Babysittern über Verhinderungspflege abrechnen?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Andrea5
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Babysittern über Verhinderungspflege abrechnen?

Beitragvon Andrea5 » 13.09.2008, 21:50

Hallo Zusammen,

vielleicht kann mir helfen. Wie rechne ich einen Babysitter (z. B Schülerin)
über Verhinderungshilfe ab. Verhinderungspflege bei der Pflegekasse
für den Tag beantragen und dann? Was muß ich der Krankenkasse
vorlegen?

LG
Andrea
Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD) blockadefrei, Legasthenie mit kormobide AVWS
Ben 01/04 KISS(KIDD) blockadefrei , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, expressive Sprachstörung , Hyperakusis und
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Francesca
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Beitragvon Francesca » 13.09.2008, 21:58

Hallo Andrea, bei uns in Iserlohn nähe Dortmund ist das so mit der Verhinderungspflege. Du beauftragst einen Dienst z.b. den Familienunterstützenden Dienst und der Stellt dir einen Babysitter Familienunterstützender Dienst rechnet mit der Pflegekasse ab. Bei uns macht das meine Freundinn die über den Dienst angestellt ist.Aber soweit ich weis müssen die se Personen über diesen Dienst eingestellt sein, so ist das bei uns .
Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen.

VG Kathrin :D :D :D
Kathrin(31),Massimiliano(34),Francesca(10/00) Frühgeburt 24.SSW 530g Ösophagusatresie Typ IIIb, Entwicklungsverzögert, Frühkindl. Autismus. Alessandro (03/04) gesund

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Inga
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Beitragvon Inga » 13.09.2008, 22:04

Hallo Andrea!

Für Verhinderungspflege brauchst du keinen Familienunterstützenden Dienst o.ä. Klar, darf man diesen nutzen, muß aber nicht! Es geht auch einfach eine Nachbarin, Freundin,...
Frag mal deine KK. Unsere KK hat Vordrucke für die Abrechnung. Ich kann wählen, ob das Geld direkt von der kk dem Babysitter bezahlt wird, oder wir das Geld vorlegen und uns dann von der Kk zurück zu holen. Wir machen Zweiteres, da wir dann nur 2 Mal im Jahr abrechnen. Ist mir sonst zu viel Papierkram. Der Babysitter will ja nicht Monate auf sein Geld warten...

Gruß, Inga
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Cara
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Beitragvon Cara » 25.09.2008, 13:10

Hallo,

wir wollen nun auch eine Azubine (Ausbildung zur Erzieherin) als Babysitterin über die Verhinderungspflege abrechnen. Ich habe ihr versucht, zu erklären, daß ich dann das Geld von der Pflegekasse zurückbekomme und daß eigentlich das Geld was sie bekommt, versteuert werden müßte. Ist das so richtig? Ich will ja nicht, daß sie irgendwann Ärger bekommt, falls wirklich mal irgendwer irgendwann über ihr "Einkommen" und die Versteuerung nachforscht? Oder mache ich nur die Pferde scheu?

Ist alles Neuland für mich.

LG Petra
A. (12/04) ICP, spastische rechts- und armbetonte Tetraparese, Hypotonie, Epilepsie, Colitis ulcerosa, komb. Entwicklungsgstörung, ASD II; T. (12/07)

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Beitragvon NadineStoerk » 25.09.2008, 15:48

Also wir haben auch eine Erzieherin als Babysitter. Sie bekommt von uns das Geld und ich hole es mir bei der KK mit Angabe der Stunden und BEtrag einmal im Monat wieder.

Das Geld was jemand für die Verhinderungspflege bekommt, ist nicht zu versteuern, es handelt sich hierbei um eine Pflegeersatzleistung und zählt nicht unter die EInkommenssteuer. So meine Info von der KK.

Kannst aber hier auch mal nachlesen!

http://www.sozialgesetzbuch-bundessozia ... sgb_xi.htm

LG Nadine
Liebe Grüße Nadine mit Joschua 29 SSW & Rafael 28 SSW(BNS-Epilepsie)

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Beitragvon Gisi » 25.09.2008, 18:34

hallo andrea,

du beantragst einmal bei der kasse die verhinderungspflege "stundenweise nach bedarf" für das gesamte jahr.
meine kasse schickt mir dann einen vordruck wodrauf ich abrechnen kann. den blanko vordruck kopier ich mir dann erstmal 20 mal :wink:
und abrechnen kann ich dann wie es mir paßt. jedesmal oder irgendwann.

lg
gisi
Sabine mit Fenja 6/98
und Nina 10/01 frühkindlicher Autismus, seit Juni 2009 in einer Wohngruppe
Das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint"!

