Wir brauchen einen Reha- Buggy

Hier könnt ihr die Hilfsmittel eurer Kinder vorstellen, z. B. Reha-Buggy, Pflegebett, Stehtrainer, Therapieliege usw. - gerne auch mit Foto.
Ihr könnt hier übrigens auch Fragen bezüglich Technik und Anwendung verschiedener Hilfsmittel stellen.

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Theodor1
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Wir brauchen einen Reha- Buggy

Beitrag von Theodor1 »

Hallo,
nachdem es unser Jüngster (knapp 3 Jahre) geschafft hat, seinen Buggy mehrfach zum Kippen zu bringen, brauchen wir etwas stabiles bzw. sicheres.
Ich bin unentschlossen, ob wir den Swifty von Thomashilfen oder den Zip vom Hoggi nehmen sollen.
Hat jemand Erfahrung damit und kann mir Positives oder Negatives berichten.
Im Alltag sonst haben wir den Hoggi Evolution. Diesen häuifg ins Auto zu laden und raus, da streikt leider mein Rücken.

Oder hat jemand eine ganz andere Idee. Unser Jüngster ist motorisch fit, trägt Orthesen, hat leider kein großes Gefahrenbewußtsein und ist Entfesselungskünstler. Mit Reitzüberflutung hat er auch zu kämpfen.

Viele Grüße
Theodor

Silvia & Iris
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Re: Wir brauchen einen Reha- Buggy

Beitrag von Silvia & Iris »

Hallo Theodor,

habt ihr euch schon von einem Rehatechniker beraten lassen? - Mein Techniker schwärmt mir gerade ausschlie0lich über Hoggi - jede Variation - vor... - außer Rollstuhl... da steht er auf Sopur und Bock...

Nachdem auch wir bis zum Einstieg in die Schule mit Rehabuggy unterwegs waren - allerdings motorisch ganz anderes Kind - und bei uns das Argument kam, dass das Wachstum in dem Alter noch enorm ist...
wirst du hier sicherlich viele verschiedene Antworten erhalten... - kein Hilfsmittel ist allerdings sicherlich falsch...

Viel Erfolg!
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, Tetraparese, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

LenchensMom
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Re: Wir brauchen einen Reha- Buggy

Beitrag von LenchensMom »

Hallo!

Wenn es etwas Stabiles, aber leicht und handlich sein soll: Wir haben den MacLaren Elite für unsere fast 6-jährige. Der ist nicht schwer und steht gut. Alternativ hatten wir einen von Kiddy. Beide also keine speziellen Reha-Gefährte. Das sind allerdings nur Wagen für eher kurze Strecken ohne Liegefunktion.

LG,
Sanne
Sanne *1978
Papa *1971
Lenchen * Juli 2013 (entwicklungsverzögert wegen pränatalem Schlaganfall oder Anämie, strukturelle Epi, die süßeste Maus überhaupt)
kleine Schwester * Juli 2015, ganz fit
Unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... enchensmom

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Jakob05
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Re: Wir brauchen einen Reha- Buggy

Beitrag von Jakob05 »

Wenn's nur ums Verladen geht, würde ich den Hoggi nehmen. 6kg weniger laut Tabelle merkt man schon. Ich hatte früher den Vorgänger Lisa und war recht zufrieden. Ausserdem habe ich mit Thomashilfen in 30 Jahren mehr schlechte als gute Erfahrungen gemacht, dort ist das Sanitätshaus Kunde = Gesprächspartner, nicht die Eltern oder Kinder. Der Gründer von Hoggi zeigt deutlich mehr Engagement und geht auf Ideen und Anregungen seiner wahren Kunden immer ein.
Cordula (65) mit I. (86), M. (88 mehrfachbehindert, HF-Autist), J. (†,* 05, 37.SSW) + K. 10/07 (GS, HD, HG-versorgt, Lordose, Rachenfehlbildung => Tracheostoma...)

