Schwerbehinderung entziehen, da Hilfsmittel lindern?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Cornelia Bär
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Beitragvon Cornelia Bär » 15.05.2017, 12:58

Hallo Sinale,

ich hatte noch keinen Termin bei einem Juristen, ich habe die Sache im Vorzimmer dargelegt und der Dame Papiere dortgelassen.
Danke fürs Daumendrücken!!!
Leon, 22 Asperger

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 15.05.2017, 13:40

Hallo,
Vielleicht wendet sich ja das Versorgungsamt auch an die Krankenkasse und das wird auch genommen.....
Das dürfen sie gar nicht (Datenschutz). außerdem habt Ihr Bestandsschutz, wegen Überleitung von Pflegestufe auf Pflegegrad.

Also, ich denke mit dem Handy, da musst Du schon sehr gut argumentieren, dass sie da noch Hilflosigkeit bzw Notwendigkeit einer Begleitung anerkennen.
Was der VdK da sagt, dass eine Behinderung nicht weggeht - ja klar, das ist aber doch kein konkretes Argumentieren gegen die Wegnahme von Merkzeichen.

Grüße
Engrid
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Re: Schwerbehinderung entziehen, da Hilfsmittel lindern?

Beitragvon KerstinM. » 15.05.2017, 13:41

Hallo an alle,
so kurz wie es geht, ich hatte eine Tochter, Paula, es wurde ihr das Aspergersyndrom sehr mühsam anerkannt, Merkzeichen auch, dann unbefristet, das schien erledigt
Naja, ich würde mal behaupten, dass unbefristet auch unbefristet heißt.
Hätte sie nur geheiratet und somit einen anderen Namen, wäre ein neuer Ausweis ausgestellt worden und gut wäre gewesen. Der Bescheid für unbefristet beleibt ja bestehen.
Ich glaube kaum, dass es rechtens ist, wenn dieselbe Person nun überprüft wird. Dies würde ja bedeuten, dass das Amt die eigene Entscheidung hinterfragt. Geschlechterspezifisch sind die Merkzeichen und Co ja auch nicht.

Wenn ein Handy nun ein Hilfsmittel wird um Behinderung auszugleichen, kann man es dann bei der KK beantragen ? :wink:

LG Kerstin
Kerstin mit Markus(*97), Hydrocephalus mit schwerem Verlauf,Epilepsie
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Sinale
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Beitragvon Sinale » 15.05.2017, 13:54

Hallo Kerstin,

rechtlich gesehen kann ein unbefristet gültiger Ausweis jederzeit überprüft werden.
Viele Grüße
Sinale

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Beitragvon KerstinM. » 15.05.2017, 14:15

Hallo Sinale, was heißt dann aber im rechtliche Sinne: unbefristet? Wie ist das definiert?

LG Kerstin
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Susanna.E.
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Re: Schwerbehinderung entziehen, da Hilfsmittel lindern?

Beitragvon Susanna.E. » 15.05.2017, 14:17

Naja, ich würde mal behaupten, dass unbefristet auch unbefristet heißt.
Hallo Kerstin,
das täuscht.
Siehe beispielsweise
https://www.vdk.de/deutschland/pages/th ... s_auf_ewig

Wenn sich die Sachlage ändert, kann auch ein unbefristeter Ausweis eingezogen werden.

Beste Grüße
Susanna

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Beitragvon Sinale » 15.05.2017, 14:56

Hallo Cornelia,

wenn du bzw. dein Sohn dem Bescheid durch den VDK widersprechen möchtest, würde ich an deiner Stelle darauf achten, dass der VDK die Widerspruchsfrist einhält (4 Wochen nach Zugang des Bescheides bei dir).
Viele Grüße
Sinale

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Beitragvon Cornelia Bär » 15.06.2017, 20:24

Hallo,
der VDK hat signalisiert dass wir Widerspruch einlegen und Akteneinsicht gefordert, also die Begründung. Mein Kind erlangt einen hohen Bildungsabschluss, die Zwangserkrankung liegt nicht mehr vor, sie war nie eingeflossen, die Hauptschwierigkeiten liegen nicht mehr vor, einfach so behauptet und ich bin in der Pflicht. Ich hatte dem VDK bei Hilfeanfrage einen Riesenstapel an Gutachten vorgelegt die aufzeigen welche Schwierigkeiten vorliegen, leider sind sie nicht brandneu, man lässt ja für einen Erwachsenen nicht dauernd Gutachten erstellen. Jetzt schreiben sie, also der VDK ich müsse innerhalb von 3 Wochen fachärztliche Stellungnahmen herbeibringen. Ich bin natürlich wieder dran, frage mich aber welche Erleichterung ich habe indem ich den Verein beauftrage, ich sehe keine. Wieso können nicht alle Ärzte und Institutionen von der Schweigepflicht befreit werden und das Amt holt sich seine Papiere selbst. Wenn es so ist wie jetzt brauche ich keine juristische Hilfe.
Danke fürs eventuelle Lesen. :wink:
Leon, 22 Asperger

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 16.06.2017, 10:18

Hallo Cornelia,

naja, zaubern kann der VDK auch nicht - wenn aktuelle Gutachten oder dergleichen nötig sind (was ja eigentlich auch nachvollziehbar ist), dann kann der VDK die ja nicht ohne Dich organisieren?

Grüße
Engrid
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Beitragvon Cornelia Bär » 16.06.2017, 11:01

Hallo Cornelia,

naja, zaubern kann der VDK auch nicht - wenn aktuelle Gutachten oder dergleichen nötig sind (was ja eigentlich auch nachvollziehbar ist), dann kann der VDK die ja nicht ohne Dich organisieren?

Grüße
Hallo Engrid,

nein, das können sie nicht, aber das Versorgungsamt könnte die Unterlagen selbst anfordern, früher ging das. Berichte und Befunde zu sammeln ist ja die Hauptarbeit und beim Erwachsenen nicht leicht denn es wird ja nicht andauernd etwas niedergeschreiben.

Grüße
Leon, 22 Asperger


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