Alleinerziehend und das Amt macht Ärger?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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dagmar neo frea
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Beitrag von dagmar neo frea »

hallo sabine :wink:

ehrlich gesagt glaube ich das nicht,das vom einen rückschlüsse auf den anderen gezogen werden :wink:


allerdings ist mir mal passiert,das mir weiterbildung und beruf als egoistisches unterfangen ausgelegt worden ist,von ärztlicher sicht,und ich solle mich lieber ums kind kümmern

also ich kenn sowas auch,auch die meinungen,man hätte sich sozusagen für ein kind aufzuopfern

aber ich glaub nicht,das man auf sowas viel geben sollte,ernst nehmen würde ich es auch nicht :wink:

liebe grüße
Dagmar *1962,Robert *1965,Frea Jakobine *1985, T21,operierter AV- Kanal,Neo Leander*2004, HFA

http://www.institut-fuer-menschenrechte ... rpd_de.pdf
https://www.youtube.com/watch?v=dVrX7Gqjzs0

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Ela74
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Beitrag von Ela74 »

Hallo zusammen,

läuft ja fast schon wieder auf das gleiche heraus wie der Threat "Vereinbarkeit von Familie und Beruf"

@mine: arbeiten hin oder her, aber ist in der Situation im Kiga nicht mal ein Einzelintegrationshelfer angeregt worden? Ich denke mir mal, selbst wenn Du nicht arbeitest, ist es keine zufriedenstellende Situation, daß Kind immer wieder mal zwischendrin abholen zu müssen.
Das ihr nur vormittags Therapietermine bekommt, kann ich auch nicht wirklich nachvollziehen. Wir hatten unsere Termine immer nachmittags, weil ich eben vormittags arbeiten mußte bzw. über den Kiga-Aufenthalt ein wenig Entlastung hatte um mich um das jüngere Geschwisterkind zu kümmern, bevor dies auch im Kiga war. Uns hat nie einer der die Situation kannte versucht, uns vormittags-Termine anzudrehen. Grad bei alleinerziehenden ist es ja einleuchtend, daß die Betreuungszeit im Kiga auch dringend für andere Dinge gebraucht wird.
Diese beiden Dinge würde ich zumindest erstmal versuchen zu ändern, vielleicht scheint dann das stundenweise Arbeiten auch nicht mehr ganz so unmöglich.

LG Ela
Ela (Bj.74) mit Marvin (09/97, CP, geistige Behinderung, fehlende Sprache, Epilepsie, Neurodermitis) und Felix (10/01 ADS?, Neurodermitis) und Gordian Andrin 10/09 und Aurelian 8/11

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ElisaMari
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Beitrag von ElisaMari »

Felicitas74 schrieb:
"Den ab 10 Jahre ,helfen keine Arteste mehr,noch SBAs noch anderes."

Falsch, meine Tochter ist 12 Jahre alt!

Ich sollte auch mich selbst ärztlich untersuchen lassen, habe es aber abgelehnt!

Wer als Mutter oder anderer Angehöriger sein Kind selber betreuen und pflegen will und aus diesem Grund nicht erwerbstätig sein kann, sollte sich wehren!

Ich sehe es nicht als den erstrebenswerten Normalfall an, daß die Kids in Einrichtungen gesteckt werden und die Bezugspersonen arbeiten gehen - auch die Einrichtungen kosten, und zwar nicht wenig, und vor allem sollte es eine FREIE WAHL zwischen den unterschiedlichen Möglichkeiten geben!

Daß das Arbeitsamt Druck macht, und das noch widergesetzlich, ist klar, aber das muß man nicht annehmen!

Die internen Regelungen des Arbeitsamtes, nach denen es heißt, daß man bei PS 2 bis zu sechs Stunden täglich erwerbstätig sein muß, werden übrigens auch von Behindertenverbänden als rechtswidrig und ablehnenswert eingeschätzt. Und vor allem sind das weder Verordnungen noch Gesetze, das sind schlichtwegs "interne Anweisungen".

LG, Elisabeth
Elisabeth mit Charlotte (*07/97) und Samuel (*04/94)

Seit Jan. 08 hat Charlotte die Diagnose Dravet-Syndrom (molekulargenetisch bestätigt, SCN1A Missense Mutation).

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MamaUlli2000
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Beitrag von MamaUlli2000 »

Hallo Elisabeth,

ich kenne diese interne Regelung des AA nicht, das man 6 Stunden tägl. erwerbstätig sein muss.
Aber ich weiß, das man als Pflegeperson nicht mehr als 30 Stunden die Woche arbeiten darf.
Wie soll das zuasmmenpassen?

L.G. Ulli
Ulli mit Ann Kathrin, 1998 topfit und Sebastian 2000, HFA, AD(H?)S, Zwänge und Tics, Gangstörung,

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ElisaMari
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Beitrag von ElisaMari »

Sabine schrieb:
"Es mag Situationen wie die deine geben, wo eine Erwerbstätigkeit nicht möglich ist, es sollte aber nicht die Regel sein, dass man mit behindertem Kind nur noch zu Hause sitzt und das Kind rund um die Uhr pflegt! Für mich wäre das ein Albtraum und ich bin froh, dass es bei uns nicht so ist."

Warum sollte das nicht die Regel sein, sondern andersrum?

Es sollte diesbezüglich keine Regel geben, sondern eine FREIE WAHL.

Wenn Du arbeiten willst, dann finde ich das okay und Du machst es ja auch bzw. hast es möglich gemacht.

Aber derzeit sieht es immer mehr so aus, daß Mütter von Babies und behinderten Kindern zum Arbeiten gedrängt werden, von anderen Müttern wie Dir und von offizieller Seite wie Ämtern.

