Pflegereform 2021

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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MichaelK
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Re: Pflegereform 2021

Beitrag von MichaelK »

Helena* hat geschrieben:
22.11.2020, 14:45
Das ist völlig an den Bedürfnissen der Meisten vorbei. ...
Hallo Helena,

Ja ! Das versteht das BMG eben unter Flexibilisierung. Hat sich ja schon bei der letzten Reform der Ersatzpflege gezeigt, dass mehr Geld im Topf nicht unbedingt heißt: mehr nutzbares Geld.
Da Prinzip: linke Tasche …. rechte Tasche!

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
(Martin Luther King)

JanisQ
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Re: Pflegereform 2021

Beitrag von JanisQ »

Oh,
dann blieben nur noch 1320,--Euro pro Jahr für die stundenweise Verhinderungspflege.
Na toll. Das ist fast ein Halbierung zu dem, was jetzt möglich ist.
Die Entlastungsleistungen haben wir auch noch nie nutzen können, da es hier keine Anbieter gibt.
Viele Grüße
Janis
Rollstuhlfahrerin
Kind mit ehemals Asthma, Reflux 3.Grades in beide Nieren, Sphinkter-Detrusor-Dissynergie, hat sich alles mit der Zeit ausgewachsen

SarahmitFlorian
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Re: Pflegereform 2021

Beitrag von SarahmitFlorian »

Hallo Janis,
Entlastungsleistungen können in NRW auch von Privatpersonen mit Qualifizierungskurs übernommen werden. Jetzt gibt es eine Corona Sonderregelung, dass auch Privatpersonen ohne Qualifizierung eingesetzt werden können.
Sieh mal hier:
https://www.pflegewegweiser-nrw.de/aktu ... ngehoerige
Welche corona-bedingten Änderungen gibt es zum Entlastungsbetrag?

Unterstützungsangebote im Alltag können gerade jetzt eine gute Ergänzung und Entlastung der Pflegesituation bieten. Deshalb wurden folgende Erleichterungen eingeführt:

Die Leistungen für Anbieter, die bereits anerkannte Leistungen erbringen, wurden erweitert. So dürfen alle Anbieter – unabhängig von Ihrem üblichen Angebot – zusätzlich auch „Hilfen bis zur Haustür“ beispielsweise Botendienste, Organisation von Arztbesuchen, Essen auf Rädern oder Einkäufe anbieten. Diese Regelungen gelten zeitlich befristet zunächst bis zum 31.März 2021.
Auch Nachbarschaftshelfer können weiterhin Unterstützungsleistungen erbringen. Sie müssen aktuell keine Qualifizierung nachweisen. Diese Regelungen gelten zeitlich befristet zunächst bis zum 31. März 2021.
Für Pflegebedürftige des Pflegegrades 1 soll ein möglichst flexibler Einsatz des Entlastungsbetrages ermöglicht werden, um coronabedingte Versorgungsengpässe zu vermeiden. Daher können Pflegebedürftige im Pflegegrad 1 den Entlastungsbetrag in Höhe von 125 EUR – unabhängig von den derzeit geltenden Vorgaben nach Landesrecht – auch anderweitig verwenden. So können sie beispielweise haushaltsnahe Dienstleistungen oder Nachbarschaftshelfer beauftragen, die nicht über eine landesrechtliche Anerkennung verfügen. Diese Regelung gilt bis zum 31. Dezember 2020.

Wichtig: Pflegebedürftige aller Pflegegrade können den noch nicht verwendeten Entlastungsbetrag aus dem Jahr 2019 bis zum 31. Dezember 2020 nutzen.
LG Sarah

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