Intelligenztest und Intelligenzminderung

In dieser Rubrik könnt ihr euch über diverse Krankheitsbilder austauschen - z. B. Skoliose, Kyphose, Cerebralparese usw.

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Lila28
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Intelligenztest und Intelligenzminderung

Beitragvon Lila28 » 11.12.2019, 20:00

Hallo ihr Lieben,

ich bin noch ganz neu hier. Unsere Geschichte ist etwas länger, leider haben wir schon viel erlebt. Es geht um meinen 5 jährigen Sohn. Ich versuche mich kurz zu fassen, deshalb beschreibe ich stichpunktartig die Ereignisse der letzten Jahre. Im Folgenden wird es um vier verschiedene Kitas gehen.

Anfang 2017 (Sohn war gerade 3 geworden, Anfang des Jahres): Aufnahme in Kita 1. Nach kurzer Zeit stellte Kita 1 Verhaltensprobleme fest. Mein Sohn ärgerte und schlug andere Kinder, konnte keinen normalen Kontakt zu ihnen aufbauen. Er konnte sich nicht an Regeln halten. Aber er hatte einen sehr guten Wortschatz und fiel durch seine schlagfertige Wortwahl auf. Er war motorisch sehr unruhig. Die Erzieher*innen haben mir die Frühförderung empfohlen und wollten eine Integrationskraft für den Kindergarten haben. Im Sommer wechselte mein Sohn in Kita 2, da die Kita näher war und ein Platz frei geworden ist. In Kita 2 fielen die gleichen Probleme auf, aber eine Integrationskraft wollten die Erzieher*innen nicht haben. Die Verhaltensprobleme wurden im Laufe der Frühförderung besser und mein Sohn konnte immer mehr mit anderen Kindern spielen. Die Frühförderung stellte einen Verdacht auf motorische Entwicklungsverzögerung.

Herbst 2017: Ich lernte meinen (noch) Mann kennen. Anfangs war alles gut, er akzeptierte meinen Sohn und war liebevoll. Im Laufe der Beziehung/Ehe kam es zu häuslicher Gewalt gegen mich in allen Formen. Mein Sohn erlebte verbale Gewalt durch meinen (noch) Mann und manchmal erlebte er auch die Gewalt an mir...

Herbst 2018: Kita 2 ist aufgefallen, dass mein Sohn wohl sehr intelligent ist. Er ist sehr neugierig, hat einen hohen WIssensdurst und stellt viele Fragen. Er beschäftigt sich lieber mit Erwachsenen, statt mit Kindern. Er ist aber sehr impulsiv und dominant und motorisch immer noch unruhig. Dennoch sind ihm Regeln und das Einhalten dieser sehr wichtig. Deshalb wurde die Untersuchung in einem SPZ empfohlen. Kita 2 vermutete eine Hochbegabung.

Frühjahr 2019: Ich war schwanger und schaffte endlich die Flucht gemeinsam mit meinem Sohn in ein Frauenhaus. Nach einem Monat erfolgte ein weiterer Umzug in Frauenhaus 2. In der neuen Heimatstadt besuchte mein Sohn Kita 3. Dort zeigte er gar keine Auffälligkeiten bis zum Herbst.

Herbst 2019: Umzug in eine eigene Wohnung und Geburt meines zweiten Sohnes. Mein Sohn wechselte erneut den Kindergarten aufgrund der Entfernung. Vor dem Wechsel wurde er in Kita 3 auffällig, er hatte eine Erziehrin gebissen und viel rum geschrien.

Zwischen dem Wechsel von Kita 3 und Kita 4 fand die Untersuchung im SPZ statt. Das ist auch mein eigentliches Anliegen.

