Inkontinent 8 Jahre alt

In dieser Rubrik könnt ihr euch über diverse Krankheitsbilder austauschen - z. B. Skoliose, Kyphose, Cerebralparese usw.

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NicoleJJ
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Re: Inkontinent 8 Jahre alt

Beitrag von NicoleJJ »

Anjali hat geschrieben:
20.08.2020, 07:01
Guten Morgen,

...wie selbstorganisiert ist dein Sohn denn (schon)?
Wäre es möglich, die Regel einzuführen, dass er jeder zweite Unterrichtspause auf die Toilette zu gehen hat?
Geht er denn morgens, bevor er zur Schule geht, noch einmal auf die Toilette?


Naja... er ist eigentlich überhaubt nicht selbsorganisiert. Selbst wenn er in die Klasse kommt, braucht er noch Unterstützung bei der Organisation seines Arbeitsplatzes. Und seine Betreuerin / Erzieherin schicken ihn schon öfter. Weil er selbst nicht Bescheid gibt.

Anjali
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Re: Inkontinent 8 Jahre alt

Beitrag von Anjali »

Ok, ich ging davon aus, dass ihn -im Gegensatz zum Kindergarten- in der Schule niemand mehr auf die Toilette schickt.

Also wird bzw. wurde er schon regelmäßig auf die Toilette geschickt, es passiert(e) aber trotzdem jeden Tag ein Malheur? (Mir geht es um die Regelmäßigkeit, denn darin läge vielleicht ein Ansatz, die Windel überflüssig werden zu lassen).
Viele Grüße
Anja

Mutter mit Sohn (19 Jahre / Asperger-Autist)

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Engrid
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Beitrag von Engrid »

Hallo,

Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht, das schon. Aber helfen kann man schon, wenn die Inkontinenz an der Wahrnehmung liegt: Mehr Sicherheit geben, mehr Struktur, Überreizung eindämmen.
Da gibt es einige Ansätze, ich weiß nicht, wie bei Euch die Situation ist, und was schon gemacht wird:
Stichwort TEACCH (Strukturierungshilfen wie Tagespläne, Wochenpläne, Aufgaben maßgeschneidert übersichtlicher machen, Garderobenplatz markieren, zb farblich, usw usf), reizarme Pausen schaffen, reizarmer Arbeitsplatz (am Rand, vorne, evtl Abschirmung überlegen, ...)

Zu TEACCH gibt’s Bücher zum Nachlesen. Auch über TEACCH hinaus gibt es viele Möglichkeiten, die zb eine gute Ergotherapeutin oder Verhaltenstherapeutin (mit Expertise für ASS/AD(H)S), oder Autismustherapeutin kennt.


Ich würde sagen: Nimm die zeitweise Inkontinenz als Anzeiger für Überforderung.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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