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LasseUndJohannes
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Re: Wir brauchen einen Reha- Buggy

Beitrag von LasseUndJohannes »

Hi, wir haben für unseren fast fünfjährigen den swifty in der Größe 2. Er ist teilweise recht wild und hyperaktiv. Zum kippen hat er das Ding aber noch nie gebracht. Die Gurte sind so eingestellt, dass er nicht groß mit dem Oberkörper nach vorne kommt. Er kann also nicht, was er sonst öfter tuen würde, mit "Anlauf" seinem Oberkörper gegen die Rückenlehne werfen. Der H-Gurt reicht uns aus, der zusätzliche Schrittgurt ist eher ein Witz, er kommt von ganz vorne aus der Sitzfläche anstatt irgendwo in der Mitte oder von hinten.

Umkippen tut der swifty, wenn er leer ist und ein klein wenig Gewicht an der Rückenlehne hängt. Ein kleiner leichter Rucksack reicht da auf leicht schrägem Weg aus. Da hilft es, immer das meiste in den Korb unten zu packen. Mit Kind steht er aber stabil. Der Korb kostet extra und wird meist nicht von der Kasse übernommen.

Der swifty ist stabil aber auch nicht ganz leicht. Er hat eine feste Metallplatte als Rückenlehne und Sitz. Das wird man kaum jemals kaputt bekommen. Hat aber neben Gewicht den weiteren Nachteil, dass der Buggy wie normalerweise ein Kinderwagen nur in einer Richtung gefaltet werden kann. Ein Buggy mit Tuchsitz kann in zwei Richtungen gefaltet werden und ist dann kleiner. Ist hier die Frage, was dein Kind braucht.

Wir haben auch zusätzlich zwei Seitenpelotten, die verhindern, dass er sich seitwärts aus den Gurten winden kann. Funktioniert super, haben wir beim Testexemplar vom Reha-Autositz bemerkt und dann für den Buggy mit beantragt. Der Nachteil dabei ist leider, dass sich der Buggy wegen der Seitenpelotten nicht mehr ganz zusammen falten lässt. Für die Urlaubsreise kann man die Pelotten in fünf Minuten abschrauben.

Insgesamt bin ich mit dem swifty zufrieden. Er ist stabil und ich kann wieder Dinge tun, die vorher unmöglich waren wie zum Beispiel ÖPNV benutzen. Ein Ärgernis gab es aber auch. Er war jetzt über vier Wochen zur Reparatur beim Hersteller, weil die Feststellbremse nur einseitig tat und ein Feststeller bei einem Vorderrad direkt nach dem ersten Winter fest gerostet war. Qualitätsprobleme gibt es also leider auch bei so teuren Produkten.

Für deinen Sohn tut vermutlich auch die Gr. 1. Die ist leichter. Wenn ich recht erinnere, geht die bis 116 cm Körpergröße.
VG
Lasse

Johannes 2008, extremes ADHS, Fehldiagnose (?) Autismus
Benedikt 2014, süßeste FraXi-Maus der Welt (Fragiles X), non verbal, früher auto aggressiv, ADHS, v.a. frühkindlicher Autismus

Theodor1
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Re: Wir brauchen einen Reha- Buggy

Beitrag von Theodor1 »

Hallo, nun haben wir getestet. In den Rehabuggys ist er versunken, und in denen er gut saß, hatten wieder Gewicht. Den Oberkörper permanent festschnallen wollen wir nicht. Jetzt haben wir mit der Ärztin eine Alternative gefunden. Den Mio von Sorg, einen Rolli. Für mich ist die Idee noch etwas gewöhnungsbedürftig. Jetzt testen wir. Wegen den erhöhten Muskelwerte sollen wir nach Göttingen ins SpZ, sie möchte das nicht einfach so hinnehmen wie bei uns Vorort.

Viele Grüße
Theodor

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