Im SPZ wurde mein Sohn von einer Kinderärztin, einer Psychologin und einer Heilpädagogin untersucht. Die Kinderärztin stellte schnell fest, dass mein Sohn sich auf die Untersuchung nicht gut einlassen konnte. Er verweigerte manche Aufforderungen und zeigte ein sehr kleinkindhaftes, nicht altersgemäßes Verhalten. Die Psychologin führte einen non verbalen Intelligenztest aufgrund des Verdachts auf Hochbegabung von Kita 2 durch. Die Heilpädagogin untersuchte die Motorik meines Sohnes.
Nun wurden die Ergebnisse mir mitgeteilt und erklärt. Die Psychologin zeigte mir die Auswertung des Tests. Mein Sohn erzielte unterdurchschnittliche Ergebnisse. Ich war darüber geschockt...dazu muss ich sagen, dass mir von anderen Menschen und von allen Kindergärten immer gesagt wurde, dass mein Sohn sehr schlau sei. Mir ist auch aufgefallen, dass er sehr viele Fragen stellt und auch schon vieles weiß. Er interessiert sich für Zahlen und Buchstaben. Er kann die Zahlen von 1 bis 10 lesen und schreiben. Seinen Namen kann er auch schreiben.
Die Psychologin erklärte, dass mein Sohn sich vielleicht nicht gut auf den Test einlassen konnte und dass ihr aufgefallen ist, dass er sehr selbstunsicher ist. Deshalb vermutet sie, dass die Ergebnisse nicht eindeutig sind und dass er sie verbessern kann. Deshalb soll der Test in ca.1 Jahr wiederholt werden. Die schlechtesten Ergebnisse hatte er in dem Bereich "Kategorien". Außerdem schätzen alle Ärzte und Therapeuten meinen Sohn immer noch als sehr belastet ein (aufgrund der vielen Veränderungen und der erlebten Gewalt). Deshalb werden keine weiteren therapeutischen Maßnahmen empfohlen, ich soll ihn weiterhin zur Frühförderung bringen und zum Taekwondo. Da waren wir bisher 1x und das hatte ihm gefallen. Die Heilpädagogin vermutet ebenfalls eine motorische Entwicklungsverzögerung. Diagnostisch soll noch gar nichts gemacht werden, da die Psychologin gute Entwicklungschancen bei meinem Sohn sieht. Demnächst sollen aber noch seine sprachlichen Fähigkeiten getestet werden, um zu überprüfen, ob er deshalb Probleme mit der Ausführung von Aufforderungen hat.

Ich habe nun (dummerweise) im Internet über Intelligenztests, IQ-Tests und die sogenannte Intelligenzminderung nachgelesen. Auf vielen Seiten steht, dass ein unterdurchschnittlicher IQ auf eine Intelligenzminderung oder Lernbehinderung hinweist. Die motorische Entwicklungsverzögerung, Aggressivität, niedrige Frustrationstoleranz und Unruhe würde auch zu dieser Diagnose passen. Ich mache mir nun Sorgen, dass mein Sohn eine Intelligenzminderung hat. Zuhause ist er selbstständig. Er macht sich selbst Frühstück (Toastbrot mit Butter und Belag, Cornflakes mit Milch), hilft im Haushalt mit (räumt sein Zimmer auf, saugt und wischt Staub) und er kann sich selbstständig an und ausziehen. Selbstständiges Spielen und Beschäftigen ist auch möglich. Im Kindergarten ist er auch selbstständig. In Kita 4 sind noch keine Auffälligkeiten beschrieben worden. Ich habe extra nachgefragt.
Wäre die Selbstständigkeit bei einer Intelligenzminderung überhaupt möglich?

Vor ein paar Wochen hatte mein Sohn noch einen Probetag in der Grundschule. Dort wurden die Kinder in Kleingruppen aus jeweils 5 Kindern und 2 Lehrer*innen eingeteilt und bastelten und malten dort 2 Stunden. Von den Lehrer*innen erhielt ich keine negative Rückmeldung. Ihnen ist nichts aufgefallen.

