Motorische Entwicklungsverzögerung, 19 Monate, kein freies Gehen

In dieser Rubrik könnt ihr euch über diverse Krankheitsbilder austauschen - z. B. Skoliose, Kyphose, Cerebralparese usw.

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Lykidas
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Motorische Entwicklungsverzögerung, 19 Monate, kein freies Gehen

Beitrag von Lykidas »

Ein liebes Hallo an alle

Ich habe in der Vorstellungs-Runde schon von unserem Sohn Lars erzählt: Er ist 19 Monate alt, wurde zwei Wochen vor dem Termin per Kaiserschnitt entbunden, weil er nicht mehr gewachsen war. Bei der Geburt war er nur 2.3 Kg schwer und hatte einen etwas zu kleinen Kopf (32 cm).

Seine grobmotorische Entwicklung war von Anfang an verzögert: Mit 8 Monaten konnte er sich endlich drehen, mit 10 Monaten kriechen, mit 11 Monaten frei sitzen, mit 13 Monaten begann er zu krabbeln. Mit 15 Monaten zog er sich hoch und geht seitdem Wänden und Möbeln entlang, kann aber weder frei stehen noch gehen. Er war von Anfang an hypoton und hat weiterhin eine Hypotonie, vor allem der Beine.

Wir waren gestern beim Kinderneurologen: Die kognitive Entwicklung sei altersentsprechend. Kraft und Reflexe seien gut, Verdacht auf eine Muskelerkrankung besteht Gott sei Dank nicht. Allerdings ist die Hypotonie gerade der Beine schon sehr ausgeprägt, er ist ein "floppy infant" und vermutlich der Grund, dass er noch nicht läuft. Es besteht eine motorische Entwicklungsverzögerung. Vielleicht würde auch ein Gleichgewichtsproblem bestehen. Nun soll Lars Physiotherapie kriegen und mit 2 Jahren nochmals eine Kontrolle beim Neurologen.

Ich würde mich gerne mit anderen Eltern/Angehörigen austauschen, die auch ein hypotones Kind haben, dass beim Laufen lernen Probleme hatte. Ich halte diese Ungeduld kaum noch aus, weil Lars motorisch gefühlt seit Monaten keine Fortschritte mehr macht.
Lars, 06/2020, SGA-Kind mit Geburtsgewicht 2300 g, motorische Entwicklungsverzögerung, generalisierte, beinbetonte Muskelhypotonie unklarer Ursache
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Michaela.Sandro
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Re: Motorische Entwicklungsverzögerung, 19 Monate, kein freies Gehen

Beitrag von Michaela.Sandro »

Hallo Lykidas, entwicklungsverzögerte Kinder haben häufiger „Entwicklungspausen“, hier ist in der Tat Geduld gefragt und Förderung statt Forderung. Lars hat ja alle Entwicklungsschritte bis zum Laufen geschafft und so wäre ich grundsätzlich optimistisch, dass es weitergeht auch mit Hypotonie
Ich würde allerdings mal ein SPZ aufsuchen, die Aussage vom Neurologen zur Kontrolle erst in zwei Jahren finde ich sehr lang. Liebe Grüße Michaela
Michaela alleinerziehend, Teilzeit berufstätig (Bj. 12/67) und Sohn Sandro (19.01.07.) Herz-OP nach Geburt, geistige Behinderung, Diagnose, evtl. ein unbekanntes Syndrom. Er kann laufen, einigermaßen sprechen, PG 4 , 100% SB aber ein Schatz!
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Alexandra2014
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Re: Motorische Entwicklungsverzögerung, 19 Monate, kein freies Gehen

Beitrag von Alexandra2014 »

Michaela.Sandro hat geschrieben: 04.02.2022, 12:31 Ich würde allerdings mal ein SPZ aufsuchen, die Aussage vom Neurologen zur Kontrolle erst in zwei Jahren finde ich sehr lang. Liebe Grüße Michaela
Mit zwei Jahren zur Kontrolle, nicht in. Also in 5 Monaten… :wink:

