Therapie im SPZ - Altersbeschränkungen?

Zum Teil unterscheiden sich die rechtlichen und organisatorischen Strukturen zwischen Deutschland und den verschiedenen Nachbarländern erheblich. Hier in dieser Rubrik sammeln wir alle landesspezifischen Infos.

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BirgitW
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Therapie im SPZ - Altersbeschränkungen?

Beitrag von BirgitW »

Hi,

ich haett da folgende Frage: als wir im Winter 2004/05 in Oesterreich waren, haette Gabriel Spieltherapie im SPZ bekommen, aber die Warteliste war leider grad so lang, wie wir in Oesterreich waren.

Jetzt frag ich mich grad, wie das ist. Gibt es dafuer Altersbeschraenkungen, dass man im SPZ Therapien bekommt, oder sonstige Beschraenkungen?

Und wie sind eure Erfahrungen mit den KK: wenn der Kinderarzt verschreibt, gibts dann nie Probleme mit Therapien oder schon? Oder gibts sowas wie maximale Obergrenzen fuer Therapien, die der KA verschreiben "darf"?


Danke vielmals und liebe Gruesse,
Birgit
Mama von Gabriel (*2002, Sauerstoffmangel waehrend der Geburt; allgemeine Entwicklungsverzoegerung; komplexe Wahrnehmungsstoerung: Magensonde zw. 15 Monaten und 2,5 Jahren; Autismusspektrumsstörung diagnostiziert 2012, vermutet schon lange vorher), Julian (*2004, gesund), Florian (*2008, gesund) und Elisabeth (*2012, gesund)

neni
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Beitrag von neni »

liebe Birgit,

bis jetzt -und das sind immerhin über 12 Jahre- hatte ich nie Probleme mit Bewilligungen für Therapien.
Altersbeschränkung? wie denn und wofür? kenne ich nicht.
In der Pädiatrie? ja , da werden sie keine Erwachsene nehmen. Sagt doch der Name.
Aber für Erwachsene gibt es genauso Angebote.

Wenn ein Patient Therapien braucht wird er sie auch bekommen.

lg
neni

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BirgitW
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Beitrag von BirgitW »

Hallo Neni,

danke fuer die Antwort. Ich hab hier nur immer wieder gelesen (hauptsaechlich Deutschland), dass z.b. der Arzt keine Ueberweisungen fuer Therapie mehr schreiben wollte mit der Begruendung Therapiepause waer jetzt gut...

Ausserdem ist es in Canada so, dass beispielsweise in dem Therapiezentrum, wo Gabriel Therapie bekam, es eine Alterbeschraenkung gibt: 0-5 Jahre. Deswegen dachte ich, vielleicht gibts auch aehnliches fuer das SPZ.
Ich denke auch mal, dass z.b. die mobile Fruehfoerderung es wohl nur fuer z.b. 0-6 jaehrige geben wird.... (?)

Aber wahrscheinlich ist es einfach so, dass man einen guten Kinderarzt braucht, der einem die Ueberweisungen fuer die Therapien schreibt :wink: ... und wenn er nicht will, dann geht man halt zu einem anderen KiA, ganz einfach.

Danke jedenfalls fuer deine Antwort!
Liebe Gruesse,
Birgit
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neni
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Beitrag von neni »

Hallo Birgit,

also normal ist, der Arzt entscheidet , was für eine Therapie, Behandlung, Medikamente man braucht. Nicht die Mutter des Patienten, die irgendwo irgendwas im Internet gelesen hat. :wink:

In Deutschland hat der Arzt ein Budget von der KK , den er nicht überschreiten darf. Hier gibt es sowas (noch?) nicht. Nur in der Form, dass für sehr teure Medikamente eine billigere Alternative von der KK vorgeschlagen wird.

Ja, die mobile Frühförderung ist für Kinder , die noch nicht in der Schule gehen. Andererseits muss ja auch nicht unbedingt die Frühförderung nehmen, man kann Therapeuten selber suchen.

SPZ sind Sonderschulen. Dort wird entweder Therapien mitangeboten oder man kann seinen Therapeuten dorthin schicken.

Mach dir nicht soviel Sorgen. Dein Kind wird seine Therapien bekommen.
So oder so

lg
neni

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BirgitW
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Beitrag von BirgitW »

Hallo Neni,

naja, wenn ich mich nur auf Aerzte und ihr Urteil verlassen haette, dann waere Gabriel heute nicht da wo er ist. Selbiges gilt fuer Therapeuten.
Natuerlich haben beide im Prinzip ein umfassenderes Wissen, aber inzwischen kenn ich meinen Sohn schon sehr gut, und gluecklicherweise hab ich inzwischen auch schon besser gelernt zu unterscheiden zwischen guten und schlechten Therapeuten oder guten und schlechten Aerzten. Ich habe selbst promoviert, ich weiss also nur zu gut wie gut bzw. schlecht der Durchschnitt studiert :wink:. Ausserdem ist es fuer einen Kinderarzt komplett unmoeglich, sich ueberall bestens auszukennen. Was ich mir wuensche, ist eine gute Kommunikation zwischen Therapeuten, KiA und Eltern. In unserem Fall sind die Eltern nochmal ein Stuek wichtiger, weil Gabriel 1,5 Jahre in den USA Therapie bekam, ein halbes Jahr in Oesterreich und 2,5 Jahre in Canada.
Gluecklicherweise stosse ich aber immer wieder auf ganz ganz ausgezeichnete Fachkraefte, aber dafuer muss man manchmal auch ganz schoen lange suchen.

Ganz wichtig war mir zu wissen, dass Aerzte bisher kein Budget vorgeschrieben bekommen haben von den KK in Oesterreich. Das ist schonmal gut. Natuerlich zahlen sie nur Kassenbetraege, und private Therapeuten verlangen sicher im allgemeinen mehr, aber besser ein bisserl als gar nichts. :wink:

Danke nochmal und viele liebe Gruesse,
Birgit
Mama von Gabriel (*2002, Sauerstoffmangel waehrend der Geburt; allgemeine Entwicklungsverzoegerung; komplexe Wahrnehmungsstoerung: Magensonde zw. 15 Monaten und 2,5 Jahren; Autismusspektrumsstörung diagnostiziert 2012, vermutet schon lange vorher), Julian (*2004, gesund), Florian (*2008, gesund) und Elisabeth (*2012, gesund)

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