Kind plötzlich behindert - wie geht es finanziell weiter

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

Moderator: Moderatorengruppe

SonnenscheinStella
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 174
Registriert: 16.02.2014, 15:41

Re: Kind plötzlich behindert - wie geht es finanziell weiter

Beitrag von SonnenscheinStella »

Hallo

ich melde mich auch mit einen kognitiv fitten Beatmungs Rolli Kind
Mitlerweile Stolzes Schulkind in einer Regelschule.

Zu Pflegegeld und Finanzierung des PD hast Du ja schon Infos bekommen.
( Wir sind beide Berufstätig ( Vollzeit) wobei ich oft HomeOffice machen kann, und unsere PD gleichzeitig mein AG ist (ich war dort angestellt, schon lange bevor Stella kam ), also andere Vorrausetzungen als bei euch)

Für weitere Fragen, gerne auch per PN stehe ich Dir gerne zur Verfügung

Lg
Stellas Mama
Papa und Ich ( PDL in Kinderintensivdienst) mit Adoptivmaus Stella 06/12: Arnold-Chiari 2 Malformation, Rhickham Shunt, Trachestoma, PEG mit Jejunalsonde, ANS 24h Vollbeatmung, Syringomyeliene, MMC

sandramaus
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 19
Registriert: 27.10.2006, 21:48

Re: Kind plötzlich behindert - wie geht es finanziell weiter

Beitrag von sandramaus »

Hallo,
bitte wende dich an den Sozialdienst in der Frühreha, um eure Fragen zu klären und entsprechende Anträge zu stellen.

Mach dir evt. eine Liste aller anstehenden Fragen und Themen.

Viele Grüße Sandra
Leichte Form der ICP mit Diparese
Neurogene Blasenentleerungsstörung

Rita2
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2919
Registriert: 30.09.2004, 09:07
Wohnort: Region Heidelberg-Mannheim

Re: Kind plötzlich behindert - wie geht es finanziell weiter

Beitrag von Rita2 »

Hallo Helena,

warum denkst es ist unmöglich bei euch die Arbeitstunden zu reduzieren?
Sowohl mein Mann als auch ich arbeiten als Entwicklungsingenieur. Wir haben vor 23 Jahren beide unsere Arbeitszeit auf 24 Stunden pro Woche reduziert, da war unser Sohn 10 Wochen alt. Damals wußten wir noch nicht, daß er eine Behinderung hat. Durch die Behinderung haben wir die Stundenreduzierung beibehalten.
Damals war es als Ingenieur absolut unüblich in Teilzeit zu arbeiten. Es hat fast niemand geglaubt, daß wir das in 2 verschiedenen Firmen durchgekommen. Es war sicher auch Glück dabei. Meine Firma hat gerade als ich aus dem Erziehungsurlaub zurück wollte einen Auftrag bekommen, für den ich die besten Vorkentnisse hatte. Und bei der Auswahl entweder bleibe ich noch zwei Jahre in Erziehungsurlaub oder ich komme in Teilzeit wieder, hat meine Firma nicht lange überlegt.
Bei meinen Mann hat die oberste Firmenleitung beschlossen Teilzeit zu fördern. Da kam es der Niederlassung gerade recht, daß jemand genaue Vorstellungen hatte wie er es machen möchte.
Sowohl bei mir als auch bei meinen Mann sagen viele Kollegen immer noch, daß Teilzeit nicht ginge, obwohl wir der beste Beweis des Gegenteiles sind.
Ich habe sogar zweimal die Stelle gewechselt und habe es geschafft, wieder eine Teilzeitstelle zu bekommen.
Ein Freund von uns ist Personalchef in einem Betrieb, sogar dieser arbeitet in Teilzeit.

Lange Rede kurzer Sinn: Überlegt euch, wie ihr euch eine Teilzeit vorstellen könnt und tretet an den Chef heran und fragt einfach. Vielleicht ist dein Chef ja auch froh, wenn du überhaupt wieder kommst und wenn es mit weniger Stunden ist.

Ich bin sehr froh, daß ich wieder angefangen habe zu arbeiten. Nur zu Hause mit einem behinderten Kind wäre für ich die Katastrophe gewesen. So habe ich mich gefreut wieder arbeiten zu gehen. Aber nach 2 Tagen arbeitet habe ich mich darauf gefreut bei meinem Kind zu Hause zu bleiben.

LG
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

Anika14
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 248
Registriert: 06.12.2016, 11:01

Re: Kind plötzlich behindert - wie geht es finanziell weiter

Beitrag von Anika14 »

Ich möchte Euch hinsichtlich des Arbeitens auch Mut machen. Ich arbeite ebenfalls als Ingenieurin in einer Führungsposition und in Teilzeit. Wegen meiner Kenntnisse habe ich in der Elternzeit in eine neue Firma gewechselt, die jemanden wie mich unbedingt brauchten. Da war weder das behinderte Kind noch die Teilzeit ein Thema und ist es bis heute nicht, trotz vieler KH-Aufenthalte und HomeOffice-Tagen. Da ist einfach Flexibilität auf beiden Seiten gefordert und viele Mittelständler ziehen da mit, wenn sie dafür einen gut ausgebildeten motivierten Mitarbeiter bekommen.
Anika mit
Maxi Bub (*04/11) fit & überschlau
Mini Bub (*11/14) 33+0 SSW, Katarakt, Fütterstörung, Kleinwuchs, Reflux, muskuläre Hypotonie, starker Hypotonie & Hypersensitivität im Mund- & Rachenbereich, massiv gestörte Körperwahrnehmung, Hypoglykämien, Kamikaze mit viel Verstand, großem Herz & stets gut gelaunt, PG 4 und 80% G,B,H