@ Lykidas:
mein Kind hat sich motorisch ähnlich entwickelt. Gedreht mit gut 6 Monaten, gerobbt mit gut 8 Monaten, mit 10,5 Monaten frei sitzen mit 11 Monaten an Möbeln entlang laufen, mit 15 Monaten erst Krabbeln und mit 19,5 Monaten die ersten freien Schritte.
Mein Kind war/ist ebenfalls hypoton, im Rumpf und in den Beinen. Man hat lange Gleichgewichtsstörungen vermutet, die sich aber „langfristig“ nicht bestätigt haben. Sie ist mit 3,5 Laufrad gefahren, mit 5 Fahrrad und hat mit 8 auch Skifahren gelernt. Alles ohne große Unfälle. Mit dem Rad ist sie in ihrem bisherigen Leben genau 2x gestürzt, als sie beim Fahren nach hinten geschaut hat und vom Feldweg auf den Acker daneben gefahren ist. Mit dem Laufrad kein einziges Mal.

Bei uns liegt eine motorische Dyspraxie vor. D.h. dass alle Bewegungsabläufe viel häufiger geübt werden müssen, bevor sie sich automatisieren, was bei gesunden Kindern quasi nebenbei geschieht.

Beim Laufen lernen musst du leider Geduld haben.
Wir hatten damals einen Laufstall, den ich mitten ins Wohnzimmer gestellt habe. 1 m davon entfernt, habe ich mein Kind dann hingestellt und losgelassen. Zwei, drei Schrittchen und sie konnte sich wieder festhalten. Dann habe ich die Distanz immer ein bißchen vergrößert und irgendwann ist sie bis zum Laufstall gelaufen, hat sich kurz festgehalten, wieder losgelassen und ist weiter gelaufen.

Danach wurde es nochmal sehr anstrengend, denn wenn sie fiel, dann steif nach hinten, wie ein Baumstamm. Man musste also immer dahinter bleiben. Nach einer Weile hat sie dann bemerkt, dass sie einen Popo hat, auf dem man landen kann. :lol:

Inzwischen gehen auch Wanderungen von 4-5 Stunden, ohne dass sie müde wird, aber „Leistungssportlerin“ wird sie nicht. Es sieht schon alles etwas steif und ungeschickt aus, aber sie hat Freude an Bewegung.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, Epilepsie (temporo-okzipitale sharp slow wave Komplexe, primär links mit teilweiser Ausbreitung nach rechts)
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Re: Motorische Entwicklungsverzögerung, 19 Monate, kein freies Gehen

Beitrag von Lykidas »

Alexandra2014 hat geschrieben: 04.02.2022, 14:26
Michaela.Sandro hat geschrieben: 04.02.2022, 12:31 Ich würde allerdings mal ein SPZ aufsuchen, die Aussage vom Neurologen zur Kontrolle erst in zwei Jahren finde ich sehr lang. Liebe Grüße Michaela
Mit zwei Jahren zur Kontrolle, nicht in. Also in 5 Monaten… :wink:

@ Lykidas:
mein Kind hat sich motorisch ähnlich entwickelt. Gedreht mit gut 6 Monaten, gerobbt mit gut 8 Monaten, mit 10,5 Monaten frei sitzen mit 11 Monaten an Möbeln entlang laufen, mit 15 Monaten erst Krabbeln und mit 19,5 Monaten die ersten freien Schritte.
Mein Kind war/ist ebenfalls hypoton, im Rumpf und in den Beinen. Man hat lange Gleichgewichtsstörungen vermutet, die sich aber „langfristig“ nicht bestätigt haben. Sie ist mit 3,5 Laufrad gefahren, mit 5 Fahrrad und hat mit 8 auch Skifahren gelernt. Alles ohne große Unfälle. Mit dem Rad ist sie in ihrem bisherigen Leben genau 2x gestürzt, als sie beim Fahren nach hinten geschaut hat und vom Feldweg auf den Acker daneben gefahren ist. Mit dem Laufrad kein einziges Mal.

