Windeln auf Rezept?

Hier könnt ihr die Hilfsmittel eurer Kinder vorstellen, z. B. Reha-Buggy, Pflegebett, Stehtrainer, Therapieliege usw. - gerne auch mit Foto.
Ihr könnt hier übrigens auch Fragen bezüglich Technik und Anwendung verschiedener Hilfsmittel stellen.

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Freddy & Sohn
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Re: Windeln auf Rezept?

Beitragvon Freddy & Sohn » 20.07.2019, 11:56

vielleicht solltet Ihr überlegen, den KiArzt zu wechselnClaudia
Hallo Claudia,

ja, das tun wir schon lange, aber Ersatz ist leider auch nicht so einfach :?
Mal schauen, ich denke, wir probieren mal zum HA zu wechseln, der hier auch gleich in der Nähe praktiziert. Müssen wir mal sehen, was der dazu sagt. Aber erst einmal versuche ich nun das Windelrezept zu bekommen. Das SPZ habe ich schon angeschrieben und darum gebeten, die Entscheidung noch mal zu überdenken. Vielleicht geht es mit dem Rezept ja auch einfacher, falls mein Sohn einen PG bekommen sollte (nicht wegen des Anspruchs, sondern eher psychologisch).

Aber bei meinem Sohn gehe ich auch davon aus, dass es mit der Inkontinenz in ein paar Jahren auch vorbei sein sollte. Na schauen wir mal...
Bei Dir klingt das ja gut geregelt, aber das ist dann ja auch notwendig! Und mit den Windeln selber gibt es wegen der Größe keine Schwierigkeiten?

Viele Grüße
Freddy

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Freddy & Sohn
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Re: Windeln auf Rezept?

Beitragvon Freddy & Sohn » 20.07.2019, 12:08

das würde ich aber für so eine Entscheidung nun sicher nicht zum alleinigen Kriterium machen.
Hallo Michael,

das würde ich auch nicht machen. Mir sind zumindest einige Nachteile einer PKV + Beihilfe (auch aus persönlicher Erfahrung) bewusst. Aber ich sammle. Bei unserem KA gäbe es z.B. eine Privatsprechstunde, für die man echte Termine bekommt, so dass man sein Kind nicht 90 Minuten zwischen Hustinetten im Wartezimmer bei Laune halten müsste...traumhafte Vorstellung! Zudem scheint es Vorteile bei der Windelwahl zu geben. Nachteile sehe ich z.B. bei

- der Erstattungssicherheit,
- dem Auslegen der Rechnungsbeträge,
- dem zusätzlichen Papierkram,
- der Schwierigkeit, Rehamaßnahmen zu bekommen und natürlich
- den zusätzlichen Kosten, auch für Zusatztarife (wie Beihilfeergänzung).

Fraglich ist zudem natürlich, ob und wenn zu welchem Grundtarif die PKV ein "vorbelastetes" Kind überhaupt nimmt. Ist aber im Augenblick auch eh erst nur ein Gedankenspiel. Angefragt habe ich aber vor ein paar Jahren schon einmal (da wären es zusätzliche Kosten von knappen 40 Euro/Monat gewesen), das war aber vor den Diagnosen der Entwicklungsverzögerung.

Viele Grüße
Freddy

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Re: Windeln auf Rezept?

Beitragvon Claudia33 » 20.07.2019, 22:24

Hallo Freddy,

nein, wir haben (noch) keine Größenprobleme, er wächst nicht so sehr, ist mit 13 Jahren bei 145cm und ca 28kg, insgesamt ein schmales Kerlchen.

Selbst wenn Du hoffst, in ein paar Jahren ohne Windeln auszukommen, lohnt es sich auf jeden Fall, das Rezept einzufordern. Wir haben für unseren zweiten Sohn auch noch ein aktuelles Jahresrezept, aber er hat es tatsächlich im Frühjahr auf einmal hingekriegt, nachts trocken zu werden. Tagsüber ist er schon seit zwei Jahren zum Glück dadurch, aber nachts war eben bis vor ein paar Monaten auch noch sehr schwierig, eher unmöglich. Und dann, hurra, von heute auf morgen hat es dann doch geklappt und das ohne Ausrutscher. Mit neun Jahren trocken, immerhin!

Viel Erfolg Euch, sowohl beim Rezept bekommen als auch beim irgendwann trocken werden!
J. & Claudia mit zwei Jungs *03/06 CP, Tetraspastik, spricht nicht, läuft und sitzt nicht, Rollstuhlfahrer
und *06/09 beide FraX

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Re: Windeln auf Rezept?

