soll ich wirklich klagen?

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

Moderator: Moderatorengruppe

Frauke Britta
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 151
Registriert: 28.08.2014, 14:35
Wohnort: Alzey

Beitrag von Frauke Britta »

Wir haben für meinen Sohn nur das H bekommen, der Widerspruch hat nichts gebracht. Obwohl mein Sohn mehrfachbehindert ist und sogar Schmerzpatient und manchmal sehr schlecht laufen kann, wurde uns nicht mal das G zugestanden.

Ich glaube wirklich es ist vom Versorgungsamt abhängig und welche Würfel dazu benutzt werden.

Klagen wollten wir nicht, da ich meinem Sohn nicht einem Gutachter "ausliefern" wollte. Wir waren in der Vergangenheit bei so vielen Ärzten und kliniken, dass mein Sohn da nicht mehr hin möchte.

Ich werde es erneut Zeitnah mit einem Verschlechterungsantrag versuchen.

Liebe Grüße

Frauke-Britta
ALLES WIRD GUT

Sohn 11 Jahre Asperger, Rheuma, ADHS, V.a. Autoimmun-Enzephalitis.....
Zwillingsbruder 2003er Motzbeutel sonst unauffällig, Schwester 13 Jahre Asthma, außer der Pupertät eher unauffällig

uli3
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 717
Registriert: 15.08.2008, 19:45
Wohnort: Bayern

Beitrag von uli3 »

Hallo,

wollte mich mal wieder melden.
Wir haben uns eigentlich für eine Klage entschieden. Bei der Suche nach einem Anwalt habe ich aber sehr schnell aufgegeben. Mit zwei Anwälten habe ich telefoniert. Der Erste wollte 200 € extra Fahrtkosten und der andere meinte gleich warum ich das B überhaupt will und er könne das wohl machen sieht aber keinen Sinn dahinter da unser Sohn erst 9 ist und auch ein normaler 9 jähriger nicht alleine Zug fährt...

Ich hab das dann so stehn gelassen da er auch von mehreren Jahren gesprochen hat was mir dann doch etwas viel wurde.

Nun ist natürlich die Zeit verstrichen in der ich klagen könnte.
Mein Sohn ist aber zur Zeit sehr ängstlich und man kann zu keiner Veranstaltung mehr mit ihm gehen. Das nagt jeden Tag an mir. Ich denke mir täglich dass uns das B einfach zustehn müsste da er definitiv nicht ohne mich klar kommt.

Wie kann ich jetzt noch vorgehen.

Mein Antrag liegt ja nun schon lange zurück aber das Verfahren wurde erst kürzlich beendet. Kann ich jetzt wieder mit einem Verschlimmerungsantrag daherkommen oder ist das lächerlich??

Und wo bekomme ich denn ein Gutachten für ihn her?? Ich bin ja derjenige der täglich mitihm umgeht. Die Ärztin sieht ihn 1x jährlich und kennt ihn nicht wirklich.

Reicht es wenn die Heilpädagogin aus der Therapie was schreibt??

Oder ist der Zug jetzt einfach abgefahren und ich muß damit klarkommen??

Liebe grüße
Uli
Moritz 03 ADS,Asperger
Kilian 06 Asperger juvenile rheumatische Arthritis

Sandra F
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 780
Registriert: 14.06.2013, 10:22
Wohnort: Burscheid

Beitrag von Sandra F »

Hallo Uli,

zu den Fristen kann ich dir leider nix sagen, aber die Anwälte sind ja schon ne Nummer. Heftig.

Hast du dir mal die Liste von Autismus Deutschland ev. angesehen?

http://www.autismus.de/recht-und-gesell ... liste.html

Da würde ich zumindest nochmal nach einem Anwalt suchen.
Habt ihr eine Rechtsschutzversicherung?

Gruß
und viel Erfolg
Sandra
Christopher 09/2006 Asperger + ADHS

elke bernau
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 290
Registriert: 08.10.2009, 13:06
Wohnort: Rüdnitz

Beitrag von elke bernau »

Hallo uli3,

wir haben nach 4 Jahren Klage das H und B bekommen. Es ist ein langer Weg. Wir wurden 2x begutachtet, einmal aus Sicht einer Pflegesachverständign und 1x aus Sicht eines gerichtlich bestellten Gutachters (Neurologe). Wir haben die Merkzeichen rückwirkend ab 2011 bekommen.
Aber es hat natürlich trotz Prozeßkostenhilfe Geld und zusätzlich Zeit und Nerven gekostet. Bei uns wurde eine gewisse Eigengefährdung anerkannt, da es dem Sohn auch unmöglich ist, sich Hilfe zu holen bzw. telefonischen Kontakt herzustellen. Seine Orientierung reduziert sich auf einen lange Zeit eingeübten Weg. Er kann das Haus nur in Begleitung verlassen.
Ich weiß nicht, ob mal wieder das Alter des Kindes gesehen wird und die Vermutung, dass wächst sich noch auch. Das wird gerne gemacht, ist aber rechtlich nicht in Ordnung.

LG elke

uli3
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 717
Registriert: 15.08.2008, 19:45
Wohnort: Bayern

Beitrag von uli3 »

Hallo Elke,

das ärgert mich so dass das so ein Kampf sein muß. Aber auf eben diesen Kampf habe ich gar keine Lust. Es muß doch selbstverständlich sein dass ein Kind das nicht mit fremden Personen redet und auch nicht alleine zu solchen Leuten in den Aufzug oder Zug steigt ein B notwendig ist. Dass es da erst eine Fremdgefährdung braucht finde ich allerhand. Es geht doch um das Empfinden des Kindes.

Lg Uli
Moritz 03 ADS,Asperger
Kilian 06 Asperger juvenile rheumatische Arthritis

Antworten

Zurück zu „Krankheitsbilder - Autismus“