Zuhause fallen mir folgende Dinge auf: mein Sohn ist schnell gelangweilt, braucht sehr viel Aufmerksamkeit. An Regeln hält er sich weitesgehend. In den letzten Wochen malt und bastelt er immer mehr. Die Stifthaltung verbessert sich auch. Er hat eine große Neugier und stellt sehr viele Fragen. Wenn ihm aber langweilig ist, macht er laute Geräusche und ist motorisch unruhig. Er ist ungeduldig und zu Terminen kann ich ihn eigentlich gar nicht mitnehmen. Wenn bei uns Zuhause Besuch ist, wird er auch sehr anstrengend. Er stört bei Gesprächen ständig und macht einen eifersüchtigen Eindruck. Das war auch schon früher so, seit er ungefähr 2 Jahre alt ist. Manchmal wird er auch aggressiv, schreit, weint oder wirft etwas zu Boden. Das passiert, wenn er etwas nicht darf, oder etwas nicht versteht, oder etwas nicht richtig hinbekommt, wie er es sich vorstellt.

Kennt sich hier jemand mit Intelligenzminderung und dem non verbalen Intelligenztest aus? Kann mein Sohn seine Ergebnisse wirklich verbessern?

Ich mache mir große Sorgen, dass er diese Intelligenzminderung hat. Ich verurteile solche Menschen nicht. Dadurch dass ich Soziale Arbeit studiere, weiß ich aber, dass die Gesellschaft Menschen mit Behinderungen immer noch oft ausschließt und schlechter behandelt. Ich habe Angst, dass mein Sohn auf eine Förderschule muss und keine guten Zukunftschancen hat. Und ich habe Angst, dass er sich unterfordert fühlen wird, denn ihm ist ja jetzt schon ständig langweilig.

Unter welchen Symptomen und Umständen wird die Diagnose Intelligenzminderung gestellt? Dürfen/können solche Kinder eine "normale" Grundschule besuchen? Ist ein Haupt- oder Realschulabschluss möglich?

Liebe Grüße

Lila28

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Re: Intelligenztest und Intelligenzminderung

Beitragvon Lila28 » 11.12.2019, 20:18

...ich will noch einige Infos hinzufügen:

die Schwangerschaft bei meinem Sohn war unauffällig. Ich hatte aber Eisenmangel und trennte mich von seinem Vater und ich hatte psychischen Stress. Mein Sohn kam pünktlich zum errechneten Termin auf die Welt, hatte gute Apgar-Werte, normales Geburtsgewicht und normale Größe. Die Blutuntersuchung war unauffällig, ebenso das Hörscreening. Er entwickelte sich im ersten Lebensjahr total normal. Konnte sich mit ca. 4 Monaten von dem Rücken auf den Bauch drehen, fing einige Monate später an zu krabbeln und dann zu laufen. Er hatte in den ersten Lebensmonaten abends Schreistunden, aber es war aushaltbar. Beikost konnte ich mit ca. 5 Monaten beginnen. Im zweiten Lebensjahr war er sehr lebhaft und räumte sämtliche Schränke aus. Ich musste wirklich alle Gegenstände in höher liegende Schränke sortieren. Mein Sohn wuchs zweisprachig auf und hatte schon früh einen guten Wortschatz auf beiden Sprachen. Kurz vor dem zweiten Geburtstag wurde er impulsiver und sehr trotzig. Er hatte keine auffälligen Krankheiten, bis auf Pneumokokken und dadurch einen Krankenhausaufenthalt, weil das Antibiotikum nicht anschlug und er das Trinken verweigerte (ca. 1,5 Jahre alt). Die U-Untersuchungen waren überwiegend unauffällig. Er zeigte eben immer wieder mal sein trotziges und verweigerndes Verhalten. Den Seh- und Hörtest bestand er aber immer. Der Kinderarzt hatte keine besonderen Maßnahmen empfohlen.