Helena2016
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 89
Registriert: 21.11.2016, 10:49

Re: Kind plötzlich behindert - wie geht es finanziell weiter

Beitrag von Helena2016 »

Ich melde mich mal wieder aus dem "off" zurück. Frühreha-/Krankenhausalltag ist schon verdammt schlauchend. Es fehlt dann doch an Kraft abends, wenn ich um 11 ins Elternhaus heimkomme, nochmal den Kopf für Denkarbeit anzuschalten. Deswegen hats bei mir doch ewig gedauert mit der Rückmeldung :(

Zunächst einmal ganz herzlichen Dank für eure vielen Tipps und Infos.
Genau, wie schon von euch geschrieben, wir kommen aus Deutschland, genauer NRW, und unsere Maus ist jetzt 3. Haben also noch was bis zur Schule.
Dass Maus zurück in ihren (oder einen anderen) Kindergarten geht, ist uns tatsächlich sehr wichtig. Sie war immer ein "ich muss unter andere Kinder"-Kind. Ihr den KiGa zu entziehen, ist also für uns keine Option. Ich hoffe nur, dass es rein praktisch auch geht. Ich muss noch mit dem aktuellen KiGa sprechen, wie man das umsetzen kann. De facto, ihre Gruppe ist im erstem Stock und nur über schmale Treppen zu erreichen. Das wird so wohl nicht mehr gehen. Es gibt aber noch weitere Gruppen im EG. Ob nun der KiGa abseits der baulichen Maßnahmen überhaupt ein behindertes Kind aufnehmen mag/kann, muss ich klären. Ich weiß nur, dass wir damals bei der Anmeldung im KiGa schon persönlich vorsprechen mussten und zeigen mussten wie behindert Maus mit ihrem angeborenen Hydrocephalus ist (und, da ja damals nichts vorlag, war die Anmeldung dann doch ok). Und selbst damals glich es einem 6er im Lotto einen KiGa-Platz zu bekommen, da Angebot und Nachfrage in keinem Verhältnis stehen. Wie sagte das Jugendamt damals bei der Anmeldung so schön "Sie stehen zwar, weil Sie beide berufstätig sind, auf der Prioliste für einen KiGaplatz ganz oben, aber das ist kein Garant für einen Platz. So viele Plätze, wie Prio 1 Leute vorhanden sind, haben wir nicht. Aber ist ja kein Problem, Sie haben ja ein Recht auf einen Platz, bereiten Sie schonmal die Klage vor!" Jetzt hab ich doch extrem Bammel, dass die weitaus weniger vorhandenen I-Plätze überraschenderweise alle vergeben sind und wir leer ausgehen. Aber das Thema gehe ich jetzt an. Dann dürften sich die Fragen klären.

Pflegegrad und SBA haben wir seit letzem Jahr bereits.

Ich werde mir jetzt mal eine Liste von potentiellen Pflegediensten anlegen und einfach mal vorfühlen, ob wir in Frage kommen (weiß ja nicht, ob jeder Pflegedienst auch beatmete Kinder nimmt). Dann hab ich eine Liste, die ich abarbeiten kann, sobald absehbar ist, dass wir nach Hause kommen.

Ich gebe euch aber recht, es ist wahnsinnig schwer sich in all die Rechte einzuarbeiten. Denn freiwillig mit der "das steht euch zu"-Fahne winkt außerhalb des Forums keiner :)

Jetzt scheint sich langsam aber sicher am Horizont die Anschlussreha zu zeigen. Das wird noch einige Monate dauern, aber dann könnten wir dort erstmal einen weiteren Zwischenstopp einlegen.

LovisAnnaLarsMama
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1378
Registriert: 12.10.2016, 22:23
Wohnort: OWL

Re: Kind plötzlich behindert - wie geht es finanziell weiter

Beitrag von LovisAnnaLarsMama »

Hallo Helena2016,
vielleicht schaust du dir parallel einen Heilpädagogischen Kindergarten an. Wenn viele Therapien zusammenkommen, ist es gar nicht so verkehrt, wenn einige davon im Kindergarten stattfinden- besonders wenn man arbeiten möchte. Hilfsmittel/ Pflegedienst sind dort auch häufig anzutreffen.
Außerdem tut es z.B. meinem Kind ganz gut, wenn er sieht, dass es auch andere Kinder mit Einschränkungen gibt.
Bei uns ist immer im November Anmeldung für die Kindergärten- lass dir da ruhig ein Türchen offen.
Lg
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt

LovisAnnaLarsMama
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1378
Registriert: 12.10.2016, 22:23
Wohnort: OWL

Re: Kind plötzlich behindert - wie geht es finanziell weiter

Beitrag von LovisAnnaLarsMama »

Hallo Helena, entschuldige bitte- vorhin musste ich kochen/ hatte gerade das Kind krank vom Kindergarten abgeholt.
Wie geht es deiner Tochter inzwischen, und auch dir? Seht ihr so langsam Routine, d.h. ist Land in Sicht um einen Alltag Zuhause hinzubekommen?
Viele liebe Grüße
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt

Antworten

Zurück zu „Rechtliches (Krankenvers., Pflegegeld etc.)“