Habe ich Anspruch auf Pflegegeld für meinen Kleinen?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Lisaneu
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Beitragvon Lisaneu » 13.07.2018, 22:44

Ich sehe es wie NinaMarie. Die Ankündigung, sich in ein paar Jahren wieder zu sehen, weist darauf hin, dass vermutlich ein Pflegegrad anerkannt wird. Welcher darf bei der Begutachtung noch gar nicht gesagt werden (zumindest in Österreich, aber vermutlich auch in D).

Das Pflegegeld wird dann rückwirkend ab Antragsstellung ausbezahlt. Bei uns sind von der Antragsstellung bis zum Begutachtung 3 Monate vergangen und dann noch mal 2 Monate, bis der Bescheid kam. Alexander hat auf Anhieb PG3 bekommen, das waren dann für die 5 Monate über 1.500 Euro Nachzahlung!
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

Steffi41
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Beitragvon Steffi41 » 15.07.2018, 16:26

Vielen Dank für Eure Antworten.
Ich bin sehr gespannt, was rauskommt. Ich werde berichten.
😀 LG Steffi

Steffi41
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Beitragvon Steffi41 » 18.07.2018, 19:57

Huhu, da bin ich wieder. Stellt Euch vor: mein Kleiner hat Pflegegrad 2 zugesprochen bekommen! Wahnsinn! Am Freitag war der MDK erst da und heute war das Geld schon auf meinem Konto!!!Ich kann’s noch gar nicht glauben, das macht jetzt so vieles einfacher.
Wie ist das denn mit dieser Verhinderungspflege? Bekommt man das zusätzlich zum Pflegegeld und muss ich es extra beantragen?
Ist das Pflegegeld anrechenbar auf Kindes- oder Betreuungsuntethalt? Kann mir vorstellen, dass mein Ex da jetzt Theater macht oder anteilig was davon haben möchte, wenn der Kleine bei ihm ist.
Bei uns in Bayern gibt’s ja auch das Landespflegegeld, könnte er mir das auch anrechnen lassen?

Viele Grüße von der Steffi

kati543
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Beitragvon kati543 » 18.07.2018, 20:34

Hallo,
Pflegegeld bekommt immer der Pflegebedürftige um seine Pflege sicherzustellen. Bei Kindern wird es eben den Eltern ausgezahlt.
Pflegegeld ist definitiv NICHT anrechenbar auf Kindesunterhalt, Betreuungsunterhalt oder irgendeine sonstige Form von Unterhalt. Das ist zusätzlich.
Aber Pflegegeld muss prinzipiell zwischen allen Personen aufgeteilt werden, die das Kind pflegen. Wenn dein Ex also Umgang hat, dann einfach taggenau ausrechnen. Das ist auch die übliche Vorgehensweise wenn Kinder nicht mehr zu Hause wohnen und nur am Wochenende und in den Ferien ihre Eltern "besuchen". Das gleiche gilt natürlich auch für die Verhinderungspflege. Auch da steht dem Vater etwas zu, falls er pflegt.
Verhinderungspflege ist nur eine Leistung, die du abrufen kannst - du erhältst kein Bargeld. Naja, höchstens Geld gegen eingereichte Rechnungen, die du zuvor gezahlt hast. Man muss es beantragen, allerdings steht es dir sowieso zu. Nur manche Kassen wollen eben den Antrag.
Wegen dem Landespflegegeld kann ich dir nichts sagen.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

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Beitragvon Henrymami » 18.07.2018, 22:43

Verhinderungspflege bekam man 2013 erst , wenn man 1/2 jahr eine pflegestufe hatte.
Ich weiss nicht ob sich da im pflegestärkungsgesetz was geändert hat
Vg
Henry 25.06.13 Goldberg sphrintzen megakolonsSyndrom
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Beitragvon MarenRuth » 19.07.2018, 06:22

Hallo Lisa

das Landespflegegeld in Bayern ist tatsächlich eine zusätzliche Zahlung zur Entlastung von Pflegenden. Es wird nicht mit anderen Sozialleistungen verrechnet, auch nicht als Einkommen dazugezählt.