WARUM???

Als mein gesunder Sohn klein war, ca. ab seinem zweiten Geburtstag, habe ich auch wieder gearbeitet, und mir selber eine Tagesmutter stundenweise gesucht, manchmal auch meinen Sohn mit zur Arbeit nehmen können, es jedenfalls ermöglicht. Es war mir egal, wie andere das sahen, und ich wurde auch in keine Richtung gedrängt, sondern habe getan, was ich für gut und richtig hielt.

Ich denke, das hat uns beiden gar nicht geschadet, es war gut für uns.

Mit meiner Tochter ist alles anders, ich denke, sie ist am besten aufgehoben, wenn wir so wenig wie möglich Streß haben, was in unserem Fall vor allem auch bedeutet, so wenig Termine wie möglich zu haben. Sie braucht sehr viel Freiraum, auch ich mittlerweile. Ich will aber nicht dauernd von außen gedrängt werden, das was ich für uns im Leben gut eingerichtet habe, zu verändern. Und leider werde ich das, da die Praktiken der Behörden, die sich ja auch auf die Wünsche der Mehrheit der Eltern berufen, immer drastischer werden.

Ich will aber auch als Zugehörige zur Minderheit der Eltern, die ihr Kind nicht fremdbetreuen lassen wollen, meine FREIE WAHL haben, und das ist m. E. auch mein gutes Recht, das ich mir nicht werde nehmen lassen.

LG, Elisabeth
Elisabeth mit Charlotte (*07/97) und Samuel (*04/94)

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MichaelK
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Beitrag von MichaelK »

MamaUlli2000 hat geschrieben:Aber ich weiß, das man als Pflegeperson nicht mehr als 30 Stunden die Woche arbeiten darf.
Wie soll das zuasmmenpassen?
Darfst du schon, nur bekommst du dann keine Rentenbeiträge mehr für die Pflegetätigkeit.

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
(Martin Luther King)

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ElisaMari
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Beitrag von ElisaMari »

MamaUlli2000 hat geschrieben:Hallo Elisabeth,

ich kenne diese interne Regelung des AA nicht, das man 6 Stunden tägl. erwerbstätig sein muss.
Aber ich weiß, das man als Pflegeperson nicht mehr als 30 Stunden die Woche arbeiten darf.
Wie soll das zuasmmenpassen?

L.G. Ulli
Hallo Ulli,

soviel ich weiß, gelten die 30 Std. pro Woche nur in Bezug auf die Rentenansprüche, die Du Dir durch die Pflege erwirbst. Diese entfallen bei längeren Arbeitszeiten (oder werden evt. gekürzt, müßte ich nachsehen). Die Leistungen für die Pflegestufen, egal ob in Form von Geld- oder Sachleistungen, bleiben davon unberührt (habe schon mit der KK gesprochen darüber).

Das Arbeitsamt hat folgende Anweisungen entwickelt:
PS 1 - Vollzeitjob zumutbar
PS 2 - 6 Std./Tag zumutbar
PS 3 - Freistellung von Erwerbstätigkeit

In diesen Anweisungen, die ich in der Hand hatte, die also real existieren (hatte sie auch schon im Internet gefunden, es ist bundesweit gleich), steht auf derselben Seite, daß im EINZELFALL auch bei niedrigerer PS (dazu gilt ja nun auch schon PS 0, wenn der Betreuungsbedarf hoch ist) auch Freistellung erfolgen kann.

Das wollen die meisten Arbeitsberater aber nicht gerne wahrhaben, andere wissen es schlichtweg nicht. Manche behaupten oder glauben auch, es würde sich bei diesen internen Regelungen um Gesetze halten, so wie meine (damalige) Arbeitsberaterin.

LG,
Elisabeth
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Beitrag von MichaelK »

ElisaMari hat geschrieben:Es sollte diesbezüglich keine Regel geben, sondern eine FREIE WAHL.
Hallo Elisabeth,

ich bin da voll deiner Meinung. Nach jetzt 6 Jahren Pflege in Pflegestufe III brauche ich auch tagsüber, wenn unser Lars im Kiga oder jetzt in der Schule ist, mal ein Nickerchen und keine Erwerbsarbeit.

Mag ja sein, dass es auch Einige wirklich hinbekommen, nebenher oder hauptsächlich noch einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Finde ich auch toll, wenn das gelingt....... aber dazu müssen einfach auch tausend Umstände noch zusammenpassen. Ich könnte das gegenwärtig nicht.

Die Arbeitsanweisungen der BA zur Zumutbarkeit von Arbeit bei häuslicher Pflege sind sowieso völlig unsachgemäß. Eine Behörde, die von häuslicher Pflege soviel Ahnung hat, wie ein Regenwurm von Astronomie, stellt dazu Regeln auf. Da kann man eigentlich schon nicht mehr lachen.

LG Michael
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Beitrag von ElisaMari »

Michael schrieb:
Eine Behörde, die von häuslicher Pflege soviel Ahnung hat, wie ein Regenwurm von Astronomie stellt dazu Regeln auf.
Die Formulierung ist klasse, werde ich mir merken! :wink:

Und ja, leider ist es nicht zum Lachen, selbst wenn die Formulierung dazu ermuntert ...

LG, Elisabeth
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MichaelK
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Beitrag von MichaelK »

hier übrigens noch der Link zu den internen Zumutbarkeitsregeln der BA, wo auch die Pflege "geregelt" ist :roll: :lol: : http://www.arbeitsagentur.de/bund/gener ... o?id=52718

LG Michael
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