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Beitragvon IngeH » 25.09.2008, 18:51

Hallo,
als ich anfing, die Verhinderungspflege stundenweise abzurechnen, gab es irgendwie keine passenden Formulare von der KK und so gebe ich für die Abrechnung immer diese 2 Schreiben ab. Ein Anschreiben an die KK und eine Bestätigung der Pflegeperson. Das war bisher immer ausreichend.



An die KK
Adresse


Versicherter, Nummer

Sehr geehrte Damen und Herren,

für eine häusliche Pflege bei Verhinderung haben wir für 29 Pflegestunden insgesamt 145,00 € bereits an die Pflegeperson ausgezahlt.

Die Verhinderungspflege erfolgte unregelmäßig im Zeitraum von bis .

Die Verhinderungspflege wurde an verschiedenen Terminen wahrgenommen, kein einzelner Pflegeeinsatz hat länger als 8 Stunden gedauert und sie waren auch nicht zusammenhängend am Stück.

Die Pflegperson hat in diesem Kalenderjahr keinen anderen Pflegebedürftigen gepflegt. Es handelt sich um Frau ....

Des weiteren wurde für den Einsatz eines Zivildienstleistenden des DRK insgesamt 260,00 € vorverauslagt. Die Originalrechnungen für ich bei.

Da wir die Pflegekosten bereits vorverauslagt haben, bitte ich um Ausgleich 405 € auf das folgende Konto:

....



mit freundlichen Grüßen

______________________________________________________________



Bestätigung


Hiermit bestätige ich, xy, dass ich xyz für 29 Stunden im Zeitraum Januar bis Ende März 2004 gepflegt habe und dafür bereits 145 € von Familie xyz erhalten habe.

Die Pflegeeinsätze waren unregelmäßig und keiner hat länger als 8 Stunden gedauert. Auch waren sie nie zusammenhängend an mehrern auf einander folgenden Tagen.

Ich habe in diesem Kalenderjahr keine weiter pflegebedürftige Person gepflegt.

Ich bin mit xyz nicht verwandt oder verschwägert.



Mit freundlichen Grüßen
xy


Und damit hatte ich dann das Geld immer recht schnell auf dem Konto.


Liebe Grüße
Liebe Grüße von Inge
mein besonderes Kind wurde 05.97 geboren und hat eine beinbetonte Tetraspastik ist ein Läufer aber hat keine Lautsprache, er hat noch 3 ebenso wunderbare jüngere Geschwister, die beiden Jüngsten mit AVWS

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PaulineLucy
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Beitragvon PaulineLucy » 25.09.2008, 19:54

Hallo Petra

Cara hat geschrieben: Ich habe ihr versucht, zu erklären, daß ich dann das Geld von der Pflegekasse zurückbekomme und daß eigentlich das Geld was sie bekommt, versteuert werden müßte. Ist das so richtig? Ich will ja nicht, daß sie irgendwann Ärger bekommt, falls wirklich mal irgendwer irgendwann über ihr "Einkommen" und die Versteuerung nachforscht? Oder mache ich nur die Pferde scheu?


Nein, das ist alles richtig, wenn Du Ärger komplett ausschließen willst. Steuerfrei ist das Geld aus der Verhinderungspflege nur dann,wenn sie es im Auftrag einer gemeinnützigen Vereinigung tätigt oder dem Pflegebedürftigen sittlich verpflichtet ist. Auch soll sie mal in ihren Arbeitsvertrag schauen unter welchen Bedingungen sie eine Nebentätigkeit ausführen darf. (Wenn sie z.B. durch ihre Dienstleistung an Euch ihrem ersten Arbeitgeber Konkurrenz macht, könnte das ein berechtigter Grund ihres Arbeitgebers sein, die Zustimmung zu verweigern.)

Schätze aber, daß sie als Azubine nicht horrende Steuern zahlt.

lg pauline


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