben, aber ohne eine Situation zu schaffen, die für alle belastend ist.
Mein Sohn wird schulisch mit Sicherheit keine Glanzleistungen zeigen auch wenn er es "könnte". Ab und zu spitzt mal wieder etwas von seiner hohen Begabung durch, aber meist verwendet er die hohe Begabung auch nur in Bereichen für die er wirklich "brennt". Da kommt keiner an das ran, was er leisten kann.
So schätze ich mittlerweile auch seinen Werdegang ein und werde das nicht zu privaten Misserfolgen machen, wenn es in der Schule mal nicht so läuft. Mein Sohn ist ja intelligent, das hab ich schwarz auf weiß, er muss nur lernen in einer Stuktur wie der Schule zu funktionieren und das was gefordert wird umzusetzten. DAS ist es was mein Sohn in der Schule lernt. Den Rest bin ich mir sicher, wird er später meistern und in dem Bereich in dem er Arbeitet etwas besonders gutes machen.
Achja ich vermittle meinem Sohn auch viel Wertschätzug für Sachen die er besonders gut macht und kann, außerhalb der Schule und lasse das sehr wichtig werden. Denn da lernt er oft mehr und wir bauen dann eben Rechnungen ein, die er auf Anhieb löst und wesentlich weiter sind als der derzeitige Schulstoff. Wenn er soetwas löst weise ich ihn auch manchmal darauf hin, dass das jetzt schwieriger war als was derzeit in der Schule dran ist. Das macht ihn auch stolz.
Meine Geduld wird von meinem Sohn auch immer sofort belohnt. Er umarmt mich ganz stark, wenn ich ganz ruhig mit ihm weiter an den Hausis bleibe und ihm auch zeige, dass ich das verstehen kann, dass es nicht einfach ist. Und er sagt ganz oft "du bist die beste Mama auf der Welt". Das kam früher nicht... also klar ein Zeichen wie sehr er die ihm gegebene Zeit schätzt.
Ja ich muss sagen, dass die eigene Einstellung entscheidend das Verhalten und die Leistung der Kinder beeinflußt.
Auch die positiven Geschichten wie Monika es beschreibt sind hier ganz wichtig.
Aber auch klare Abmachungen und Strukturen.
Naja, schon Wahnsinn, in einem Jahr hat sich das alles sehr stark gedreht.
Glaub mir das kann auch bald für euch funktionieren.
LG
________________________
Sohn 09 -- Asperger und ADHS
Tochter 13

GabySP
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 974
Registriert: 12.01.2013, 17:32
Wohnort: NRW

Beitrag von GabySP »

Hallo Simone,

hier kommt noch ein praktischer Tipp: überlege doch mal, ob die räumlichen Gegebenheiten vielleicht nicht stimmig sind. HAs am Küchentisch gingen bei meinem Sohn überhaupt nicht. Er musste allein an seinem Schreibtisch in seinem Kinderzimmer sitzen. Erst dann wurde da was draus-und das bereits im ersten Schuljahr. Ich war da wohl mehr Ablenkung und Druckverursacher als hilfreiche Mutter.
Später in der Tagesgruppe war es selbstverständlich, dass jedes Kind einen eigenen Arbeitsplatz hatte und auch nur da gearbeitet hat. Vielleicht irritiert ihn auch die Umgebung.
Das Schreiben im Sinne der motorischen Fähigkeiten wurde auch besser, als wir durch Zufall über diesen rundgebogenen Patronenroller easy s'move ( oder so ähnlich, ich google nachher mal) gestolpert sind. Seitdem benutzt er in der Schule und für HAs nur noch diesen Stift, hat nie einen Füller besessen. Also versuche es einfach mal mit anderen Stiften. Und bitte frag' nicht vorher die Lehrerin um Erlaubnis. Wenn ihr was finden solltet, was besser geht, dann wird sie es schon akzeptieren.
LG Gaby
Asperger-Sohn, 01/2000

Antworten

Zurück zu „Krankheitsbilder - Autismus“