Welche Unfallversicherung für behindertes Kind?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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AniH
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Beitrag von AniH »

Hallo. Ich schiebe nochmal hoch...
Carlos 10/2009. op. Omphalocele, korr. Fallot Tetralogie (dabei fast gestorben),Dreiecksschädel, Kau- und Essstörung, seit 2012 glückliches Kita-Kind (wo er übrigens auch isst...toll!!!), Hüftdysplasie links, Spitzfuss links, Spastik links, fokale Epilepsie rechts. Trotz der vielen Krankheiten ein süsser und frecher Sonnenschein hoch fünf.

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judith71
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Beitrag von judith71 »

Keke war bei der R+V versichert. als er dann in die PS kam froste ich dort nach.
Telefonist:" Moment, ich frage beim Berater nach"........
Nach einiger Zeit:
" Der Berater lässt ausrichten warum man solche Kinder überhaupt Unfallversichern will- die sind doch schon 100% schwerbehindert."

Ich war sooooo perplex- mir fiel dazu nichts ein. Aber die Versicherungen bei der R+V werden nach und nach aufgelöst. Leider weiß ich den Namen des Beraters nicht mehr.......

Aber Keke ist seither auch ohne UV.
LG

Judith
Judith(´71, Asperger),,Keke(05)Autist ,GdB100,PS III,Muskelhypotonie,fröhliches Rollikind
Unsere Vorstellung www.kekestraum.de

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Laura21
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Beitrag von Laura21 »

Meine Tochter (4,5) hat u.a. das Down-Syndrom.

Wir haben bei der Sparkasse eine Unfallversicherung abgeschlossen, es wurde nicht nach der Behinderung gefagt.

Tipp für alle die in Hessen wohnen.
Über die Familienkarte Hessen geht das auch > http://www.familienkarte.hessen.de/
Leben mit Down-Syndrom und Bonebridge http://www.Laura21.de/bonebridge-knoche ... implantat/
Bonebridge: Das erste HÖREN mit Down-Syndrom https://youtu.be/5YXz7bga42s

GabySP
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Beitrag von GabySP »

Hast du dir das Kleingedruckte gut durchgelesen? Da steht im Zweifelsfall der Ausschluss aufgrund einer Pflegebedürftigkeit drin. Die Versicherungsbeiträge nehmen sie alle gerne, aber im Versicherungsfall stellen sie plötzlich fest, dass deine Tochter eine Behinderung hat, auf die Du nicht hingewiesen hast.
Asperger-Sohn, 01/2000

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Laura21
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Beitrag von Laura21 »

GabySP hat geschrieben:Hast du dir das Kleingedruckte gut durchgelesen? Da steht im Zweifelsfall der Ausschluss aufgrund einer Pflegebedürftigkeit drin. Die Versicherungsbeiträge nehmen sie alle gerne, aber im Versicherungsfall stellen sie plötzlich fest, dass deine Tochter eine Behinderung hat, auf die Du nicht hingewiesen hast.
Wir haben das über die Familienkarte Hessen gemacht, und ja ich habe mir das kleingedruckte durchgelesen.
Leben mit Down-Syndrom und Bonebridge http://www.Laura21.de/bonebridge-knoche ... implantat/
Bonebridge: Das erste HÖREN mit Down-Syndrom https://youtu.be/5YXz7bga42s

GabySP
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Beitrag von GabySP »

Na dann wünsche ich euch, dass Laura diese Versicherung nie brauchen wird ( also unfallfrei durchs Leben kommt) und falls doch, dass dann die Versicherung wirklich leistet
Asperger-Sohn, 01/2000

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Laura21
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Beitrag von Laura21 »

GabySP hat geschrieben:Na dann wünsche ich euch, dass Laura diese Versicherung nie brauchen wird ( also unfallfrei durchs Leben kommt) und falls doch, dass dann die Versicherung wirklich leistet
Das hoffe ich auch.
Leben mit Down-Syndrom und Bonebridge http://www.Laura21.de/bonebridge-knoche ... implantat/
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Jörg01
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Beitrag von Jörg01 »

Moin moin,
also ich verstehe ja das es schwer ist eine Versicherung für unsere Kids zu finden, bin aber froh einen super Berater zu haben der mir alle Versicherungen vermitteln kann.

