Button gezogen, wie heilt das Stoma besser zu?

Hier könnt ihr Fragen rund ums Thema Ernährung stellen. Usern, deren Kinder über eine Sonde ernährt werden, möchten wir hier ebenfalls eine kleine Austauschplattform bieten.

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Jessica_Felix
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Button gezogen, wie heilt das Stoma besser zu?

Beitragvon Jessica_Felix » 03.08.2013, 13:41

Hallo,

bei Felix wurde ende April diesen Jahres der Button gezogen, weil er den nicht mehr braucht. Das Stoma ist recht klein geworden, aber oft noch gerötet und ab und an läuft etwas heraus, was wie Wundwasser aussieht, also klar. Mageninhalt ist es definitiv nicht. Ich reinige das Stoma mit Octenisept und Kamille. Ein Pflaster möchte er nicht mehr drauf haben. Habt Ihr eine Idee, was es für Mittelchen oder Pflaster gibt, die das Stoma schneller heilen und schließen lassen?

LG Jessi
Felix * 22.10.2007, Tracheomalazie, Hypoplastischer Larynx, Subglottische Stenose, BPD, Z. n. Aortoventropexie, Z. n. Ösophagusatresie Typ IIIb, Z. n. mehrfacher Bougierung der Ösophagusstenose, Z. n. laparoskopischer Fundoplikatio, Refundoplikatio und Re-Refundoplikatio, TS 01.08. bis 07.12., Button 08.08. bis 04.13

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Esther55
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Beitragvon Esther55 » 03.08.2013, 14:21

Hallo,

Kamille würde ich weglassen. Ich pflege sowas bei meinen Patienten mit Octenisept, Betaisodona und steriles Pflaster. Wenn es nicht allzu dolle nässt dann alle 2 Tage neu, ansonsten jeden Tag.


Was sagt denn der Arzt dazu, das es noch nicht ganz geheilt ist?
LG Esther

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Jessica_Felix
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Beitragvon Jessica_Felix » 03.08.2013, 14:41

Hallo,

die Chirurgen meinten, das könnte länger dauern, bis es zu ist, da er ja lange eine Sonde drin hatte (ca. 5 Jahre). Unserem KiA gefällt es nicht so gut, weis aber auch nicht weiter. Pflaster möchte mein Sohn möglichst nicht mehr drauf haben. Er toleriert es nur nachts, manchmal ist es aber auch schon morgens ab :-(.

LG Jessi
Felix * 22.10.2007, Tracheomalazie, Hypoplastischer Larynx, Subglottische Stenose, BPD, Z. n. Aortoventropexie, Z. n. Ösophagusatresie Typ IIIb, Z. n. mehrfacher Bougierung der Ösophagusstenose, Z. n. laparoskopischer Fundoplikatio, Refundoplikatio und Re-Refundoplikatio, TS 01.08. bis 07.12., Button 08.08. bis 04.13

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Beitragvon Jessica_Felix » 03.08.2013, 14:45

Betaisodona als Salbe oder Lösung. Was ist besser?
Felix * 22.10.2007, Tracheomalazie, Hypoplastischer Larynx, Subglottische Stenose, BPD, Z. n. Aortoventropexie, Z. n. Ösophagusatresie Typ IIIb, Z. n. mehrfacher Bougierung der Ösophagusstenose, Z. n. laparoskopischer Fundoplikatio, Refundoplikatio und Re-Refundoplikatio, TS 01.08. bis 07.12., Button 08.08. bis 04.13

Esther55
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Beitragvon Esther55 » 03.08.2013, 16:33

Endweder als Salbe oder als Gaze, allerdings weiß ich nicht ob man die bei Kindern schon anwenden darf. Da müsstest du Dich erkundigen.

VG und alles Gute Esther
LG Esther

Mama Ursula
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Beitragvon Mama Ursula » 03.08.2013, 16:39

Hallo Jessi!

Hat Euer KiA einen Abstrich gemacht? Wenn das Sekret keimarm ist, würde ich weder Beta noch Desinfektionsmittel drauf machen.
Falls Felix es tolleriert, könnte ein Schürfwundenpflaster helfen - Wunden heilen feucht besser :wink: Dieses bildet ein gelartiges Kissen und kann 2-3 Tage oder auch länger (wenn es hält) draufbleiben. Meist kann man es nach 1-2 Wochen ganz weglassen und der Rest heilt "trocken" :wink:

Achtung - Beta färbt enorm! Genauso wie Rivanol - was ich eigentlich besser finde.

Toll, dass Felix nun auch keine PEG mehr braucht :D Alle Stomas weg, ist echt super!

Grüßle
Ursula
Kinderkrankenschwester mit Fachweiterbildung Palliativ Care und Außerklinische Beatmung.
Pflegemutter von Jessy (16 J., schwerster Hirnschädigung wegen Sauerstoffmangel), kl.Bub (1 Jahr mit schwerster Hirnschädigung, Reflux, Spastisch-steife Knie), 2 gr. Jungs - ausgezogen.