Bei uns liegt eine motorische Dyspraxie vor. D.h. dass alle Bewegungsabläufe viel häufiger geübt werden müssen, bevor sie sich automatisieren, was bei gesunden Kindern quasi nebenbei geschieht.

Beim Laufen lernen musst du leider Geduld haben.
Wir hatten damals einen Laufstall, den ich mitten ins Wohnzimmer gestellt habe. 1 m davon entfernt, habe ich mein Kind dann hingestellt und losgelassen. Zwei, drei Schrittchen und sie konnte sich wieder festhalten. Dann habe ich die Distanz immer ein bißchen vergrößert und irgendwann ist sie bis zum Laufstall gelaufen, hat sich kurz festgehalten, wieder losgelassen und ist weiter gelaufen.

Danach wurde es nochmal sehr anstrengend, denn wenn sie fiel, dann steif nach hinten, wie ein Baumstamm. Man musste also immer dahinter bleiben. Nach einer Weile hat sie dann bemerkt, dass sie einen Popo hat, auf dem man landen kann. :lol:

Inzwischen gehen auch Wanderungen von 4-5 Stunden, ohne dass sie müde wird, aber „Leistungssportlerin“ wird sie nicht. Es sieht schon alles etwas steif und ungeschickt aus, aber sie hat Freude an Bewegung.

Gruß
Alex
Hallo Alex, vielen Dank für deine Rückmeldung. Ja genau, Kontrolle in 4 Monaten, mit dann knapp 2 Jahren. In welchem Alter hat eure Tochter erstmals Physio gehabt? Mich ärgert etwas, dass unser Kinderarzt so lange gewartet hat. Und wie gesagt verunsichert mich, dass Lars in den letzten 3 Monaten motorisch kaum Fortschritte gemacht hat. Vielleicht ist er noch sicherer beim Aufstehen und niederknien geworden (immer mit einer Hand irgendwo festhaltend) und geht noch mehr den Wänden entlang, aber ansonsten hat sich nicht mehr viel getan.
Lars, 06/2020, SGA-Kind mit Geburtsgewicht 2300 g, motorische Entwicklungsverzögerung, generalisierte, beinbetonte Muskelhypotonie unklarer Ursache
Angela77
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Re: Motorische Entwicklungsverzögerung, 19 Monate, kein freies Gehen

Beitrag von Angela77 »

Hallo Lykidas,
meine gesunde Tochter war wegen ihrer Hypotonie extrem entwicklungsverzögert: gekrabbelt mit 15 Monaten, gelaufen mit 26 Monaten. Kognitiv immer sehr fit und sprachlich extrem voraus - ganz im Gegensatz zu meinem Sohn.
Sie bekam bis zum 6. Lebensjahr viel Physiotherapie,ab 5 Ergotherapie und einen I-Platz im Bewegungskindergarten. Mit sechs konnte sie Radfahren, mit sieben hatte sie den Freischwimmer. Lange Zeit war Sport ihr Lieblingsfach, obwohl es notenmäßig ihr schlechtes Fach war .... Kein Mensch würde heute glauben, dass sie motorisch gesehen einen derart schwierigen Start hatte. Die Neuropädiaterin war sich aber auch mit 18 Monaten schon sicher, dass Mila nur eine benigne (gutartige) Hypotonie hätte, diese allerdings sehr ausgeprägt. Sie hatte Recht!!!
Liebe Grüße und alles Gute
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)
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Alexandra2014
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Re: Motorische Entwicklungsverzögerung, 19 Monate, kein freies Gehen

Beitrag von Alexandra2014 »