Dank diesen haben wir zwar 2 Unfallversicherungen aber eine ist für uns Eltern und dem gesundem Junior.
Die 2. aber für Luca mit seinen ganzen Baustellen. (100% SBA und PS 2)
Vielleicht hilft es ja jemanden wenn ich schreibe das wir die Unfall für Luca bei der
Stuttgarter Versicherung haben und die Kostet uns nicht mal wirklich viel mit den 6,88 €

Hoffe der eine oder andere kann damit was anfangen

Liebe Grüße
Jörg01
Für Infos zu Luca bitte Vorstellung lesen :-)
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic112622-0-asc-0.html

Stefan_M-RM
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Beitrag von Stefan_M-RM »

Bitte nicht über mich herfallen, die Frage ist ernst gemeint:

Auch ich frage mich nämlich: Wozu benötigt ein bereits schwer behindertes / pflegebedüftiges Kind eine UV?

Eine UV soll finanzielle Nachteile ausgleichen, die ein (ansonsten arbeitsfähiger) Mensch durch einen Unfall erleidet, sei es durch eine unfallbedingt entstehende dauerhafte Behinderung mit Arbeitsunfähigkeit, sei es durch längere, aber vorübergehende Verdienstausfälle, sei es durch unfallbedingte Sonderbedarfe.

Unsere Kinder / Kinder mit PS arbeiten sowieso nicht und erleiden durch einen (weiteren) Unfall auch keine zusätzlichen finanziellen Nachteile.

Da es Euch aber sehr ernst mit der UV zu sein scheint, habe ich offensichtlich mind. ein wichtiges Argument noch nicht erfasst.

LG
Stefan
Wir + 3 Kinder, eines mit PG 5

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coniectrix
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Beitrag von coniectrix »

Stefan_M hat geschrieben:Bitte nicht über mich herfallen, die Frage ist ernst gemeint:

Auch ich frage mich nämlich: Wozu benötigt ein bereits schwer behindertes / pflegebedüftiges Kind eine UV?

Eine UV soll finanzielle Nachteile ausgleichen, die ein (ansonsten arbeitsfähiger) Mensch durch einen Unfall erleidet, sei es durch eine unfallbedingt entstehende dauerhafte Behinderung mit Arbeitsunfähigkeit, sei es durch längere, aber vorübergehende Verdienstausfälle, sei es durch unfallbedingte Sonderbedarfe.

Unsere Kinder / Kinder mit PS arbeiten sowieso nicht und erleiden durch einen (weiteren) Unfall auch keine zusätzlichen finanziellen Nachteile.

Da es Euch aber sehr ernst mit der UV zu sein scheint, habe ich offensichtlich mind. ein wichtiges Argument noch nicht erfasst.

LG
Stefan
Guten Morgen

100% SBA und Merkzeichen plus eine Pflegestufe heißt ja aber noch nicht gleich das durch einen Unfall nicht noch zusätzliche Behinderungen auftreten können.
Beispiel mein Sohn. Autist mit SBA 100% G,B,H und bis vor kurzem PS 2 mit erhöhten Betreuungsleistungen. Er fährt Fahrrad, Ski, klettert für sein Leben gerne und und und. Ausserdem ist er kognitiv und auch körperlich in der Lage einmal auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Arbeitsstelle zu finden. Wenn er nun einen Unfall hat und danach zB Querschnittsgelähmt ist dann wäre dies ja eine erheblich größere Behinderung als vor dem Unfall.

Aber auch ein Mensch der körperlich schon schwer gehandicapt ist kann durch einen Unfall einen noch größeren Schaden erleiten so das ihm zusätzliches Geld für zB Umbauten im Haus/Wohnung sehr hilfreich wären. Oder auch um eine Betreuung zu finanzieren die vielleicht vorher nicht nötig gewesen war.

Ich bin der Meinung das egal welche Art der Behinderung oder Pflegestufe schon vorliegt ein Unfall die Bedürfnisse des Menschens noch um ein vielfaches erhöhen kann.

Grüße Conie
Ich (1969): Neurodermitits und div. Lebensmittelallergien sowie Heuschnupfen
Mein Mann (1971): allergisches Asthma, Farbblindheit (grün, braun) und Farbschwäche
Kind (2008): frühkindlicher Autismus, Sprachentwicklungsverzögerung, Pflegegrad 3, GdB 100% Merkzeichen G,B,H

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