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Beitragvon Jessica_Felix » 03.08.2013, 17:55

Hallo Mama Ursula,

ein Abstrich wurde gemacht o. B. Habe eben Betaisodonasalbe geholt und werde das mal ein paar Tage probieren. Was genau sind Schürfwundenpflaster? Eigentlich heißt es doch, dass Wunden besser trocken heilen. Pflaster möchte Felix gar nicht mehr drauf haben. Er genießt es jetzt ohne Pflaster. Das Tracheostoma ist ja nun vor 2 Wochen zugenäht worden und braucht jetzt nichts mehr drauf. Alles gut verheilt. Jetzt ist er natürlich viel im Wasser ;-) und da halten auch die "Wasserpflaster" nicht lange, die ich da drauf haben will, wenn er matscht oder schwimmt. Beta kenne ich schon, das hatten wir mal als die PEG so entzündet war. Ich werde da eine sterile Kompresse drauf machen ;-).

LG Jessi
Felix * 22.10.2007, Tracheomalazie, Hypoplastischer Larynx, Subglottische Stenose, BPD, Z. n. Aortoventropexie, Z. n. Ösophagusatresie Typ IIIb, Z. n. mehrfacher Bougierung der Ösophagusstenose, Z. n. laparoskopischer Fundoplikatio, Refundoplikatio und Re-Refundoplikatio, TS 01.08. bis 07.12., Button 08.08. bis 04.13

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Mama Ursula
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Beitragvon Mama Ursula » 03.08.2013, 18:36

Was genau sind Schürfwundenpflaster? Eigentlich heißt es doch, dass Wunden besser trocken heilen. Pflaster möchte Felix gar nicht mehr drauf haben. Er genießt es jetzt ohne Pflaster. Das Tracheostoma ist ja nun vor 2 Wochen zugenäht worden und braucht jetzt nichts mehr drauf. Alles gut verheilt. Jetzt ist er natürlich viel im Wasser ;-) und da halten auch die "Wasserpflaster" nicht lange, die ich da drauf haben will, wenn er matscht oder schwimmt. Beta kenne ich schon, das hatten wir mal als die PEG so entzündet war. Ich werde da eine sterile Kompresse drauf machen ;-).
Hallo Jessi!

Schürfwunden- oder Blasenpflaster - sind Hydrokolloid-Pflaster und wirken alle ähnlich. Ich nehme tatsächlich inzwischen für fast alles die großen Blasenpflaster von Compeed, weil sie bei uns (Leistungssportler, die ordentlich schwitzen und häufig duschen) am besten/ längsten kleben. ICH packe meinen Jungs noch ein großflächiges, rund geschnittenes Fixomull stretch drüber, dann hält es sicher ´ne Woche, aber wenn Felix das nicht mag, müsstest Du halt häufiger wechseln.
Das Hydrokolloid-Pflaster ist durchsichtig und fast unsichtbar :wink: Oder man malt mit Edding ein nettes Grinsegesicht drauf :wink:
Wasser ist eigentlich kein Problem!

Dass man (vorallem Schürf- in meinen Augen eigentlich alle infektionsfreien) Wunden besser trocken und an der Luft heilen lassen soll, ist ganz alte Schule und eigentlich seit gut 10 Jahren in der Krankenpflege obsulet, leider setzt sich das neue Wissen (auch in der Ärzteschaft :roll: ) nur langsam durch - Apotheken sind da meist richtig firm :wink: Aber es ist wie so oft, was nicht nachgefragt wird, wird nicht angeboten :? , also muss man "größere" oder andere Hydrokolloid-Pflaster meist bestellen und sie sind recht teuer.
Compeed gibt´s auch im gut sortierten Drogeriemarkt :wink: 5 Stück für ca. 5€.

Wie hälst Du denn die sterile (warum das?) Kompresse an Ort und Stelle?

Wenn Du es lieber "trocken" versuchen möchtest, dann mach 2-4x täglich eine (unsterile) Kompresse mit Rivanol-Lösung (alternativ geht auch "dicker" Schwarztee also 3 Beutel auf 100ml) nass und leg sie für 5 Min. auf das Stoma (wir lesen dabei vor oder schauen fern), hinterher trocknen lassen (evtl. fönen, wenn es nicht mehr so warm ist :wink: ). Das gerbt und trocknet aus, so hört das nässen auf und es verschließt sich irgendwann auch.
Wie gesagt - möglich, aber sicher langwieriger.

Grüßle
Ursula
Kinderkrankenschwester mit Fachweiterbildung Palliativ Care und Außerklinische Beatmung.
Pflegemutter von Jessy (16 J., schwerster Hirnschädigung wegen Sauerstoffmangel), kl.Bub (1 Jahr mit schwerster Hirnschädigung, Reflux, Spastisch-steife Knie), 2 gr. Jungs - ausgezogen.


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