Alles Gute und Liebe Grüße
Maren
Maren und Felix (*05/02, ✝08/16) Mukolipidose Typ II, entwicklungsverzögert, kleinwüchsig, extrem weitsichtig, muskuläre Hypotonie, schwere Lungenbelastung, Tracheostoma, Heimbeatmung, PEG und Mila (09/04) gesund

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Beitragvon Steffi41 » 27.07.2018, 09:21

Huhu, ich schon wieder.
Wie zu erwarten hab ich jetzt wieder Stress mit dem Papa des Kleinen.
Wir leben ja gerennt und haben das gemeinsame Sorgerecht. Der Kleine ist bei mir versichert.

Ich habe dem Papa vor ein paar Tagen schriftlich mitgeteilt, dass sein Sohn den PG 2 zugewiesen bekommen hat und habe ihm den Antrag für das Landespflegegeld zur Unterschrift mitgeschickt.
Jetzt schreibt er zurück, dass ich ihm erklären soll, wie ich überhaupt darauf komme, für den Kleinen einen Pflegegrad zu beantragen und was das soll. Ich wäre ja nur auf das Geld aus und er ist nicht der Meinung, dass der Kleine Probleme hat.
Er fordert von mir jetzt eine Kopie meines Antrages an die Pflegegeldkasse sowie eine Kopie des Gutachtens vom MDK. Bin ich dazu denn rechtlich gesehen verpflichtet? Wegen dem gemeinsamen SR/Gesundheitsfürsorge?
Ich traue ihm zu, dass er da an die Kasse schreibt, dass das alles nicht stimmt usw. Der Typ ist leider ein Psycho.

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Beitragvon Yvonne und Kjeld » 27.07.2018, 13:36

Hallo Steffi,
Genaues kann ich dir dazu nicht sagen, aber da ich grade für meinen kleinen PG beantragt habe, weiß ich, dass zumindest in NRW gar keine Antragstellung ohne die Unterschrift des Partners möglich ist, sofern gemeinsames Sorgerecht besteht, daher gehe ich davon aus, dass du ihn die Unterlagen zumindest einsehen lassen musst, weiß es aber nicht sicher.
Da die pflegekassen den PG ja nicht ohne Grund bewilligt, denke ich, dass es deinem ex ni HT so einfach fallen dürfte, das ganze wieder aberkennen zu lassen, mein Vater hat das vor Jahren bei meinem Schwerstbehjndertem Brüder versucht, und ist ebenfalls gescheitert.
Falls du eine Rechtsschutz hast, würde ich einfach mal beim Anwalt nachfragen, wie genau die Rechtslage da aussieht.

LG yvonne
Enya *08.14 gesund
Kjeld *03.16 globale Entwicklungsverzögerung, Wahrnehmungsstörungen, Brille, Hörgerät, Epilepsie, insgesamt auf dem Stand eines ca 18-20Monate alten Kindes PG4, GdB100
Svea *10.18 gesund

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Beitragvon svennie » 27.07.2018, 17:32

Hallo Yvonne,
wenn Dein Sohn bei Dir lebt und Du die hauptsächlich pflegende Person bist, dann braucht Ihr den Antrag auch nicht gemeinsam stellen, daher glaube ich nicht, dass er da irgendetwas machen kann. Ich würde Einsicht in das Gutachten gewähren, aber es nicht rausgeben. Die Sache mit der fehlenden Akzeptanz der Väter kenne ich leider auch: ich bin nicht alleinerziehend, mein Mann war an allen Untersuchungen und vielen Gesprächen beteiligt und trotzdem ist er bislang nicht bereit, die Diagnose zu akzeptieren und nimmt keinerlei Angebote meinerseits (Arztgespräch, Zweitmeinung einholen, Fachbücher dazu lesen) an. Im Moment ist da null Unterstützung und ich muss die ganze Therapie alleine anleiern.
LG
Svenja
Sohn 10/2011: Asperger, hyperkinetische Störung, umschriebene Entwicklungsstörung der motorischen Funktionen, PG 2


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