Sitzschale für drinnen??

Hier könnt ihr die Hilfsmittel eurer Kinder vorstellen, z. B. Reha-Buggy, Pflegebett, Stehtrainer, Therapieliege usw. - gerne auch mit Foto.
Ihr könnt hier übrigens auch Fragen bezüglich Technik und Anwendung verschiedener Hilfsmittel stellen.

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begga
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Sitzschale für drinnen??

Beitragvon begga » 09.11.2008, 22:40

Hallo,
ich betreue seit kurzem einen 3 jährigen Jungen, der sich nach einem Ertrinkungsunfall vor 1,5 Jahren im Wachkoma befindet. Er ist tracheotomiert und hat regelmäßigen Absaugbedarf.
Jetzt ist es so, das der kurze zwar einen Rehabuggy hat, der aber im Hausflur steht und nicht mit in die Wohnung kann da sie in der 2 Etage wohnen. Zudem hat der Rehabuggy eine eher liegende Position.

Die Mama hätte gerne eine Sitzschale mit Untergestell für drinnen, wo sie ihn mal reinsetzten könnte, da er z. zt. nur auf der Couch / Boden liegt. Die KK hat ihr jetzt gesagt, da hätte sie keinen Anspruch drauf, da sie ja den Rehabuggy hat.
Wie sieht das bei euch aus?? Habt ihr beides? Oder gilt das wirklich als Doppelversorgung?


Wäre super, wenn ihr mir bzw. der Mama helfen könntet.

Lieben Gruß
Rebecca

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* 87 kinderkrankenschwester, mein Bezugskind ist 3 Jahre alt und nach Ertrinkungsunfall ein Wachkomakind mit tracheostoma, Epilepsie uvw...

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Beitragvon sandra » 09.11.2008, 22:45

Hallo Rebecca, wir haben beides! Und soweit ich weiß gilt das nicht als Doppelversorgung, bei uns jedenfalls nicht und ich habe auch hier im Forum noch nie gelesen dass es wegen Therapiestuhl UND Rehabuggy zusammen Probleme mit der KK gegeben hat!

Laßt euch nicht abwimmeln!
Viel Glück, Sandra
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Beitragvon Inge » 10.11.2008, 07:42

Hallo Rebecca,

das ist meiner Ansicht nach mal wieder ein typischer Fall, dass eine KK Geld auf Kosten eines Kindes und seiner Eltern sparen will.
Der Arzt soll eine Verordnung über eine angepasste Sitzschale mit Zubehör und Untergestell ausstellen. Damit sollen die Eltern zu einem guten SaniHaus gehen, damit alles seinen Lauf nimmt.
Eine Ablehnung des Hilfsmittels sollten die Eltern auf keinen Fall dulden, denn das Kind hat ein Recht darauf!

Sie ist anders als die andern, und ihre Sprache geht weit an uns vorbei.
Doch wenn sie lächelt, lächelt sie mit Leichtigkeit dir dein ganzes Herz entzwei.

'Sommerkind' von Wortfront


Viele Grüße
Inge

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Beitragvon Britta70 » 10.11.2008, 08:24

Hallo Rebecca,
soweit ich weiß, zahlen GKV und Beihilfe eine Sitzschale. Bei privaten Versicherungen ist es vom Vertrag abhängig, unsere hat die Versorgung für zu Hause auf Kulanz bezahlt, die Zweitversorgung für den Kindergarten abgelehnt.
Argumentiere mit der Vermeidung von Folgeschäden, wenn das Kind in eine aufrechte Position kommt.
Liebe Grüße
Britta
Amelie (*05), hypoxischer Hirnschaden durch near-missed SIDS, Z. n. BNS-Epilepsie, Button, Tetraspastik, Tetraparese, cerebral blind, Hüftluxation links (operiert 2014), starke Skoliose (operiert 2016)

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Beitragvon Nellie » 10.11.2008, 16:15

Hallo,

hier haben fast alle Kinder eine Sitzversorgung für drinnen und eine für draußen. Sie sollten mal einen Stuhl verordnen lassen und dann den Kostenvoranschlag einreichen und dann mal warten, ob da wirklich eine schriftliche Ablehnung kommt.
War der Junge nach dem Unfall gar nicht in der Reha? Meist läuft doch gerade bei Wachkoma eine ausführliche Reha mit Hilfsmittelversorgung.

LG
Nellie
Linn *2004, schwerste Mehrfachbehinderung durch pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet
A. *2009
Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann. (Richard von Weizsäcker)
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Beitragvon sabine und Wolfgang » 10.11.2008, 20:30

Hallo

wir sind jetzt auch dabei eine Sitzschale für drinnen anfertigen zu lassen !

Ich kann ja auch nicht x mal am Tag den Buggy auseinandernehmen, da wird man ja nicht mehr fertig !

Ausserdem würde der wunderbar aussehen, wenn Jonas in dem Essen würde, dann könnte ich wirklich nicht mehr auf die Strasse damit :oops:

Ne im Ernst, ich weis nicht ob die verlangen können, dass man jedes mal wenn man ins Haus geht sein Kind erst mal umlagert ..... dann die Sitzschale holt, aufbaut ..... bis man es hinsetzen kann, und wenn man dann raus will oder muss, selbes wieder , du guter Gott !

Ich würde da auch nicht aufgeben, auch wenn es Schade ist, das man um so etwas kämpfen muss.

Ich wünsche euch alles Gute
Sabine
Jonas mit Phelan Mcdermid Syndrom geb. 03/06
stark hypoton, kein krabbeln, laufen ,keine Sprache.... kann seit 02.04. 2011 frei sitzen

WARTE NICHT AUF GROSSE WUNDER -
SONST VERPASST DU VIELE KLEINE

BernhardM
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Beitragvon BernhardM » 10.11.2008, 21:28

Hallo Rebecca,

wie oben schon geschrieben würde auch ich mir ein entsprechendes Rezept über eine (individuell angepasste) Sitzschale mit Zimmer-Untergestell ausstellen lassen. Der vorhandene Reha-Buggy kann doch nie die Funktion einer Sitzschale übernehmen. Körperführung, Höhenverstellung u.s.w. sind nur zwei Punkte die mir da sofort einfallen.

Grüße

ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 10.11.2008, 22:58

hallo,
wir haben ein innen und aussengestell.
dabei wird wenn man raus will die sitzschale vom innen aufs aussengestell gebaut.geht fix und der sitz ist für kleine ferkel auch waschabr.
es geht ja auch darum das das kind am familienleben teilhaben kann.
in einem buggy geht das ja nicht so gut.
kind sitzt dann optimal am tisch und kann auch mit in die küche und bei arbeit zusehen.
wir haben noch einen tisch davor zum spielen.
lg

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Beitragvon begga » 11.11.2008, 11:48

Hallo,
vielen Dank für eure Antworten.Werde der Mama sagen das sie es einfach mal versuchen soll um zu gucken was schriftlich bei rum kommt.
Ich denke auch anders geht es über kurz oder lang auch gar nicht.

@Nelli:
Doch er war ca 11 Monate in der Reha, aber da hat er halt nur den Rehabuggy bekommen. Von einer Sitzschale für drinnen war lt. Mama nie die Rede.

Gruß Rebecca
* 87 Kinderkrankenschwester, mein Bezugskind ist 7 Jahre alt, unbekannte Grunderkrakung, 24h Beatmet, Peg, Epi uvw.
Eine super süße Maus :)


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