Lykidas hat geschrieben: 04.02.2022, 16:23
Alexandra2014 hat geschrieben: 04.02.2022, 14:26
Michaela.Sandro hat geschrieben: 04.02.2022, 12:31 Ich würde allerdings mal ein SPZ aufsuchen, die Aussage vom Neurologen zur Kontrolle erst in zwei Jahren finde ich sehr lang. Liebe Grüße Michaela
Mit zwei Jahren zur Kontrolle, nicht in. Also in 5 Monaten… :wink:

@ Lykidas:
mein Kind hat sich motorisch ähnlich entwickelt. Gedreht mit gut 6 Monaten, gerobbt mit gut 8 Monaten, mit 10,5 Monaten frei sitzen mit 11 Monaten an Möbeln entlang laufen, mit 15 Monaten erst Krabbeln und mit 19,5 Monaten die ersten freien Schritte.
Mein Kind war/ist ebenfalls hypoton, im Rumpf und in den Beinen. Man hat lange Gleichgewichtsstörungen vermutet, die sich aber „langfristig“ nicht bestätigt haben. Sie ist mit 3,5 Laufrad gefahren, mit 5 Fahrrad und hat mit 8 auch Skifahren gelernt. Alles ohne große Unfälle. Mit dem Rad ist sie in ihrem bisherigen Leben genau 2x gestürzt, als sie beim Fahren nach hinten geschaut hat und vom Feldweg auf den Acker daneben gefahren ist. Mit dem Laufrad kein einziges Mal.

Bei uns liegt eine motorische Dyspraxie vor. D.h. dass alle Bewegungsabläufe viel häufiger geübt werden müssen, bevor sie sich automatisieren, was bei gesunden Kindern quasi nebenbei geschieht.

Beim Laufen lernen musst du leider Geduld haben.
Wir hatten damals einen Laufstall, den ich mitten ins Wohnzimmer gestellt habe. 1 m davon entfernt, habe ich mein Kind dann hingestellt und losgelassen. Zwei, drei Schrittchen und sie konnte sich wieder festhalten. Dann habe ich die Distanz immer ein bißchen vergrößert und irgendwann ist sie bis zum Laufstall gelaufen, hat sich kurz festgehalten, wieder losgelassen und ist weiter gelaufen.

Danach wurde es nochmal sehr anstrengend, denn wenn sie fiel, dann steif nach hinten, wie ein Baumstamm. Man musste also immer dahinter bleiben. Nach einer Weile hat sie dann bemerkt, dass sie einen Popo hat, auf dem man landen kann. :lol:

Inzwischen gehen auch Wanderungen von 4-5 Stunden, ohne dass sie müde wird, aber „Leistungssportlerin“ wird sie nicht. Es sieht schon alles etwas steif und ungeschickt aus, aber sie hat Freude an Bewegung.

Gruß
Alex
Hallo Alex, vielen Dank für deine Rückmeldung. Ja genau, Kontrolle in 4 Monaten, mit dann knapp 2 Jahren. In welchem Alter hat eure Tochter erstmals Physio gehabt? Mich ärgert etwas, dass unser Kinderarzt so lange gewartet hat. Und wie gesagt verunsichert mich, dass Lars in den letzten 3 Monaten motorisch kaum Fortschritte gemacht hat. Vielleicht ist er noch sicherer beim Aufstehen und niederknien geworden (immer mit einer Hand irgendwo festhaltend) und geht noch mehr den Wänden entlang, aber ansonsten hat sich nicht mehr viel getan.
Unser Kind hat leider eine Vorgeschichte. Sauerstoffmangel vor der Geburt durch mehrere Behandlungsfehler. Deswegen hatten wir ohnehin von Geburt an Physiotherapie, ab 2,5 Jahren dann Ergotherapie stattdessen.
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, Epilepsie (temporo-okzipitale sharp slow wave Komplexe, primär links mit teilweiser Ausbreitung nach rechts)
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Gaby79
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Re: Motorische Entwicklungsverzögerung, 19 Monate, kein freies Gehen

Beitrag von Gaby79 »

Hallo Thomas,

freut mich, dass der Termin gut gelaufen ist. Wie schon gesagt wurde, musst du Geduld haben. Auch wenn ihr jetzt mit Physio anfangt, erwarte bitte für die nächsten Monate bis zum Kontrolltermin keine Wunder. Kann sein der Knoten platzt und es tut sich was. Wenn nicht wäre das aber auch nicht überraschend. Physio dauert einfach bis man Erfolge sieht. Einfach weiterhin der Alltag aktiv gestalten, Schwimmen gehen, Bobby Car fahren wenn das geht und Spass haben nicht vergessen!