Beitragvon LasseUndJohannes » 21.07.2019, 10:24

@Chantal-Marie: ob es mir zusteht, versuche ich ja gerade zu klären. Nach Lasses Aussage hängt es ja davon ab, ob die Inkontinenz krankheitsbedingt ist. Da wir bislang ja keine Ursache für die Entwicklungsverzögerung haben, könnte es hieran nach Ansicht des KA oder der KK mangeln. Aber auch wenn man den Anspruch deutlich bejahen könnte, fühlt es sich bei unseren Ärzten leider immer so an, als sei man ein das System ausnutzender Bittsteller.
Freddy
Hi, eine Entwicklungsverzögerung ohne bekannte Ursache sollte auch ausreichen. Je jünger die Kinder, umso weniger weiss man ja was sie denn jetzt haben. Nach allem was du (im andrren Thread) schreibst, denke ich, dein "Stein im Weg" ist der KA. Sobald du ein Rezept hast, sollte der Rest schon klappen.

Wegen dem Tagnässen ohne Windel ... Hier könnte beim Sachbearbeiter der Kasse der Eindruck entstehen, dein Kind würde de facto nur nachts inkontinent sein. Beim Telefonat also das Tagnässen so darstellen wie es ist. Und dass ihr halt, damit euer Kind es lernt, andere Methoden einsetzt.
Johannes 2008, extremes ADHS, Fehldiagnose (?) Autismus
Benedikt 2014, non verbal, auto aggressiv, ADHS, atypischer Autismus

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Re: Windeln auf Rezept?

Beitragvon Freddy & Sohn » 21.07.2019, 11:13

Hallo Claudia,

ja trocken werden wäre natürlich einfach das Beste :D
Und ich denke auch, dass es irgendwann von alleine kommt - bei uns mit ein wenig Einwirkung am Anfang. Ich habe mit Punktekarten gearbeitet, und habe das ein wenig verallgemeinert (von Punkt für auf Toilette gehen zu Punkt, wenn den Tag über überwiegend - auch mit Erinnerung - höchstens zweimal eingenässt), dabei habe ich das Gefühl, dass der Punkt zwar mitgenommen, aber gar nicht mehr angesteuert wird (anders als Punkte für Auf- und Abdecken und Aufräumen). Das ist also inzwischen ein Selbstläufer.
Glückwunsch das es bei euch dann (wenn auch erst mit 9 Jahren) endlich geklappt hat! Mal schauen, ob es bei uns früher passieren wird...

Ich werde auf jeden Fall versuchen, ein Rezept zu bekommen, auch wenn es dann hoffentlich mit der Inkontinenz irgendwann mal vorbei ist. Noch ist es ja einfach noch nicht so weit und für Nachts braucht es sicher noch lange.

Ich drücke mal die Daumen, dass euer Großer auch bald trocken wird!
Viele Grüße
Freddy

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Re: Windeln auf Rezept?

Beitragvon Freddy & Sohn » 21.07.2019, 11:20

Hi, eine Entwicklungsverzögerung ohne bekannte Ursache sollte auch ausreichen...dein "Stein im Weg" ist der KA...
Wegen dem Tagnässen ohne Windel...Beim Telefonat also das Tagnässen so darstellen wie es ist. Und dass ihr halt, damit euer Kind es lernt, andere Methoden einsetzt.
Hallo Lasse,

danke, dann hatte ich Deinen Hinweis falsch interpretiert. Aber schauen wir mal, was die Kasse (ich werde Deinen Hinweis beim Telefonat beachten), das SPZ (seltsamer Weise bisher der Stein) und ggf. der KA sagen. Ich werde berichten :D

Vielen Dank und schöne Grüße
Freddy

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Re: Windeln auf Rezept?

Beitragvon Freddy & Sohn » 22.07.2019, 17:48

Die HIlfsmittelabteilung der KK hat im Telefonat heute im Übrigen die Übernahme bei Verordnung bestätigt und wollen das Anbieterverzeichnis schicken, aus dem auch die Übernahme für Kinder ab 3 Jahren hervorgehen soll. Dem SPZ habe ich noch einmal geschrieben. Inzwischen haben wir auch den Bescheid von der PV (PG 3). So muss es doch nun klappen :)

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Re: Windeln auf Rezept?

Beitragvon Freddy & Sohn » 25.07.2019, 22:22

Hallo Zusammen,

dasSPZ hat eingelenkt, wir sollen jetzt ein Rezept bekommen. Die Mühe hat also gelohnt! Wir sollen dem SPZ nur noch sagen, was aufs Rezept gehört :)

Vielen Dank euch allen für eure Unterstützung und liebe Grüße
Freddy

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Re: Windeln auf Rezept?

Beitragvon Rita2 » 26.07.2019, 12:37

Hallo Freddy,

was ist das für ein SPZ das nicht weiß, daß Kinder mit Behinderung ab 3 Jahren Windeln auf Rezept erhalten? Und dann noch von dir erfahren müssen, was auf des Rezept muß.

Wenn ihr die Möglichkeit habt, würde ich ein anders SPZ ausprobieren.

LG
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

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Re: Windeln auf Rezept?

Beitragvon Freddy & Sohn » 26.07.2019, 12:41

Hallo Rita,

ich bin auch etwas verwundert, auch Sprachheilreha war für sie Neuland...aber wechseln wollen wir lieber nicht, auch wegen der Anfahrt...

Viele Grüße
Freddy


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