Anjali
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Re: Intelligenztest und Intelligenzminderung

Beitragvon Anjali » 11.12.2019, 20:37

Hallo,

die ganzen Symptome, die dich eine Intelligenzminderung wider jedes bessere Wissen/jede bessere Erfahrung befürchten lassen, können theoretisch auch bei hochbegabten Kindern auftreten.
Lass dich nicht von einer einzelnen Testung, die laut Testerin gar keine sichere Aussagekraft besitzt, dermaßen verunsichern.
Wenn dieser „vermaledeite“ Test nicht durchgeführt worden wäre, hätte doch niemand (einschließlich dir) jemals eine Intelligenzminderung vermutet, oder?
Viele Grüße
Anja

Mutter mit Sohn (18 Jahre / Asperger-Autist)

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Re: Intelligenztest und Intelligenzminderung

Beitragvon Anne_mit_2 » 11.12.2019, 20:42

Hallo Lila28,

bei einem einmaligen schlechten Intelligenztest bei einem durch seine Vergangenheit belasteten, noch jungen Kind in einer Umgebung, in die er nicht allzu regelmäßig kommt, sollte man noch nicht von Intelligenzminderung sprechen. Er ist erst 5 Jahre alt. Da können gerade belastete Kinder in vielen nicht entspannten Situationen ihr volles Potential gar nicht abrufen. Zu groß ist der Energieaufwand für das 'unter Kontrolle halten' der Situation.

Sicher werden Dir noch andere im Forum antworten und konkretere Kommentare zu einzelnen Tests abgeben. Mir wurde bei meinem Sohn übrigens gesagt, dass wir ihn unter gar keinen Umständen vor dem Alter von 6 (besser noch von 7) Jahren testen lassen sollten, da er durch seine Impulsivität leicht mal grundlos blockieren und dadurch den Test verfälschen könnte. Dieser Test soll ja die Intelligenz und nicht die psychische Belastbarkeit testen.

Viele Grüße,
Anne

mel1220
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Re: Intelligenztest und Intelligenzminderung

Beitragvon mel1220 » 11.12.2019, 20:43

Hallo,

ich sehe hier große Übereinstimmungen zu unserem Sohn. Auch er war bereits im Kindergarten auffällig.
Vielleicht magst du mal in meinen ganz alten Beiträgen lesen? Unser Sohn ist schwer traumatisiert und vieles von Dir beschrieben kommt bei ihm von seinem Trauma. Seit 1,5 Jahren sind wir in Psychotherapie. Unser 6er im Lotto.

Auf einen einzelnen Test würde ich nichts geben, mach dir da nicht so einen Kopf. Du kennst dein Kind am besten.

Viele Grüße
Mel

Anjali
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Re: Intelligenztest und Intelligenzminderung

Beitragvon Anjali » 11.12.2019, 20:55

...kleiner Nachtrag:

ich hänge noch ein „herzliches Willkommen im Forum 🌞“ dran.
Viele Grüße
Anja

Mutter mit Sohn (18 Jahre / Asperger-Autist)

CarolaBerlin
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Re: Intelligenztest und Intelligenzminderung

Beitragvon CarolaBerlin » 11.12.2019, 23:55

Hallo lila,

nonverbale Intelligenztests sind ( wie alle anderen) so eine Sache...
in dem Moment, wo dein Sohn in einer Kategorie einen Fehler( oder einen2.) macht oder verweigert wird von einem Nichtkönnen ausgegangen.
Dann darf nicht weiterprobiert werden.

So kannst Du Dir die schlechten Ergebnisse jetzt erklären, denn in einer Trennungssituation ( oder warst du dabei?) wird dein Kind nicht kooperativ sein sondern auf Überlebensmodus und Totstellen schalten.
Such Dir eine andere Stelle, falls der Test wiederholt werden sollte, du musst diese Ergebnisse auch nicht rausgeben.

Eigentlich fällt eine Minderbegabung einer Mutter schon auf....

LG Carola , deren Sohn von 68 (geistig behindert) auf 82 und dann beim Kurztest auf 94 gesprungen ist...und der wirklich schwer lernt

Rita2
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Re: Intelligenztest und Intelligenzminderung

Beitragvon Rita2 » 12.12.2019, 00:38

Hallo,

erst mal willkommen hier im Forum.