Schönes Wochenende!
Gaby
Tochter 2014 Extremfrühchen nach Hellp und Präeklampsie, Hirnblutung in utero, Hirnfehlbildung, Hydrazephalus, VP Shunt. Kämpferin und Superhirn.
Sohn 2016 Frühgeburt, Sonnenschein und Kuschelprinz
Zusammen unschlagbare Alltagshelden.
LittleSusi
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Re: Motorische Entwicklungsverzögerung, 19 Monate, kein freies Gehen

Beitrag von LittleSusi »

Hallo an dich und an Lars,
wenn du möchtest können wir uns gerne austauschen dann schicke ich dir über eine privat Nachricht meine Handynummer.
Unser Sohn ist auch seit der Geburt hypoton.
Er hat zusätzlich einschießende Spastiken in den Armen und Beinen.
Er ist geboren im Mai 2019. Er ist aufjedenfall deutlich entwicklungsverzögerter als Lars.
Wenn ich deine Nachricht so lese fällt mir sofort ein SPZ ein wie die anderen geschrieben haben und eine gute Hilfsmittel Versorgung.
Also ich würde mich freuen über eine Antwort.
Liebe Grüße Susann und Finn.
Susanne Th.
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Re: Motorische Entwicklungsverzögerung, 19 Monate, kein freies Gehen

Beitrag von Susanne Th. »

Hallo Lydikas,

auch ich möchte Dir ein bisschen Mut machen.
Unser mittlerweile 37 jähriger Sohn hatte direkt nach der Geburt eine Gehirn- und Gehirnhautentzündung. Er hatte anfangs keinerlei Reflexe, war schwer hypoton. Eine linksseitige Spastik zeigte sich dann im Laufe der ersten Lebensmonate. Schon im Krankenhaus bekam er Physiotherapie nach Bobath, bis ins Grundschulalter.

Seine motorische Entwicklung war ähnlich wie bei Eurem Sohn.....an Wänden und Möbeln stehen oder entlanglaufen mit 18 Monaten. Dann gab es eine Entwicklungspause von fast 6 Monaten, es tat sich nichts.
Bei seinen Voraussetzungen hatten wir doch schon etwas die Hoffnung aufgegeben, dass er jemals frei laufen würde. Dafür begann er mit 7 Monaten zu sprechen und hatte mit 12 Monaten den Sprachschatz eines 3 jährigen.

Dann, völlig unerwartet, stand er eines Tages bei uns am Couchtisch, ließ los und lief!

Habt Geduld und Zuversicht!
LG Susanne
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Lydiah
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Re: Motorische Entwicklungsverzögerung, 19 Monate, kein freies Gehen

Beitrag von Lydiah »

Hallo zusammen,
dass ein Kind, das in dem Alter schon unterstützt geht, den nächsten Schritt zum freien Gehen nicht schafft, scheint mir extrem unwahrscheinlich, zumal wenn es keine entsprechenden Diagnosen etc. gibt. Ich denke auch, es ist nur eine Frage der Zeit. Unser Kind lief erst mit ca, 2,5 Jahren, aber gut, wir hatten eben auch entsprechende Vorbefunde.

VG
Lydia
____
Maus *2016 mit 460 Gramm bei 24+6, ICP Stufe 2 beinbetont, PVL, operierte Kraniosynostose, operierte Hüftdysplasie und Schielen, sonst fit und ziemlich pfiffig.
Antworten

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