Halbjährliche Pflegeberatung

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

Moderator: Moderatorengruppe

Antworten
72Claudia
Neumitglied
Neumitglied
Beiträge: 1
Registriert: 16.09.2018, 15:46
Wohnort: Düsseldorf

Halbjährliche Pflegeberatung

Beitrag von 72Claudia »

Hallo,

ich pflege mein behindertes Kind zuhause, bekomme Pflegegeld und deswegen findet halbjährlich immer eine Pflegeberatung statt. Die Pflegeberatung hat sich immer ein Bild meiner Pflege gemacht und alles bestens. So, vor kurzer Zeit war dieser Beratungstermin mal wieder und diesmal war diese Pflegeberatung ziemlich aggressiv mir gegenüber. Ich bin Alleinerziehende und sie fragte mich was denn mal wäre wenn ich krank werden würde. Wer würde dann mein Kind pflegen. Die Frage ist ja soweit sogar positiv, aber der Ton macht immer die Musik. Ich sagte zu ihr das mir ja Verhinderungspflege zusteht. Da fragte sie wer dass dann denn machen würde und wo ? Also sie hat immer richtig aggressiv nachgefragt wie ich das dann organisiere und mit wem. Also ich war da bisschen paff in der Art und Weise wie sie darüber Druck ausübte auf mich. Klar habe ich jemanden wenn ich mal krank werden würde usw. bin da aber nicht weiter darauf eingegangen weil ihr aggressives Verhalten mich sprachlos gemacht hat. Sie machte dann gleich einen neuen Termin aus und sagte noch bevor sie ging ich soll mir überlegen was ich mache wenn ich mal krank bin, denn das möchte sie beim nächsten Termin von mir wissen. Darf sie das ? Ich sagte ihr, ich kenne mich mit Verhinderungspflege aus und mit Kurzzeitpflege. Sorry, was geht ihr das an? Darf sie das wissen wer ihn pflegen würde ? Geht das nicht zu weit ?
Sie soll doch die Häusliche Pflege sicherstellen - überprüfen ob alles bestens ist, aber das ging mir echt zu weit. Was sagt ihr dazu

Grüße

BeatrixB
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 305
Registriert: 30.03.2010, 20:51

Re: Halbjährliche Pflegeberatung

Beitrag von BeatrixB »

Wechsel den Pflegedienst.
LG B.
3 Kinder; Sohn von 08/09 mit DS

monika61
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 4101
Registriert: 09.06.2011, 16:17

Re: Halbjährliche Pflegeberatung

Beitrag von monika61 »

Hallo Claudia,

ich würde auch den Pflegedienst wechseln.

Die Dame setzt Dich ja richtig unter Druck, das würde ich mir nicht bieten lassen.

Meine Tochter ist schon 32Jahre alt und bei uns läuft der Beratungseinsatz immer schon sehr freundlich ab.
Und in den vielen Jahren haben wir schon einige Damen und einen Herrn kennenlernen dürfen. :wink:


Schau mal hier unter:
Welche Leistungen umfasst der Beratungseinsatz
https://www.pflege-durch-angehoerige.de ... gseinsatz/

LG
Monika

Benutzeravatar
Alexandra2014
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3898
Registriert: 04.12.2014, 14:04

Re: Halbjährliche Pflegeberatung

Beitrag von Alexandra2014 »

Hallo!

Falls es die Chefin selbst ist, würde ich wechseln. Sollte es eine Angestellte sein, würde ich mal mit ihrem Chef/ihrer Chefin sprechen. Vermutlich geht sie mit anderen Menschen nicht besser um und manch einer kann sich vielleicht nicht wehren.
Sowas geht gar nicht!

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

SonnenscheinStella
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 177
Registriert: 16.02.2014, 15:41

Re: Halbjährliche Pflegeberatung

Beitrag von SonnenscheinStella »

Hallo

ich schließe mich den Vorschreibern an, das geht gar nicht.
Das geht auch in keinster Weise aus den Protokoll hervor, Beratunf über einzelne Entlastungsmöglichkeiten ja, Wege aufzeigen wenn man angesprochen wird,dann auch gerne Empfehlungen.

Das geht sie schlicht und ergreifend nichts an, wie Du dann die Versorgung sicherstellt.

Lg Stellas Mama, die gerade nicht aus dem Kopfschütteln kommt, und auf die Idee sowas zu fragen noch nie gekommen ist
Papa und Ich ( PDL in Kinderintensivdienst) mit Adoptivmaus Stella 06/12: Arnold-Chiari 2 Malformation, Rhickham Shunt, Trachestoma, PEG mit Jejunalsonde, ANS 24h Vollbeatmung, Syringomyeliene, MMC

anna h.
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 931
Registriert: 16.11.2005, 09:14

Re: Halbjährliche Pflegeberatung

Beitrag von anna h. »

Hallo Claudia,
ganz klar:
beim Pflegedienst anrufen, die Chefin sprechen und ihr sagen, was unangemessenes vorfiel und klarstellen, dass diese Frau die Beratungseinsätze bei Euch nicht mehr macht. Denn wie schon einer schrieb, es können sich nicht alle wehren, diese Beschwerde solltest Du auch im Sinne aller anderen machen.
Dann schauen wie die Reaktion ist und möglicherweise den Pflegedienst wechseln.
Den meisten Pflegenden ist das nicht klar:
es ist ein Beratungseinsatz, der sicher sehr wichtig ist, damit die pflegebedürftigen Menschen gut versorgt sind, aber es ist kein MDK-Besuch. Du bist Auftraggeber und kannst jederzeit den Dienst wechseln. Das sollte in einer Stadt wie Düsseldorf auch gut möglich sein.
LG
Anna H.

Sabine1970
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 942
Registriert: 11.01.2008, 17:00

Re: Halbjährliche Pflegeberatung

Beitrag von Sabine1970 »

Hallo an Alle,

bin zu 100 Prozent bei Anna.

Diese Besuche sind wichtig, denn es gibt ganz sicher Pflegesituationen, bei denen die Pflege des Betroffenen buchstäblich " nicht gesichert" ist. Sei es weil der Pflegende wirklich nicht mehr in der Lage dazu ist oder sich das gesundheitliche Befinden des Betroffenen verschlechtert hat.

Aber der Ton macht die Musik und so ein Verhalten ist unverschämt.

Bei uns macht die Lebenshilfe diese Beratungseinsätze, vielleicht magst Du ja von dort jemanden lieber. Es könnten sich sogar Kontakte ergeben, für den Fall der Fälle oder einfach so zu Deiner Entlastung.

LG Sabine

Antworten

Zurück zu „Rechtliches (Krankenvers., Pflegegeld etc.)“