Was ich nicht verstehe ist, warum ein nonverbaler Test gemacht wurde. Dein Sohn spricht doch und er versteht doch auch Anweisungen.
Beim Nonverbalen Test (ich vermute SON-Test) wird gar nichts gesagt, sondern nur vorgemacht. Das kann für ein sprechendes Kind auch sehr komisch sein und vielleicht macht deshalb das Kind auch nicht mit.
Uns hat mal eine Psychologin gesagt, daß der richtige Wert nicht schlechter sein kann als beim Test herauskam, aber sehr wohl auch deutlich besser.
Du schreibst von unterdurchschnittlichen Ergebnissen. Was du wie die Werte waren? Ein Ergebnis von 90% ist auch unterdurchnittlich (da kleiner 100) aber trotzdem in der Norm. Von Lernbehindert spricht man erst von Werten unter 85%, d.h. erst bei Werten unter 85% kommt eine Sonderschule in Frage. Aber wenn er sich jetzt schon im Kindergarten langweilt, weiß ich nicht warum er nicht auf eine normale Grundschule gehen sollte. So wie du dein Kind beschreibst, klingt das nicht nach geistigen Problemen.

Wenn dich das Ergebnis sehr streßt, dann versuche das er nochmals getestet wird. Aber dann mit einem anderen Test.

LG
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

kati543
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Re: Intelligenztest und Intelligenzminderung

Beitragvon kati543 » 12.12.2019, 08:48

Hallo,
also ich bin erstmal der Meinung, dass du im SPZ nicht wirklich an der richtigen Stelle warst, vielleicht haben Andere hier das Gefühl ja auch noch. Aber vielleicht deute ich das auch nur rein.
Der SON-R bei einem Kind mit „schlagfertiger Wortwahl“ ist wohl eindeutig daneben. Der SON-R berücksichtigt den gesamten Komplex Sprache nicht. Wenn ein Kind aber gerade dort seine Stärken hat, kann das schon sehr nachteilig sein, wenn der Test verwendet wird. Bei meinen nicht-sprechenden, bzw. später sehr schlecht sprechenden Kindern wurde dieser Test verwendet. So schnell es irgend ging, wurde auf einen anderen Test gewechselt.
Tja, nun zu deiner Frage:
Ich bin mir zu 100% sicher, dass das Ergebnis bei euch falsch ist und dein Sohn tatsächlich keine Intelligenzminderung hat. Aber da du gefragt hast, es gibt tatsächlich Kinder, die in bestimmten Bereichen eine super Entwicklung (deutlich besser als der Durchschnitt) vorweisen und bei ganz anderen Tätigkeiten (eben die sogenannten Alltagspraktischen Tätigkeiten und alle andere Bereiche) Versagen sie vollständig. Das sieht man aber. Mein Jüngster hat z.B. eine super Begabung was sprechen, schreiben, lesen angeht - nur er kann noch nicht einmal selbstständig essen,... und ist jetzt 11 Jahre. Mein Jüngster ist beim IQ auch von unter 50 auf 68 gesprungen. Das ist rein der Unterschied, der dadurch entstand, weil plötzlich die Sprache mit bewertet wurde.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

Silvia & Iris
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Re: Intelligenztest und Intelligenzminderung

Beitragvon Silvia & Iris » 12.12.2019, 09:10

Hallo Lila28,

sag, was gibt es außer der Frühförderung und dem Kindergarten noch so als Programm für deinen Sohn? - Geht ihr Schwimmen? - Ergotherapie? - Therapeutische Spielgruppen?
- Er zeigt also eigentlich in der Interaktion in einer Gruppe Gleichaltriger keine wirklichen Probleme? - Oder ist doch auch eine soziale Komponente dabei...

Wie ist sein Zugang zu elektronischen Medien? - Schaut er fern? - Spielt elektronische Spiele?
Natürlich hinterlässt auch die Interaktion deines Partners Spuren... - Daher: vielleicht hilft hier auch eine Gruppe um ihn wieder die "Normalität" zu zeigen, wo er sich vielleicht mal "auskotzen" darf... - Er muss vielleicht auch einiges verarbeiten... - uns wurde auch so ein Boxsack empfohlen, damit er sich abreagieren kann, seine angestaute Wut wegbringt...

Raus in die Natur, viel Bewegung!
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört


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