zukünftig vom JA Schulbegleiter gestrichen

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Frauke Britta
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zukünftig vom JA Schulbegleiter gestrichen

Beitrag von Frauke Britta »

ich fasse es nicht. Heute hatten wir HPG. Obwohl KJP und Autistenbeauftragte eine Schulbegleitung für den ges. Schulalltag fordern, möchte das JA diesen nicht mehr bezahlen.

Mein Sohn kann sich einigermaßen selbst organisieren. Schlecht wird es bei Klassensaalwechsel, was durch die Kurse vermehrt vorkommt.
Er hat eher schwierigkeiten, wenn Arbeiten geschrieben werden, oder wenn er eine Frage an den Lehrer hätte z.B. wenn er was nicht verstanden hat ( dann sagt er lieber nix), bei Gruppenarbeiten, also eher probleme Sozialemotional.

Das reicht dem JA aber nicht. Auch nicht die Tatsache daß mein Sohn eine Attestierte ( vom Arzt) Gedächtnsistörung hat. Er weiß viele Dinge nicht mehr, obwohl es erst vor kurzem war. So leider auch mit Engl. Vokabeln oder Mathe Formeln.

Gibt es irgendwo einen verbindlichen Text, der auch für RLP gilt, wo genau geregelt ist, wann eine Zahlung für einen Schulhelfer abgelehnt, bzw. nicht abgelehnt werden darf??

Da der Hilfeplan am 31.10.2015 ausläuft, kommt die I-Kraft nun nach den Ferien erst mal nicht mehr mit in die Schule.

Bin für jede Hilfe dankbar.

LG
Frauke-Britta
ALLES WIRD GUT

Sohn 11 Jahre Asperger, Rheuma, ADHS, V.a. Autoimmun-Enzephalitis.....
Zwillingsbruder 2003er Motzbeutel sonst unauffällig, Schwester 13 Jahre Asthma, außer der Pupertät eher unauffällig

Mamialex
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Beitrag von Mamialex »

Hallo Frauke- Britta!

So weit ich weiß, muss das JA eine Teilhabebeeinträchtigung feststellen/sehen.
Also, selbst mit einer Diagnose heißt es noch nicht, dass das Amt eine Beeinträchtigung so feststellt. ...liegt also erstmal daran, was die "sehen".

Hast Du einen aktuellen Bescheid?

Ich würde Widerspruch einlegen, gut begründet, auch mit entsprechend fachlichen Stellungnahmen von denen, die eben sehen, dass ein Bedarf besteht!

Alles Gute!
Mamialex

Mama*72 operierte Skoliose
Sohn*08 FG 34+2 SSW, F.84.0 HFA + ADHS
Sternchen im Herz *11.SSW 2008

Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen!

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claudia64
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Beitrag von claudia64 »

Schau mal hier rein, vielleicht hilft dir das weiter (uns damals leider nicht):

http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic.php?p=520439
C., Hashimoto, Morbus Dercum,
mit R., ♀, * '96, ASS, HB, ADHS, Asthma, Gelenkschmerzen
und M., ♀, * '00, Asthma, seit 05/16 Sensibilitätsstörungen d. li. Körperhälfte ohne erkennbare Ursache

kati543
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Beitrag von kati543 »

Hallo,
unser Jugendamt ist der gleichen Meinung jetzt bei unserem Ältesten. Sie will die I-Kraft jetzt "ausschleichen" bis zum Ende der 4. Klasse. Den Übergang in die weiterführende Schule soll er allein schaffen.
Mein Sohn kann sich auch fast selbst organisieren. Nur alle 7-14 Tage muss ich dann mal wieder mit der I-Kraft Kontakt aufnehmen, damit irgendetwas mit nach Hause gebracht wird oder Unterlagen in der Schule abgegeben/abgeheftet werden,...
Aber er kann fast nicht lesen (3. Klasse). Tests/Arbeiten in Deutsch, Mathe, Sachkunde liest die I-Kraft ihm immer vor. Seine Hand verkrampft unheimlich schnell beim Schreiben - also schreibt bei Arbeiten die I-Kraft irgendwann nach Diktat weiter. Auf diese Art und Weise konnte er bisher nach Regellehrplan beschult werden. Die SB vom JA meinte nun, er gibt sich nur keine Mühe und er solle doch eher lebenspraktisch unterrichtet werden.
Dass er wochenlang braucht nach jeden Ferien, ehe er sich wieder in die Schulsituation eingefunden hat, dass er schon aus der Schule nach Hause gefahren ist mit dem Taxi, weil er dachte er hätte Schluss (ohne Ranzen, ohne Jacke - der Taxifahrer war zum Glück sein Hauptfahrer und wusste wohin er muss) fand die SB alles nicht so wichtig. Die I-Kraft muss ja nichts machen, das schaffen alles die Lehrer. Notfalls muss eben der Förderbedarf geändert werden.
Ach ja...und unser behandelndes KJP sollten wir auch verlassen und in ein anderes gehen.
Also unser KJP war sehr sauer. Jetzt bekommen wir von dort erstmal einige neue Tests, die natürlich aussagen, dass er die Hilfe unbedingt noch braucht.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

Frauke Britta
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Beitrag von Frauke Britta »

@ mamialex: einen schriftlichen Bescheid habe ich noch nicht.
Widerspruch werde ich auf jedenfall einlegen.

@ Katrin: das ist bei Euch auch heftig.

Ich weiß nicht was das soll. Leidtragende sind wieder mal die Kinder.

Mir ist schleierhaft, warum sich eine Behörde, die keine Ahnung hat, über die Diagnosen und Empfehlungen von Ärzten, KJPs und Autistenbeauftragten hinweg setzen dürfen.

Ist das in anderen Bundesländern auch so??

Wenn wir so richtige "was juckt mich mein Kind Eltern", vielleicht noch in Kontakt mit Drogen und Alkohol, dann würden wir Anspruch auf Erziehungshilfe bekommen, wenn die Kinder dann auch ziemlich GAGA drauf wären.
Dann hätten sie 3 mal die Woche für 4 Stunden Gruppe bei der Erziehungshilfe direkt nach der Schule. Bekämen zu essen, die Hausaufgaben würden dort gemacht werden. Mehrfach im Jahr fahren sie dann für eine Woche in die Skifreizeit oder auf einen Segelturn oder machen andere tolle Sachen.
Bezahlt alles übers Jugendamt!!!

Irgendwas hab ich da falsch gemacht :oops:
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